27.10.18 - 28. Sparkassen Alb Marathon Schwäbisch Gmünd

Packendes Kräftemessen von Hoffmann und Eebbisaa

Lokalmatadorin mit überrascht mit ihrem Sieg

von Constanze & Walter Wagner 

Was 1991 zunächst als 44km langer Ultramarathon seinen beachteten Anfang nahm, wobei mehr als die Distanz, die abverlangten Höhenmetern den Gesprächsstoff lieferten, hatte sich schon bald zur 50 km DUV-Meisterschaftsstrecke erweitert. Es blieben die fordernden Dreikaiserberge, der Hohenstaufen (684 m), der Hohenrechberg (708 m) und der Stuifen (757 m).

Als Zeugenberge, auch Ausliegerberge genannt, verfügen sie über die Eigenschaften eines Einzelbergs, was bedeutet, dass die Anstiege ausgeprägt langanhaltend und die Abstiege gegebenenfalls recht steil sind.

 

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Der Countdown läuft zum 28. Sparkassen Alb Marathon Schwäbisch Gmünd Kurz nach dem Start in der Stauferstadt führt die Strecke an der spätromanischen Johanniskirche vorbei über den Marktplatz hinaus in die Alb
Nichts für reine Asphalt-Cowboys:
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Dass der Lauf am Nordrand der Schwäbischen Alb mit seinem besonderen Charakter Liebhaber hat, steht außer Frage. Allerdings ist er ein anerkannt harter Brocken, was allein schon die Teilnahme limitiert. Um jenen ein Mitlaufen zu ermöglichen, denen Durchgangszeiten und der Zielschluss ansonsten wie die Faust im Nacken säßen, gab es erstmals die "Genussläufer"-Variante mit dem um eine Stunde vorgezogenen Start. Zunächst gemeinsam laufend, wird erst nach dem Passieren des offiziell Führenden das individuelle Laufen freigegeben. 20 Läuferinnen und Läufer, die den "Frühstart" nutzen, sind in eigenen Ergebnislisten aufgeführt. Erlaubt ist auch ein fliegender Wechsel vom 50 km Ultramarathon zum 25 km Rechberglauf, denn die Streckenverläufe sind bis dorthin identisch.

Voll des Lobes über die Organisation, so lauten die Stimmen der Läuferinnen und Läufer Jahr für Jahr. Dennoch muss die DJK Sportgemeinschaft, die unterstützt von den Partnervereinen bzw. Organisationen TSV Wäschenbeuren, TSGV Rechberg, TV Wißgoldingen und TSGV Waldstetten, TV Straßdorf, Jugendhaus Schwäbisch Gmünd, DRK und THW, zudem viele freiwillige Helfer*innen, die Großveranstaltung auf die Beine stellt, hinnehmen, dass die Finisherzahlen aller Distanzen, ohne Kinder- und Schülerläufe, bei kühlen, regnerischen Verhältnisses trotz rund 400 Nachmeldungen mit 1248 dem Vorjahreswert von 1633 längst nicht erreichte. 2017 brachte aber auch die Austragung der nationalen DUV-Meisterschaft (Deutsche Ultramarathon Vereinigung) eine höhere Beachtung selbst auf den Unterdistanzen.

 

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Mit Rückblick auf den Hohenstaufen, dem ersten der drei Kaiserberge, folgt mit dem Weg auf den Asrücken ein Zwischenanstieg

Die Organisatoren stecken jedoch den Kopf nicht in Sand und hoffen auf bessere äußere Bedingungen und wieder steigende Zahlen in den nächsten Jahren. Vor allem ist es der Trend zu kürzeren Strecken, dem der Ultramarathon derzeit Tribut zollen muss und der sich gerade am jeweiligen Frauenanteil manifestiert: 15 Prozent beim 50km-Lauf, 23 Prozent beim 25km-Lauf und 42 Prozent beim 10km-Lauf. Dem entgegen gesetzt sind die Gesamtverluste gegenüber dem Vorjahr mit 38 Prozent beim 50km-Lauf, der damit ein Allzeittief aufweist, 23 Prozent beim 25km-Lauf und 16 Prozent beim Zehner. Höhere Konstanz dagegen beim Stafettenlauf, mit 50 Stafetten und 350 Athleten, waren es nur 5 Stafetten weniger als 2017.

50 km Sparkasse Alb Marathon

Klasse statt Masse, so müsste die Überschrift lauten und sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern war lange nicht absehbar, wer am Ende die Nase vorn haben würde. Bei den Herren ging der Zweikampf nach beinahe über Zweidrittel der Distanz auf Tuchfühlung und selbst auf dem letzten Drittel war der Abstand in Anbetracht der Distanz nie wirklich vorentscheidend angewachsen. Die Qualität dieses Laufs wird dadurch untermauert, dass sowohl der Sieger als auch der Zweite die ausgeschriebene Zusatzprämie für Zeiten unter 3:20 h zum Preisgeld erhielten. "Wir wollen schon ein bisschen den Sport rauskitzeln", erklärt Organisationsleiter Matthias Wenzel die erfolgreiche Finanzstrategie.

50km Läufer Benedikt Hoffmann (280) und Firaa'ol Eebbisaa Nagahoo haben den Hohenstaufen, die erste "Bergwertung", schon hinter sich und eilen als erste Läufer über den Asrücken
Richard Schumacher folgt auf Platz 3 Stefan Lämmle wird 4. und 1. M40

Die Freude über die Meldung von Benedikt Hoffmann war groß und die Erwartungen entsprechend. 2017 wurde der vielseitige Läufer im Trikot der TSG 1845 Heilbronn Deutscher Meister über 100 km in 6:48:15 h. Man muss bis 2001 zurückgehen um zu einer Titelvergabe in schnellerem Tempo zu kommen und stößt auf den Marpinger Rainer Müller, der diese Disziplin um die Jahrhundertwende dominiert hatte. Stark ist Benedikt Hoffman zudem im Gelände sowie bei klassischen Bergläufen und folglich sowohl Teammitglied der deutschen Berglauf-, als auch der Ultralauf-Nationalmannschaft. Das Profil habe er sich genau angesehen und auch den Streckenrekord, das räumte Hoffmann ein.

Ob er allerdings überhaupt gewinnen würde, war eine offen Frage, bei starker Konkurrenz und mit dem Sieg beim Essen Marathon "Rund um den Baldeneysee" in den Beinen, den er keine 14 Tage davor in 2:24:21 h mit nicht einmal einer Minute Vorsprung vor Elias Sansar gewinnen konnte.

 

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Darko Tesic wollte ursprünglich 50km laufen, entschied sich dann aber für die "Kurzstrecke" und gewinnt den 25km Lauf Lorenzo Zanon läuft auf Platz 2 über 25 km
Stefan Zehringer freut sich schon bei km 21 auf seinen 3. Rang am Rechberg

Im Ziel zeigte er sich überrascht, dass der Ultramarathon so viele Wurzelwege habe. Tatsächlich war auch er nach etwa 30 km am Stuifen gestürzt, was aber folgenlos blieb. Letzten Ende sah auch der aus Belgien angereiste äthiopische Flüchtling Firaa'ol Eebbisaa Nagahoo in seinem Sturz nach etwa weiteren 10 km keine Rennentscheidung, wenngleich es seinem Versuch den Anschluss nach einer kurzen Erleichterung in einer Kurve jäh zum Scheitern verurteilte. Ein solch packendes Kräftemessen, wie es sich Benedikt Hofmann und Firaa'ol Eebbisaa Nagahoo bei der 28. Austragung leisteten, hatte man beim Alb Marathon zuletzt im Jahr 2000 erlebt, als der 11fache Sieger Jürgen Wieser in 3:14:47 h zwei weißrussische Läufer nur knapp distanzieren konnte.

Doch der Vergleich 2018 ging noch knapper aus. Seite an Seite liefen die Beiden bis zum Braunhof, also 39 km zusammen. Die Lücke, die Eebbisaa, 2016 bereits Zweiter des Alb Marathons, selbst verschuldete, konnte er nicht mehr schließen. Benedikt Hoffmann siegte in 3:14:05h, der viertbesten Alb Marathon Zeit und Firaa'ol Eebbisaa Nagahoo folgte in 3:15:07 h als Zweiter mit der sechstbesten Zeit. Schneller als Hoffman war nur Streckenrekordhalter Christian Seiler (3:07:25 h) und zweimal Jürgen Wieser, der auf Streckenvereinfachungen hinweist, die es zu seiner besten Zeit noch nicht gab.

 

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Auf der Langstrecke sind auch Läuferinnen und Läufer unterwegs, die am Schüle Stafetten-Lauf teilnehmen und sich maximal zu zehnt die Distanz teilen. Der Wechsel erfolgt durch Startnummernübergabe
Bis zum Rechberg, dem Ziel des 25km Laufs, teilen sich 50km (rote Nummer) und 25km Läufer (gelbe Nummer) die Strecke, hier Lokalmatador Felix Scheurle von DJK Schwäbisch Gmünd (4. 25km) und Alex Sellner von der LG Passau (5. 50km) Elke Keller, Vorjahresiegerin der W50 beim 50km langen Alb Marathon, diesmal alsStafettenläuferin unterwegs

Benedikt Hoffmann wohnt in Stockach, ist beamteter Lehrer und unterrichtet am Beruflichen Gymnasium Tuttlingen Biologie, Chemie und Erdkunde. Seine 50 km Bestzeit von 2:54:12 h ist er im letzten Jahr auf dem flachen Kurs in Marburg gelaufen und hält auch den Streckenrekord beim 50 km Ultramarathon in Rodgau. Seine Marathonbestzeit von 2:20:00 h steht seit 2015, gelaufen in Frankfurt. Firaa'ol Eebbisaa Nagahoo wurde als Asylant in Deutschland abgelehnt, genießt nun in Belgien den Status eines anerkannten Flüchtlings. Sein Manager aus Nürnberg hatte zufällig mit dem Handy den Sturz seines Athleten gefilmt, der völlig ohne Fremdeinwirkung geschah. Seine Marathonbestzeit gab er mit 2:17:26 h an, gelaufen in Indien.

2016 siegte Richard Schumacher in 3:20:28 vor Eebbisaa. 2015 war er acht Sekunden schneller und ebenfalls Sieger. In diesem Jahr setzte der Läufer vom Sparda Team Rechberghausen die Reihe sehr guter Platzierungen mit dem dritten Rang in 3:30 h fort, obwohl ihn Verletzungsprobleme plagten. Den Angriffen der Folgenden konnte er sich erfolgreichen erwehren und Stefan Lämmle (TSV Wiggensbach) in 3:3416 h, 1. M40, und Alex Sellner (LG Passau) in 3:37:01 h, 1. M45, auf die Plätze vier und fünf verweisen. Einen starken sechsten Platz konnte M50-Sieger Kai Krause von der DJK Schwäbisch Gmünd in 3:43:29 feiern.

Sylwia Zakrzeweski-Heiter aus Polen erklimmt als erste 50km Frau den Asrücken
Den Hohenstaufen hinter sich folgt Suse Hagelauer hier noch als Zweite Bre Washburn aus den USA folgt als 3., rechts hinter ihr Anna Jansen, die 4. wird

Spannend war auch das Rennen der Frauen, denn nach 20 Kilometern lag noch Sylwia Zakrzeweski-Heiter vorn, die wegen einer überstandenen Erkältung Trainingsrückstand hatte, aber als Europacup-Siegerin 2018 unbedingt laufen wollte. Suse Hagelauer, beinahe Lokalmatadorin und für WWG Autowelt Schwäbisch Gmünd startend, wo der Papa Geschäftsführer ist, hat zwar das Elternhaus in Schwäbisch Gmünd, wohnt aber in Randersacker bei Würzburg. Noch in der Hauptklasse startberechtigt übernahm sie bald die Führung und baute diese bis zum Ziel deutlich aus. Nach 4:12:56 h erreichte sie bei ihrem ersten Ultramarathon als Siegerin das Ziel. Den Streckenrekord, den Dorothea Frey bei einem ihrer drei Siege 2010 in 3:47:45 h aufstellte, konnte Suse Hagelauer bei ihrem ersten Landschaftsmarathon noch nicht gefährden.

Für die Polin Sylwia Zakrzeweski-Heiter, die in Cleebronn bei Heilbronn lebt, reichten 4:20:19 h zum zweiten Platz und zum W40-Sieg. Den Europacup Ultramarathon 2018, die Wertung führte die 43-Jährige mit ihren Ergebnissen aus Rouffach, Bizau und Monschau bereits an, hatte sie damit zudem sicher geholt.

Reichhaltig versorgt auf dem Asrücken geht es weiter Richtung Rechberg, dem zweiten der Dreikaiserberge

Die 37jährige US-Amerikanerin Bre Washburn aus North Carolina wurde in 4:24:15 h Dritte. Noch nie war sie so eine lange Distanz gelaufen, 10 Meilen waren in den Staaten das längste. Seit anderthalb Jahre ist die Militäroffizierin bei Stuttgart stationiert, dennoch war es ihre erste Laufteilnahme in Deutschland. Eine Freundin hatte ihr von diesem wundervollen Lauf erzählt: "…und ja, er ist wundervoll." Ihr Partner Geoff Washburn wurde in 3:53:52 Elfter. Bre Washburn geht in einem halben Jahr wieder zurück in die Staaten, dort wird sie bestimmt davon berichten, was sie in Schwäbisch Gmünd Neues erlebt hat. Vielleicht starten in Zukunft dann weitere US-Amerikaner.

Anne Jansen von der SpVgg Höhenkirchen (1. W30) kam in 4:25:13 h auf Platz vier. Brigitte Hoffmann von der LG Welfen führte bereits als Fünfte in 4:27:37 h die starke Fraktion Frauen der Klasse W60 an. Von 259 Ergebniseinträgen der regulär gestarteten Teilnehmenden waren 39 Frauen.

Gmünder Tagespost Rechberglauf

Auf dem Kirchberggipfel des Hohenrechberg neben der Wallfahrtskirche St. Maria war für Darko Tesic vom SSV Ulm heute Schluss. Gemeldet hatte er sich für den Alb Marathon, doch es stand von vornherein 50/50 ob sein Obenschenkel hält. Das tat er nicht, das war ihm schnell klar, obwohl er sich etwas zurückhielt. Mit der getroffenen Entscheidung nach 25 km zu finishen forcierte er das Tempo und so siegte der 42-Jährige in 1:43:22 h beim überlangen Berglauf mit 780 Höhenmetern. Er kommt aus Laichingen, wie seine Vereinskameradin Alina Reh, mit der er schon oft trainiert hat. Mit seiner Halbmarathon Bestzeit von 1:11 h ist der Diplom Betriebswirt etwas schwächer. Über Marathon gibt er eine PB von 2:38 h an. Getachew Endisu war den 25er bereits in 1:31 h gelaufen, hatte diesmal aber für 10 km gemeldet. Lorenzo Zanon vom DLC Aachen wurde in 1:44:32 Zweiter vor Stefan Zehringer aus Reutlingen in 1:47:53 h.

Als erste 25km Frau läuft Laura Sanktjohanser auf den Asrücken bei km 21, das Ziel erreicht sie als 3.
Maria Sellner aus dem fernen Passau gewinnt den 25km Lauf der Frauen W45 Siegerin Karin Elsholtz wird 2.

Aus Passau waren Alex Sellner, Fünfter des Ultramarathons und Maria Sellner angereist. Vier Stunden Fahrt, das erforderte eine Übernachtung. Sie ist keine Bergläuferin, mag aber Berge. Die erste Teilnahme für die W35-Läuferin der LG Passau endete mit dem Sieg in 2:03:24 h. Das Streckenprofil sei doch ganz schön happig. Aber schöner Lauf und eine gute Organisation, so weiter. Sie läuft sonst nur bis Halbmarathon, hat eine Bestzeit von 1:28 h. Eigentlich war sie nur mitgefahren, weil Alex 50km laufen wollte. Da ist er im April Mannschaftssieger bei der DUV-Meisterschaft geworden, hat eine PB von 3:18:14 h, Marathon 2:39 h. Bei Sellners könnte sich bald viel mehr um die erfolgreiche Maria drehen, wenngleich der Streckenrekord von 1:50:01 h diesmal noch nicht angegriffen wurde. Karin Elsholtz von der TSG Giengen in 2:04:08 h (W45) und WHK-Läuferin Laura Sanktjohanser (Laufsport Gruszka Aalen) in 2:04:42 h mussten sich der Passauerin beugen und komplettierten das Siegerinnenpodest. Von 296 Finishern des 25 km Laufs waren 68 Frauen.

Den Rechberg hinter sich folgt nun noch der Stuifen
Nach einer Runde über den Stuifen geht es fast nur noch bergab

Umicore 10km-Lauf

Nach 5 Kilometern zog Getachew Endisu von Quelle Fürth das Tempo an und machte alles klar. In 32:17 min war der 27-jährige Äthiopier für Lokalmatador und 5fach-Sieger Johannes Großkopf eine unlösbare Aufgabe, der sich über seine Zeit von 32:52 min. die viertbeste des Umicore 10km-Laufs, freute und M30-Sieger wurde. Sein Vereinskamerad beim Sparda-Team Rechberghausen, Alessandro Collerone wurde als M40-Sieger in 34:59 min Dritter.

Mit 39:35 min siegte Annalena Hofele vom Sparda Team Rechberghausen deutlich vor Tanja Schröder (Heidenheimer Sportbund Lauftreff), die als Zweitplatzierte in 40:47 min die W40 gewann. Heike Strobel aus Ellwangen (W45) folgte in 45:38min auf Rang drei. Von 295 Zieleinläufen gingen 123 auf die Kappe der Frauen.

Für Genussläufer, die 7:30 Stunden oder mehr für den 50km Alb Marathon benötigen wurde ein Vorausstart eine Stunde vor den Wettkämpfern geboten
Zieleinlauf in der Fußgängerzone von Schwäbisch Gmünd, als Stafette auch ein besonderer Genuss

Im Rahmen des 10km- Laufs wurde erstmals auch ein Jugend-Stafettenlauf durchgeführt. Die DJK wollte damit Jugendlichen, denen der Jugendlauf zu kurz und der 10km- Lauf zu lang ist, ein attraktives Angebot machen. Dies gelang in Ansätzen, immerhin 3 Stafetten traten gegeneinander an und es könnte sich in Zukunft steigern. Ein Anfang ist gemacht. Mit dem Jugendlauf über 1,7 km, den Schülerläufen, dem Bambinilauf und der Möglichkeit einer individuell gestalteten 50 km Stafette gab es für beinahe alle Altersklassen und Wünsche eine passende Distanz.

Europacup der Ultramarathons

Der Alb Marathon ist der finale Wertungslauf des aus 9 europäischen Landschaftsläufen bestehenden Europacups der Ultramarathons. Seine Grundidee ist seit der ersten Serie 1992/93 das bessere Kennenlernen und die bessere Vernetzung der Läufer in einem zusammenwachsenden Europa. Den ECU gewannen 2018 wie bereits die Polin Sylwia Zakrzeweski-Heiter vor den beiden Deutschen Marion Braun und Petra Kübler. Bei den Herren holte sich Stefan Lämmle den ECU vor Thomas Rubel und Rupert Hörmann.

Bendikt Hoffmann bestätigte seine Favoritenrolle Die Alb Marathon Macher, das Vater-Sohn-Gespann Matthias (links) und Erich Wenzel. Erich Wenzel verfügt selbst über reichlich Ultramarathonerfahrung u.a. mit zahlreichen Teilnahmen beim 100km Lauf in Biel Das Ehepaar Maria (25km Siegerin) und Alex Sellner (5. und M45-Sieger über 50km) von der LG Passau im barocken Saal des Prediger mit Stuck aus dem 18. Jahrhundert, in dem die abschließenden Siegerehrungen stattfinden
Ausführliche und einladend präsentierte Laufankündigungen im LaufReport HIER

Mit den Siegerehrungen im Prediger, einst ein Dominikanerkloster und heutiges Kulturzentrum der Stadt, findet der 28. Sparkassen Alb Marathon ein stimmungsvolles Ende. Der Trend geht wieder zurück zum Lauf in der Natur, so im gedruckten Wegweiser durch die deutschen Läufe 1992/1993 von Claus Dahms. Es möge Recht behalten, in den kommenden Austragungen dem Alb Marathon wieder zu steigenden Finisherzahlen verhelfen, denn der Lauf über die Drei Kaiserberge ist und bleibt ein Muss, eine Augenweide, eine Sinnesfreude...

Bericht und Fotos von Constanze & Walter Wagner

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Ergebnisse www.albmarathon.de
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