7./8.10.17 - 50. Int. Schwarzwald-Marathon

Trendwende oder nur rauschendes Jubiläumsfest?

Favoritensiege durch Stefanie Doll und Jens Ziganke

von Günter Krehl

Sogar Petrus hatte ein Einsehen mit den Organisatoren des 50. Schwarzwald Marathons in Bräunlingen. Kurz vor dem Start hörte der Regen auf und der Laufreporter konnte sich mit dem Rad auf die Strecke begeben. Zuvor hatte ich genügend Zeit, Veränderungen seit meiner letzten Berichterstattung 2011 zu bestaunen. Die neu geschaffene Metalltafel mit allen Siegerinnen und Sieger der 49 Rennen fiel mir sofort ins Auge, sie ersetzt die liebgewordene Stele aus Stein, die sicher in irgendeinem Keller oder einer Garage auf das 100. Jubiläumsjahr wartet.

 

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Zum 50. gab es eine beeindruckende Rückschau mit Bildern, Berichten und Gegenständen, die besonders uns Läufern der "ersten Generation Bräunlingen" das Herz höher schlagen ließ.

Die neue Tafel mit den Siegerinnen und Siegern der ersten 49 Jahre hat noch Platz für weitere 50 Eintragungen Schwarzwald-Marathon auf gut zu belaufenen Forstwegen, aber teilweise wie fast in allen Jahren zuvor etwas tief, da die Wege ständig neu eingepflegt werden
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Auch die Erneuerung der Sanitäranlagen in der alten Stadthalle fiel positiv auf, das Flair und der Wiederkennungswert sind geblieben. Das neu geschaffene Löwenmaskottchen begegnete mir erst beim Zieleinlauf. Die traditionellen Läufersocken gab es noch immer für jeden Teilnehmer, meine vom 40. Lauf haben erst kürzlich ausgedient.

Genau eine Minute nach halb zehn wird der Marathonlauf gestartet. Nach wenigen hundert Metern erkenne ich in der Spitzengruppe Jens Ziganke (SV Reichenau), im Vorjahr lief er in Frankfurt 2:26:25 und damit steht für mich der Sieger des Jubiläumsmarathons fest. Ein herrliches Bild ergibt sich, als sich eine erstaunlich große Läuferschlange auf mit Pfützen durchsetztem Asphalt durch das kleine Zähringerstädtchen zieht. Mit 517 Läuferinnen (100) und Läufern (417) im Ziel steht zwar nur etwa ein Viertel des einstmals weltgrößten Teilnehmerfeldes in den Listen, eine Steigerung von 220 Aktiven oder 74 % ist jedoch phänomenal. Bleibt zu hoffen, dass dies nicht nur dem Jubiläum geschuldet ist.

Nach dem Marathonstart zieht eine große Läuferschlange durch das kleine Zähringerstädtchen Bräunlingen

Parallel zur Wettkampfstrecke geht es nun für mich mit dem Rad Richtung Unterbränd. Erst flach und zügig, dann schweißtreibend unendlich lange berghoch. Bekleidungstechnisch haben es die Läufer da leichter, bei idealen Temperaturen um oder wenig unter 10 Grad. Das Rad landet im Wald und ich gehe den Marathonläufern zu Fuß entgegen. An der Wechselstelle der Staffelläufer vorbei geht es auf steiler Asphaltstrecke rechts ab zu den Forstwegen. Sie sind feucht, gut zu belaufen, aber teilweise wie fast in allen Jahren zuvor etwas tief, da die Wege ständig neu eingepflegt werden.

 

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Mit großem Vorsprung passiert mich ein "rotes Duo". Der Begleiter von Ziganke ist Nils Schallner, den Insidern als Sieger des Freiburger Marathons von 2011 bekannt. Für den PTSV Freiburg lief er 2012 seine Bestzeit von 2:23:15. 2015 kehrte er von einem zweijährigen Aufenthalt in den USA zurück und startete in Bräunlingen ohne Vereinsangabe.

Die Spitzengruppe des Marathons nach etwa 500 Meter Jens Ziganke (553) und Nils Schallner haben sich nach 11 Kilometer schon deutlich abgesetzt Titelverteidiger Kay-Uwe Müller wird dieses Mal Dritter

Kay-Uwe Müller (TSG Schwäbisch Hall), der Sieger von 2015 (2:36:09) und 2016 (2:34:46) folgt als nächster vor Andreas Probst (Aachener TG). Als erste Dame erscheint die Staffelläuferin der "Fantastischen 4", laut Ergebnisliste könnte es Laura Knörr sein, die allerding auf Position vier gelistet ist. Immerhin liegt sie deutlich vor der späteren Marathonsiegerin Stefanie Doll (SV Kirchzarten), die aber im Laufe des Rennens nicht nur die "Fantastischen" (3:00:11) drei Männer passiert, sondern auch klar vor der Staffelsiegermannschaft des TV Villingen (2:57:48) bleibt. Die Ludwigsburger Ultraspezialistin Branka Hajek liegt an zweiter Stelle.

Andreas Probst belegt Platz 4 im Marathon Niklas Kröhn hat nach einem Viertel des Rennens schon Rang 5 inne, den er auch ins Ziel behauptet Julian Wartel bleibt als 11. der letzte Läufer unter 3 Stunden

Nun gilt es die ersten Halbmarathonläufer, die gegen 10 Uhr gestartet sind, nicht zu verpassen. Das Ziel erreichen 1.065 Läuferinnen (360) und Läufer (705), auch hier ist eine Steigerung von 216 Sportlern gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Nach erfolgreicher Radsuche und kurzer Orientierungslosigkeit brause ich auf der Straße hinunter nach Unterbränd. Ich frage die Helfer am Verpflegungsposten, wie viele Läufer schon durchgekommen sind und erhalte die Antwort zwei.

 

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Mit schnellen Umdrehungen überhole ich und stoppe oberhalb des Kirnbergsees. Einst haben wir das Gewässer südlich auf Asphalt umlaufen, jetzt geht es romantisch und angenehmer auf doch recht steilem Naturweg nach unten.

Als erste Dame erscheint die Staffelläuferin der "Fantastischen 4" zum 1. Wechsel. Immerhin liegt sie deutlich vor der späteren Marathonsiegerin Stefanie Doll Stefanie Doll strebt ihrem 3. Sieg und neuer Bestzeit entgegen Ultraspezialistin Branka Hajek hat schon nach 10 Kilometern ihren 2. Platz sicher

Der "führende Läufer" ist allerdings Theo Härtner, der mit 1:55:30 als 513. gelistet wird. Wahrscheinlich ist er versehentlich (?) mit den Marathonläufern eine halbe Stunde zu früh gestartet. Der wirklich Führende ist der Vorjahressieger David Jansen (SV Reichenau). Er gewinnt das Rennen mit 1:14:26 und steigert sich gegenüber dem Vorjahr (1:20:05) enorm. Mit deutlichem Abstand folgt Felix Pauli (AHS Freiburg), der mit 1:15:55 Rang zwei belegt, vor Lokalmatador Marcel Schmid (LSG Schwarzwald-Marathon/1:17:51) und Kevin Götz (SV Waldkirch/1:18:24). Marc Lauber (1:19:07) büßt bis ins Ziel noch zwei Plätze ein. Dominik Marquedant (LT Rheinhessen/1:19:04) schiebt sich an ihm zwar knapp vorbei, Jens Eipper (SV Seppenhofen/1:18:35) kann jedoch beide deutlich überlaufen.

Die wellige Asphaltpassage vor der Marathonweiche Unterbränd wird erreicht

Die Vorjahressiegerin (1:23:55) und große Favoritin Katrin Köngeter (LT Unterkirnach) hatte beachtliche Konkurrenz. Trotzdem zeichnet sich ihr Sieg nach zwei Dritteln der Strecke schon deutlich ab. Sie gewinnt nach 1:23:44 vor der jungen Christin Wintersig (SV Reichenau/1. WU20), die 1:25:49 benötigt. Leider veröffentlicht Mika-Timing wohl keine Jahrgänge mehr. Datenschutz ist wichtig, aber Ergebnislisten ohne Jahrgang sind Fragmente. Wer seinen Geburtsjahrgang verbergen oder wer kein Laufbild von sich veröffentlich haben will, sollte Sportveranstaltungen fernbleiben und nicht Veranstalter oder Zeitnehmer gerichtlich belangen. Laut Leistungsdatenbank war der bisher längste Wettkampf der talentierten 19jährigen vom Bodensee ein Stundenlauf und 9 Tage vor dem Halbmarathon hatte sie unter anderem an einem Stabhochsprungwettbewerb teilgenommen.

Verpflegungsstelle Unterbränd: Begeistert und nimmermüde reichen die Kids am Stand Becher an

Die Vorjahreszweite Gertrud Wiedemann (1:26:01) kann den Abstand bis zum Ziel nicht mehr verkleinern und belegt dieses Mal in 1:26:50 Platz drei. Unsere Trainingskameradin Tamara Walter (LG Calw) unterbietet meine Prognose um 19 Sekunden und läuft in ihrem ersten Halbmarathon ausgezeichnete 1:29:41. Dicht dahinter folgt am See und später auch im Ziel Melanie Schneider aus der Schweiz mit 1:29:59. Auf den Plätzen 6 und 7 platzieren sich als letzte Läuferinnen unter 1:34 Silvia Moßbrugger (LT Marktoberdorf/1:30:23) und Binka Derkmann (TSF Tuttlingen/1:30:50).

Auf dem Weg zurück zur Verpflegungsstation läuft Sonja Lutz (SV Kirchzarten) vorüber. Sie hatte einst in Calw bei mir im Lauftreff begonnen, war 2011 Marathondritte und heute gewinnt sie die W40 in 1:40:36. Begeistert und nimmermüde reichen die Kids am Stand Becher an. Nach wenigen Aufnahmen geht es zurück zum Rad.

Halbmarathonsieger David Jansen am Kirnbergsee Felix Pauli hat nach 14 Kilometern schon ungefährdet Position 2 erobert Lokalmatador Marcel Schmitt belegt Platz drei

Auf dem schmalen Weg rolle ich in Lücken mit, um niemanden zu behindern. Plötzlich tönt es von hinten, dass der 1. Marathonläufer in Anmarsch sei. Nun passe ich mich seinem Tempo an und unterstütze dessen Radbegleiter mit den Rufen: "Erster Marathonläufer, linke Spur freimachen". Das klappt überraschend gut. Nur eine Dame mit extrem großen Kopfhörern reagiert nicht und wird rechts überholt. Endlich ist die Straße erreicht und ich kann meine Zusatzaufgabe beenden. Führungsradbegleiter zählte bisher noch nicht zu meinen Organisationsaufgaben. Es ist eine schwierige Rolle, die ich auch nicht unbedingt anstrebe. Für ein Bild des immer noch zusammenlaufenden Führungsduos reicht es noch und ich kann parallel zu den Läufern auf der Autostraße wieder richtig in die Pedale treten. Drüben auf dem Wirtschaftsweg sehe ich wie Ameisen aneinandergereiht das hintere Feld der Halbmarathonläufer. Wie oft sehnte ich auf diesen letzten Metern, besonders bei großer Hitze, das Ziel herbei.

Halbmarathonsiegerin Katrin Köngeter und Stephan Okle bei Kilometer 14 Platz zwei im Halbmarathon für die 19jährige Christin Wintersig von SV Reichenau Vorjahreszweite Getrud Wiedemann belegt heuer Rang drei

Heute ist es nicht heiß, trotzdem ist es wie immer hart auf dem letzten Kilometer durch Bräunlingen. Auch für meinen Teamkameraden Andreas Kampert, der vor 40 Jahren hier seinen ersten Marathon lief. Heute ist er glücklich nach Verletzungen und fast ohne Training in 1:57 das Ziel zu erreichen. Es sind nur noch wenige aus früheren Jahren aktiv und die meisten Sportler kenne ich nicht und werde auch nur noch von wenigen erkannt.

Jens Ziganke ist mir nicht erst seit seinem Tübinger Nikolauslauferfolg ein Begriff. Am Ortseingang kommt er "endlich" alleine daher und gewinnt das Rennen in der guten Zeit von 2:31:28. Trotz meiner Prognose hätte aber auch der prächtig kämpfende Nils Schaller an diesem Tag den Sieg mit 2:32:05 verdient gehabt. Kay-Uwe Müller kommt mit 2:37:47 nicht ganz an seine Siegerzeiten der Vorjahre heran. Die beiden vor ihm waren zu stark und von hinten verspürte er wenig Druck. Andreas Propst läuft als Vierter zwischen vielen Halbmarathonis über den roten Teppich. Sogar der nimmermüde Streckensprecher verpasst seinen Einlauf nach 2:45:01, würdigt ihn aber wenig später.

Auf dem Weg von Unterbränd zum Kirnbergsee

Bei Veranstaltungen, die beide Strecken im Programm haben, werden die Startzeiten immer eine Quadratur des Kreises bleiben. Gemeinsames Loslaufen kann zu Staus führen und verhindert die Übersichtlichkeit. Getrennte Startzeiten haben nicht selten großen Behinderungen zur Folge, wenn schnelle Felder auf langsame treffen. Werden die Starts so auseinander gezogen, dass zwei separate Rennen entstehen, was wünschenswert wäre, so ist besonders im Sommer meist eines der beiden witterungsmäßig stark benachteiligt. In Bräunlingen fand ich es trotzdem schön, dass jeder Wettbewerb mindestens bis zum letzten Teil der Strecke sein eigenes Rennen hatte, auch wenn den schnelleren Marathonläufer am Ende etwas Slalom zugemutet wurde und die verdiente Würdigung im Zieleinlauf manchmal ausblieb.

Das Marathon-Spitzenduo mit Nils Schallner (537) und Jens Ziganke ist bei Kilometer 38 noch zusammen Jens Ziganke läuft als erster nach Bräunlingen ein

Mit dem Österreicher Niklas Kröhn (2:46:20) und Rainer Sprich (2:48:53) vom LT Pfohren bleiben noch 2 weitere Läufer unter 2:50. Nicht weit dahinter läuft Stefanie Doll mit neuer persönlicher (mindestens in Bräunlingen) Bestzeit von 2:54:59 durchs Ziel. Im Vorjahr gewann sie mit 2:58:27 und 2011 erstmals in 3:00:34. Vom Streckenrekord ihres Vaters Charly (1991: 2:27:46) ist sie noch etwas entfernt. Immerhin dürfte sie ihn (1998 nochmals Gewinner in 2:33:41), was die Anzahl der Siege betrifft, schon überholt haben. So ganz kann man das nicht recherchieren, hat die neu gestaltete Homepage doch leider nur ein Archiv bis 2013, die alte ging immerhin bis 2004 zurück. Überhaupt habe ich als älteres Semester etwas Probleme mit der Navigierung auf dieser Seite.

Branka Hajek läuft als sichere Zweite in 3:17:34 ins Ziel. Mit Katja Gallasch (3:32:41), Judith Weeber (3:33:09), Stafanie Malak (3:38:52) und Miriam Müller (3:39:30) bleiben 4 weitere Läuferinnen unter 3:40.

Empfang des Marathon 6. Rainer Sprich kurz vor dem Ziel Pure Freude auf dem roten Teppich - gut, dass kein schneller Marathoni heranbraust Die "Wildsocks" der TG Tuningen belegen Platz 9 in der Teamwertung

Am Vortag wurde der traditionelle 10 Kilometerlauf mit 354 Läufern und 129 Walker auf einer anspruchsvollen aber wunderschönen Rundstrecke ausgetragen. Hanna Bächle (LT Unterkirnach) in 45:21 und Martin Walter (LC Schaffhausen) in 36:36 waren die Schnellsten. In 2 Jugendläufen erreichten zusammen 188 Nachwuchssportler das Ziel. Insgesamt nahmen damit 2.385 Teilnehmer ohne die sonntags gestarteten Bambinis an der Veranstaltung teil, darunter 2.068 Läufer auf den drei Hauptstrecken. Mit dazu gezählt sind die 132 Sportler der 33 Marathonstaffeln. Diese könnten in Zukunft das Marathonfeld beträchtlich auffrischen. Vielleicht gibt es auch einmal leistungsstarke Quartette, die in Bereiche des Streckenrekordes laufen könnten. Dieser steht auf der Rundstrecke noch immer bei 2:24:24, aufgestellt vom Freudenstädter Karlheinz Scheder 1983. Die schnelleren kenianischen 2:22:58 wurden auf der zwischenzeitlichen 2 Rundenstrecke gelaufen.

Friedemann Hecke, der amtierende Deutsche Meister M55 über 100 Kilometer vom VfL Ostelsheim Medaillenbehangen und glücklich im Ziel. Diesmal aber nur auf Rang 4 in seiner Altersklasse Zwei bezaubernde Glückwünsche an den Schwarzwaldmarathon
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Als Fazit kann ich nur meine Worte von 2011 wiederholen: "Der Schwarzwald Marathon ist eine Veranstaltung mit einem außergewöhnlich guten Preis-Leistungsverhältnis." Die freundliche und familiäre Atmosphäre ist geblieben, die Moderation hat mir gegenüber 2011 äußerst gut gefallen. Dass ich noch immer eine ganz besondere Beziehung zu der Veranstaltung habe, konnte ich in einer persönlichen Rückschau 2011 bereits darlegen. Ich wünsche mir, dass es diesen Lauf mindestens weitere 50 Jahre gibt, Platz für die kommenden Sieger hat die neue Tafel auf jeden Fall. Gerne werde ich in Zukunft wieder einmal aus Bräunlingen berichten, auch wenn ich heute viel lieber Walter Wagner an meiner Stelle und mich am Start gesehen hätte.

Bericht und Fotos von Günter Krehl

unter

go4it-foto.de
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Ergebnisse www.schwarzwaldmarathon.de
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