8.9.19 - 16. Nibelungenlauf in Worms

Ein Stadtlauffest mit internationalem Flair

von Jörg Engelhardt 

Am frühen Sonntagmorgen legte sich ein Grauschleier über die Nibelungenstadt, der viele Teilnehmer der heutigen Austragung, doch eher mit gemischten Gefühlen an die Startlinie brachte.

Denn bis annähernd eine Stunde vor dem Startschuss der ersten Wettbewerbe regnete es bisweilen doch ziemlich kräftig. Für die Natur ein Segen, für einen Teil der Laufathleten wohl eher ein Fluch, stand doch zu befürchten, dass die Regengüsse zu Beginn und auch während der einzelnen Läufe sogar noch stärker werden könnten.

 
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Der Festplatz mit dem Start- und Zielbereich ist das Logistikzentrum des Nibelungenlaufs und wird schon bald von etwa 2000 Läufern und Zuschauern bevölkert sein Die Wormser Innenstadt wird nach dem Start der 6 verschiedenen Wettbewerbe auf 3 unterschiedlich langen Distanzen von einer großen Läuferschar belebt
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Während ein großer Teil der Läuferschar gerade solche Wetterlagen, der vor kurzem noch über Deutschland brütenden Hitze vorzieht, gibt es auch einen, wenn auch kleinen Teil unter den Aktiven, der sich bei nasskaltem Schmuddelwetter weit weniger wohlfühlt. Dennoch sollte auch dieser kleine Teil mit den herrschenden Witterungsbedingungen versöhnt werden, denn gut 20 Minuten vor dem ersten Start des Tages fielen dann doch die allerletzten Regentropfen zu Boden, so dass die Bedingungen für alle Teilnehmer sogar deutlich besser waren, als vor 12 Monaten. Denn da war, nach leichtem Nieselregen am Vortag, die Tagestemperatur zu Beginn der einzelnen Läufe doch um einige Grade wärmer, was zu einer eher unangenehmen Schwüle geführt hatte, die gerade die weniger wettkampferprobten Freizeitläufer vor weit größere Herausforderungen stellte, als dies in diesem Jahr der Fall war.

Die Tagestemperatur lag zu Beginn der heutigen Auflage deutlich unter der 20 Grad Marke, was bei überwiegend trockener Wetterlage während der sportlichen Herausforderung den Aktiven eher entgegenkam, als die relativ hohe Luftfeuchtigkeit vor Jahresfrist. So betrachtet, hätte man dieses Mal sogar von einer nochmaligen Steigerung der Teilnehmerzahlen ausgehen können, was jedoch nicht der Fall war. Während es 2018 im Vergleich zur 14. Auflage 2017 noch einen Teilnehmeranstieg von rund 160 Aktiven zu vermelden gab, war die Anzahl der Finisher bei etwas mehr als 2000 bis zum endgültigen Nachmeldeschluss am vorhergehenden Samstag eingegangenen Teilnehmermeldungen doch leicht rückläufig.

 
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Kurz nach dem Ende der zweiten Hitzewelle in diesem Jahr, zeigt sich die Wormser Pflanzenwelt auch Dank des Regens schon wieder in ihrem grünen Ursprungskleid
Das technische Hilfswerk sorgte für eine lückenlose Absperrung der Laufstrecken

Dennoch zeigte sich Organisationschef Dieter Holz mit der Resonanz nicht unzufrieden: "Ob es nun 2100 oder nur 2001 angemeldete Teilnehmer sind, ist für uns nicht so entscheidend. Wenn wir in einem Bereich von rund 2000 Voranmeldungen bleiben, dann ist das für uns akzeptabel." Eine realistische Einschätzung: Denn nicht nur in Worms, auch bei noch größeren Events in noch größeren deutschen Städten scheinen die Zeiten des ständigen Wachstums erst einmal vorbei zu sein. Zumal der erfahrene Trainer und Veranstaltungsmacher kurz vor Beendigung der 16. Auflage öffentlichkeitswirksam durchblicken ließ, dass es für seine Ehefrau Doris und auch die übrigen Mitstreiter aus seinem eigenen Familienkreis immer schwieriger wird, die erforderlichen Helfer für die Vorbereitung, Durchführung und die gesamte Abwicklung einer solch aufwendigen Veranstaltung zu gewinnen.

Es bedurfte nach seiner Auskunft, auch diesmal wieder viel Zeit und Energie, die er gemeinsam mit seinen Mitarbeitern im Organisationsstab des Nibelungenlaufs aufbringen musste, um alle Tätigkeitsfelder mit genügend ehrenamtlichen Personal abdecken zu können. Glücklicherweise fanden sich dann letzten Endes doch noch genügend einsatzbereite Mitarbeiter, so dass dieses für die Region Rheinhessen bedeutende Laufereignis reibungslos und zur Zufriedenheit aller Teilnehmer*innen durchgeführt werden konnte.

 
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Wie in der Nibelungenstadt am Rhein schon bewährte Tradition, kam es zu 6 verschiedenen Wettbewerben auf 3 unterschiedlich langen Distanzen. Den 5-Km-Läufen für Schüler, Frauen und die Altersgruppe Ü 60. Den beiden Konkurrenzen Laufen und Walking über 10 Kilometer sowie der größten Herausforderung des Tages, dem Halbmarathon.

5-Km - Schülerlauf

Auch hier war die Resonanz im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig. Am Ende kamen 82 Mädchen und 156 Jungen ins Ziel. Das waren 21 Teilnehmer weniger als im letzten Jahr. Bei den Jungs konnte sich der Vorjahreszweite Niklas Mallig von der HSG Worms nach 19:17 min. den Sieg sichern. Dabei hatte er nur seinen Vereinskameraden Leo Jakob zu fürchten, der längere Zeit mithalten konnte und nach 19:24 min. den zweiten Platz belegte. Nachdem die beiden Nachwuchshandballer den Kampf um den Tagessieg unter sich ausgemacht hatten, war es ein Nachwuchsschwimmer, der den letzten freien Podestplatz erobern konnte. Louis Hüttel (1. WSC Poseidon Worms) kam nach 19:42 min. ins Ziel und machte das Podium bei den Jungs komplett.

Niklas Mallig, der im Vorjahr schon 2. war, wird den Schülerlauf diesmal für sich entscheiden Auf Platz 2 folgt sein Vereinskamerad Leo Jakob vor ...
... Louis Hüttel

Bei den Mädchen konnte Vorjahressiegerin Leni Gassem (Rudi-Stephan-Gymnasium Worms) ihren Triumph wiederholen und nach 23:16 min. ihren zweiten Sieg in Folge feiern. Als dann 8 Sekunden später die Geschwister Lotte und Louisa Hasselmann zeitgleich die Ziellinie überliefen war das Podium bei den Mädchen schon komplett. Für beide wurde eine Endzeit von 23:24 min. registriert. Lotte, die zwei Jahre jüngere der Schwestern, wurde vor Louisa Zweite. Beide Geschwister spielen Hockey bei der TG 1846 Worms und demonstrierten damit, dass man auch als Mannschaftssportlerin in der Einzeldisziplin Langstreckenlauf eine gute Figur machen kann. Wie bei eigentlich allen Nachwuchsrennen waren auch hier die jüngsten Teilnehmer mit Feuereifer unterwegs.

5 Km - Frauenlauf

Nadine Krämer vom TSV Schott Mainz war heute eine Klasse für sich. Sie setzte sich von Beginn an an die Spitze des Feldes und konnte nach 19:38 min. den ungefährdeten Tagessieg perfekt machen. Louisa Woop (Eleonoren-Gymnasium-Worms) war nicht in der Lage ihr zu folgen und kam nach 20:43 min. als Tageszweite ins Ziel. Dabei erlief sie sich ebenfalls auf die ihr folgende Natalia Mikhailova (Renolit SE - 21:54 min.) einen uneinholbaren Vorsprung.

Die Firma Renolit SE wurde hier in Worms im Jahre 1946 gegründet und befindet sich bis heute im Besitz der Gründerfamilie. Das Unternehmen gehört zu den weltweit führenden Herstellern von PVC- und Polyolefinfolien zur Oberflächenveredelung und für technische Anwendungen. Mit ihren 4700 Mitarbeitern, die in über 30 Ländern auf mehreren Kontinenten beschäftigt sind, erwirtschaftet die Firma einen Jahresumsatz von ca. 1 Mrd. Euro.

 
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Sie ist es übrigens auch, die durch ihr Engagement für den Laufsport an allen ihren Standorten weltweit, maßgeblich dafür sorgt, dass das internationale Flair dieser Veranstaltung ein Ausmaß angenommen hat, wie man es allenfalls bei noch größeren Laufveranstaltungen in den 5 bis 10 größten Städten Deutschlands vorfinden kann.

Die größten Einzelstandorte hat das Unternehmen übrigens auch heute noch in Deutschland. Über ein Drittel des gesamten Mitarbeiterstamms verdient sein Geld hier. Alleine rund 1000 von ihnen sind am Stammsitz in Worms beschäftigt, weitere 600 Mitarbeiter stehen an den übrigen Deutschen Standorten in Lohn und Brot. Leider konnte aber auch die hohe Teilnahmebereitschaft von weiblichen Renolit-Angehörigen nicht verhindern, dass es auch in diesem Wettbewerb zu einem Teilnehmerrückgang kam. Denn anders als im Vorjahr kamen diesmal mit 145 Frauen 22 weniger ins Ziel.

Nadine Kremer kurz vor ihrem Sieg im 5 Km Frauenlauf Der Ü60 Sieger im 5 Km Lauf Werner Burckhardt wiederholt nicht nur seinen Vorjahreserfolg in einer beeindruckend schnellen Zeit, sondern hat kurz vor dem Ziel auch noch die Kraft, die 4. im 5 Km Lauf der Frauen Susanne Broich anzufeuern

5 Km - Ü60 Lauf

Im diesjährigen Rennen der ältesten Teilnehmer konnte sich erneut Werner Burckhardt (LT Rheinhessen-Pfalz) in die Siegerliste eintragen. Wie schon im letzten Jahr, war er auch diesmal nicht zu schlagen. Er war sogar an diesem Tag ein Musterbeispiel dafür, dass man sich selbst im hohen Alter noch steigern kann. Im letzten Jahr mit 22:52 min. erfolgreich, brachte er das Kunststück fertig sich um etwas mehr als eine Minute zu verbessern. Mit einer Endzeit von 21:51 min. drückte er unangefochten diesem Wettbewerb seinen Stempel auf. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die heutigen Siegerzeiten in den anderen Wettbewerben langsamer waren, als im Jahr zuvor, konnte diese Leistung als der sportliche Höhepunkt des Tages angesehen werden. Es sollten über 3 Minuten ins Land gehen, ehe mit Manfred Giese nach 25:33 min. der nächste Läufer über den Zielstrich ging. Manfred Röhrig (SG Stern Mannheim) war dann der Dritte im Bunde, der noch auf das Podest springen konnte. Nach 25:44 min. war ihm der letzte freie Podiumsplatz nicht mehr zu nehmen.

In der Frauenkonkurrenz konnte sich Maria Zauchner nach 35:45 min. ebenfalls unangefochten den Sieg sichern. In einem Kopf an Kopf Rennen um den zweiten Platz kamen Wally Lösch (Schön-Wetter-Walker) und Edeltraud Baum vom Entsorgungs- und Baubetrieb der Stadt Worms nach 38:13 min. zeitgleich ins Ziel. Aufgrund des höheren Lebensalters belegte Wally Lösch Rang 2, vor Edeltraud Baum, die den 3. Platz einnahm.
7 Frauen und 18 Männer kamen in diesem Lauf ins Ziel und sorgten somit dafür, dass die Finisherzahl leicht anstieg. Es brachten 5 Protagonisten mehr als 2018 ihren Lauf ins Ziel. Selbstverständlich gab es noch mehr Teilnehmer aus dieser Altersgruppe bei der diesjährigen Auflage, aber diese nahmen an den übrigen Wettbewerben auf den längeren Distanzen teil.

10 Km - Walking

Statt 76 Teilnehmer wie vor 12 Monaten, wurden diesmal 68 walkende Protagonisten im Zieleinlauf gezählt. Dafür musste aber auch niemand disqualifiziert werden. Im letzten Jahr hatten einige Teilnehmer ihre ungewöhnlich schnellen Siegerzeiten nämlich nur erzielt, weil sie weite Teile der Strecke gelaufen statt gewalkt waren. Solch unfaires und unsportliches Verhalten war diesmal nicht zu beobachten. Es wurde ehrlich gegangen.

Auch hier kam es bei den Männern zu einer Titelverteidigung. Diesmal sogar ohne nachträgliche Ergebniskorrektur. Denn Dr. Holger Pitsch (PitschWalk) war für alle am Streckenrand erkennbar, nicht nur als Erster über den Zielstrich gegangen, sondern tat dies auch durchgängig auf der gesamten Strecke.

Mit einer Endzeit von 1:12:46 h schaffte er sogar nahezu eine Punktlandung, denn im Jahr zuvor war er gerade mal 6 Sekunden schneller. Thomas Braum (Volksbank Alzey-Worms eg) in 1:17:15 h und Josef Zeman in 1:20:30 h folgten ihm im respektvollen Abstand auf den Plätzen 2 und 3.

Über 1500 Läufer und Walker nahmen den 16. Wormser Nibelungenlauf erfolgreich in Angriff
Wie schon im Vorjahr war Dr. Holger Pitsch schnellster Walker

Bei den Frauen geriet der Wettbewerb zu einer italienischen Angelegenheit. Claudia Zirbi und Andrée Brusegan (beide aus Italien und für Renolit SE unterwegs) walkten Kopf an Kopf ins Ziel und nahmen zur gleichen Zeit die Plätze 1 und 2 in Beschlag. Wegen der besseren Bruttozeit wurde Claudia Zirbi zur Siegerin erklärt und Andrée Brusegan auf Rang 2 platziert. Der letzte freie Podestplatz verblieb mit Christiane Krebs (Sparkasse Worms-Alzey-Ried) in der Region, die nach 1:19:03 h ins Ziel walkte.

10 Km - Lauf

Dieser Wettbewerb hatte auch in diesem Jahr wieder die höchste Teilnehmerzahl vorzuweisen. 684 Finisher kamen auf dieser Distanz ins Ziel. Da der Lauf in diesem Jahr sportlich nicht so stark besetzt war wie im Jahr zuvor, denn bei beiden Geschlechtern waren die Vorjahresgewinner nicht am Start, kam es erwartungsgemäß zwar zu guten, aber doch deutlich langsameren Siegerzeiten. Michael Wiebelt heißt der diesjährige Triumphator auf der zweitlängsten Distanz. Der Mann von der TSG Kaiserslautern lief nahezu von Beginn an ein einsames Rennen und siegte nach 34:10 min. klar und deutlich. Platz 2 ging an den TSV Schott Mainz. Daniel Jeckel lief nach 35:57 min. über die Ziellinie und sicherte seinem Verein die zweite Podiumsplatzierung des Tages. Matthias Werner (Landesbetrieb Mobilität Worms) konnte in einer Endzeit von 36:56 min. den letzten freien Podestplatz ergattern.

Michael Wiebelt (1871) und Daniel Jeckel (links vor ihm) werden den Kampf um den Sieg im 10 Km Lauf unter sich ausmachen Neben dem späteren 4. im 10 Km Lauf Hannes Christiansen (1000), hat sich Tobias Kaufhold (blaue Nr. 183) schon in die Spitzenposition des Halbmarathons gebracht

Da Vorjahressiegerin Larissa Loeb in der Frauenkonkurrenz nicht am Start war, nutzte die Vorjahreszweite Anne-Sophie Häuser (Hochschule Worms) ihre Chance und entschied den 10 Kilometer Lauf zu ihren Gunsten. Nach 41:16 min. durfte sie die Uhr abdrücken und den Gesamtsieg feiern. Tanja Turczyn (Stimmel Sports e.v.) folgte ihr nach 41:58 min. auf Rang 2. Damit hatte sie ziemlich viel Luft auf die ihr folgende Anna Kirsch (Rowe Mineralölwerk GmbH), die nach 43:36 min. das Podium komplettierte.

Obwohl er von seinen Verfolgern nicht mehr einzuholen ist, legt Michael Wiebelt über 10 Km einen beeindruckenden Endspurt hin Daniel Jeckel bejubelt seinen 2. Platz

Halbmarathon

Auch hier sollte es zu keinen wirklich spannenden Rennverläufen kommen, denn sowohl bei den Frauen als auch Männern konnten die Gewinner schon früh komfortable Vorsprünge auf ihre ärgsten Verfolger herauslaufen. Katrin Ochs (LG Filder) siegte während ihrer derzeitigen Vorbereitung auf den Berlin Marathon, den sie gerne in einer Endzeit von unter 2:55:00 h beenden möchte, unangefochten. Eigentlich wollte sie ihre Standortbestimmung auf der halben Marathondistanz schon beim Lußhardtlauf in Hambrücken vornehmen, doch ein Infekt warf sie zurück. Nunmehr wieder genesen und im Marathontraining mit hohen Kilometerumfängen unterwegs, hatte sie die Qual der Wahl, ob sie den ihr noch fehlenden Test nunmehr in St. Leon-Rot oder hier in Worms nachholen sollte. Letzten Endes entschied sie sich gemeinsam mit ihrem Trainer für den Weg über die Landesgrenze nach Rheinland-Pfalz und bereute ihr Kommen nicht.

Nach einem überstandenen Infekt und vielen Trainingskilometern in den Knochen läuft Katrin Ochs dennoch einem ungefährdeten Sieg im Halbmarathon entgegen Mit gehörigem Abstand folgt ihr Susanne Schaffner auf dem 2. Platz Sichtlich erfreut über ihren 3. Platz läuft Marie-Charlotte Fischer ins Ziel

Die Strecke durch die Wormser Innenstadt mit dem Zieleinlauf auf dem Festplatz habe ihr sehr gut gefallen und auch der hohe Organisationsaufwand habe sie beeindruckt. Ihr Gefühl während des Laufs sei sehr gut gewesen und sie glaubte zeitweilig sogar in den Bereich ihrer persönlichen Bestzeit, die um rund 2 Minuten schneller ist, heranlaufen zu können. Dass ihre Siegerzeit dann doch deutlich langsamer war, konnte sie leicht verschmerzen, denn sie lief nach der erforderlichen Genesungspause aus dem vollen und sehr umfangreichen Training heraus. Mit ihrer Endzeit von 1:26:17 h hatte sie das Verfolgerfeld zudem jeder Zeit im Griff. Auch wenn sie die letztjährige Siegerzeit von Stephanie Gilfrich-Schneider nicht unterbieten konnte, empfand sie das heutige Ergebnis im Hinblick auf Berlin als sehr ermutigend.

Auch die zweitplatzierte Susanne Schaffner (Soprema Team TSV Mannheim) kommt aus Baden-Württemberg, wobei ihre Anreise deutlich kürzer war. Zwar blieb sie fast 6 Minuten hinter der heutigen Siegerin zurück, hatte aber nach 1:32:15 h ihrerseits einen recht komfortablen Vorsprung auf Marie-Charlotte Fischer, die nach 1:33:30 h den letzten freien Podestplatz einnahm.

Tobias Kaufhold gibt den Sieg im Halbmarathon nicht mehr aus der Hand Massimo Baldo aus Italien sichert sich den 2. Platz Jens Müller erobert den letzten freien Platz auf dem Siegerpodest

Bei den Männern konnte Tobias Kaufhold (LaufLeben Mainz) ebenfalls einen ungefährdeten Sieg feiern. Der Heizungsbaumeister aus der Landeshauptstadt lag schon früh in Front und konnte mit einem recht komfortablen Vorsprung über die Ziellinie gehen. Nach 1:18:28 min. war für ihn das Rennen gelaufen und ein souveräner Sieg unter Dach und Fach gebracht. Nach 1:21:46 h stürmte mit Massimo Baldo (Renolit SE) ein italienischer Läufer auf den zweiten Platz. Und nach weiteren 11 Sekunden konnte Jens Müller (TSG 78 Heidelberg) den 3. Platz erlaufen. 92 Frauen und 252 Männer nahmen die längste Strecke des Tages erfolgreich in Angriff.

Trotz des leichten Teilnehmerrückgangs war auch der 16. Wormser Nibelungenlauf ein stimmungsvolles Läuferfest, das eine gute Perspektive für die Zukunft hat. Teilnehmer aus 38 Ländern und auch zahlreiche deutsche Läufer aus anderen Bundesländern sind ein Beleg dafür. Die Sportler kamen nicht nur aus Rheinland-Pfalz und den unmittelbar angrenzenden Bundesländern Baden-Württemberg und Hessen, auch laufbegeisterte Teilnehmer aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen fanden sich in den Ergebnislisten.

Organisationsleiter Dieter Holz begrüßte die anwesenden Läufer und Zuschauer zur Siegerehrung und bedankte sich bei allen Helfern für ihre Mitarbeit Die Zielverpflegung beim Nibelungenlauf bestach auch in diesem Jahr wieder durch eine große vitaminreiche Auswahl an frischem Obst
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Die Zielverpflegung ist außergewöhnlich reichhaltig und kann mit einer großen Auswahl an frischem Obst aufwarten. Dazu kommen die sehr stimmungsvolle Siegerehrung in einem proppenvollen Festzelt und eine Veranstaltungsmoderation durch SWR-Radiomoderator Veit Berthold, der dem Lauf im Zielkanal und auch bei der späteren Siegerehrung seine prägnante Stimme gibt. Bleibt dem Organisationsteam rund um Dieter Holz nur zu wünschen, dass sich weiter Helfer*innen bereit finden, bei der Durchführung dieser doch sehr aufwendigen Veranstaltung behilflich zu sein. Wenn dies gelingt, sollte der Nibelungenlauf noch viele schöne Auflagen in den kommenden Jahren erleben.

Bericht und Fotos von Jörg Engelhardt

Ergebnisse nibelungenlauf.de

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