21.10.18 - 10. Sunbed Volks- und Straßenlauf in Kleinostheim

Ingbert Reinke macht beim Cordenka Laufcup das halbe Dutzend voll

Bei den Frauen gewinnt Martina Schiel die Cup-Wertung mit hauchdünnem Vorsprung

von Reinhold Daab 

Informationen zum Lauf 2019 - siehe Ankündigung im WO LÄUFT`S WIE?

Ganz schön frostig war es am frühen Sonntag Morgen. Bei der Anfahrt nach Kleinostheim wurde ich zwar mit Tiefnebel auf den Wiesen und einem herrlichen Sonnenaufgang belohnt, dafür zeigte das Thermometer nur 2 Grad Celsius an. Zum Ende der Veranstaltung war die Quecksilbersäule zumindest auf 8 Grad angestiegen. Nach den sehr angenehmen Temperaturen der vergangenen Wochen sind wir doch tatsächlich im Herbst angekommen. Der Sunbed Volks- und Straßenlauf feierte in diesem Jahr 10-jähriges Jubiläum und war traditionell der letzte Wertungslauf des beliebten Cordenka Laufcups, der insgesamt aus 11 Läufen bestand. Mindestens an 5 Wertungsläufen musste man teilnehmen, um in die Cup-Wertung zu kommen, maximal 9 Läufe wurden gewertet. Für Vielstarter gab es für 10 Teilnahmen zusätzlich 20 Bonuspunkte.

Der Sunbed Volks- und Straßenlauf in Kleinostheim feierte 10-jähriges Jubiläum. Für die Teilnehmer gab es zu diesem freudigen Anlass ein Präsent
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Bei den Männern war die Entscheidung längst gefallen. Ingbert Reinke stand mit großem Vorsprung bereits vor dem letzten Start als Cup-Sieger fest, womit nun die stolze Zahl von sechs Cup-Siegen in seiner Vita aufgeführt ist. Bei den Frauen war es hingegen ungemein spannend, hier sollte tatsächlich erst der letzte Wertungslauf am Sonntag über den Cup-Sieg entscheiden. Nach jeweils neun absolvierten Wertungsläufen führte Moni Wurm mit nur zwei Punkten Vorsprung hauchdünn vor Lokalmatadorin Martina Schiel, die ihre Konkurrentin auf der Zielgeraden aber durchaus noch abfangen konnte, weil sie mit ihrem schlechteren Streichergebnis von 31 Punkten gegenüber dem schlechtesten von Moni mit 35 Punkten ganz leicht im Vorteil war.

Doch bevor es zum Countdown und zur Auflösung dieses spannenden Rätsels kam, durften sich erst einmal die Schülerinnen und Schüler auf dem 1,5 km langen Rundkurs um das Vitamar in zwei nach Geschlechtern getrennten Läufen austoben.

Die beiden Teilnehmerfelder der Schüler waren nahezu gleich groß, am Wettbewerb nahmen 57 Mädchen und 62 Jungen teil.

Erster Start des Tages ist der Schülerlauf der Mädchen über 1,5 km, den Eliese Hohmann (558) klar und als einzige unter 6 Minuten gewinnt Es folgt der Schülerlauf der Jungen, bei dem der Favorit und Vorjahressieger Franz-Xaver Brunner (804) auch in diesem Jahr wieder erfolgreich ist

Den Lauf der Schülerinnen entschied Eliese Hohmann von LAZ Obernburg-Miltenberg in 5:22 min. (1. WJU16) mit großem Vorsprung für sich und war damit auch das einzige Mädchen unter sechs Minuten. Naomi Buchner lief in 6:03 min. (1. WK11, TV Bürgstadt) auf den zweiten Platz und Paula Dieser vom TV Schweinheim wurde knapp dahinter Dritte (6:08 min., 2. WK11).

Beim anschließenden Lauf der Schüler war Vorjahressieger Franz-Xaver Brunner vom TV Schweinheim der klare Favorit. Im vergangenen Jahr hatte er die Fünf-Minuten-Marke knapp verpasst und auch am Sonntag lief er sofort nach dem Start vorne weg. Er spielte förmlich mit der Konkurrenz, blickte sich kurz vor dem Ziel noch einmal um und hatte wenig später in 5:09 min. (1. MJU16) seinen nächsten Sieg sicher eingetütet. Nach 5:14 min. folgte Samuel Stadtmüller auf Rang zwei (1. MJU14, TVG Endurance Team). Platz drei ging in 5:21 min. an Paul Fecher (2. MJU14, TSV Mainaschaff).

Später erfreuten noch 60 Bambinis die Herzen von Zuschauern und ihren stolzen Eltern, die mit großem Eifer auf ihre 750 m lange Runde gingen. Yannik Kurz (Jg. 2011, TSG Kleinostheim) war in 3:02 min. der schnellste Bambino. Schnellstes Mädchen war Ella Raub (Jg. 2011, TV 1860 Aschaffenburg), die nach 3:24 min. ihre Medaille in Empfang nehmen durfte.

Patrick Wunsch gewinnt den 5 km Lauf. Hinter ihm kämpft Tobias Erbacher verbissen aber letztlich vergeblich um den Anschluss und wird Zweiter Dritter über 5 km wird Fabian Saavden MJU20-Sieger Jan Herzog wird Vierter Herbert Breunig gewinnt die M55

Um 9:30 Uhr stand dann der Höhepunkt des Tages an, 84 Teilnehmer beim Einsteigerlauf über 5 km und 203 Läuferinnen und Läufer beim Hauptlauf über 10 km gingen wie immer gemeinsam an den Start.

Nachdem zwischenzeitlich die Bambini für Abwechslung und Unterhaltung gesorgt hatten, dauert es auch nicht mehr lange und die zwei schnellsten 5 km Läufer bogen kurz hintereinander auf die Zielgerade ein. Obwohl Tobias Erbacher verbissen kämpfte und alles aus seinem Körper herausholte, konnte er Patrick Wunsch bei seinem Sieg in guten 16:48 min. (1. M, Spiridon Frankfurt) nicht mehr gefährden und wurde mit nur 5 Sekunden Rückstand Zweiter (16:53 min., 1. M30, Tria TV Bad Mergentheim). Der vereinslose Fabian Saavden lief in 17:10 min. auf den dritten Platz (2. M).

Sina Allig ist die schnellste Frau über 5 km Zweite über 5 km wird Marlene Gerlach Rang drei über 5 km geht an Lilly Hugo (1. WJU18) Birgit Busch läuft über 5 km strahlend zum W45-Sieg Christina Lang freut sich nach 5 km auf das Ziel und gewinnt die W55

Spannend, wenn auch nicht ganz so eng, verlief auch das Frauenrennen. Nach 21:35 min. hatte Sina Allig vom TV Haibach (1. W) schließlich die Nase vorn und gewann den 5 km Lauf vor Marlene Gerlach (21:47 min., 2. W, LuT Aschaffenburg) und Lilly Hugo, die nach 22:52 min. (1. WJU18, TC Schönbusch) als Dritte im Ziel war.

Eine halbe Stunde war vergangen, inzwischen waren fast alle 5 km Teilnehmer im Ziel. Es wurde spannend, bis zum Eintreffen der schnellsten 10 km Läufer dauerte es nicht mehr lange. Die im vergangenen Jahr von Julius Hild aufgestellte Streckenrekordzeit von 33:29 min. war fast schon zwei Minuten um, als der schnellste Läufer um die letzte Kurve bog. Es war Jonas Weih vom TV Wasserlos, der sich in 35:19 min. (1. M) mit großem Vorsprung den 10 km Sieg holte. Etwa 1 ½ Minute nach dem Sieger erreichte der alte und neue Cordenka Laufcup-Sieger Ingbert Reinke vom SSC Hanau-Rodenbach in 36:42 min. (1. M40) das Ziel und machte damit das halbe Dutzend Cup-Siege voll. Eine wahrhaft eindrucksvolle Bilanz.

Jonas Weih gewinnt den 10 Kilometer Lauf Der alte und neue Cordenka Laufcup-Sieger heißt Ingbert Reinke. Er wird Zweiter über 10 km (1. M40) und macht das halbe Dutzend Cup-Siege voll Joshua Müller zeigt die vom Heavy Metal bekannten "Hörner" und wird Dritter über 10 km Mit dem vierten Platz über 10 km (2. M40) sichert sich Michael Lehmen wie im Vorjahr Rang zwei beim Cordenka Laufcup

Der dritte Platz ging in 36:55 min. an Joshua Müller (2. M, TV Miltenberg). Vierter wurde Michael Lehmen (37:04 min., 2. M40, TSG Mainaschaff), der damit auch seinen zweiten Platz in der Cup-Wertung verteidigte, das gleiche Ergebnis wie im Vorjahr. Platz drei in der Cup-Wertung belegte Achim Schimpf vom TV Mömlingen, der in 41:10 min. als Vierter der M45 im Ziel war.

Jetzt war es an der Zeit, das Rätsel um die diesjährige Cordenka Laufcup-Siegerin aufzulösen. Vor dem Start meinte die bis dahin die Cup-Wertung mit zwei Punkten Vorsprung anführende Moni Wurm, dass ihr der direkte Platz hinter ihrer einzigen Konkurrentin Martina Schiel zum Cup-Sieg reichen könnte. Aber da hatte sie vermutlich nicht das schlechteste Streichergebnis im Blick.

Alexander Imgrund (1. M35) erkämpft sich den fünften Platz über 10 km vor M30-Sieger Andreas Stürmer 10 km 1. M50 Raimund Kempf Holger Simon gewinnt die M45 über 10 km 10 km 1. M60 Siegfried Eck

Mit neuer persönlicher Bestzeit von 41:48 min. gewann Martina Schiel von der TSG Kleinostheim den 10 km Lauf der Frauen (1. M30) und verwies Moni Wurm von der TSG Mainaschaff auf Rang zwei, die in 42:02 min. (1. W45) im Ziel war. Das aus dieser Konstellation resultierende Rechenspiel führte tatsächlich zu dem Ergebnis, dass Martina Schiel mit ihren 40 Punkten für den Tagessieg und der Streichung ihres schlechtesten Ergebnisses von 31 Punkten insgesamt 345 Punkte erzielte und auf den allerletzten Drücker doch noch an Moni Wurm vorbeiziehen konnte, die am Ende mit 342 Punkten und gerade mal drei Punkten Rückstand das Nachsehen hatte. Für die eine glücklich, für die andere tragisch - aber so ist nun einmal der Sport.

Die überglückliche Tages- und neue Cordenka Laufcup-Siegerin kann damit in aller Ruhe ihren allerersten Marathon am kommenden Sonntag in Frankfurt angehen, wo sie eine Zeit unter vier Stunden anstrebt. Mit dem Erfolg und der Motivation von diesem Sonntag sollte das machbar sein. Wir drücken ihr jedenfalls die Daumen.

Mit ihrem Tagessieg über 10 km gelingt Martina Schiel auf den allerletzten Drücker auch der Sieg beim Cordenka Laufcup mit einem Punkt Vorsprung Moni Wurm büßt durch ihren zweiten Platz über 10 km (1. W45) auch ihren Vorsprung in der Cup-Wertung ein und landet überraschend nur auf Platz zwei Dritte über 10 km und W35-Siegerin wird Eva Skalsky Einmal mehr ist Rosemarie Eser in der W65 über 10 km nicht zu schlagen
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Bei all dieser Spannung darf der dritte Platz von W35-Siegerin Eva Skalsky natürlich nicht unerwähnt bleiben (42:40 min., LuT Aschaffenburg). Der dritte Platz in der Cordenka Laufcup-Wertung ging an W55-Siegerin Petra Seibert von Spiridon Frankfurt, die in 47:11 min. Achte wurde.

Am Donnerstag, den 8.11.2018, findet die Siegerehrung des diesjährigen Cordenka Laufcups in den Räumen vom Medienhaus Main Echo statt, der bis zum letzten Wertungslauf spannend wie selten verlief, zumindest bei den Frauen.

Das macht Lust auf mehr im nächsten Jahr mit dem 11. Sunbed Volks- und Straßenlauf in Kleinostheim sowie hoffentlich einem wieder so spannenden Laufcup-Finale.

Bericht und Fotos von Reinhold Daab
Weitere Fotos unter www.laufsportfotos.de

Ergebnisse www.br-timing.de Info www.tsg-ausdauersport.de

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