2.9.17 - 38. Warendorfer Emssee-Lauf

Laufveranstaltung mit sehr schönem Ambiente

Teilnehmerrekord aus 2016 knapp verfehlt

Johannes Härtel (10km) und Aloys Buschkühl (HM) siegen

von Michael Schardt

Das war doch ein sehr schöner Laufnachmittag, der den Teilnehmern und Zuschauern in der Reiterstadt Warendorf geboten wurde, die weniger durch den Laufsport als vielmehr durch ihre alljährliche Hengstparade deutschlandweit bekannt ist. Das Laufen allerdings steht an einem Wochenende des Jahres im Mittelpunkt, dann nämlich, wenn die Warendorfer Sportunion (WSU), Abteilung Leichtathletik, zum traditionsreichen Warendorfer Emssee-Lauf ruft.

Das schöne Sommerwetter mit idealen Bedingungen für die Wettkämpfer ließ Zuschauer wie Athleten gleichermaßen zahlreich in das örtliche Freibad strömen, wo das Logistikzentrum der Veranstaltung verortet ist, ebenso Start und Ziel. Orgaleiter Hermann-Josef Becker und sein Team hatten alles dafür getan, um den Sportlern gute Bedingungen zu bieten einschließlich eines feinen Rahmenprogramms, guter Verköstigung und der willkommenen Möglichkeit, nach getaner Laufarbeit dem Badespaß zu frönen. Letzteres besonders beliebt bei den vielen jungen Startern.

Der Warendorfer Emssee-Lauf wirbt damit, ein Lauf am Wasser und durch die Münsterländer Parklandschaft zu sein - zurecht, wie man sieht
Ausführliche und einladend präsentierte Laufankündigungen im LaufReport HIER

Becker, nicht nur als Teamchef, sondern gleichzeitig auch als umtriebiger Moderator am Werke, durfte sich über guten Sport in acht spannenden Rennen, ein positives Feedback der Teilnehmer, besonders bezüglich der schönen Streckenführung, und die gute Stimmung im Zielbereich freuen. Zwar wurde die Rekordteilnehmerzahl des letzten Jahres von rund 700 Finishern diesmal um rund sechzig Akteure verfehlt, aber die 579 Läufer im Ziel zuzüglich etwa sechzig Bambini stellen das zweitbeste Ergebnis in der Geschichte dar. Erwartet hatte Becker mehr als 800 Teilnehmer, aber der Termin knapp nach dem Ende der großen Sommerferien könnte dies verhindert haben, vermutet er.

Einen bewegenden Moment für alle gab es, als der ehemalige Marathonläufer Steffen Auerswald, der Anfang des Jahres die Diagnose bekam, an ALS erkrankt zu sein, von Lauffreunden in seinem neuen Rollstuhl über die Zehn-Kilometer-Strecke geschoben wurde. Gegen Ende hatte das Kampfgericht noch einen Aufreger zu überstehen, als die schnellste HM-Läuferin den Weg erheblich abkürzte und auf Zurufe nicht reagierte, da sie Ohrstöpsel trug und sich von lauter Musik berieseln ließ.

Start und Ziel liegen im sehr schön gelegenen Warendorfer Freibad Vor dem ersten Start erfreute eine Mädchentanzgruppe aus Freckenhorst Auge und Ohr

Jugend vor

Der erste Startschuss, den Schirmherrin Doris Kaiser als Vertreterin der Stadt abfeuerte, galt den Bambini. Rund sechzig Jungen und Mädchen im Alter bis sieben Jahre spulten mit Begeisterung (und manchmal auch mit elterlicher Hilfe) eine Strecke von rund 900 Metern um das Schwimmbad ab. Ganz ohne elterlichen Beistand mussten hingegen die älteren Kinder von acht bis fünfzehn Jahren bei den Schülerläufen auskommen. "Vater und Mutter dürfen jetzt nicht mitlaufen", verkündete der Sprecher, "die Wettkampfregeln sind nun mal so".

Traditionell ist den Bambini der erste Lauf vorbehalten 2,3 km lang ist die Strecke der Schüler. Ein großes Jungenfeld schlängelt sich durch den Stadtpark

Die Strecke für die Schüler wird mit 2300 Meter angegeben. Mädchen und Jungen gehen in zwei separaten Rennen an den Start. Bei den Mädchen wäre alles andere als ein Sieg von Ann-Christin Ströning eine große Überraschung gewesen. Die 15-Jährige von der TSVE 1890 Bielefeld war schnellstes Girl in 10:20min und verwies die ein Jahr jüngere Regina Lammers von der LG Ems Warendorf in 10:44min auf Rang zwei. Dritte wurde deren Mannschaftskameradin Liane Wiesmann (WU14) in 10:54min. Mit 64 Läuferinnen war das Mädchenrennen etwas stärker als das nachfolgende Jungenrennen (56 Läufer) besetzt. Sieger bei den Schülern wurde und einziger unter zehn Minuten blieb Moritz Willner (MU16) von der LG Ems in 9:57min vor Eddy Blüthner (Gesamtschule Warendorf) in 10:05min und Justus Schröder (LG Ems) in 10:06min. Besonders viele Teilnehmer stellten die örtliche Gesamtschule und die Overbeckschule, welche daher eigens eine Ehrung erfuhren.

Ebenfalls 2,3 km lang ist die Strecke der Schülerinnen. Schon beim Start liegen Siegerin Ann-Christin Ströning (halblinks in türkis), die 2. Regina Lammers (rechts daneben in blau) und die 3. Liane Wiesmann (rechts daneben in blau) in Führung
Schnellster Schüler war Moritz Willner

10 km: Johannes Härtel und Daniel Borgmann

Das größte Läuferfeld bildet sich beim gemeinsam durchgeführten Start des 10- und 21,1-km-Rennen. Kurioserweise waren beide Läufe mit je 147 Akteuren bestückt. Dazu kommen je noch ein gutes Dutzend Walker über die 5- oder 10km-Strecke, die mit den Hauptläufern zusammen ins Rennen geschickt werden. Beim Zehner handelt es sich um eine große Runde, die die Halbmarathonis zweimal zu durchlaufen haben zuzüglich einer kleinen Sonderschleife in Runde zwei. Die Strecke führt aus dem Schwimmbad hinaus, erstreckt sich dann um den benachbarten Emssee und diesseits und jenseits der Ems am Fluss entlang. Dabei sind einige niedrige Brücken zu überlaufen, ansonsten ist der Kurs aber flach. Phasenweise allerdings kann es am Ufer etwas eng werden und Überholvorgänge sich schwierig gestalten. Zuweilen ist auf Wurzelwerk zu achten, auch wenn der Ausrichter betroffene Stellen mit Phosphorfarbe vorbildlich gekennzeichnet hat. Zu unfreiwilligen Bodenkontakten kam es für einige Läufer dennoch.

Johannes Härtel gewinnt den Zehner Daniel Borgmann wird 2. Rang 3 für Jann-Paul Jakisch 4. und Sieger der M50: Karsten Rannacher

Eine gute Stelle für Zuschauer liegt gleich vor dem Tor des Schwimmbads. Von hier können sie die Strecke bestens einsehen und die Läufer an vier verschiedenen Stellen beobachten. Hier trennen sich auch die Halbmarathonis von den Zehnern. Während die "Halben" in die zweite Runde nach rechts abbiegen, haben die Zehner nur noch hundert Meter bis zum Ziel.

Erwartungsgemäß war ein 10-km-Läufer der erste, der die Weggabelung erreichte. Das war Johannes Härtel (ohne Verein) aus Hamm. Der M30-Mann hatte sich einen sicheren Vorsprung erarbeitet und siegte in 35:36min. Eine gute Minute später passierte Daniel Borgmann (M30) von den Laufsportfreunden Münster das Ziel. Er benötigte 36:41min. Diesen beiden folgte ein sehr unterschiedliches Duo, der A-Jugendliche Jann-Paul Jakisch vom WSU Tri Team und der starke Altersklassenläufer Karsten Rannacher von der DJK Gütersloh. Jakisch konnte den dritten Rang erlaufen in 38:33min, während Rannacher sich mit dem 4. Platz und Sieg in der M50 in 39:09 schadlos hielt.

 

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10-km-Siegerin Gertie Brinker 2. wird Rosanna Leistikow Rang 3 für Andrea Müller

Bei den Frauen hatte Gertie Brinker (W50) von Marathon Soest keine ernsthafte Konkurrenz. Sie siegte mit rund drei Minuten Vorsprung in 45:08 Minuten. Von nur vier weiteren Läuferinnen, die unter fünfzig Minuten blieben, war Brinkers Clubkameradin Rosanna Leistikow (W20) in 48:08min die schnellste. Es folgte Andrea Müller (W50) vom Lauftreff Wickede in 48:40min.

Ein besonderer Moment

Vor dem Start des Zehners begrüßte Schirmherrin Doris Kaiser einen ganz besonderen Sportler, den ehemaligen Langstreckenläufer Steffen Auerswald. In ebenso nachdenklichen wie ergreifenden Worten machte sie auf dessen Schicksal aufmerksam. Auerswald, heute 49, hatte erst mit 37 das Laufen für sich entdeckt und finishte seinen ersten Marathon in 3:42h. Dann steigerte er sich kontinuierlich bis zu einer Bestzeit von 2:42min. Im letzten Jahr erlebte der leidenschaftliche Läufer immer häufiger Schwächemomente, Atemlosigkeit und Unruhe. Als er nicht mehr auf den Zehen stehen konnte, ging er zum Arzt. Nachdem ihn der Orthopäde zu einem Neurologen überwiesen hatte und er mehrere Tage in der Klinik verbracht hatte, kam die erschütternde Diagnose, die ihn mitten aus einem aktiven Leben riss: ALS (Amyothrophe Lateralsklerose), eine unheilbare Nervenkrankheit.

Es war der 21. Januar 2017, erinnert sich Auerswald im Interview genau. Das war aber nicht der Augenblick der Resignation, sondern der Beginn des Kampfes, auf diese seltene und wenig erforschte Krankheit aufmerksam zu machen. Da die Erforschung nicht sehr lukrativ sei für die Pharmafirmen, werde kaum etwas dagegen unternommen, gebe es keine Medikamente, gab er zu Protokoll. Das soll sich nach dem Willen Auerswalds ändern, und zwar für ihn mit den Mitteln des Sports.

Gemeinsamer Start der Hauptläufe über 10 und 21,1 km Das Bild des Tages: der Anfang des Jahres unheilbar an ALS erkrankte Steffen Auerswald (Marathonbestzeit 2:42h) probiert seinen neuen Rollstuhl aus, mit dem er sich einen großen Traum erfüllen möchte: die Teilnahme am nächsten Münster Marathon, nur eine Woche später

Die Teilnahme am Emssee-Lauf war ein Schritt in diese Richtung. Lauffreunde hatten ihm einen neuen Rollstuhl finanziert, mit dem sie ihn über die Strecke schieben konnten. Es war die Generalprobe für seinen sehnlichsten Wunsch, nämlich noch einmal die Strecke des Münster Marathons erleben zu dürfen, der schon eine Woche später stattfindet. Auch diese Gelegenheit wird Auerswald nutzen, um die Blicke auf ALS zu lenken. Normalerweise wird die zu erwartende Lebenszeit nach der Diagnose von ALS auf drei bis fünf Jahre begrenzt. Bei Auerswald schreitet sie jedoch schneller voran, wie er sagt. Ein mutiger, ein bewundernswerter Mann.

HM: Kampfgericht lässt Milde walten

Streckenrekorde werden in Warendorf nicht geführt, aber bemerkenswert ist schon die diesjährige Siegzeit im Männerrennen des Halbmarathons, liegt sie doch über drei Minuten besser als noch 2016. Verantwortlich dafür war Aloys Buschkühl von der LG Warstein-Rüthen. Der M40-Läufer lag schon nach zehn Kilometern bei einer Durchgangszeit von 36 Minuten deutlich vorne und zu diesem Zeitpunkt, bis auf den Führenden im 10-km-Lauf, vor allen anderen Zehnern. Auch in der zweiten Runde hielt er das Tempo unvermindert hoch, so dass er in 1:16:38h klar siegte. Exakt vier Minuten später überquerte Christian Huster (M50) vom LV Oelde die Ziellinie. Er brauchte 1:20:38h. Neunzig Sekunden hinter Huster sicherte sich Christof Marquardt (M45) von der LG Deiringsen in 1:21:58h den dritten Treppchenplatz. Vierter wurde Michel Hankemeier (M35, LSF Münster) in 1:24:11h.

Gewinnt den Halbmarathon: Aloys Buschkühl Platz 2 für Christian Huster Christof Marquardt holt Rang 3 Knapp am Podest vorbei: Michel Hankemeier wird 4.

Einen gemütlichen Wettkampfnachmittag hätten die drei Kampfrichter verleben können, wenn es im HM-Rennen der Frauen nicht zu einem Aufreger gekommen wäre. Die mit Abstand schnellste Läuferin im Feld hatte in der zweiten Runde abgekürzt, nachdem sie in der ersten Runde noch alles richtig gemacht hatte. Der Streckengewinn: etwa 300 Meter. Ein Streckenposten, mehrere Zuschauer und auch der Chronist dieser Zeilen wurden Augenzeuge des Vorgangs. Auf eindeutige Gesten und Zurufe, sie habe die falsche Route genommen und müsse umkehren, reagierte die Läuferin, die Musik auf den Ohren hatte, nicht. Ganz anders einige Männer, die ihr blind nachgefolgt waren. Diese drehten allesamt um und kehrten auf den rechten Weg zurück, als sie darauf aufmerksam gemacht wurden. Manche (verständlicherweise) auch unter Fluchen, weil sie einige Sekunden verloren hatten. Aber den Fehler hatten sie selbst verursacht. Einen äußeren Grund für den falschen Abzweig war nicht gegeben. Es gab Hinweisschilder am Boden, außerdem war der Weg von der ersten Runde her bekannt und auch so geartet, dass man eigentlich gar nicht auf die Idee kommen konnte, falsch abzuzweigen. Davon abgesehen stellten die vorauslaufenden Akteure eine Orientierung dar. (Zwei von ihnen hatten sich im Ziel gewundert, dass die erste Läuferin schon da war, obwohl sie ständig hinter ihnen gelegen hatte.)

Der Laufreporter, der auch Kampfrichter ist, als solcher aber nicht im Einsatz war, hat das Orgateam in Person von Hermann-Josef Becker umgehend auf den Vorgang aufmerksam gemacht und hat auch die Läuferin informiert, die daraufhin äußerte: "dann ist es ja wohl nichts mit der neuen Bestzeit". Christine Kowalski-Beckmann (W45) vom TSVE 1890 Bielefeld ist eine erfahrene Wettkampf- und Marathonläuferin, ihr Status als deutlich beste Läuferin im Feld steht außer Frage. Sie wurde vom Kampfgericht nicht disqualifiziert, obwohl die betreffende internationale Wettkampfregel (240/10) dies vorsieht, wenn der Schiedsrichter überzeugt ist, dass eine Abkürzung genommen wurde. Dass ein Kampfrichter selbst Augenzeuge ist, wird nicht vorgeschrieben.

In Runde eins macht HM-Siegerin Christine Kowalski-Beckmann noch alles richtig und folgt dem weißen Richtungspfeil am Boden. Erst
in der zweiten Runde biegt sie vorher nach links ab und kommt aus einem Seitenweg auf die Zielgerade. Ihre Abkürzung betrug etwa 300 Meter. Das Schiedsgericht ließ Milde walten und sprach nur eine Ermahnung aus, weil sie während des Laufs Stöpsel auf den Ohren hatte und Musik hörte
Stephanie Ruhe wird 2. Tatjana Blömeke holt Rang 3 Ärgerte sich nicht über den entgangenen Podestplatz. Silvia Sprenger wird 4.

Wie schwer sich das Kampfgericht die Entscheidung gemacht hat, lässt sich aus der Stellungnahme von Orgachef Becker entnehmen. Darin äußert er schriftlich gegenüber LaufReport: "Zunächst haben wir Kampfrichter zu dritt das Thema besprochen, damit keine voreiligen Schlüsse gezogen werden. Wir haben folgende Punkte in die Waagschale geworfen:

  1. Hat der Regelverstoß direkten Einfluss auf die Siegerreihenfolge, nein, hatte er nicht, die zweite Frau kam ca. 7 min später ins Ziel.
  2. Keine direkte Sichtung durch einen Kampfrichter, Streckenposten oder Helfer.
  3. Was für Möglichkeiten bleiben, um den Regelverstoß zu ahnden.

Gemeinsam waren wir der Meinung, dass eine persönliche Ermahnung an dieser Stelle notwendig, aber auch ausreichend ist. Wir haben die Delinquentin dann zu uns gebeten, haben sie auf ihren Regelverstoß hingewiesen und ihr gesagt, wenn das ein Kampfrichter gesehen hätte, wäre es zur Disqualifizierung gekommen. Da kein Offizieller das gesehen hat, waren uns die Hände gebunden. Daher haben wir eine Ermahnung für das Tragen der Kopfhörer und die Abkürzung ausgesprochen. ... Sie konnte uns aber glaubhaft versichern, dass kein Vorsatz für den Verstoß vorlag. Wir als Veranstalter sehen uns da in der Pflicht, gerade in dem Bereich zum Ende der Strecke genauer hinzuschauen und dort unter Umständen auch einen Kampfrichter einzusetzen."

Start der 5-km-Läufer Sabine Engels (links) wird über 5 km 2. vor Barbara Riesmeier. Ingo Assmann gewinnt das Männerrennen Claudio Turco wird 2. über 5 km und mit seinem gemischten Sauerland Sportteam Sieger des 3x2,5km Staffelrennens

So steht Kowaski-Beckmann als Siegerin in der Liste mit der Zeit von 1:28:25h. Der Kampf um Platz zwei war überaus spannend. Lange lag Tatiana Blömke aus Münster (W20) auf dem Silberrang, wurde aber in Runde zwei von Stephanie Ruhe vom WSU Tri Team (W20) noch eingefangen. Ruhe wurde zweite in 1:35:37h gegenüber Blömke in 1:37:17h. Zufrieden war trotz des undankbaren vierten Platzes Silvia Sprenger, die nach 1:38:56h im Ziel war. Es sei ein Vorbereitungslauf für den Berlin Marathon in drei Wochen gewesen, sagte die 33-jährige von LSF Münster, wo sie erstmals unter 3:30 Stunden bleiben möchte.

Wie vom Veranstalter nun am 7.9. bekannt gegeben wurde, hat der Kreisleichtathletik-ausschuss entschieden, Christine Kowalski-Beckmann vom TSVE 1890 Bielefeld nachträglich zu disqualifizieren. Somit rücken die Teilnehmerinnen in der Platzierung nach: Platz 1: Ruhe, Stephanie WSU Tri Team Jg. 1991 1. W20 1:35:37 h, Platz 2: Blömeke, Tatiana Münster Jg. 1990 2. W20 1:37:17 h, Platz 3: Sprenger, Silvia LSF Münster Jg. 1984 1. W30 1:38:56 h

Weitere Wettbewerbe

Ein eigenes Rennen ist dreiköpfigen Staffelteams vorbehalten. Zu absolvieren sind je 2500 Meter, wobei die Wechselzone für die Übergabe des Stabes unmittelbar am Ziel liegt. Als schnellstes Team stellte sich eine Mixedformation (Sauerland Sportteam) heraus, in der Claudio Turco als Schlussläufer vom zweiten noch auf den Siegrang lief. Gabi Kleinschmidt hatte das Rennen für das Gewinnertrio eröffnet, das nach 26:49min finishte, knapp vor dem schnellsten Männerteam, den "Fantastischen drei" mit Käpitän Luca Trumpp in 26:56min. Nur acht Mannschaften hatten teilgenommen. "Etwas mehr könnten es im nächsten Jahr schon sein", bemerkte der Sprecher zwischendurch.

Stark vertreten über 5 km waren die "Pink Ladies Ü30", die sich über die schöne Emslandschaft freuen Der Zieleinlauf
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Im Jedermannslauf (5km) kam Staffelsieger Claudio Turco zu seinem zweiten Einsatz innerhalb nur weniger Minuten. Der 27-jährige Mann des LAC Veltins Hochsauerland wurde hier zweiter in 17:49min, geschlagen nur vom erfahrenen Ingo Assmann vom SC Melle 03 (M35), der sechzehn Sekunden weniger brauchte (17:49min). Dritter Mann auf dem Treppchen war Adam Balachowski (plantamedium Warendorf, M40) in 18:32min. Bei den Frauen gelang keiner Läuferin eine Zeit von unter zwanzig Minuten. Schnellste war Gudrun Rodloff (W50) vom OSC Hamm in 20:50min vor Sabine Engels (W45, LC Solbad Ravensberg, 21:19min) und Barbara Riesmeier (W45, LSF Münster, 21:45min).

Zum Schluss

Ganz traurig wurden eine Läuferin und eine Walkerin nach ihrer sportlichen Betätigung. Annette Schwarzkopp und Ursula Scheltrup hatten sich so auf ein leckeres Stück Kuchen gefreut, das sie vor ihrem Lauf schon in der verlockenden Auslage der Vereinsfrauen hatten liegen sehen. Doch hatten sich die Torten und Böden als zu schmackhaft erwiesen, als dass etwas für die beiden übriggeblieben wäre. Die Zuschauer und frühen Starter hatten ganze Arbeit geleistet, was freilich als das beste Kompliment an die Bäckerinnen gewertet werden kann. Annette und Ursula grummelten etwas, waren aber dann auch mit Pommes rot-weiß leidlich zufrieden ...

Bericht und Fotos von Michael Schardt

Ergebnisse www.warendorfer-su.de/emsseelauf

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