7.10.18 - 22. RheinEnergie Köln Marathon

Köln setzt Weg ohne Afrikaner konsequent fort

Alina Reh knackt deutschen Juniorenrekord im Halbmarathon

Tobias Blum wird bei seinem Marathondebüt Favoritenrolle gerecht

von Michael Schardt 

Schon im Vorjahr waren beim Köln Marathon alle vier Titel in den beiden Hauptrennen an deutsche Läufer gegangen. 2017 siegten im Marathon der favorisierte Hendrik Pfeiffer, der zugleich damit das EM-Ticket löste, und die Debütantin Rebecca Robisch aus Fürth. Im Halbmarathon konnte sich im mit Spannung erwarteten Frauenrennen nicht unerwartet die viermalige Siegerin Sabrina Mockenhaupt gegen die Vorjahressiegerin Laura Hottenrott durchsetzen. Bei den Männern gewann nach einem aktiv gestalteten Rennen verdientermaßen der junge Tobias Blum vor dem starken Serkan Kaya aus der Türkei.

Bei schattig-herbstlicher Witterung ging die 22. Auflage des Kölner RheinEnergieMarathons über die Bühne. Der angekündigte Regen blieb zwar aus, allerdings war der Zuschauerzuspruch durch die Kühle im Vergleich zu den Vorjahren sichtlich eingeschränkt
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Zwei der Vorjahressieger konnten sich auch 2018 in die Siegerlisten eintragen. Der erst 23-jährige Tobias Blum vom LC Rehlingen war auf die Königsdistanz gewechselt, gab in 2:16:57h ein glänzendes Debüt und siegte - wie angekündigt - in einer Zeit von unter 2:17h. Rebecca Robisch war als Titelverteidigerin zwar rund drei Minuten langsamer als bei ihrem Sieg 2017, blieb aber ohne ernsthafte Konkurrenz und gewann in 2:46:03h.

Für den Höhepunkt der Veranstaltung sorgte indes die 21-jährige Alina Reh aus Ulm, die in unglaublich lockerer Manier den Halbmarathon gewann und die Ankündigung wahr machte, den eigenen deutschen Juniorenrekord, der bei 1:11:21h stand, zu verbessern. Sie blieb in 1:09:31h genau 110 Sekunden unter dem alten Wert. Schließlich kam es im Halbmarathon der Männer zu einem Überraschungserfolg von Karol Grunenberg von Schalke 04. Er siegte in einem spannenden Rennen vor Favorit Thorben Dietz in 1:05:20h, womit er eine neue persönliche Bestzeit erreicht.

 
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Was sich wie ein deutsches Läufermärchen anhört, kam freilich nur deshalb zustande, weil sich die Kölner Marathonmacher schon vor zwei Jahren auf eine Neuausrichtung ihrer Veranstaltung festgelegt hatten. Von der Verpflichtung starker ausländischer Konkurrenz hat man in der Dommetropole Abstand genommen und den Köln Marathon als Event für deutsche Läufer neu positioniert. Besonders hat man die Förderung junger Nachwuchslangstreckler im Auge, weshalb in diesem Zusammenhang schon mal der Begriff des "Nachwuchsmarathons" fiel. Afrikaner kamen nur noch vereinzelt als Pacemaker für die deutsche Elite zum Einsatz.

Bis auf die Königsdisziplin waren alle Läufe am Samstag und Sonntag ausgebucht. Der Renner war wieder einmal der Halbmarathon mit über 15.000 Voranmeldungen Bei Kilometer 13 liegen die Favoriten im Halbmarathon noch eng zusammen. Thorben Dietz führt das Trio vor Erik Hille und Karol Grunenberg an

Expo zurück zum Neumarkt

Wie es in Köln schon gute Tradition ist, wartete die Veranstaltung wieder mit einigen Neuerungen auf. Eine davon war die Möglichkeit für Läufer, sich die Startunterlagen in einem schmucken Designerpaket vorab per Post nach Hause schicken zu lassen. Dieser Dienst kostet zwar einige Euro extra, wurde aber besonders von den Marathonis gerne in Anspruch genommen. Angesichts der relativ späten Startzeit um zehn Uhr ist es nun nicht mehr unbedingt nötig, schon an einem der Vortage anzureisen und eine oder mehrere Übernachtung zu buchen.

Neu - oder alt, wie man es sehen mag - war auch die Verlegung der Marathon-Ausstellung auf Kölns zentralen Platz, den Neumarkt, also mitten ins geschäftliche Treiben. Nachdem man den Ort der Expo mehrfach gewechselt hatte und darunter auch sehr unglückliche Gelände erwählte, kehrte das Logistikzentrum an seinen Ursprungsstandort zurück.

 
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Denn schon bei den ersten Austragungen ab 1997 und folgenden hatte das Zelt für die Aussteller und die Startnummernausgabe auf dem Neumarkt gestanden. Bereits von Donnerstag an tummelten sich hier Tausende von Laufbegeisterten. Durch die stadtnahen Zentralisierung erreicht der Köln Marathon mehr Menschen und eine höhere Verquickung mit der Bevölkerung, denn mehr als irgendwo sonst ist die Veranstaltung - trotz oder wegen aller sportlichen Ambition - ein gesellschaftliches Ereignis aller ersten Ranges in der Dommetropole.

Lokalmatadorin Claudia Schneider fühlt sich im Männerpulk ausgesprochen wohl Einer der zentralen Eventpunkte des Köln Marathons liegt an den Ringen und am Friesenplatz. Hier kommen die Läufer zweimal vorbei. Beim HM war der Frauenanteil über vierzig Prozent

Mit den Anmeldezahlen dürften die Organisatoren zufrieden gewesen sein. Von 27.000 Teilnehmern bei allen Wettbewerben war die Rede. Mit Ausnahme des Marathons waren alle anderen Wettbewerbe ausgebucht. Der Halbmarathon mit 15.000 Anmeldungen, der Schülerlauf mit 1500 Anmeldungen, die Kinderläufe mit 500 Anmeldungen und der Staffelmarathon mit über 1000 Viererteams.

Allein der Marathon, für den rund 6400 Läufer ihre Beteiligung bestätigt hatten, hätte noch weitere Teilnehmer vertragen. Den 27.000 Anmeldungen stehen rund 22.500 Finisher gegenüber, davon gut 5000 Marathonis. Das ist eine vergleichsweise geringe Zahl von Teilnehmern, die die Königsdisziplin absolvierten. Auch die knapp 12.000 HM-Finisher stellen einen eher unteren Wert dar.

 
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Offenbar hatte die unsichere Wetterprognose dafür gesorgt, dass übermäßig zahlreiche Läufer auf einen Start verzichteten. Man hatte seitens der Meteorologen leichten Regen vorausgesagt und eben sehr kühle Temperaturen. Der Regen blieb zwar aus, aber mit unter zehn Grad waren die Startbedingungen beim HM um 8:30 Uhr recht frisch. Hinzu kam ein ordentlicher Wind, den Alina Reh später etwas beklagen sollte. Erst in den Nachmittagsstunden hellte sich die Wetterlage auf und es kam die Sonne zum Vorschein. Das war zu dem Zeitpunkt, als die letzten Marathonis gegen 16 Uhr das Ziel erreichten.

Fräulein Wunder: Alina Reh

Morgenstund hat Gold im Mund. Dieses Sprichwort kann bestens auch auf Alina Reh angewendet werden, nachdem sie ab halb neun in Köln auf Rekordjagd gegangen war. Und zudem, dass ihr die kühlen Temperaturen und ein wolkenverhangener Himmel sehr in die Karten spielten, wie sie im Interview nach dem Rennen strahlend den Laufjournalisten ins Mikrophon sprach.

Alina Reh sorgte mit ihrem deutschen Juniorenrekord im Halbmarathon für den Höhepunkt der Veranstaltung Die Türkin Ümmü Kiraz wird 2. vor ... ... der starken Debütantin Debbie Schöneborn und ... ... der Kroatin Kristina Hendel

Dass Alina Reh überhaupt in Köln an den Start ging, war einigermaßen überraschend gewesen und erst kurzfristig bekannt geworden. Offenbar war sie und ihr Team vom Kölner Konzept überzeugt worden, dem deutschen Langstreckennachwuchs ein Podium zu geben. Die Marschrichtung, so ihr Trainer Kerl, sei eigentlich eine Endzeit für 1:11h gewesen, womit sie ihren eigenen deutschen U-23-Rekord knapp unterboten hätte. Doch Reh hielt sich nicht an die Vorgaben (vielleicht auch, weil ihr Trainer "dank" einer Reifenpanne als Radbegleitung ausgefallen war), fühlte sich leicht und unbeschwert, und ging ihren Lauf deutlich schneller an. Als sie exakt bei km 13 am Friesenplatz durchlief, war sie schon ohne Pacer unterwegs. Es war schon jetzt klar, dass die neue Bestmarke fallen würde. Fünf Kilometer später, als sie diese Stelle erneut passierte, waren die letzten Zweifel ausgeräumt.

 
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Die 21-jährige Alina Reh vom SSV Ulm 1846 siegte konkurrenzlos in neuer deutschen Juniorenbestzeit von 1:09:31h. Damit steigerte sich das Jungtalent um 110 Sekunden gegenüber ihrer in Ulm im Vorjahr erzielten Zeit. Fast ein Jahrzehnt ist es her, dass eine deutsche Läuferin schneller war (2009 Sabrina Mockenhaupt). Am Streckenrekord (Mockenhaupt 2008, 1:08:51h) fehlten Reh lediglich vierzig Sekunden. Ihre Zeit war die zweitbeste je in Köln erreichte. Auf den weiteren Plätzen landeten die Türkin Ümmü Kiraz vom Ayyo Team Essen in 1:13:49h und die Debütantin Debbie Schöneborn (LG Nord Berlin) in 1:14:13h sowie die Kroatin Kristina Hendel (LG Vogtland) in 1:14:49h.

Im Männerrennen war Favorit Thorben Dietz (LG Filstal) der eindeutig aktivste Läufer. Immer wieder hatte er versucht, sich aus einem Trio mit Karol Grunenberg (Schalke 04) und Erik Hille (LG Telis Finanz Regensburg) zu lösen. Das gelang nicht. Im Gegenteil: auf den letzten Kilometern konnte sich Grunenberg leicht absetzen und in neuer persönlicher Bestzeit von 1:05:20h siegen. Eine Überraschung, nachdem er lange an einer Verletzung laboriert hatte. Dietz folgte in 1:05:20h vor Hille (1:05:33h) und Florian Röser (TV Konstanz, 1:06:42). Der Streckenrekord wird vom Kenianer Leonard Kipkoech Langat mit genau 63 Minuten (2010) gehalten. 7034 Männer und 4909 Frauen (Anteil 41,1 Prozent) erreichten das Ziel.

Die Marathonis verlassen den Kölner Ring in Richtung Ehrenfeld, ein beliebtes "Veedel" im Kölner Westen Gleich nach der Abbiegung ist bei km 24 ein Verpflegungsstand aufgebaut. Danach geht es "Entlang der Venloer Straße", so auch der Titel eines erfolgreichen Kölner Szeneromans von Arzt, Läufer und Autor Peter Rosenthal

Von der Peripherie ins Zentrum: die Jugend

Rückblick 2017: Da gab es bereits eine wichtige Änderung im Nachwuchsbereich. Komplett gestrichen wurde der Staffelmarathon für Schulen, bei dem je sechs Läufer und ein Ersatzläufer am Start waren. Die Gründe dafür waren der stetige Rückgang der Beteiligung in den letzten Jahren (2016 waren nur noch achtzig Schulen dabei), die umständliche An- und Abfahrtsituation zu den Wechselzonen und der große Zeitaufwand für die Lehrer. Um den Schülern aber dennoch das Erlebnis des Marathons ermöglichen zu können, führte man einen Individualwettbewerb für diese Altersgruppe (ab Klasse fünf aufwärts) ein, ein Minimarathon über 4,2 km auf der Originalstrecke. Außerdem bestand für ältere und ausreichend trainierte Schüler weiterhin die Möglichkeit, am Staffelrennen für Erwachsene teilzunehmen - nur waren die zu laufenden Streckenabschnitte länger, da ein Team nur aus vier Läufern besteht und kein Ersatzläufer gestellt werden kann.

Die Installation des Minimarathons indes stellte sich im Vorjahr als voller Erfolg heraus. Schon zwei Wochen vor dem Termin war die Veranstaltung ausgebucht und die Obergrenze von 1000 Läufern erreicht. Nachdem die Halbmarathonis um 8:30 Uhr und die Marathonis um 10 Uhr gestartet waren, durften die Schüler um 11:20 Uhr in Deutz auf die Strecke gehen. Nach der Rheinquerung über die Deutzer Brücke und der Umrundung des Neumarkts trafen sie bei km vierzig zu einem Zeitpunkt auf die Marathonstrecke, als die Halbmarathonis schon gefinisht, die Marathonis aber noch weit vom Ziel entfernt waren. Der Zeitpunkt war sehr günstig gewählt, denn Behinderungen konnten von vornherein ausgeschlossen und den Schülern ein Zieleinlauf vor großer Kulisse garantiert werden.

Eliteläufer aus dem Ausland werden in Köln schon längst nicht mehr verpflichtet. Sie kommen nur noch vereinzelt als Pacemaker für deutsche Spitzenläufer zum Einsatz. Für die 3-h-Pace (rechts) sind sie aber zu schnell

So sollte es auch 2018 sein. Als schnellste Schüler im ausgebuchten Feld liefen Constantin Carls vom Liebfrauengymnasium Köln in 12:56min und Fabio Faulhaber vom AMG Viersen in 13:31min ein. Flotteste Mädchen waren Luzie Ronkholz von der Marienschule Oplanden (14:58min) und Anna Bommes von der AMG Viersen (15:19min).

Einen weiteren innovativen Schritt gelang den Organisatoren, indem sie jetzt den am Samstag ausgetragenen Kinderlauf von der Peripherie im Sander-Park mitten in die City holten, und zwar an den Dom. Hier hatten die jüngsten Teilnehmer die ungeteilte Aufmerksamkeit nicht nur der Laufinteressierten für sich, sondern die von zehntausenden Touristen, die Kölns Wahrzeichen insbesondere am Samstag sehr frequentierten. Man hatte einen Kurs um die Kathedrale gesteckt, der je nach Altersklasse ein- bis viermal zu umkurven war. Logistisch keine einfache Aufgabe, da die Touristenströme während der Läufe unterbrochen werden mussten. Vor den Kinderläufen hatte im Dom noch ein Kindergottesdienst für die kleinen Läufer stattgefunden. Den Startschuss gab später ein Geistlicher, der Domdechant. Ihn mit Pistole zu sehen, witzte der Moderator, sei ein Bild für die Götter. Der Priester blieb gelassen und lächelte.

Die früheren HM-Sieger Hendrik Pfeiffer und Laura Hottenrott betätigten sich als Jugendbotschafter beim Kinderlauf Eine gelungene Veränderung gab es für die Jüngsten. Man holte die Kinderläufe aus der Peripherie direkt an den Dom. Ein-, zwei- oder viermal um den Kölner Dom liefen die Kinder. Sie umrundeten Deutschlands meistbesuchte Sehenswürdigkeit, und viele tausend Touristen schauten zu

Rebecca Robisch souverän

Im letzten Jahr war Triathletin Rebecca Robisch aus Führt (LG Region Landshut) als Debütantin bereits erfolgreich beim RheinEnergieMarathon in Köln. Sie hatte in 2:42:59h recht klar gesiegt und ging nun als Titelverteidigerin und Favoritin ins Rennen. Die 30-Jährige ging recht forsch an die Aufgabe heran und führte zur Halbzeit schon mit sicherem Vorsprung. Ihre Siegzeit in diesem Jahr sollte gut drei Minuten langsamer sein als 2017, aber immer noch zu einem sicheren Sieg mit über vier Minuten Vorsprung reichen. Nach 2:46:03h lief Robisch als erste Frau über die Zielmatte in der Komödienstraße, unweit vom Dom.

Den Frauenmarathon gewann wie im Vorjahr Rebecca Robisch Bei km 23 lag die Frauenverfolgergruppe noch dicht beieinander. Juliane Meyer (rechts) sollte zweite werden vor Katharina Nüser (mitte) und Dioni Gorla

Interessant war der Kampf um die Plätze zwei bis vier. Da machten sich gleich drei Frauen Hoffnung, auf das Siegertreppchen steigen zu können. Bei km 24 lagen Juliane Meyer vom SC DHfK Leipzig, Katharina Nüser vom Hamburger Laufladen und die junge Dioni Gorla von der ART Düsseldorf noch gleichauf, aber im Stadtteil Nippes, im dritten Renndrittel, erwischte es Gorla, die zuletzt binnen weniger Wochen mehrere Marathonläufe absolviert hatte, u. a. in Münster und Heidelberg. Sie fiel leicht zurück. Meyer wurde zweite in 2:50:11h vor Nüser (2:52:27h) und schließlich Gorla (2:54:27h). Zusammengenommen blieben sieben Frauen unter drei Stunden, was eine sportliche Aufwertung gegenüber den letzten Jahren zumindest in der Breite bedeutet. Es ist aber auch die langsamste Siegzeit bisher, weit entfernt freilich von Werten, die durch Streckenrekordhalterin Helena Kiprop (2:25:34h) oder Sabrina Mockenhaupt (2:29:33h) erzielt wurden. 1154 der 5011 Finisher waren beim Marathon weiblich (23 Prozent).

Tobias Blum überzeugt

Marathondebüt mit dreiundzwanzig Jahren. Das hatte sich Tobias Blum vom LC Rehlingen auf die Fahnen geschrieben. Dass er sich dafür den Dommarathon aussuchte, kam nicht von ungefähr, hatte er doch im Vorjahr an gleicher Stätte den Halbmarathon für sich entscheiden können.

Starker Auftritt von Tobias Blum. Nach seinem HM-Sieg im Vorjahr debütiert er diesmal mit einem Sieg im Marathon Der Pole Marcin Blazinski führt lange, musste sich am Schluss mit Rang zwei zufrieden geben Christian Schreiner (vorne) wird 4. hinter dem Vorjahreszweiten Dominik Fabianowski

Der Dominator des Rennens war allerdings bis weit in die zweite Hälfte hinein nicht Blum, sondern der Pole Marcin Blazinski von der LG farbtex Nordschwarzwald. Der 30-Jährige arbeitete sich Kilometer für Kilometer einen immer größer werden Vorsprung heraus, musste aber nach der Halbmarathonmarke seinem hohen Anfangstempo Tribut zollen. Genau bei km 25 ging der in Lauerstellung liegende Blum an Blazinski vorbei. Alles andere als eine Zeit von unter 2:17h, so Blum in einem Vorabinterview, sei eine Enttäuschung bei seinem Debüt. Dass es aber so knapp werden würde, dürfte er nicht geglaubt haben. Seine Siegzeit lautet 2:16:57h, welche sehr hart erkämpft werden musste, wie er bekannte, nachdem er die Ziellinie überlaufen hatte. Blazinski kam in 2:20:06h auf den Silberrang vor dem Vorjahreszweiten und Lokalmatador Dominik Fabianowski (ASV Köln, 2:21:19h), Christian Schreiner (LAZ Puma Rhein-Sieg, 2:23:48h) und Nikki Johnstone (Art Düsseldorf, 2:25:46h).

Laura Hottenrott als Schlussläuferin sichert dem TV Wattenscheid den Staffelsieg Ein bisschen Karneval ist auch beim Marathon in Köln immer dabei....
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Die schnellste von über 1000 Staffeln stellte der TV Wattenscheid 01 mit Julius Scherr, Christoph Uphues, Karsten Eickel und Schlussläuferin Laura Hottenrott in 2:29:49h. Die flotteste Schulstaffel auf Gesamtrang acht wurde das Norbert Gymnasium Knechtsteden. Das Quartett blieb knapp unter drei Stunden.

Bericht und Fotos von Michael Schardt

Ergebnisse koeln-marathon.de

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