29.10.17 - 36. Mainova Frankfurt Marathon

Bedingungen können so schlecht nicht gewesen sein:
Orkanstärke hatte nur Arnes Rückenwind

Olympiasiegerin gewinnt - Äthiopier siegt in 2:05:50 h

von Constanze & Walter Wagner, Markus Heidl

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In der Nacht zum Marathon fegte das Orkantief Herwart über Deutschland und legte Zugverbindungen lahm. Wenn man für einen Marathonlauf monatelang hart gearbeitet hat, dann dürfen angesichts solcher Bedingungen auch schon Tränen fließen, im Organisationsteam und ebenfalls bei den Athletinnen und Athleten. Einzig standhaft blieb Renndirektor Jo Schindler, der an einen erfolgreichen Lauf durch Frankfurt glaubte und ein passendes Wetterradar im Internet ausfindig machen konnte. Rechtzeitig hatte es aufgehört zu regnen und die anfangs noch nassen Straßen trocknete rasch die Sonne. Windig war es geblieben und Böen machten die Arbeit für Tempomacher und für alle Teilnehmenden nicht einfach, doch der Orkan, der im Nordosten der Nation sogar Todesopfer forderte, wurde in Frankfurt nicht zum Scharfrichter.

Pünktlich zum Start des 36. Mainova Frankfurt Marathon kam dieSonne raus
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Letztendlich hatten alle die gleichen Bedingungen und das Ergebnistableau belegt, die 36. Austragung ließ schnelle Zeiten zu. Im Vergleich der zehn schnellsten Resultate rangiert der Laufklassiker am Main auf dem zweiten Platz in Deutschland und international derzeit auf dem siebten Platz. Erstmals waren acht Frauen unter 2:30 h geblieben.

Den Frauen war in diesem Jahr eine tragende Rolle zugekommen. Mit Vivian Cheruiyot präsentierte man eine Goldmedaillengewinnerin der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro, der ein Streckenrekord und sogar einen Zeit unter 2:20 Stunden zugetraut werden konnte. Sie wollte aufgrund ihrer Erfahrung aus ihrem Marathondebüt, wo sie in persönlicher Halbmarathonbestzeit etwas zu flott loslief, es nun ruhiger angehen und die erste Hälfte ‚nur' in 1:10 Stunden absolvieren.

 

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Zurecht freuen sich Messe Frankfurt Geschäftsführer Wolfgang Marzin (li.) und Renndirektor Jo Schindler über den Start der Weltmeisterin, Gold- und Silbermedaillengewinnerin bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro "Vivian Cheruiyot"

Die für Frankfurt typischen negativen Splits blieben aber diesmal aus. Dennoch gewann man den Eindruck, dass der Boden für Sensationen bereitet war und weitaus bessere Resultate bei weniger schwierigen Wetterbedingungen erzielt worden wären. Das auch der Sieger Shura Kitata Tola nach eigener Einschätzung hätte noch schneller laufen können, das nahm man dem 21jährigen Äthiopier ab. Dessen starke Vorstellung überraschte wohl auch den Veranstalter, denn bei der Pre-Race-Pressekonferenz war von ihm noch keine Rede.

Der Mainova Frankfurt Marathon ist Bestandteil des Deutschlandklassiker Prof. Dr. Jens Böcker von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg hat mit seinen Studenten diese anspruchsvolle Serie im Ausdauersport mit 4 Wettkämpfen (50km Skilanglauf, 300km Rad, 3,3 km Schwimmen und 42 km Laufen), die innerhalb eines Jahres zu absolvieren sind, ins Leben gerufen. Prof. Dr. Böcker lief natürlich den Abschlusswettkampf mit und erreichte nach 4:02:49 das Ziel Lässt sich vom "Hammer-Mann" nicht ängstigen: der österreischische Marathon-Rekordhalter Günther Weidlinger (2:10:47 gelaufen in Frankfurt 2009) Zaungast beim 36. Mainova Frankfurt Marathon "Ich fühle mich in Frankfurt wie zuhause, alles Freunde. Ja, es kribbelt schon," gestand der Österreichische Nationaltrainer Lauf ab 800m bis Marathon, der gerade beim Wolfgangsee als ambitinierter Freizeitläufer mitgelaufen ist. Hobbyläufer Kalli Flach hat bis auf einmal an allen Frankfurt Marathons teilgenommen. Ein einziges Mal ließ ihn eine Oberschenkelverletzung nicht teilnehmen. 10x lief er Marathon um die 2:40 Stunden. Seine Marathon Bestzeit von 2:38 h lief er in jüngeren Jahren wo? - Natürlich in Frankfurt. Mit 79,9 Jahren finisht er seinen 35. Start in 6:21:47. Sein Ziel bis zum 40. Frankfurt Marathon starten

Vorschusslorbeeren hatte sich Mark Korir im Vorjahr redlich verdient, als er den Frankfurter Marathon in 2:06:48 h gewann. Ebenfalls im Startfeld der Zweite von 2016 Martin Kosgey. Verpflichten konnte man zudem den drittplatzierten Cybrian Kotut der 35. Austragung, der sich aber abmelden und somit das seltene Vorkommnis, das komplette Podium nach einem Jahr wieder am Start zu haben, platzen lassen musste. Mit der schnellsten Vorleistung (2:04:50) schien Getu Feleke am ehesten in der Lage einen kenianischen Sieg zu verhindern. Doch auch ein halbes Dutzend europäischer Marathonläufer konnte eine vordere Platzierung zugetraut werden.

 
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Aus deutscher Sicht ruhten die Hoffnungen ganz auf Arne Gabius, der nach überwundenen Verletzungssorgen einen Angriff auf den deutschen Rekord ins Gespräch brachte. Thema war zudem, dass der Geburtstermin des erwarteten ersten Kindes just auf den Rennsonntag fiel.

Sreckenleiter Dieter Bremer, mitverantvortlich für den schnellen Rennkurs in der Sportstadt Frankfurt Der sportlicher Leiter Christoph Kopp mit seinem typischen Rennhelm, den er immer trägt, wenn er als Rennbegleiter aufs Motorrad steigt

Planmäßig startete um 10.00 Uhr das Rennen vor der Festhalle an der Messe Frankfurt, in der auf die Läuferinnen und Läufer ein ganz besonderer Zieleinlauf wartete. Durchgeplant, so kennt man auch die Verläufe, wenn Christoph Kopp als sportlicher Leiter Regie führt.

Sich der Zuordnung der Gruppeneinteilung zu widersetzten, hätte aufgrund des Windes sowieso keinen Sinn gemacht. Schön ordentlich versteckten sich alle hinter ihren Pacemakern. Die waren doppelt wichtig, galt es doch gerade auf den beiden ersten Streckendritteln die Kräfte zu schonen und dann mit Rückenwind über die langen Kilometer der Mainzer Landstraße zurück in die Innenstadt zu ‚fliegen' und erst im Finale die letzten Körner aufzubrauchen.

 

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Der Hammering-Man entlässt die Teilnehmer und wird sie später kurz vor dem Zieleinlauf in die Festhalle wieder empfangen

Das Männer-Rennen

In der ersten Gruppierung funktionierte dies perfekt, während leider aus dem zweiten ‚Bus' arg schnell zwei von drei Tempomachern die Segel strichen und bei Arne Gabius zwar ein fleißiger Isaac Langat verblieb, der jedoch aufgrund seiner Statur nur unzureichend als Windschutz dienen konnte. Auch die folgenden Gruppen hatten sich teils vereinsintern mit Tempomachern versorgt, während sich Eliteläuferinnen gern für diese wichtige Aufgabe selbst versorgen und einen Mann des Vertrauens auf eigene Kosten einfliegen lassen. Erfahrene Tempomacher sind gefragte und gut bezahlte Akteure im internationalen Rennzirkus.

Spitzengruppe bei km 3, noch geführt von zahlreichen Pacemakern Hier folgen Arne Gabius, Henryk Szost und Dewi Griffiths mit noch 3 Tempomachern, recht bald verbleibt nur noch Isaac Langat (vorne links) als Windschutz

Eine zunächst vielköpfige Gruppe führte den nicht endeten Strom der über 12.000 Läuferinnen und Läufer an und passierte die Halbmarathonmarke in 62 min 30. Die Europäer mit Arne Gabius, dem Polen Henryk Szost und dem Waliser Dewi Griffiths hatten hier in 63:49 h noch alle Möglichkeiten gewahrt, unter 2:08 Stunden zu laufen. Erste Kenialäufer hatte man zudem eingesammelt, die sich aber nicht mehr ums Tempo bemühen konnten. In einer weiteren großen Gruppe befanden sich eine Reihe Meisterschaftsläufer, die um die verbleibenden Medaillen und bei einem Straucheln von Arne Gaius eben auch um den Titel kämpften. 68:00 Minuten war deren Durchgangszeit und immerhin erreichten 13 Läufer dieses Pulks einen Platz in der Top30.

 

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Jetzt aber schnell, seine Hoheit kommt ... Dr. Pieter-Christiaan van Oranje, Prinz der Niederlande (nicht in Orange sondern gut getarnt in schwarzer Rennkleidung) lief bei seinem 20. Marathon in 3:17:49 knapp an einer neuen Bestzeit vorbei

Ein spannendes Rennen hatte man sich in Frankfurt gewünscht und doch weiß man um den Wert der Siegerzeit. Lassen Rennen schnelle Zeiten zu, erweckt dies das Teilnahmeinteresse jener, die in der Weltklasse beheimatet sind. Der schnellen Marschtabelle fielen im weiteren Verlauf hochgehandelte Läufer des Favoritenkreises zum Opfer, der Letzte war Getu Feleke. 37 Kilometer hatte er das Geschehen an der Spitze mitbestimmt, nun zeigten dem 30jährigen 2:04:50-Läufer zwei Landsleute die Hacken. Nur kurz blieb das Führungsduo zusammen, dann trat Shura Kitata Tola aufs Gaspedal und Kelkile Gezahegn Woldaregay musste eine Lücke reißen lassen.

Shura Kitata Tola bei km 37 vor Kelkile Gezahegn Woldaregay ... ... 4 km später liegt Shura Kitata Tola allein auf Siegkurs Kelkile Gezahegn Woldaregay folgt nun mit Abstand, rettet aber Rang 2 vor... ... Getu Feleke Zegeye

Shura Kitata Tola spulte wie entfesselt die letzten Kilometer herunter und flog über den roten Teppich ins Ziel. Mit anhaltendem Applaus feierten die Zuschauer auf den dichtbesetzten Rängen in der Festhalle die kaum erwartete Siegerzeit von 2:05:50 h. Er hatte gehofft, noch schneller laufen zu können. Doch war der 21jährige Äthiopier angesichts der Bedingungen zufrieden. "Ich war mir immer sicher, dass ich gewinne und habe ich mich hinter den anderen versteckt", verriet Tola seine Taktik. Kelkile Gezahegn Woldaregay, ebenfalls noch U23, wurde Zweiter in 2:06:56 h. Getu Feleke Zegeye behauptete den dritten Platz in 2:07:46 h und sorgte so für ein rein äthiopisch besetztes Siegerpodest. Bester Kenianer wurde der Vorjahreszweite Martin Kiprugut Kosgey als Vierter in 2:09:39 h.

Vorjahresieger Mark Korir läuft das Rennen zu Ende und wird 10. Bester Europäer wird der Marathondebütant Dewi Griffiths aus Großbritannien mit Platz 5 Arne Gabius beendete seinen dritten Marathon wieder unter 2:10 Stunden auf Rang 6 und lässt den Polen Henryk Szost um einen Platz hinter sich

Bester Europäer wurde der Marathondebütant Dewi Griffiths aus Großbritannien in 2:09:49 h. Ziemlich respektlos vor der Distanz hatte er früh das Finale eingeläutet und sich von Arne Gabius und Henryk Szost gelöst, später konnte sich auch Szost ein Stück vom Deutschen absetzen. Dabei hielten sich die Abstände in Schlagweite. Arne Gabius konnte schließlich Henryk Szost niederringen, der Pole wurde Siebter in 2:10:09 h, doch Griffiths behauptete mit 2:09:49 h den fünften Rang. Arne Gabius spürte aufkommende Muskelprobleme, ignorierte diese auch auf die Gefahr hin, das Ziel im Gehschritt erreichen zu müssen und beendete in 2:09:59 h seinen dritten Marathon unter 2:10 Stunden, was vor ihm noch kein Deutscher erreicht hatte.

Hinter den US-Amerikanern Scott Smith (2:12:21) und Scott Fauble (2:12:35) lief Titelverteidiger Mark Korir in 2:12:37 h das Rennen zu Ende und wurde Zehnter.

Zweimal Scott aus den USA laufen in die Top 10. Scott Smith auf Rang 8 ... ... und Scott Fauble auf Rang 9 Gesamtrang 15 & neue PB für Jonas Koller von der LG Telis Finanz Regensburg Auch Frank Schauer (16.) vom Tangermünder Elbdeichmarathon lief als 17. persönliche Bestzeit

Deutscher Vizemeister in 2:16:03 h wurde auf Gesamtrang 15 Jonas Koller: "Mein bisher größter Erfolg." Sein Debüt an gleicher Stelle endete im Vorjahr in für ihn enttäuschenden 2:21:56 h. Die Bronzemedaille der vorerst letztmals in Frankfurt integrierten Deutschen Meisterschaft sicherte sich in 2:16:30 h Frank Schauer, der Deutsche Marathonmeister des Jahres 2013. Beide erfüllten damit auch die B-Norm für die Europameisterschaften 2018 in Berlin.

Vivian Cheruiyot lief sich in die Herzen der Frankfurter

Besonders freute man sich in der Mainmetropole mit Vivian Cheruiyot eine Olympiasiegerin im Feld zu wissen. Dabei ist die Goldmedaille nur eine ihrer vier olympischen Medaillen. Fünf Weltmeistertitel kann sie obendrein vorweisen. Ihre großen Erfolge hatte sie auf der Bahn über 5000m und 10.000m. In London versuchte sie sich erstmals am Marathon, ging in persönlicher Halbmarathonbestzeit über die erste Hälfte des Rennens und musste dann etwas Lehrgeld zahlen, wurde Vierte in 2:23:50 h. Für Frankfurt hatte sie sich vorgenommen, etwas vernünftiger anzugehen.

Mit Vivian Cheruiyot gewinnt die große Favoritin Yebrgual Melese wird 2., Meskerem Assefa 3. Auf Rang 4 läuft Abebech Afework Bekele

In 1:10:07 passierte sie nun die Halbmarathonmarke und wäre mit einer etwas schnelleren zweiten Hälfte auf die erhoffte Zeit unter 2:20 Stunden gekommen. Auf Streckenrekordkurs (2:21:01) lag sie sowieso. "Der Wind blies mich weg", gestand die 38 kg leichte Kenianerin und dennoch siegte sie in persönlicher Bestzeit von 2:23:35 h. "Der Marathonsieg gibt mir Moral eine gute Marathonläuferin zu werden. Vielleicht 2018 in Frankfurt", zeigte die 5000m Olympiasiegerin von Rio schon bei der Abschlusspressekonferenz Angriffslust.

Vor der sechstplatzierten Merima Mohammed Hasen aus Bahrain läuft die US-Amerikanerin Sara Hall bei ihrem fünften Marathon in persönliche Bestzeit auf Platz fünf Ryan Hall beobachtete das Rennen seiner Ehefrau auf dem Rad. Der ehemalige Langstreckenläufer lief 2008 in London eine Marathon pB von 2:06:17 h und den Boston Marathon in 2:04:58 h Sylvia Mmboga Medugu aus Kenia erzielte mit ihrem gewinnbringenden Lächeln bei ihrem Marathondebüt in 2:29:09 h den siebten Rang

Als stärkste Gegnerin hatte man Feyse Tadese erwartet, mit einer Bestzeit von 2:20:27 h. Doch kam sie nicht ins Ziel. Vertreten wurde die Äthiopierin von ihren Landsfrauen Yebrgual Melese, Zweite in 2:24:30, und Meskerem Assefa, Dritte in 2:24:38 h. Hinter Abebech Afework Bekele (ETH - 2:26:45) wurde die US-Amerikanerin Sara Hall bei ihrem fünften Marathon in persönliche Bestzeit von 2:27:21 h Fünfte. Ihre alte Bestmarke war sie im Frühjahr in Tokyo mit 2:28:26 h gelaufen und dürfte bei optimalen Bedingungen an der 2:25er-Marke kratzen können. Merima Mohammed Hasen folgte für Bahrain in 2:27:49 h wieder im Bereich ihrer 2010 bis 2013 erzielten 2:13er Zeiten. Sylvia Mmboga Medugu aus Kenia erzielte mit ihrem gewinnbringenden Lächeln bei ihrem Marathondebüt in 2:29:09 h den siebten Rang. … und dann?:

"Ich sah den Mann mit dem Hammer und habe mich gefreut"

Am ‚Hammering Man' biegt die Frankfurter Strecke direkt in die Festhalle, da konnte sich Katharina Heinig sicher sein, den Titel zu gewinnen und die A-Norm für die Europameisterschaften ins Ziel zu bringen. Nach etwa 38 Kilometern war sie auf die Titelverteidigerin Fate Tola aufgelaufen und konnte sich einen kleinen Vorsprung erlaufen.

Katharina Heinig auf dem letzten Kilometer Richtung "Hammering Man" und in die "Arme" von Freund Robert und Trainerin "Mama" Katrin Dörre-Heing

Auf Rang 8 und als beste Europäerin beendete sie den windigen Ausflug nach 2:29:29 h. Hier erwartete sie Katrin Dörre-Heinig, ihre Mutter und Marathon-Bundestrainerin, die dreimal den Frankfurt Marathon gewinnen konnte, zuletzt vor 20 Jahren. Eine Zeit um 2:26 h hatte sie der 28jährigen Tochter ohne die Auswirkungen von ‚Herwart' zugetraut. ‚Katha' Heinig genoss den Titelgewinn in ihrer Heimatstadt und enttäuschte die zahllosen an die Strecke geeilten Fans nicht. Mit der Teilnahme an der Weltmeisterschaft dürfte sie 2017 als ihr erfolgreichstes Jahr bezeichnen.

Für Fate Tola war es nach Hannover und der WM in London der dritte Marathon der Saison. Ein wenig zu früh gingen die Kräfte nun zur Neige und sie wurde Vizemeisterin in 2:30:12 h. Damit dürfte sie das Ticket für die Europameisterschaft in Berlin gelöst haben, wenngleich sich derzeit viele Talente zeigen, die sich um die restlichen Teamplätze bewerben. Hinter der Titelgewinnerin kamen mit Anna Incerti (ITA - 2:32:11) und Anna Holm Baumeister (DEN - 2:33:02) zwei weitere Europäerinnen ins Ziel. Und gleich dahinter kämpften zwei Marathondebütantinnen um den Bronzerang der Deutschen Meisterschaften.

Die Pacemaker Marcel Bräutigam und Philipp Baar: in ihrem Gefolge Fate Tola, Sylvia Mmboga Medugu aus Kenia und zahlreiche ambinionierte Marathonmänner

In 2:34:43 h setze sich Laura Hottenrott gegen Franziska Reng in 2:34:57 h durch. Beide unterboten damit die B-Norm für die Europameisterschaft in Berlin und zählen zum Kreis der genannten erfolgsversprechenden Talente. Vor allem Franziska Reng ging recht respektlos ins Rennen, in Anbetracht langanhaltender Verletzungssorgen und ohne dem Wind Beachtung zu schenken. Nach halber Strecke lag sie nur 13 Sekunden hinter Katharina Heinig (74:28). Fate Tola lag zu diesem Zeitpunkt in 73:36 h noch genau in ihrem Zeitplan.

Die Italienerin Anna Incerti läuft auf Platz 10 Die Dänin Anna Holm Baumeister wird 11. Franzinska Reng bei km 41 noch vor ... ... Laura Hottenrott, die kurz vor dem Ziel in der Festhalle überholt und damit vor Reng auf Platz 12 einläuft

Der TV-Regie war entgangen, dass sich recht unauffällig Laura die ihr Debütrennen optimal eingeteilt hatte, langsam in die Medaillenränge vorarbeitete. Mit einem langen Trainingslauf über 32 km entsprach ihre Vorbereitung kaum einem klassischen Trainingsplan, zumal mit nur zwei Halbmarathonläufen die Bahnläuferin noch keine ausgereifte Straßenläuferin ist. Doch gibt der Erfolg immer Recht und Vater Hottenrott hatte alles genauso geplant: Defensiv laufen und den Halbmarathon in 77 Minuten durchgehen. Beim Köln Marathon, am 1. Oktober war sie über Halbmarathon in 1:13:15 h (PB) Zweite hinter Sabrina Mockenhaupt geworden.

Schade, dass Laura von der TV-Kamera nicht als DM-Dritte eingefangen wurde. Sie lief gerade aus dem Bild und vor Franziska Reng in die Festhalle, der man diese Rolle zugedacht hatte. Am Fehlerteufel vorbei moderierte Erklärungsversuche machten nichts besser. Dennoch ist der Nutzen einer umfassenden Marathon-Fernsehübertragung gerade für Deutsche Meisterschaften unstrittig und man kann nur hoffen, dass auch dem Düsseldorfer Veranstalter eine solche Vereinbarung mit seiner Fernsehanstalt gelingt.

Die schnellste Staffel war "Run with the Flow" in 2:17:30, hier mit Namensgeber Florian "Flo" Neuschwander beim 1. Wechsel Streckenmoderation mit dem wandelnden Läufer-Lexikon Artur Schmidt. Er informiert und motiviert beim Frankfurt Marathon Zuschauer und Läufer 400 m vor dem Zielstrich in der Festhalle fachkundig zu den Deutschen Meisterschaften

Der Mainova Frankfurt Marathon hat mit 11.146 Finishern den dritten Rang im nationalen Ranking behauptet. Mit den Rahmenwettbewerben hatte man rund 26.000 Teilnehmende verkündet, wobei ein Hauptanteil den Staffeln mit etwa 7400 Aktiven zufällt. Mit 2000 Nachwuchsläufern beim Mini-Marathon kommt dem Frankfurt Marathon auch eine Förderrolle zu und als Spendenmarathon ist Frankfurt altbewährt. Neuerdings wird viel Wert auf eine grüne Austragung mit ausgeglichener Umweltbilanz gelegt, wie überhaupt die Feile nie zur Ruhe kommt und an jeder möglichen Ecke noch poliert wird. Nicht nur in Kenia wird berichtet werden, dass man in Frankfurt am Main einen topp organisierter Marathon laufen kann, und ein anhängliches Stammpublikum genießt der größte Marathon im Süden der Nation auch im vierten Jahrzehnt.

M80-Europarekord beim 36. Mainova Frankfurt Marathon: Klemens Wittig vom LC Rapid Dortmund verbesserte den alten Rekord des Italieners Antonio Caponetto von 3:46:03 auf 3:39:58 Stunden Erster Gratulant war Renndirektor Jo Schindler Der Ironman Sieger von Hawaii Patrick Lange (2.v.l.) kommt mit seiner Staffel "Team Patrick Lange by Mainova" nach 3:29:59 ins Ziel

Die Deutschen Meisterschaften brachten Leistungsläufer aller Altersklassen an die Startlinie und auch eine Vielzahl deutscher Spitzenläufer. Renndirektor Jo Schindler und sein sportlicher Leiter Christoph Kopp werden sich etwas einfallen lassen, um auch im kommenden Jahr den Zuschauern viel Spitzensport bieten zu können. Hilfreich wird der spürbare Aufwind sein. "In Europa tut sich was", berichtete Arne Gabius mit Blick auf die Marathonszene. Doch auch in Deutschland ist Bewegung entstanden, wohl nicht zuletzt wegen der Europameisterschaften in Berlin und den damit verbundenen B-Normen, die Ansporn waren, sonst Unerreichbares anzugehen.

Stadionatmosphäre herrscht beim Zieleinlauf der stadionfernen Leichtathletikveranstaltung Marathon in der Festhalle auf dem Frankfurter Messegelände, Im etwa 40 Meter hohen Kuppelbau waren mit ca. 15.000 Menschen die Zuschauerränge prall gefüllt
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Doch gibt es weitere Baustellen, die man nicht allzu lange ruhen lassen sollte. Marathon nicht mehr als stadionferne Leichtathletik zu bezeichnen, das wäre mit einer Tagesbaustelle ausgebessert und die Trennung der Leichtathleten wäre aufgehoben. Dass die Teilnehmerzahlen bei nationalen Meisterschaften in einem millionenfach ausgeübten Volkssports nicht im Bereich unter 1000 dümpeln müssen, macht uns gerade die Schweiz vor. Leider scheinen bei uns die Fähigkeiten mehr im Ausschließen als im Integrieren zu liegen…

Top-Ergebnisse 36. Mainova Frankfurt Marathon 2017

Männer Frauen
1. Tola, Shura Kitata (ETH) 2:05:50
2. Woldaregay, Kelkile Gezahegn (ETH) 2:06:56
3. Zegeye, Getu Feleke (ETH) 2:07:46
4. Kosgey, Martin Kiprugut (KEN) 2:09:39
5. Griffiths, Dewi (GBR) 2:09:49
6. Gabius, Arne (GER) 2:09:59
7. Szost, Henryk (POL) 2:10:09
8. Smith, Scott (USA) 2:12:21
1. Cheruiyot, Vivian Jepkemoi (KEN)2:23:35
2. Arage, Yebrgual Melese (ETH) 2:24:30
3. Wondimagegn, Meskerem Assefa (ETH) 2:24:38
4. Bekele, Abebech Afework (ETH) 2:26:45
5. Hall, Sara (USA) 2:27:21
6. Hasen, Merima Mohammed (BRN) 2:27:49
7. Medugu, Sylvia Mmboga (KEN) 2:29:09
8. Heinig, Katharina (GER) 2:29:29

29.10.17 - 36. Mainova Frankfurt Marathon

Deutsche Marathon Meisterschaften 2017

Jahr drei der Marathon-DM in Frankfurt: Zwei Sieger im Glück

von Markus Heidl, Constanze & Walter Wagner

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Jahr drei in Frankfurt: nach 2015 und 2016 fanden im Rahmen des diesjährigen 36. Frankfurt Marathon zum dritten Mal in Folge die deutschen Marathonmeisterschaften statt. Es war vorerst das letzte Mal, denn im Frühjahr werden die Meisterschaften in Düsseldorf ausgetragen. Dafür war der Rahmen wieder einmal mehr als würdig - die Organisation, die Stimmung und der Kampfgeist der Teilnehmer ließ keine Wünsche offen.

In würdigem Rahmen fanden zum dritten Mal in Folge die deutschen Marathonmeisterschaften in Frankfurt statt
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Bedenken gab es im Vorfeld bezüglich der Wetterlage. Sturm und heftiger Regen war vorhergesagt, schließlich beschränkte sich aber der Sturm auf einige Böen und der Regen fiel bereits in der Nacht. Zum Start um 10 Uhr ließ sich sogar die Sonne blicken.

Sich vor den Sturmböen zu verstecken versuchten die schnellsten deutschen Frauen hinter ihren Tempomachern. Allen voran Fate Tola (LG Braunschweig), die sich auf der ersten Hälfte in Richtung 73' ziehen lassen wollte. Ihre Durchgangszeit lautete schließlich 1h13'36, womit sie bereits knapp eine Minute auf ihre nächsten Verfolgerinnen herausgelaufen hatte.

 
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Fate Tola hinter Pacemaker Philipp Baar bei km 37 noch knapp vor Katharina Heinig ... ... die hier nach Verlust ihrer eigenen Tempomacher kurzerhand die Hilfe von M50-Sieger Eike Loch vom LAC Quelle Fürth in Anspruch nimmt Nachdem Fate Tola überholt ist, stellt sich der Deutsche Halbmarathonmeister Philipp Baar in die Dienste von Katharina Heinig Fate Tola folgt nun hinter dem verbliebenen Pacemaker Marcel Bräutigam

In dieser Verfolgergruppe liefen Lokalmatadorin Katharina Heinig (LG Eintracht Frankfurt) und Debütantin Franziska Reng (LG Telis Finanz Regensburg), die sich trotz eines verletzungsgeplagten vergangenen Jahres und einer Erkältung vor Wochenfrist für einen Start in Frankfurt entschieden hatte, um Marathonerfahrung zu sammeln, weil sie bei der Heim-EM in Berlin auf der Königsstrecke mit dabei sein will.

Auch Fate und Katha planen fest mit der EM und einige weitere machen sich Hoffnungen.

So gewiss Mona Stockhecke (LT Haspa Marathon Hamburg), die im vergangenen Jahr in Frankfurt eine neue persönliche Bestleistung von 2h31'30 aufstellen konnte, sowie Laura Hottenrott (GSV Eintracht Baunatal), eine weitere Debütantin des gestrigen Tages, die nach etwa 16 km zur Gruppe von Mona aufschließen konnte. Nach fast exakt 77' passierten die beiden die Halbmarathonmarke.

 
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Franziska Reng lief viel im Wind und trotz eines Sturzes ein beachtliches Debüt
Mona Stockkecke plagte sich mit einer Reihe gesundheitlicher Probleme im Vorfeld des Frankfurt Marathons, versuchte es trotzdem und musste leider aufgeben Laura Hottenrott läuft bei ihrem Debüt auf Platz 3 der Deutschen Meisterschaften

Nachdem Franziska schon früh zu Sturz kam und Mona nach der Hälfte der Distanz das Rennen aufgab, schien das vordere Meisterschaftsfeld sortiert. Aber das Finale eines Marathons ist lang: Katharina kommt bei ihrem ersten Marathon "daheim" immer näher an Fate heran, genau wie Laura, die Franzi immer näherkommt.

Nach 35 km hat Fate im Kampf um die Titelverteidigung noch 33 Sekunden Vorsprung. Doch die Sekunden schmelzen schnell dahin. Noch vor km 40 wechselt die Führung und schließlich darf sich Katharina Heinig als neue deutsche Meisterin feiern lassen. Nach 2h29'29 wird sie achte der Gesamtwertung, beste Europäerin und ist sicher für die EM in Berlin qualifiziert. Fate Tola folgt nach 2h30'12 auf Rang zwei.

 

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Nora Kusterer wird 5. der DM ... vor der DM-6. Mayada Al Sayad Bettina Englisch wird 7. und siegt zudem in der W35 Die 8. Annika Krull gewinnt mit ihrem Verein Hamburger Laufladen den Mannschaftstitel

Auch die Platzierungen drei und vier tauschen noch, hier geht es noch enger zu. Am Ende holt sich Laura Hottenrott nach sehr gleichmäßigen 2h34'43 die DM-Bronzemedaille, knapp vor Franzi Reng, die nach 2h34'57 als vierte einläuft.

Auf den weiteren Plätzen folgen Nora Kusterer (SV Oberkollbach, 2h44'29), Mayada Al Sayad (1. VfL Fortuna Marzahn, 2h47'27), Bettina Englisch (TSG 1845 Heilbronn, 2h47'40) und Annika Krull vom Hamburger Laufladen (2h47'52).

Tania Moser (links) und Hanna Rühl, zwei der drei Läuferinnen von Spiridon Frankfurt, die den Vizemeistertitel in der Mannschaft erlaufen Anna Starostzik als 2. und ... ... W45-Siegerin Sandra Morchner als 1. Läuferin holen den Bronzerang in der Mannschaftswertung für den PSV Grün-Weiß Kassel. Morchner ist auch aktuelle Halbmarathonmeisterin der AK W45

Die Mannschaftswertung hält einige Überraschungen bereit, weil die großen Vereine keine drei schnellen Läuferinnen ins Ziel bekommen. So ist es der Hamburger Laufladen, der sich (in der Besetzung Krull, Baum und Kitzel) nicht nur den Titel sichern kann, sondern ebenso Platz vier belegt (Klinkhardt, Schlack, Kwasny). Die weiteren Podestplätze gehen nach Hessen. Spiridon Frankfurt holt mit zwei Debütantinnen Platz zwei (Moser, Rühl, Schoppe), der PSV Grün-Weiß Kassel erläuft sich Rang drei (Morchner, Starostzik, Henning).

W70-Meisterin wird Ulrike Pithan vom TuS Deuz Schnellste der W50 ist Claudia Maier vom VFB LC Friedrichshafen Die Meisterin der W40 Kerstin Stephan vom LC Olympia Wiesbaden ist selbst Mitveranstalterin einer Laufveranstaltung, dem Wiesbadener Berglauf "Auf die Platte", nicht ganz so eben wie der Frankfurter Citykurs

Auf die DM im nächsten Jahr in Düsseldorf freut sich sicher Marcin Blazinski (LG farbtex Nordschwarzwald), der das Rennen in der Landeshauptstadt in diesem Jahr gewinnen konnte. Hinter Arne Gabius (TherapieReha Bottwartal), der das Meisterschaftsrennen 2015 als deutscher Meister und deutschem Rekord gewinnen konnte und in diesem Jahr mit 63'49 beginnt, geht Marcin als erster Verfolger an.

Arne Gabius war im Kampf um den Meistertitel konkurrenzlos Jonas Koller wurde mit neuer persönlicher Bestzeit Vizemeister. Bei km 37 liegt ... ... Marcin Blazinski, der diesjährige Düsseldorf Marathon Sieger noch auf Rang drei ... ... wird aber noch von dem ebenfalls persönliche Bestzeit laufenden Frank Schauer aus den Medaillenrängen verdrängt

Dass Arne Gabius sich um den deutschen Meistertitel nur selbst besiegen konnte, stand eigentlich schon im Vorfeld fest. Und dahingehend schienen zunächst auch die Zeichen zu deuten: schon sehr früh, gar vor der 10-km-Marke, war der Gruppe, in der noch der Brite Dewi Griffiths sowie der Pole Henryk Szost liefen, nur noch ein Tempomacher geblieben. Schon nach der Hälfte des Rennens war das Trio auf sich gestellt. Und dennoch zeigte der frisch gebackene Vater einen hervorragenden Marathon. An seinen deutschen Rekord kam Arne zwar nicht heran, dafür reichte es zum dritten Mal mit einer Zeit von unter 2h10. Trotz sicherer Qualifikation wird Arne die EM aber nicht über die Marathondistanz bestreiten.

Timo Göhler läuft bei seinem Debüt auf Platz 5 Der Vorjahresvierte Andreas Strassner wird 6. und 2. der M35 Benedikt Hoffmann läuft auf Rang 7 Oliver Hoffmann gewinnt als DM-8. Gold bei den ebenfalls in Frankfurt ausgetragenen Hessischen Meisterschaften

Marcin hinter ihm musste sich alsbald auch nicht mehr nach vorne, sondern vielmehr nach hinten orientieren. Eine große Gruppe, die die Halbmarathonmarke nach 68 Minuten passiert hatte, machte sich daran, die DM-Podestplatzentscheidung noch einmal so richtig spannend zu machen. Mit dabei waren Frank Schauer (Tangermünder Elbdeichmarathon), die beiden Düsseldorfer Andreas Strassner und Timo Göhler (ART Düsseldorf), sowie der Regensburger Jonas Koller (LG Telis Finanz Regensburg).

Timo Göhler holt mit seinen ART Düsseldorf Teamkollegen Andreas Strassner und Paul Schmidt den Mannschaftstitel
Felix Ledwig (796) ist der schnellste Läufer von LAC Olympia 88 Berlin e.V., die den Vizemannschaftstitel gewinnt Rang 3. geht an die Mannschaft der LSF Münster mit ihrem schnellsten Läufer David Schönherr

Und während Florian aussteigen und Andreas und Timo die Gruppe laufen lassen mussten, machten sich Routinier Frank und der hervorragend aufgelegte Jonas sich daran, Marcin einzuholen. Im Kampf um DM-Silber war es schließlich Jonas, der mit zwei Hälften von 68'00 und 68'04 nicht nur ein sehr starkes Rennen zeigte, sondern sich auch im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessern konnte. Frank folgte nach 2h16'30 mit neuer persönlicher Bestzeit nur knapp dahinter. Marcin konnte Rang vier mit einer Zeit von 2h17'35 verteidigen, bevor Timo (2h19'18) und Andreas (2h20'28) auf die Ränge 5 und 6 liefen. Platz 7 sicherte sich schließlich Benedikt Hoffmann (TSG 1845 Heilbronn, 2h20'48) vor Oliver Hoffmann (TSV Kirchhain, 2h23'12).

Das Rennen in der Mannschaftswertung entscheidet deutlich der ART Düsseldorf für sich. Göhler, Strassner und Schmidt liegen hier vor der LAC Olympia 88 e. V. (Ledwig, Singer und Krüger) und dem LSF Münster (Schönherr, Rinne und Serke).

Europarekord: M80-Meister Klemens Wittig, LC Rapid Dortmund, läuft den Marathon in 3:39:54 !!! Jonas Koller (links) und Frank Schauer freuen sich neben Platz 2 und 3 besonders über persönlichen Bestzeiten und die Erfüllung der B-Norm Liefen beim 36. Mainova Frankfurt Marathon zu Meisterehren: Katharina Heinig und Arne Gabius
Ausführliche und einladend präsentierte Laufankündigungen im LaufReport HIER

Die ersten 8 Frauen & Männer bei den Deutschen Marathon Meisterschaften 2017 in Frankfurt
  Frauen Männer
Pl. Name Verein Zeit Name Verein Zeit
1 Heinig, Katharina LG Eintracht Frankfurt 2:29:29 Gabius, Arne TherapieReha Bottwartal e.V. 2:09:59
2 Tola, Fate LG Braunschweig 2:30:12 Koller, Jonas LG Telis Finanz Regensburg 2:16:03
3 Hottenrott, Laura GSV Eintracht Baunatal 2:34:43 Schauer, Frank Tangermünder Elbdeichmarat. 2:16:30
4 Reng, Franziska LG Telis Finanz Regensburg 2:34:57 Blazinski, Marcin LG Farbtex Nordschwarzwald 2:17:35
5 Kusterer, Nora SV Oberkollbach 2:44:29 Göhler, Timo ART Düsseldorf 2:19:18
6 Al Sayad, Mayada VfL FORTUNA Marzahn 2:47:27 Straßner, Andreas ART Düsseldorf 2:20:29
7 Englisch, Bettina TSG 1845 Heilbronn 2:47:40 Hoffmann, Benedikt TSG 1845 Heilbronn 2:20:51
8 Krull, Annika Hamburger Laufladen 2:47:52 Hoffmann, Oliver TSV Kirchhain 2:23:12

DM Meisterschaften 2017 in Frankfurt - Altersklassensiegerinnen
Ak Name Verein Nettozeit
W35 Englisch, Bettina TSG 1845 Heilbronn 2:47:36
  Buhtz, Melanie Konstanze Offenbacher LC 2:58:05
  Tempelhagen, Hanna LAC Olympia 88 e.V. 2:59:54
W40 Stephan, Kerstin LC Olympia Wiesbaden 2:50:19
  Boitz, Sandra SC DHfK Leipzig e.V. 2:56:15
  Ochs, Katrin LG Filder 2:58:44
W45 Morchner, Sandra PSV Grün-Weiß Kassel 2:49:24
  Borggrefe, Katja Turbine Halle 2:59:33
  Giesen, Britta Laufwerk Hamburg e.V. 3:05:56
W50 Maier, Claudia VFB LC Friedrichshafen 2:56:39
  Sigg-Sohn, Christine LG Esslingen 2:58:05
  Auer, Barbara TG Viktoria Augsburg 3:00:45
W55 Storch, Ilse LC Tölzer Land 3:17:45
  Baldauf, Ute Vfl Dresden-Bühlau e V 3:22:08
  Möllensiep, Sybille SuS Schalke 96 3:24:31
W60 Schwindt, Nicole LAV Stadtwerke Tübingen 3:28:44
  Dr. Pamuk, Ulrike Spiridon Frankfurt 3:33:15
  Celette, Gabriele LC Rehlingen 3:37:48
W65 Horst, Hannelore TV Georgsmarienhütte 3:27:35
  Hofmann, Irene LSG Karlsruhe 3:34:50
  Bernhardt, Monika HSV Neubrandenburg 3:47:38
W70 Pithan, Ulrike TuS Deuz 4:08:41
  Caspari, Anita TV Planegg Krailling 4:14:39
  Vogler, Sibylle SC Kemmern 4:31:35
W75 Miketta, Helga Birkesdorfer TV 4:12:23

DM Meisterschaften 2017 in Frankfurt - Mannschaftssieger - Frauen
1. Hamburger Laufladen 8:45:50 Krull, Annika 2:47:30
Baum, Jana 2:56:24
Kitzel, Mareile 3:01:56
2. Spiridon Frankfurt 9:02:02 Moser, Tania 2:52:07
Rühl, Hanna 3:01:01
Schoppe, Friederike 3:08:54
3. PSV Grün-Weiß Kassel 9:03:23 Morchner, Sandra 2:49:24
Starostzik, Anna 2:49:32
Henning, Ursula 3:24:27

DM Meisterschaften 2017 in Frankfurt - Altersklassensieger
Ak Name Verein Nettozeit
M35 Gabius, Arne TherapieReha Bottwartal e.V. 2:09:59
  Strassner, Andreas ART Düsseldorf 2:20:28
  Brennauer, Markus TSV Penzberg 2:27:15
M40 Heiner, Jörg SG Wenden 2:31:36
  Puls, Klaas Hinnek LAV Stadtwerke Tübingen 2:33:29
  Nippa, Markus TV 1834 Pforzheim 2:34:38
M45 Wollny, Holger SV Fortuna Bösdorf 2:38:41
  Ohler, Michael TSV 1886 Kandel 2:42:09
  Zielinski, Dieter LT Haspa Marathon Hamburg 2:42:47
M50 Loch, Eike LAC Quelle Fürth 2:30:09
  Poch, Mike TSG GutsMuths Quedlinburg 2:35:07
  Koller, Martin
Rhein-Berg Runners e.V. 2:42:28
M55 Ghebreselasie, Daniel PSV Grün-Weiß Kassel 2:46:12
  Geissler, Roland Lausitzer-Sportevents e.V. 2:46:34
  Schneider, Thomas SSG Königswinter 2:47:38
M60 Rühlemann, Wolfgang MTV Seesen 2:54:20
  Dr. Eckes, Peter LG Bad Soden/Sulz/Neu 2:56:29
  Amborn, Ulrich LG Offenbach 2:58:30
M65 Goldammer, Klaus OSC Berlin 3:09:04
  Van Straten, H-Wolfgang Potsdamer Laufclub 3:13:40
  Gerke, Günter LG Neckar-Enz 3:17:56
M70 Graeber, Jürgen LAC Langenhagen 3:33:23
  Johnen, Walter K. VfL Ostelsheim 3:34:14
  Beuschel, Werner TG Kitzingen 3:41:32
M75 Stöcker, Werner LG Wittgenstein 3:39:43
  Kalweit, Siegfried TSV Viktoria Mülheim 3:52:48
  Molero-Membrilla, José Borener SV 4:28:00
M80 Wittig, Klemens LC Rapid Dortmund 3:39:54

DM Meisterschaften 2017 in Frankfurt - Mannschaftssieger - Männer
1. ART Düsseldorf 7:07:09 Göhler, Timo 2:19:18
Strassner, Andreas 2:20:28
Schmidt, Paul 2:27:23
2. LAC Olympia 88 Berlin e.V. 7:32:20 Ledwig, Felix 2:28:04
Singer, Tobias 2:30:21
Krüger, Carsten 2:33:55
3. LSF Münster 7:37:54 Schönherr, David 2:27:05
Rinne, Yannick 2:35:06
Serke, Sven 2:35:43

Markus Heidl
Berichte und Fotos von
Markus Heidl, Constanze & Walter Wagner
C. & W. Wagner
Foto-Impressionen im LaufReport HIER

Ergebnisse www.frankfurt-marathon.com
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