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6.10.19 - 7. GELITA Trail Marathon Heidelberg

Schlechtwetterphase ließ Teilnehmeraugen funkeln

Nikki Johnstone dominiert die Rhein-Neckar-Laufszene

von Constanze & Walter Wagner 

Die Metropolregion Rhein-Neckar im Dreiländereck Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen zählt zirka 2,4 Millionen Einwohner. Allein deshalb wird hier beinahe die gesamte Klaviatur des Laufens gespielt. Nicht wenige Facetten des Ausdauersports gibt es gleich mehrfach im Veranstaltungskalender und der Langstreckenlauf hat in den Vereinen der Region eine lange Tradition. Gleich zum Beginn der Entstehungsgeschichte des Volkslaufs wartete man in der Region mit Laufveranstaltungen auf, die sich einer überregionalen Anziehungskraft erfreuten. Ob als Waldlauf oder auf der Straße, gemieden wurde in den Anfängen der Straßenverkehr. Sogar der Marathon hat frühe Wurzeln in der Rhein-Main-Region, wenngleich die Anfänge längst in Vergessenheit geraten sind.

Sahnehäubchen des GELITA Trail Marathon Heidelberg sind die grobgehauenen Sandsteinstufen der Himmelsleiter oberhalb des berühmten Heidelberger Schlosses. Egal welche der 4 Disziplinen, ob 50km-Long Distance Trail, 42,2km-Trailmarathon, 30km-Half-Trail oder 9km-Himmelsleiter-Trail, alle kommen mehr oder weniger in diesen Genuss
Nichts für reine Asphalt-Cowboys:
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Dass der 1. Mannheimer Dämmer Marathon im Jahr 2004 aus wirtschaftlichen Gründen ein einmaliges Ereignis zu werden drohte, war die Geburtsstunde von M3.

Die quasi als Interessensgemeinschaft für den Fortbestand des Stadtmarathons installierte Veranstaltungsagentur, marathon mannheim marketing GmbH & Co.KG, verantwortet seither aber nicht nur den Dämmer Marathon in der Quadratestadt am Zusammenfluss von Rhein und Neckar, sondern gilt zurecht als reger Veranstalter eines halben Dutzend Laufevents in der Region.

 
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Geschäftsführer Dr. Christian Herbert ist mit seinem Team auch mancher Vision gefolgt, die dann leider nicht ausreichend Zuspruch bei Läuferinnen und Läufern fand. Erinnert sei z.B. an die Loops, die der Laufszene die Bühne traditionsreicher Sportveranstaltungen in der Metropolregion öffnete, etwa beim Galopprennen als Auftaktlauf auf dem Gras-Oval der Waldrennbahn des Badischen Rennvereins oder während der Bahnradrennen des RRC Endspurt Mannheim im Herzogenried mit einem Innenraum-Crosslauf. Erinnert sei noch an die besonderen Firmenläufe, bei denen die M3-Agentur den Laufsportlern Firmengelände und ganze Industriebereiche als Wettkampfareal zugänglich machte.

Mit dem Trial-Motorrad als Streckenvorausfahrer auch bei Nebel alles im Blick. Dr. Christian Herbert, Geschäftsführer von M3, hat immer wieder neue Ideen, dieses Jahr wurde die Streckenvielfalt mit dem Long Distance Trail erweitert und als neuer Abschnitt die Durchquerung der alten Benediktiner-Abtei Stift Neuburg hinzu genommen

Mit zwei Veranstaltungen an zwei aufeinander folgenden Wochenenden war das Veranstalterteam sehr gefordert. Nur eine Woche vor dem Trail-Marathon in Heidelberg stand die vierte Austragung des FRANKLIN Meilenlaufs durch die Konversionsflächen in Mannheims Norden im Programm, eine läuferische Begleitung des Wandels ehemaliger Militärgelände in modernen Wohnraum, quasi im Laufschritt durch die Großbaustellen die Stadtgeschichte vom Abriss bis zum Wiederaufbau erleben. Hofft man normalerweise Jahr für Jahr ungestört von Bauarbeiten einen Lauf auf bekannte Pfaden durchführen zu können, ist es beim FRANKLIN Meilenlauf eine alljährliche Herausforderung, die Wege ausfindig zu machen, die dann auch gelaufen werden können, die Strecken noch offiziell bestenlistenfähig vermessen zu lassen, noch dazu mit dem Anspruch schnelle Zeiten zu ermöglichen und den TeilnehmerInnen ein schönes Lauferlebnis zu bieten.

Ein Höhepunkt der Strecke, die Thingstätte bei km 5

Ganz anders ist die Aufgabenstellung beim GELITA Trail-Marathon in Heidelberg. Landschaftlich reizvoll und mit dem Karlsplatz als Start-Ziel-Areal im Herzen der geschichtsträchtigen Universitätsstadt, der weltberühmten Schlossruine als Bühnenbild und weiteren prägnanten Streckenpunkten galt es, eine neue "Kletterroute" ausfindig zu machen, denn die aus dem Neckartal und der Oberrheinischen Tiefebene aufragenden Berge werden schon seit Jahrzehnten als Laufstrecken genutzt. Genannt seien der Heidelberger Halbmarathon im Frühjahr und der Berglauf von Neckargemünd auf den Heidelberger Königstuhl.

 
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Mit dem neuen 50km langen Long Distance Trail präsentiert sich die Veranstaltung noch härter Start auf dem Karlsplatz unterhalb des Heidelberger Schlosses, nur kurz durch die Altstadt Richtung Alte Brücke und über den Neckar, wo der Trail beginnt

Die Idee war, einen besonders fordernden Marathonparcours zu organisieren, der selbst hartgesottene Trail-Runner der Alpenregion genügend Körner abverlangt. Freilich war dies Neuland für die Veranstalter, als auch für die Laufszene der Region.

Bei der Premiere überraschte man gar mit einem kleinen Schneefeld, aber den Trailspezialisten mangelte es an echten Trails und jene, für die Trail neu war, klagten über die Himmelsleiter, die sich noch immer nach 35 Kilometer in den Weg stellt und das Alleinstellungsmerkmal des Trail-Marathon Heidelberg darstellt. Über 850 der 1200 grobgehauene Sandsteinstufen geht es oberhalb des Heidelberger Schlosses noch 270 Meter hinauf auf den 568 m hohen Königsstuhl.

 
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Die Half-Trailer verzichten nach 28 Kilometern zwar auf den Aufstieg über die Himmelsleiter hinauf zum Königstuhl, machen jedoch Bekanntschaft mit dieser in engegengesetzter Richtung hinunter ins Tal. Helfer geben jedem ein "Vorsicht rutschig" mit auf den Weg

Der ursprünglich im Schlossgarten aufgestellte Zielbogen steht nunmehr auf dem Karlsplatz, einem der fünf Plätze an der Hauptstraße, eine Fußgängerzone die eine der meistfrequentierten Einkaufsstraßen Deutschlands ist.

Dass bis auf den nahen Marktplatz diese Plätze durch Gebäudeabrisse erst nachträglich entstanden, sieht man diesen nicht mehr an. Das Bild des Karlsplatzes bestimmt das Palais Boisserée, errichtet 1703 bis 1705. Nur kurz der Weg, aus dem Wald durch Heidelberger Gassen zum Ziel. Und auch bei den zweimaligen Neckarquerungen ist die "Zivilisationsberührung" so knapp wie möglich gehalten. Neu war in Ziegelhausen ein kurzer Streckenabschnitt direkt am Neckarufer, den die DLRG sicherte und für den es eine Alternative gab, denn viel Hochwasser braucht es nicht um den Leinpfad zu überspülen. Es gelang den Verkehrsfluss in dem stark frequentierten Ausflugsgebiet kaum zu belasten.

 
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Durch das Festzelt führen die letzten Meter ins Ziel

Von Beginn an unterstützt das Unternehmen GELITA den Trail-Marathon als Titelsponsor. Der Weltmarktführer im Bereich der Produktion von Gelatine und Kollagenen ist mit viel Engagement dabei und nach eigener Aussage stolz, ein Teil dieser Veranstaltung sein zu dürfen. "Wir sehen uns verpflichtet, den Leuten hier etwas zurückzugeben", so der Pressesprecher des im Neckartal beheimateten Unternehmens. Die Verbundenheit zeigte sich auch im Durchhaltevermögen des Marketingleiters, der bei garstigen Bedingungen stattfindenden 7. Austragung. Das beachtliche Ausharren dürfte in wenigen Fällen an der bis zum Ende der Veranstaltung gesperrten Ausfahrt aus der direkt unterm Karlsplatz befindlichen Tiefgarage gelegen haben. Teilnehmer hielten sich nicht nur in den Zelten auf dem Karlsplatz, sondern ebenso in den beheizten Gastronomiebetrieben der Touristenhochburg auf.

Auf 178 Stufen der Thingstätte geht es steil bergan zum Heiligenberg

Was den Teilnehmern mehrheitlich entgegenkam, wurde für die Rennbeobachter zusehends zum Dilemma. Aus einem zaghaften Tröpfeln entstand ein klassischer Landregen, der so manches wasserdichte Kleidungsstück als Fake entlarvte. Noch war die Temperatur nicht im Keller, aber ein kräftiges Frösteln kam in nasser Kluft doch auf. Beinahe alle Sportlerinnen und Sportler waren voll des Lobes über die Helferinnen und Helfer an der Strecke, die stoisch ausharrten, sich ihre gute Laune nicht nehmen ließen und umso mehr motivierten, da ihnen das Los der teils ziemlich gezeichneten Teilnehmer schlechter erschien, als das eigene. Sorgte der letztjährige Septembertermin für einen Spätsommertag, der zahllose Ausflügler ins Umland lockte, war man in diesem Jahr immerhin beinahe gänzlich unter sich.

Die 30 km Läufer steigen als erste auf Trailpfaden hinab ins Tal und erreichen somit zuerst das Ziel auf dem Karlsplatz

Show Down auf der neuen Ultra-Strecke

Das Programm wurde erstmals um einen 50 Kilometer langen Lauf mit 2000 Höhenmetern erweitert. Eine 8 km lange Zusatzschleife, die eingangs der Himmelsleiter den Ultras einen zweiten Anlauf durch das Felsenmeer gönnt. Die Auflagen in diesem ein Naturschutzgebiet durchkreuzenden Abschnitt dürften bald mit den Teilnehmerzahlen kollidieren, denn auf Anhieb lief der 50 km Trail dem Trail-Marathon den Rang ab. Damit war zu rechnen, liegt die übliche Distanz der Spitzentrailer doch im Bereich jenseits der 60 km Marke. Zwar übertrafen die Finisherzahlen der klassischen Distanz noch die Ultralangstreckler, doch im Fokus der Aufmerksamkeit standen die ganz Harten.

Half-Trail Läufer Pierre-Emmanuel Alexandre erreicht als Führender die Thingstätte bei km 5 Nikki Johnstone folgt bereits als Zweiter und Führender der Long Distance Wertung. Direkt dahinter der 2. Half-Trailer Julian Beuchert Es folgt der Führende beim Trail-Marathon Marius Klein vor dem Half-Trail-Läufer Martin Schedler Markus Mingo hat sich bei den Long Distance Trailern auf Rang 2 positioniert

Besonders ins Blickfeld rückte Nikki Johnstone, der in Düsseldorf lebende Schotte, der Wochenende für Wochenende mit Ausnahmeleistungen aufwartet und beinahe mühelos Marathon unter 2:30 Stunden läuft. Beim FRANKLIN Meilenlauf glänzte er als Halbmarathonsieger in 1:07:14 h. Bei der Anreise hatte ihn vergangene Woche das Buch Laufen am Limit von Philipp Pflieger motiviert, nun war es Callum Hawkens. Die Aufzeichnung des WM-Marathons hatte er sich am Morgen angesehen und der großartige Angriff des schottischen Landsmanns in der Schlussphase in Doha, der mit Rang vier nicht belohnt wurde, war für Nikki dennoch eine echte Inspiration. Seine Vielstarterei hat eine Vorgeschichte. 2017 wollte er die 2:30h-Marke in Düsseldorf unterbieten und stieg erstmals aus. Der Frust saß tief und die Marathongeschichte hatte sich für ihn erledigt. Dann kam er wieder und entgegen aller Lehren gleich andauernd. Marathon ist die Distanz geworden, die zu ihm wie keine andere passt.

Björn Alt erklimmt die Stufen der Thingstätte als 2. Marathonläufer Die nächsten Marathonis mit dem Sieger von 2015 Matthias Müller (Nr.2) und dem späteren 11. Philipp Grimmer Daniel Neugebauer folgt hier zunächst als 5.

Bald nach dem Start ging es auf die rechte Neckarseite und hinauf auf den Heiligenberg, der zusammen mit dem Königsstuhl das Tor zum Odenwald markiert. Die Ruinen des Michaelskloster aus dem 11. Jahrhundert und die in der Zeit des Nationalsozialismus erbaute Freilichtbühne "Thingstätte" sind beliebte Ausflugsziele. Das Areal lockt auch immer viele Angehörige der Teilnehmer, lässt sich doch das Erklimmen der Zuschauerränge sehr gut überblicken. In der Thingstätte traf als Gesamtführender Pierre-Emmanuel Alexandre ein, für den es auf der Half-Trail-Distanz über ca. 30 km darum ging, im engelhorn sports Salomon Trail-Cup seinen Rückstand auf Julian Beuchert wett zu machen. Schon auf Rang zwei, unmittelbar vor Julian Beuchert, erschien Nikki Johnstone auf der Bühne. Ein Zehntel der Distanz und ein paar hundert Höhemeter hatte er gesammelt.

Nebelschwaden am Verpflegungspunkt auf dem Weißen Stein - Kilometer 10,5 für Half Trail, Kilometer 16,8 für Marathon + LDT (Long Distance Trail)

Bei Kilometer 8 trennten sich die Strecken. Die Half-Trailer liefen direkt zum Weißen Stein, Streckenkilometer 10, einen mit einem 23 Meter hohen Aussichtsturm und Gastronomie bestückten 548 m hohen Berg über Dossenheim, für die Long Distance Runner über Marathon und 50 km ging es über eine 6,5 km Zusatzschleife zum Weißen Stein. Von nun an war Nikki Johnstone auf sich allein gestellt. Ob er seine Schnelligkeit auch im Gelände ausspielen könnte, diese Frage hatte er beinahe schon jetzt beantwortet. Ganz unbeleckt war er weder auf der Ultradistanz noch beim Trail. An der Snowdon Trail Running Challenge, am mit 1085 m höchsten Berg in Wales, hat er 2015 teilgenommen, zudem 2018 den 56 km Ultramarathon in Monschau und den 66 km langen Hunsbuckel-Trail gewonnen.

Kloster geöffnet - Niclas Schmühl (10. Halftrailer) passiert das Tor zur Benediktiner-Abtei Stift Neuburg für ihn bei ca km 21 Für Long Distance Trailer Nikki Johnstone ist hier etwa km 27 erreicht, und weiterhin führt er allein auf weitem Trail mit großem Vorsprung die gesamten Ü30-Distanzen an

Spannend machte es der sympathische Schotte (ASICS Frontrunner / LAZ Puma Rhein Sieg), der als Lehrer an einer internationalen Schule in Neuss Sport und Englisch unterrichtet, nicht. Zu überlegen gestaltete der M30er seinen Auftritt, der nach 3:45:48 h mit seinem Sieg endete. Im Ziel empfing ihn seine Freundin Dioni Gorla, die im Vorjahr beim Trail-Marathon die dreifache Siegerin Aoife Quigly entthront hatte, und so vom Lauf schwärmte, dass er leicht zur Teilnahme zu gewinnen war. Beide verfügen nun schon über eine Reihe von Erfolgen in der Rhein-Neckar-Region, haben jeweils erste und zweite Plätze beim Dämmer Marathon Mannheim in ihrer Vita und kommen immer wieder gern. Nikki ließ sich sogar zu der Äußerung hinreißen: "Vielleicht sollten wir hierher ziehen, es ist wirklich eine schöne Region mit tollem Laufangebot." Den nächsten Start beim Trail-Marathon Heidelberg hat er auf jeden Fall schon mal im Kopf. Im Ziel gestand der Schotte: "Der Regen, der Matsch - ich habe es geliebt!"

Nikki Johnstone am ersten Teilstück Himmelsleiter bei km 35 bevor es für ihn und die anderen LDT-ler zunächst auf die Zusatzschleife ins Felsenmeer geht. Danach noch einmal die ganze Himmelsleiter hinauf, dann aber mit 42 km in den Knochen
Markus Mingo liegt nach wie vor auf Rang zwei im Long Distance Trail Alexander Waaler hat sich auf Rang 3 positioniert Ältester unter den ersten Vieren ist Sven Vetter aus Heidelberg, er gewinnt die M40

Mit einem Sieg hatte er gar nicht gerechnet, er sah Markus Mingo in der Favoritenrolle. Die ersten 30 Kilometer liefen flüssig, der für die 50km erweiterte Streckenabschnitt im Felsenmeer war auch noch gut zu laufen, aber die Himmelsleiter war schon ganz schön hart, resümierte der Sieger, da musste er doch in den Gehschritt wechseln, "wie andere sicher auch". Die Angst sich zu verlaufen oder zu stürzen war unbegründet. Erstens war alles gut ausgeschildert und zweitens ist er nicht gestürzt. Aufgeben war nie eine Option. Vor dem Start hatte er sich noch Gedanken gemacht, 50km können ganz schön lang werden. Aber die Strecke war abwechslungsreich und er so konzentriert und abgelenkt, dass alles wie im Flug verging. "Ein dreckiger Spaß. Eine tolle Ergänzung für Heidelberg. Viele Höhenmeter. Nur kalt war es. Vor allem am Kopf und an den Händen", so Nikki, der seine Handschuhe vergessen hatte.

Caroline Kopp schon ganz weit vorne im LDT-Frauenrennen Pia Winkelblech als Verfolgungerin auf der längsten Distanz

Erwartet stärkster Gegner war Markus Mingo vom Team Gamsbock/GORE wear. Der deutsche Ultra-Trail-Meister 2017 und Trail-WM-Teilnehmer 2016 und 2018 sowie im letzten Jahr Sieger des Transalpine Run war in 4:09:51 h mit großem Vorsprung Zweiter worden. "Es war ein schönes Wochenende", zog er ein Fazit. Die Veranstaltung fand er bestens organisiert und die Helfer bekamen von ihm ein dickes Lob. Seine beiden Jungs, 2 und 4 Jahre jung, waren bei den Großeltern, so konnte Ehegattin Veronika am Himmelsleiter-Trail teilnehmen, wo sie 18. wurde.

Die Himmelsleiter fand Markus Mingo okay. Für ihn, dem Realschullehrer (Informatik, BWL und Sport) aus dem Bayrischen Wald, war der Parcours aber zu wenig technisch. Beim Johannesbad Thermen Marathon in Bad Füssing wurde er 2018 in 2:41:09 M35-Zweiter. 2:40 nennt der 37jährige Trailspezialist, dessen Trainingsumfang zwischen 70 bis 150 Wochenkilometer liegt, als seine normale Leistungsklasse auf einer flachen Strecke. Mit Skibergsteigen und Mountainbiken nennt er weitere Hobbys neben dem favorisierten Trailrunning. In zwei Wochen wird er in Limone am Gardasee an einem Skyrace über 25 km mit 2000 Höhenmetern wieder mehr gefordert sein.

Die neue Herausforderung beim 7. GELITA Trail Marathon Heidelberg, den Long Distance Trail, gewinnen im Dauerregen Nikki Johnstone vom LAZ Puma Rhein Sieg und Caroline Kopp von der TSG Leutkirch

Das Podium komplettierte Alexander Waaler in 4:29:22 h. Alle drei Schnellsten zählten zur M30. Vierter wurde M40-Sieger Sven Vetter aus Heidelberg in 4:39:32 h gefolgt vom M50-Ersten Erik Drollinger von der TSG 78 Heidelberg in 4:47:06 h und Simon Wienecke, wiederum aus Heidelberg, der mit 4:58:13 h als Sechster und Hauptklassensieger das letzte Ergebnis unter fünf Stunden lieferte.

Auf das oberste Siegertreppchen beim Long Distance Trail sprang Caroline Kopp von der TSG Leutkirch. Mit 4:56:09 h verfügte sie über einen soliden Vorsprung von über einer halben Stunden. Es war ihr erster Ultramarathon überhaupt, so die 47jährige aus der Champagne, die seit 22 Jahren im Allgäu lebt. Sie macht nur wenige Wettkämpfe, am liebsten bergige Landschaftsläufe. Die gepriesene Landschaft hat sie angezogen und die war hier gegeben. "Schöne Strecke, die vielen hilfreichen Helfer - die Streckenposten waren toll, immer Superstimmung und motivierend, und das bei diesem Schmuddelwetter", so die Long Distance Siegerin, die nach ihrer Marathonbestzeit gefragt, den Montafon Arlberg Marathon mit 1500 Höhenmeter angab, wo sie Ende Juni in 3:58:56 h Zweite wurde.

Long Distance Trail Siegerin Caroline Kopp und Ehemann Gernot Kopp (startete auf der Marathondistanz) waren beide das erste Mal beim GELITA Trail Marathon Heidelberg dabei Auch für die Zweite des LDT Pia Winkelblech war es die erste Teilnahme, während ihr Freund Matthias Winde nach 2x Marathon, 1x Staffel und 1x Duo heute seine 5. Teilnahme auf dem Long Distance Trail über 50km feierte Das erste Siegerpaar des LDT, der noch härteren Herausforderung beim 7. GELITA Trail Marathon Heidelberg: Nikki Johnstone und Caroline Kopp

Zweite und W40-Siegerin in 5:27:35 h wurde Pia Winkelblech (Landau Running Company). Die Laufallrounderin aus der Südpfalz gestand, dass sie eigentlich an der Tour de Tirol teilnehmen wollte. Die Diplom-Betriebswirtin arbeitet in der Verbandsgemeinde Kandel, wo sie am Freitag nicht abkömmlich war. So kam es zu ihrer ersten Teilnahme beim Trail-Marathon und: "Es hat mir sehr gut gefallen." Auch sie liebt es, wenn es richtig matschig ist. Sie war gerade den Transalpin gelaufen. Figo Huanyu Zhang komplettierte das Podium für die China Kids. 6:13:18 h lautete die Zeit der W30-Siegerin. Erst der vierte Rang war umstritten. Christine Hauser (6:26:58 - 2.W45) setzte sich gegen Hauptklassensiegerin Marina Laugwitz (6:28:02) durch. Nur 12 Frauen und 78 Männer schafften es in der Sollzeit ins Ziel. An Kontrollpunkten unterwegs mussten Durchgangszeiten eingehalten werden. Ab 18.00 Uhr mussten die Straßen frei sein, diese Vorgabe war keinesfalls zu überschreiten und eine erforderliche Zusage an die Stadt Heidelberg.

Den Trail-Marathon führt auch auf der Himmelsleiter Marius Klein vom VfL Marburg an Björn Alt vom engelhorn sports team folgt auf Platz 2. Tobias Roth, ebenfalls vom VfL Marburg, liegt hier bei km 35 zunächst noch auf Rang 3 Daniel Neugebauer vom Team Nikar Heidelberg folgt als 4.

Trail-Marathon - der Klassiker

Auf 258 Zieleinläufe brachte es der Marathon über 42,95 km, darunter waren 52 Frauen. Es ging recht knapp zu und die beiden Schnellsten waren aus der Hauptklasse. Nach 3:36:10 h war Marius Klein vom VfL Marburg als Sieger ausgemacht. Björn Alt blieb dem Oberhessen dicht auf den Hacken und wurde für das engelhorn sport Team in 3:36:16 h Zweiter. Eine ähnliche Auseinandersetzung folgte auf den Rängen drei und vier. Beide Platzierten zählten nun aber zur M30. In 3:38:32 h hatte Daniel Neugebauer vom Team Nikar Heidelberg das besser Ende, er verdrängte mit Tobias Roth einen weiteren Läufer des VfL Marburg auf den vierten Rang (3:41:51). Dritter der M30 und Einlauffünfter in 3:45:30 h war Matthias Müller (ASICS Frontrunner /TSG Weinheim), der 2015 den Trail-Marathon in Heidelberg gewonnen hatte. Nur diese Genannten erreichten noch vor dem Long Distance Sieger das Ziel. Zeitvergleiche mit früheren Austragungen sind aufgrund der Streckenänderungen nicht möglich.

Das schnellste Marathon-Duo ´Sportfreunde Sonnenei` mit Fabian Häde Fabian und Daniel Höner erreicht nach 3:35:33 h das Ziel Eine halbe Minute später folgt mit Marius Klein der Sieger des 7. GELITA Trail Marathon Heidelberg Die 3 schnellsten des 7. GELITA Trail Marathon Heidelberg, v.l. 3. Daniel Neugebauer vom Team Nikar Heidelberg, 1. Marius Klein vom VfL Marburg und 2. Björn Alt vom engelhorn sports team

Frauenmarathonsiegerin wurde Silvia Felt vom Salomon Team. Mit 3:52:46 h lag die W40-Beste knapp sieben Minuten vor Johanna Heinbuch (3:59:44 -Sinntal Sterbfritz) und fast eine Viertelstunde vor Juliana Böhm (4:05:56) aus Hirschberg an der Bergstraße. Das Podium komplettierten also zwei Läuferinnen, die noch der Hauptklasse angehören. Eigentlich wollte Silvia Felt beim Long Distance Trail teilnehmen, meldete sich aber wegen des Wetters auf Marathon um. Es war ihr einfach zu kalt um geschätzte 5:30 bis 6:00 Stunden zu laufen. Bis auf die Kälte hat ihr die erste Teilnahme am Trail-Marathon Heidelberg ausnehmend gut gefallen. "Auffallend viele nette Helfer, schöne Strecke und gut ausgeschildert. Durch den Regen war die Strecke ordentlich matschig, die Stufen der Himmelsleiter ziehen viel Energie", so die Marathonsiegerin. Sie freut sich schon aufs kommende Wochenende, dann läuft sie wieder flach und im Warmen, beim Mallorca Marathon. Sie kommt ursprünglich aus dem nordbadischen Weinheim, lebt heute aber in München. Früher spielte sie Tennis und Handball. Ihre Marathonbestzeit von genau 3 Stunden lief sie vor drei Jahren in Berlin. Im September 2019 hatte sie auch beim 34 km langen Pfalztrail gesiegt.

Silvia Felt führt das Frauenfeld auf den Langdistanzen an - die weißen Punkte auf ihrer orangenen LDT-Nummer zeigen an, dass sie auf Marathon umgemeldet hat Johanna Heinbuch reiht sich als 2. Marathonfrau ein ... ... verfolgt von der 3. Marathonia Juliana Böhm

Marathon zu zweit und im Team

Daniel Höner und Fabian Häde siegten in 3:35:33 h bei den Duos. Schnellstes Frauenduo waren Uschi Stiepani und Friederich Katharina in 5:22:30 h. Als gemischtes Doppel waren Claudia Klein und Stefan Saal in 4:06:44 h nicht zu schlagen.

No Pain no Gain siegten in 3:27:44 h bei den Männern als Fünferteam, während die engelhorn sports Teams mixed (3:30:10) und als Frauenquintett (4:06:51) die Siegertrophäen abholen konnten.

145 Team-Members und 58 Läufer*innen in den diversen Duos kamen in die Ergebnislisten.

Der 4. Teilnehmer im Teammarathon darf die Himmelsleiter erklimmen, hier Omar Jammeh, der die Mixed-Staffel ´engelhorn sports team` als vorletzter Läufer zum Sieg in 3:30:10 führt Die Männer-Staffel ´no pain no gain`, hier mit dem vorletzten Läufer Frank Gabel, wird noch einen Zahn zulegen und als schnellstes Marathonteam in 3:27:44 das Ziel erreichen

Half-Trail ist nichts für Einsteiger

Zwar bleibt den 30km Läuferinnen und Läufern nur ein steiles kurzes Bergab auf der Himmelsleiter, aber mit etwa 1000 Höhenmetern war man besser sehr gut vorbereitet. Das waren die beiden Kontrahenten Pierre-Emmanuel Alexandre und Julian Beuchert, die mit Martin Schedler zum engsten Favoritenkreis zählten.

Beim Half-Trail ging es aber nicht allein um den Tagessieg, sondern auch um den Trail-Cup, der von Engelhorn Sports und Salomon präsentiert wird. Julian Beuchert hatte überraschend das Auftaktrennen über 34,8 km beim Pfalztrail mit rund vier Minuten Vorsprung auf Pierre Emmanuel Alexandre gewonnen. Nun musste der französische Chemie-Promotionsstudent den Spieß umdrehen, den die Chronik des Trail-Marathon Heidelberg 2017 als Sieger ausweist. Für den 27jährigen Triathleten Beuchert keine leichte Aufgabe, den über optimale Streckenkenntnisse verfügenden Gegner in Schach zu halten. Pierre war indes auch nicht zu halten, aber Julian hatte ein Zeitpolster auf der Guthabenseite. Dieses verspielte er nicht gänzlich und konnte als Zweiter in 2:07:48 h ein Restguthaben von zwei Minuten ins Ziel retten. Pierre-Emmanuel Alexandre siegte in 2:05:14 h für das engelhorn sports Team.

Am Weißen Stein bei km 10,5 für die Half-Trailer führt Pierre-Emmanuel Alexandre noch immer die 30km Läufer an Julian Beuchert folgt weiterhin als 2. Martin Schedler, hier noch auf Platz 3, dahinter Jose Quintero, der spätere 5. Timo Striegel, hier bei km 10,5 noch 5., wird bis auf den 3. Platz vorlaufen

Julian Beuchert vom LAZ Mosbach musste seine Profikarriere nach einem Radsturz beendet. Der Lehramtsstudent für Mathematik und Physik kann nicht mehr schwimmen. Begonnen hat er seine Sportkarriere als Judoka, zählte bei den Junioren zur deutschen Spitze. Beim abschließenden Wertungslauf in Schriesheim, dem Strahlenburgtrail am kommenden Sonntag wird er nicht starten. Das Wochenende verbringt er mit einem Bekannten damit, den Ironman von Hawaii am Bildschirm zu verfolgen. Das hat Tradition und Vorrang. Wer in Schriesheim nun alles als Cupsieger geehrt werden wird, muss sich zeigen (Für LaufReport wird Marcus Imbsweiler berichten). Es gibt auch einen Short-Distance-Cup für den in Heidelberg der Himmelsleiter-Trail Wertungswettbewerb ist.

Christina Erdbrink aus Darmstadt führt lange das Half-Trail Rennen der Frauen an Lisa Merget von der SG Enkheim, zunächst auf Position 2, wird als Siegerin das Half-Trail Ziel erreichen Katharina Zirngibl aus Heidelberg folgt als 3. Schnellste Masters-Läuferin ist Kirsten Wieditz von der TSG Wiesloch, die als 4. die W50 gewinnt

Beim Half-Trail folgte Timo Striegel aus Ludwigsburg in 2:17:13 h auf Rang drei vor Martin Schedler, der in 2:17:45 h Vierter wurde.

Bei den Frauen siegte Lisa Merget von der SG Enkheim in 2:37:05 h (1.W) gefolgt von Christina Erdbrink aus Darmstadt (2:40:45 - 1.W30) und Katharina Zirngibl aus Heidelberg in 2:42:47 h (2.W30). Starke Altersklassenleistungen lieferten Kirsten Wieditz von der TSG Wiesloch in 3:00:33 h als W50-Siegerin und Sabine Baumann (AC Weinheim) als W40-Siegerin in 3:02:26 h ab.

Dank 76 weiblichen Zieleinträgen kam der Half-Trail auf 284 erfolgreiche Teilnahmen.

Den Felsbrocken für die schnellste Himmelsleiter-Trail Läuferin bekommt Katharina Grabinger vom TV Edingen von Bühnenmoderator Stephan Buchner überreicht. Die beiden TV Schriesheim Athletinnen Lena Wirth (li) und Beatrice Casati (re) werden für Platz 2 bzw. 3 geehrt Ehrung der schnellsten Männer des 9km langen Himmelsleiter-Trail mit dem Sieger Emil Leibrock von der MTG Mannheim, dem 2. Felix Hierold vom TV Hechtsheim und dem 3. Florian Kienle von der TSG 78 Heidelberg

Ohne viel Drumherum: der Himmelsleiter-Trail

96 Frauen entschieden sich für die kürzeste Variante am Trailsonntag, stürmten mit Erfolg auf den Heidelberger Hausberg und stürzten sich vom Königsstuhl zurück ins Ziel auf den Karlsplatz. Mit 116 Finishs waren auf der kurzen Distanz noch immer die Männer überlegen. Also entweder, es lassen sich für diese 9 km lange "Klettertour" mehr Frauen gewinnen oder es muss noch ein Half-Himmelsleiter-Trail ins Programm.

In sehr guten 45:39 min siegte die Hauptklassenläuferin Katharina Grabinger vom TV Edingen überraschend vor Dr. Lena Wirth vom engelhorn sports Team, 1. W30 in 48:00 min. Die Ärztin ließ wohl Vorsicht walten, aber die Teamkollegin Beatrice Casati nicht vorbei, die Dritte in 50:36 min wurde. Ein Dutzend Frauen schafften die Strecke innerhalb einer Stunde.

Die schnellsten Frauen auf der Bühne des Long Distance Trails über 50km mit Siegerin Caroline Kopp (TSG Leutkirch) (links) und der 2. Pia Winkelblech von der Landau Running Company Die schnellsten des Trail Marathon mit Michael Teppner, dem Marketingleiter der Gelitta AG. Siegerin Silvia Felt (mitte), 2. Johanna Heinbuch (rechts) und 3. Juliana Böhm Und Zwei des schnellsten Frauenteams (engelhorn sports), die nach 4:06:51 im Ziel waren

Bei den Männern siegte wiederum das engelhorn sports Team, vertreten durch Emil Leibrock von der MTG Mannheim in 45:12 min. Ihm folgte Felix Hierold vom TV Hechtsheim in 45:23 min, beide aus der Hauptklasse. Das Podium vervollständigte der M40er Florian Kienle von der TSG 78 Heidelberg in 46:13 min. Eine Zeit unter einer Stunde erzielten 48 Männer. M70-Sieger Hans-Dieter Buschko aus Berlin benötigte nur 1:21:52 h für die wenig altersgerechte Streckenführung.

Für Kinder gab es einen Hindernisparcours auf dem Karlsplatz, den 39 Nachwuchstrailer absolvierten.

Stefan Pahl, einer der zahlreichen, stets gut gelaunten Helfer Ein Wackerstein für die Sieger - dann gerät der steinharte Trail auch nicht so schnell in Vergessenheit - denn nächstes Jahr heißt es wieder beim GELITA Trail Marathon Heidelberg - Herrlich. Höher. Härter.
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"Wir sind uns sicher, dass wir eine hoch attraktive Strecke gefunden haben, die nur zu minimalen Verkehrsbeeinträchtigungen führen wird", prophezeite Organisationsleiter Christian Herbert. In Zeiten des Klimawandels dürften Verkehrsteilnehmer Zurückhaltung üben, wenn ein Läufer schadstofffrei seinen Weg bahnt. Was das Sportliche anbelangt, wurde nichts Gegenteiliges geäußert. Es schien, als wäre die Leichtathletikwelt in Ordnung, am letzten Tag dieser ausnahmslos kritisierten Weltmeisterschaften. Doping war kein Thema und reich ist beim Trail-Marathon in Heidelberg auch keiner geworden. Matsch und Nässe waren passende Begleiter der bei Tageslicht abgehaltenen Trail-Veranstaltung. Immerhin war hier wie dort die Teilnahme freiwillig.

Bericht und Fotos von Constanze & Walter Wagner

unter

go4it-foto.de
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Ergebnisse www.trailmarathon-heidelberg.de
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