9.9.18 - 16. NEW-Volksbad Lauf Mönchengladbach

Drei neue Streckenrekorde setzen sportliche Akzente

1250 Dauerläufer durchkreuzen den Volksgarten

Dramatische Rennverläufe bei guten Bedingungen

von Michael Schardt 

Es sind vor allem zwei Aspekte, die den NEW-Volksbad Lauf in Mönchengladbach zu einer besonderen und lohnenswerten Veranstaltung machen. Zum einen sind es die schönen, waldreichen Naturstrecken durch den Bungtwald und den Volksgarten, zum anderen das historische, geschmackvoll restaurierte Schwimmbad als Dreh- und Angelpunkt des Events. Wo hat man das schon bei einem Volkslauf, dass man nach seinem Lauf in geschmackvoll aufbereiteten Räumlichkeiten aus der Gründerzeit seinen Kaffee trinken und Kuchen verzehren kann, wo fände sich die Kleiderbeutelabgabe dezentralisiert in individuell nutzbaren Schränken, die auch Schwimmbadbesucher üblicherweise als Schließfächer nutzen, und wo kann man den Zieleinlauf auf zwei Ebenen verfolgen, unten neben der Laufstrecke oder oben auf der Galerie?

Bei der 16. Auflage des NEW-Volksbad Laufs im Mönchengladbacher Stadtteil Lürrip liefen 1250 Teilnehmer Strecken von 400 Meter bis Halbmarathon. Zu zwei Dritteln wurden teils geschotterte Wald- und Naturpfade belaufen; der Rest war asphaltiert
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Für das Publikum ist das einmalige Ambiente reizvoll genug, über Stunden die vielen Läufe zu verfolgen, für die Läufer kommt es beim Zieleinlauf oder bei den Wechseln in die nächste Runde einem Bad in der Menge gleich. Denn überaus applaudierfreudig sind die Besucher, und das nicht nur gegenüber den Assen, sondern auch gegenüber dem normalen Jedermannsläufern. Dass die Zuschauer die Läufer aller Distanzen mehrmals zu sehen bekommen, ist einer cleveren Streckenführung zu verdanken. Alle Zieleinläufe finden vor der "Haupttribüne" statt, und alle Distanzen sind als Mehrrundenkurse mit jeweiligem Durchlauf durchs Schwimmbad konzipiert, wodurch die Rennverläufe sehr gut verfolgbar sind, besonders beim Halbmarathon, der über vier Runden geht.

 
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Der kleine Gladbach hat der 260.000 Einwohner zählenden Metropole ihren Namen gegeben; das alte, restaurierte Schwimmbad bietet die historische Kulisse für den Volksbad Lauf

Zehner als Höhepunkt

Insgesamt stehen sieben Wettbewerbe im Programm, aber nicht die längste Strecke, der Halbmarathon, gilt als Hauptlauf, sondern der Zehner. Daran lassen weder die Veranstalter der NEW-Sportgemeinschaft von 1926 einen Zweifel, noch die Teilnehmerzahlen. Denn mit knapp sechshundert Läufern stellt der Zehner fast die Hälfte aller 1250 Finisher. Der Lauf über die DLV-vermessenen zehn Kilometer ist in der zeitlichen Abfolge das letzte Rennen und gleichzeitig der finale Höhepunkt der Veranstaltung. Dass der Zehner erst um dreizehn Uhr angeschossen wurde, stellte klimatisch diesmal kein Problem dar, denn die Temperaturen waren immer noch moderat, wenn auch nicht mehr so günstig, wie noch am Morgen um neun Uhr, als die Halbmarathonis an der Startlinie standen.

Bei trockener Luft und etwa zwanzig Grad konnte man von äußerst guten Bedingungen sprechen, was besonders eine zahlenmäßig starke Gruppe in auffällig roten Trikots mit der Aufschrift "Fit für 10" gefreut haben dürfte. Mehrheitlich handelt es sich dabei um Anfänger oder Wiedereinsteiger, die sich durch speziell angebotene Laufkurse auf die Herausforderung in ihrer Heimatstadt vorbereitet hatten. Rund siebzig Akteure davon sollen angetreten sein und es auch geschafft haben. Ihr Erfolg wurde mit besonders kräftigem Applaus vom Publikum honoriert.

Der Hauptlauf der Veranstaltung ist der Zehner. Etwa 600 Teilnehmer machen sich auf den Weg. Die DLV-vermessene Strecke umfasst zwei etwas unterschiedlich lange Runden

Wie alle Strecken, so bietet auch der Zehner eine vollkommen flache Strecke auf einem Zwei-Runden-Kurs an. Überwiegend werden Waldwege und Naturpfade genutzt, die zum Teil aber geschottert sind. Etwa ein Drittel führt über Asphalt. Landschaftlich schön, waldreich und still ist die Strecke, wenn man erst den Startbereich verlassen hat, zuschauerreich, lebhaft und stimmungsvoll wird es, wenn man zum Ausgangspunkt zurückkehrt und den abgesperrten Korridor durchs Schwimmbad durchläuft.

Der Zehner besteht aus zwei leicht abweichenden Runden. Die erste ist 5,2 Kilometer lang und führt nach dem Start über eine Straße in den Wald, die zweite ist 4,8 Kilometer lang und nutzt gleich einen Waldweg, um in den Volksgarten zu gelangen. Bei Frauen und Männern gab es spannende Rennverläufe mit einem dramatischen Ende für den zwanzigjährigen Favoriten Habtom Tedros.

Nach der Hälfte der Strecke erfreuen sich die Läufer über Zuschauer auf zwei Ebenen. Von der Galerie aus hat das Publikum einen guten Überblick Als Vorbereitung auf den Zehner werden für Anfänger Kurse angeboten. Etwa siebzig Läufer in roten "Fit für 10"-Trikots bevölkerten die Strecke, eine Läuferin (Nr. 502) sogar in Jesuslatschen

Habtom Tedros verschenkt unachtsam Doppelsieg

Da wir hier in der Beschreibung der Rennen nicht in chronologischer Reihenfolge vorgehen, sondern gemäß der Bedeutung der Wettbewerbe, muss vorausgeschickt werden, dass der junge, aus Ostafrika stammende Habtom Tedros, Mitglied der TG Neuss, an diesem Tag bereits einen Sieg über fünf Kilometer eingefahren hatte, als er sich zum zweiten Mal an die Startlinie stellte, diesmal des Zehners. Wie noch weiter unten näher zu berichten ist, war es ihm gelungen, den Fünfer mit einem beherzten Spurt in Streckenrekordzeit zu gewinnen. Auch über zehn Kilometer galt er als Favorit, zumal er Doppelstarts gewöhnt ist.

Tedros bildete lange mit Robin Borghans (OSC Waldniel, MHK) ein Führungsduo, das mit deutlichem Abstand von einem weiteren Duo, bestehend aus dem Holländer Koen Huizinga (M30, Schinnen) und Simon Bong (MHK, TSV Bayer 04 Leverkusen), verfolgt wurde. Das ging bis in die zweite Runde hinein so. Etwa bei km sechs löste sich Bong von Huizinga in beeindruckender Weise und machte sich auf, die Führenden einzuholen. Auf den folgenden Kilometern schwächelte Borghans, so dass er auf Rang vier (34:40min) zurückfiel, während Huizinga von Bong überspurtet wurde und in 34:36min Rang drei erreichte. Vorne war Tedros inzwischen alleine unterwegs und seines Sieges recht sicher.

Knapper Sieg in einem dramatischen Finale für Simon Bong Rang zwei für Habtom Tedros, der sich im Schlussspurt durch die überrundeten Läufer manövrieren muss. Da streckt vor Schreck eine Läuferin die Hände gen Himmel, eine andere faltet sie zum Gebete, dass nichts passieren möge Rang 3 für den Holländer Koen Huizinga vor ... ... Robin Borghans

Noch auf der Zielgeraden musste er zwar einige Überrundete umkurven, dass Bong ihm aber schon sehr nahe war, bekam er nicht mit, so dass er es auf den letzten Metern austrudeln ließ, um sich auf die zweite Siegprämie zu freuen. Bong, der einen fulminanten Spurt hinlegte, erreichte Tedros einen Meter vor der Ziellinie und flog vorbei. Tedros sah verdutzt diesem Geschehen zu, glaubte aber immer noch an seinen Sieg. Für die Zuschauer und das Zielgericht bestand aber kein Zweifel daran, dass Bong der Sieger sei. Bong und Tedros hatten je 34:10min zu Buche stehen, vom Streckenrekord Robiel Weldemichaels (31:56min, 2016) waren sie freilich weit entfernt.

Siegerin des Zehners wurde Ellis Jacobs (1916) vor Laura Laermann Rang drei für Daniela Bach vor ... ...Svenja Jütte

Interessant war auch das Frauenrennen, zumindest was den Kampf um den Sieg anging. Da liefen Ellis Jacobs (W30, STB Landgraaf) und Lokalmatadorin Laura Laermann (WHK, Mönchengladbacher LG) bis weit in die zweite Rennhälfte hinein zusammen an der Spitze, wobei Jacobs größtenteils die Führungsarbeit leistete. Erst spät zahlten sich für sie die Mühen aus, denn Laermann fiel leicht zurück. Jacobs siegte in 38:08min vor Laermann, die nach 38:35min im Ziel war. Ihr folgten Daniela Bach (W40, 1. FC Grevenbroich-Süd) in 41:06min und Svenja Jütte (W40, Team Pirate Juliacum) in 41:45min. Der Streckenrekord stammt aus 2014 und wird von Silke Optekamp in 37:14min gehalten. 41 Prozent der 585 Finisher waren Frauen.

Bambinis, Schüler und Walker

Zwischen dem Halbmarathon (Start um 9:00 Uhr) und dem Zehner (Start 13 Uhr) finden zwei Walking-Wettbewerbe (5,2km, 10k) sowie der Bambinilauf (400m) und der Schülerlauf (2,2km) statt. Von den Walkingwettbewerben ist vor allem der Zehner bemerkenswert, weil er mit 118 Teilnehmern sehr gut frequentiert war, aber auch die kleine Distanz brachte immerhin noch 36 Teilnehmer auf die Strecke. Die flottesten Kurzstreckler waren Paul Coppus (M65) von Atletico Anpaco in 36:27min und Petra Thiel (W55) vom TV Gelsenkirchen in 39:35min. Den Zehner konnten Volker Zech (M55, Prosano-Training) in 69:58min und Angela Vennen (W45, o.V.) in 75:01min gewinnen.

Zwischen den Erwachsenenrennen kommen die Bambini zum Zuge Der Schülerlauf verläuft über zwei Kilometer

Während der Bambinilauf rund fünfzig Jungs und Mädels auf der Strecke sah und ohne Zeitmessung auskommt, wurde beim leistungsbezogenen Schülerlauf über 2,2 Kilometer schon mit harten Bandagen gekämpft. Zunächst konnten Jan und Bogdan Vernikov (Alemannia Aachen, U12) die Führung erobern, am Ende war aber der altersgleiche Ben Odenthal (SG Kaarst) in 8:03min als erster im Ziel. Jan und Bogdan brauchten 8:10min bzw. 8:23min und wurden damit zweiter und dritter. Bei den Mädchen hatte sich Christina Lehnen (U16) vom TSV Bracht im Laufe des Rennens an die erste Stelle geschoben. Sie gewann in 8:44min auf Gesamtposition fünf. Dahinter kamen Kira Kanditt (DJK Kleinenbroich; U12) in 8:49min und Charlotte Lange (OSC Waldniel, U12) in 9:17min auf die Plätze. Der Schülerlauf ist auch für Erwachsene geöffnet als sogenannter Einsteigerlauf.

Spaßiger Fünfer. Sonja Vernikov verpasst Streckenbestzeit

Es ist nicht ganz einfach, auf dem neuesten Stand der persönlichen Bestleistungen der 16-jährigen Sonja Vernikov von Alemannia Aachen zu bleiben. In den letzten zwei Wochen konnte sie zweimal ihren Bestwert über zehn Kilometer in Mülheim und Bergheim bis auf 36:29 steigern, zudem gelang ihr vor wenigen Tagen eine PB über fünf Kilometer. Was war von dem Jungtalent nun in Mönchengladbach zu erwarten, nachdem sie am Vortag bereits einen Lauf über fünf Kilometer gelaufen war? Ein Sieg würde sich lohnen, welcher mit 100 Euro dotiert ist, ein neuer Streckenrekord ebenfalls, der noch einmal 50 Euro in die Kasse spülen würde - ein hübsches Salär für einen Teenager. Der bestehende Streckenrekord von Paula Schneiders (17:10min) allerdings ist nicht von schlechten Eltern und um eine knappe halbe Minute besser als die (mutmaßlich) schnellste bisherige Zeit von Vernikov. Der Fünfer von Mönchengladbach ist zwar genau, aber nicht wie der Zehner und Halbmarathon amtlich vermessen.

Der Jedermannslauf über 5 km ist nach dem Zehner die beliebteste Strecke. Er wird auf einem 2-Runden-Kurs im Volksgarten ausgetragen. Der Waldanteil ist wie bei allen Distanzen hoch

Das Frauenrennen verlief einseitig für Vernikov, von deren zahlreichen Geschwister mindestens vier weitere in Mönchengladbach am Start waren. Bruder Wiktor lief auch über fünf Kilometer mit, konnte aber seiner Schwester nicht als Tempomacher dienen, da er dafür nicht schnell genug ist. Er wurde in 17:52min 11. in der Männerwertung. Sonja ging sehr schnell an und kam nach der ersten von zwei Runden, klar in Führung liegend, an. Sie siegte in 17:14min (brutto), verpasste den Streckenrekord, für den die Nettozeit (17:13min) maßgeblich ist, nur um drei Sekunden. Die erbrachte Leistung dürfte aber erneut eine deutliche Steigerung für das Mädchen bedeuten. Zweite wurde Silke Bommes (W40) vom OSC Waldniel in 19:46min vor Ulrike Wefers (W50) von der Mönchengladbacher LG in 20:49min.

Sonja Vernikov siegt über fünf Kilometer mit neuer PB, verpasst aber den Streckenrekord und die Rekordprämie um drei Sekunden Silke Bommes wird 2. vor ... ... Ulrike Wefers Gewinnt den Jedermannslauf mit neuem Streckenrekord: Doppelstarter Habtom Tedros Fabio Faulhaber (664) wird 2. vor Michael Claßen

Beim Fünfer der Männer sollte sich ein ähnliches Bild ergeben, wie später beim Zehner. Vorne rannte Habtom Tedros mit einem Mann vorneweg, der am Ende das gleiche Schicksal erleiden sollte wie sein "Kollege" aus dem Zehner. Er sollte zurückfallen und nur vierter werden. Das war Rachida Soufi (MHK, TSV Bayer 04 Leverkusen), der nach 16:49min finishte. Tedros lief ab der Hälfte alleine und hatte den Streckenrekord (Max Thorwirth, 2017, 15:47min) im Blick. Auf der Zielgeraden zählte der Moderator die Sekunden herunter, Tedros spurtete und schaffte es in 15:43min. Auf Rang zwei etablierte sich Fabio Faulhaber (U18, OSC Waldniel) in 16:34min vor Michael Claßen (M30, Mönchengladbacher LG) in 16:35min. Claßen musste sich dem besseren Spurt seines jugendlichen Konkurrenten auf der Zielgeraden beugen.

HM: Neue Streckenrekorde von Torsten Graw & Tina Pickers

Mit 175 Finishern war der Halbmarathon der kleinste der Erwachsenenläufe.118 Männer und 45 Frauen kamen ins Ziel. In den letzten Jahren waren meist über 200 dabei, wie auch die Gesamtfinisherzahl 1197 (zuzüglich etwa 50 Bambinis) kleiner war als zuletzt (1381 Läufer 2015; 1262 2016, 1318 2017). Dafür setzte der Halbmarathon auf dem Vier-Runden-Kurs besondere sportliche Akzente mit zwei neuen Streckenrekorden.

Start des Halbmarathons Der HM wird auf einem 4-Runden-Kurs ausgetragen

Für einen davon zeichnet Torsten Graw (MHK) von der LAZ Puma Rhein-Sieg verantwortlich. Für den smarten Läufer, der früher bei der LG Dorsten aktiv war, war der Volksbad Lauf eine Zwischenstation auf dem Weg zu einem Herbstmarathon. Entweder wolle er in Essen "Rund um den Baldeneysee" laufen, oder eine Woche vorher am 7. Oktober in Köln. Auch wenn er sich für Essen entscheiden sollte, so Graw, werde er in Köln dabei sein, als Pacemaker für einen Freund und als Zuschauer. Einen Tag vor dem Halbmarathon in Mönchengladbach war Graw noch einen schnellen Zehner beim Welterbelauf Zollverein in Essen gelaufen, den er in 31:29min gewinnen konnte. Beim anstehenden Marathon peilt Graw eine Zeit von knapp unter 2:24h an, dafür sei der Volksbad Lauf ein Test, der nicht länger als 72 Minuten dauern sollte. Dass er mit einer solchen Zeit den erst im letzten Jahr aufgestellten Streckenrekord von Sebastian Risko (1:14:09h) deutlich unterbieten würde, hatte er fest im Blick, spielte aber eine eher untergeordnete Rolle.

Alle Erwachsenenstrecken führen einmal oder mehrmals am Start-Ziel-Areal vorbei Die einen beenden mit einem Durchlauf durchs Schwimmbad die erste Runde, während sich die anderen aufmachen in Runde zwei

Graw spulte die 21,1 km mit aller Routine eines erfahrenen Wettkampfläufers herunter. Ernsthafte Konkurrenz gab es nicht, die einzige Orientierung blieb das Führungsfahrrad. Graw gewann in 1:11:21min mit mehr als sieben Minuten Vorsprung. Damit war er fast drei Minuten schneller als die alte Streckenbestzeit. Als zweiter kam der Niederländer Roel Smeets (M35) von den Zoondagsluipers ins Ziel. Er brauchte 1:18:39h. Ein echter Debütant auf der Halbmarathonstrecke schaffte es, den dritten Treppchenplatz zu erreichen: Lokalmatador und Kurzstreckler Lucas Vehling (M30) von der Mönchengladbacher LG. Mit seinen 1:19:46h sei er durchaus zufrieden, gab er zu Protokoll, im nächsten Jahr werde er aber wieder über fünf Kilometer starten. Gerne wiederkommen wollen alle, wie sie sagten, es habe ihnen sehr gut gefallen.

Je drei Minuten lagen zwischen den Zeiten der ersten drei Frauen. Siegerin Tina Pickers (W35) aus Nettetal lief 1:25:19h, Vizemeisterin Christina Streb (WHK, Kenias Ersatzbank) brauchte 1:28:55h, und Bronzemedaillengewinnerin Denise Hellwig (WHK) aus Aachen war nach 1:31:05h zu Hause. Die hoch aufgeschossene Tina Pickers musste sich in der letzten Runde noch mächtig strecken, um den Streckenrekord von Silke Optekamp (1:25:49h, 2016) zu knacken. Es gelang ihr, vierzig Sekunden schneller zu sein. Insgesamt war das Durchschnittsalter der Teilnehmer jünger als üblich. Geehrt werden in allen Rennen die ersten drei der Gesamtwertung und alle Altersklassensieger.

Beim HM gab es zwei Streckenrekorde. Den von Silke Optekamp verbesserte Siegerin Tina Pickers (mitte). Rang 2 ging an Christina Streb (links) vor Denise Hellwig (3.) Sieger Torsten Graw (mitte) pulverisierte den Streckenrekord um fast drei Minuten auf 1:11:21h. Er verwies Roel Smeets (2., rechts) und Lucas Vehling (3.) auf die Plätze
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Fazit

Der Volksbad Lauf ist eine über die Regionsgrenzen nur wenig bekannte Veranstaltung - zu Unrecht, wie man sagen muss. Es handelt sich um einen klassischen, handgemachten Volkslauf, der ganz ohne Showelemente und aufgeplustertem Rahmenprogramm auskommt. Er besticht durch routinierte Organisation, schöne Strecken und freundliche Helfer. Eine Empfehlung - ohne Frage.

Bericht und Fotos von Michael Schardt

Ergebnisse newlauf.de

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