19.8.17 - Mürren-Schilthorn Inferno

Das Wetter spielte dem Jubiläum keinen Streich

Großer Sport auf steilen Pisten

von Constanze & Walter Wagner 

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"Im Geheimdienst Ihrer Majestät" mimte George Lazenby den Geheimagenten 007. Mit ihm war die Rolle des James Bond nur ein einziges Mal besetzt. Dank des gewaltigen Finales auf dem Schilthorn, der Schaltzentrale des Bösewichtes im Film, bleibt die Location unvergesslich. Piz Gloria hieß der Berg im Film und so lautet noch heute der Name des Drehrestaurants auf dem Gipfel. Spannend ist die Fahrt mit der Luftseilbahn, mit der man bequem von Stechelberg aus (910 m ü.M.) bis auf den Gipfel auf 2970 m ü.M. schwebt. Zuletzt im Dezember 2004 mussten in Folge eines Tragseil-Teilrisses mehrere Dutzend Fahrgäste mit dem Helikopter gerettet werden. Nervenkitzel gibt es alljährlich auch beim Schilthorn Inferno, dem längsten Ski-Abfahrtsrennen der Welt für Profis und Amateure. Fürs Adrenalin sorgt die Neigung von bis zu 75%, somit die steilste Piste im Jungfrau-Gebiet.

Ob Halbmarathon oder Triathlon - für alle endet das Inferno auf dem Schilthorn drohnenden Drehrestaurant Piz Gloria
Nichts für reine Asphalt-Cowboys:
Berglauf & Trail-Run im LaufReport HIER

Auch am Schilthorn wird mit besonderen Kicks dem Wunsch der Touristik Rechnung getragen. Der Zunahme an Thrill durch gläserne Tiefenblicke und badelatschentaugliche Klettersteige wird teils ablehnend begegnet, doch Fakt ist, derlei Spektakel kommt an und lockt die Massen. Die besuchen seit nunmehr einigen Jahren das autofreie Bergdorf Mürren häufiger im Sommer als im Winter. Mürren, das Organisationszentrum des Triathlon und des Halbmarathons, 1640 Meter über dem Meeresspiegel, ist eng mit dem Entstehen des alpinen Skifahrens verbunden und war als Ferienort rasch so beliebt, dass bereits 1869 eine Invasion englischer Touristen gemeldet wurde.

Dieses Jahr zogen Immer wieder düstere Nebelfelder auf, die neben der Höhenluft auch beim Lauf auf schmalem Grat und Pfaden den Atem stocken ließen

1922 flaggte Sir Arnold Lunn hier das erste Slalomrennen der Geschichte aus, um den mondänen Gästen die Langeweile zu vertreiben, die seit 1910 auch im Winter kamen. 1931 und 1935 war Mürren Austragungsort der Alpinen Skiweltmeisterschaften. Seit 1928 wird das Inferno-Rennen ausgetragen, die verrückte Abfahrt vom Schilthorngipfel bis Mürren und bei guten Schneeverhältnissen weiter bis Lauterbrunnen.

Kurt Herren, seit 25 Jahren Rennleiter für den Schilthorn Inferno Halbmarathon. Am Tag vor dem Halbmarathon fungiert er auch als Rennleiter des Fun-Triathlon für Kinder und Jugendliche aber auch für Erwachsene, die mit 200m Schwimmen, 5,2 km Mountainbike fahren und 2,6 km Laufen mal reinschnuppern wollen in die teuflische Distanz des Inferno Triathlon mit 3,1 km Schwimmen, 97 km Rennrad, 30 km Mountainbike und 25 km Laufen auf 5.500 Steigungsmetern
Urs Ullrich aus Basel vor seinem ersten Triathlon überhaupt. Da hat er sich sogleich den teuflischen Inferno-Triathlon ausgesucht. Seine längsten sportlichen Wettkämpfe beschränkten sich bisher auf Marathonläufe (pB 3:04h). Er erreichte das Ziel auf dem Schilthorn nach 11:36:19 Stunden

Diese Strecke umgekehrt im Laufschritt zu bewältigen, nahm 1992 mit dem teuflischen Halbmarathon seinen Anfang, fünf Jahre später folgte der infernalische Triathlon. Als Beweggrund wird genannt, mit dieser ganz besonderen Herausforderung die Medienaufmerksamkeit zu steigern. Was von manchem Ausdauersportler zunächst als Spinnerei abgetan wurde, setzte sich sofort durch. Gelobt wird die sehr gute Organisation des logistisch mit viel Aufwand verbundenen Sportevents. Der Halbmarathon ist mit 2175 Höhenmetern eine Herausforderung für Läuferinnen und Läufer, wird aber von der Leistung der Triathleten weit in den Schatten gestellt.

Der Abend vor dem Inferno. Siegerehrung der Fun-Triathleten im Festzelt auf dem Sportzentrum Mürren, dort auch Pasta-Party ...
... oder Autogrammstunde mit "Mister Inferno", dem zehnfachenTriathlonsieger Marc Pschebizin aus Deutschland

Nicht nur, dass diese von Stechelberg kommend in Lauterbrunnen den Fußspuren der Läufer auf das Schilthorn folgen und somit auf 25 Kilometer kommen. Nein, es ist deren abschließende Disziplin am Ende eines früh begonnen Wettbewerbs, der mit 3,1 km Schwimmen im Thuner See von Thun nach Oberhofen um 6 Uhr 30 seinen Anfang nimmt. Auf der folgenden 94 km langen Straßenradstrecke geht es auf den 1150 m hohen Beatenberg und über die 1960 m hohe Große Scheidegg nach Grindelwald (1030 m ü.M.). Dort steigen die Triathleten aufs Mountainbike um und erreichen damit nach 30 Kilometern Stechelberg und zwar über die Kleine Scheidegg (2060 m ü.M.). 5500 positive Steigungsmeter haben die Triathleten am Schilthorn bewältigt. Die Anerkennung der Halbmarathonläufer ist ihnen gewiss. Der Wunsch selbst mal am Triathlon teilzunehmen wird immer wieder im Lauflager geäußert.

Keine leichte Aufgabe hat Marco Stössel, der zum 15. Mal als "Wetterman" die klimatischen Verhältnisse im Auge behält und eventuell über einen Rennabruch entscheiden muss bei Sturm, Gewitter oder Schnee. Darüber freut sich natürlich kein Athlet. Er erinnert an 2 Rennabrüche, 2003 wegen starkem Gewitter und 2005 wegen heftigem Schneefall und zweimal fiel das Schwimmen aus, einmal war der See mit 14,5 Grad zu kalt und einmal war zu hoher Wellengang. 9 Jahre hat er als Meterologe beim Schweizer Fernsehen gearbeitet, heute ist er Rektor am Gymnasium Kantonschule Beromünster, unterrichtet Geographie Astrid Epiney aus Fribourg am Start des Halbmarathon im Tal der 72 Wasserfälle, genauer in Lauterbrunnen mit seinem Staubachfall. 14x war sie bisher am Start des Halbmarathon, 2:49 h ist ihre beste Zeit mit Mitte 40 gelaufen, heute mit 52 Jahren schätzt sie wird es eine Zeit um die 3 Stunden werden Seit über dreißig Jahren ist die Sportlehrerin Ruth Raaflaub-Minnig auf Sportveranstaltungen rund um die Schweiz als Speakerin tätig. Heute gab sie gemeinsam mit Rennleiter Kurt Herren das Rennen des Halbmarathons am Campingplatz Jungfrau frei. Weiter unterhielt sie noch am Sportzentrum Mürren Teilnehmer und Publikum

Berühmt ist das Schilthorn für seine Fernsicht auf das Jura, Schwarzwald und Vogesen und entgegen gesetzt reiht sich Gipfel an Gipfel der Berner Alpen auf. Einmalig der Blick über das Lauterbrunnertal auf Eiger, Mönch und Jungfrau. Doch blieb dieser weitgehend verwehrt. Die Wolkendecke wollte nicht entscheidend aufreißen. Das wiederum beruhigte Marco Stössel, der diplomierte Geograf beobachtet die Wetterentwicklung mit Akribie und geht kein Risiko ein. Bei Gefahr eines aufziehenden Gewitters wird das Rennen abgebrochen und schon gar nicht geschwommen. Zum Duathlon wird der Triathlon selbst dann, wenn sich zu hohe Wellen bilden oder eine Mindesttemperatur des Wassers nicht erreicht wird.

Das Feld der Halbmarathonis durchläuft zunächst halb Lauterbrunnen

Inferno Halbmarathon

Schon die Logistik des Halbmarathons ist eine Herausforderung. Als Startareal dient der Campingplatz Jungfrau in Lauterbrunnen, Startunterlagenausgabe, letzte Informationen und Aufgabe der Effekten nach Mürren, wo man sich bei schlechtem Wetter auf warme und trockene Kleidung freut, und jene für aufs Schilthorn, selbst wenn man wie Andrea Huser zurück nach Mürren rennt, zur Siegerehrung, zum Duschen, zum Nudeln fassen und zum Plausch. Die Fahrt mit der Schilthornbahn nach Mürren und weiter nach Stechelberg sowie von dort per Bustransfer zurück nach Lauterbrunnen ist mit der Startnummer kostenfrei.

Das autofreie Mürren wird von den Halbmarathonläufern durchquert während die Triathleten noch im Radsattel Richtung Kleine Scheidegg sitzen Bei Kilometer 13 für die Halbmarathonis, Kilometer 17 für die Triathleten wird das Sportzentrum Mürren - Zielort der Triathlonstaffeln - passiert - jetzt fängt der Spaß erst an, kaum hat man das liebliche Dorf hinter sich gelassen, geht es mit 15 Prozent nach oben

Lauterbrunnen ist Jungfrau Marathon Teilnehmern ein Begriff, denen von hier aus ebenfalls noch ein Halbmarathon bevorsteht. Nach dem relativ flachen Anlauf von Interlaken geht es von hier aus hinauf über Wengen zur Kleinen Scheidegg. Beim Inferno Halbmarathon ist Lauterbrunnen Startort, die Region ist berühmt für die senkrechten Felswände und seine Wasserfälle. 297 Meter misst der Staubbachfall und ist damit zweithöchster Wasserfall der Schweiz. Unmittelbar am Fuße dieses Wasserfalls, der touristisch erschlossen die Möglichkeit bietet sich hinter den Fall zu begeben, befindet sich der Campingplatz Lauterbrunnen, das Startareal.

Mürren ist Zielort der Team Trophy und Couples und hier werden die Triathleten raus genommen, die die Durchgangszeit von 15.00 Uhr am Alpinen Sportzentrum Mürren überschritten haben. Stephan Glanzner aus dem deutschen Lorsch (linkes Bild) wird vom wartenden Staffelpublikum angefeuert und schafft es noch in 13:37:59 ins Ziel aufs Schilthorn. Auch Rachel Ducasse aus dem französischen Meyreuil erreicht das Ziel mit 13:28:25 noch in der Sollzeit. Zielschluss ist um 20:30 Uhr, also nach 14 Stunden Wettkampfzeit

Der Startschuss erfolgt um 10.15 Uhr, Zielschluss auf dem Schilthorn ist 4 Stunden 15 Minuten später. Neben den Einzelstartern gibt es eine Staffelwertung, wobei sich drei Läufer die Strecken teilen mit den Abschnitten Lauterbrunnen bis Grütschalp, 7,13 km mit 690 m Steigung. Weiter über Mürren bis zur Höhenlücke, 7,492 km mit 415 m Steigung, dabei hat der zweite Streckenabschnitt erst nach dem Sportzentrum Mürren, also nach km 13 den heftigen Anstieg. Für den Zielläufer bleiben 6,475 km und 1070 m Steigung. Lediglich 5 Frauenstaffeln und 6 Mixed-Staffeln wurden im Ziel erfasst. Reine Männerstaffeln sind nicht zugelassen.

Der Deutsche Jonas Lehmann mit Werner Marti aus Grindelwald in seinem Windschatten passieren als Erste das 1650m hoch gelegene Walser Bergdorf Mürren kurz vor km 13 Die Britin Emma Pooley hat die Führung bei den Frauen übernommen. Neben ihr Adrian Kindler aus Köniz, der knapp 2 Minuten vor ihr auf Platz 7 einlaufen wird Als zweite Frau in Mürren folgt Melanie Noll aus Deutschland

Auf der Schleife durch Mürren war noch keine Vorentscheidung bei den Männern gefallen. Betrachtet man die Gesamtzeit, benötigen die Ambitionierten bis Mürren (km 13) in etwa die Hälfte ihrer Laufzeit. Diese Berechnung trifft bei weniger geübten und weniger befähigten Bergläufern allerdings nicht zu, wo für den hochalpinen Abschnitt doch deutlich längere Laufzeiten anfallen. Auf vorderen Positionen lagen einige favorisierte Teilnehmende allerdings schon.

Bei den Frauen hatte Emma Pooley bereits einen Vorsprung von knapp fünf Minuten. Ihr folgte Melanie Noll vom Pfälzer Verein TuS Heltersberg.

Lucrezia Filli und Markus Lamprecht waren das 2. Mal als Couple Mixed dabei, dieses Jahr war er der Schwimmer und MB-Fahrer und sie Radfahrerin und Läuferin, damit waren sie schneller als letztes Jahr, als sie in umgekehrter Konstellation unterwegs waren. Unter dem Namen "LuMa" erreichten sie das Ziel in Mürren nach 3,1 km Schwimmen, 97 km Rennrad, 30 km Mountainbike und 17 km Laufen in 11:09:49 Stunden Esther Wicki, Tobias Hunkeler, Michelle Knapp und Yves Portner (v.l.) waren als Team Trophy erfolgreich. Yves übernahm das 3,1 km lange Schwimmen, Tobias das Rennrad fahren (97km), Esther stieg aufs Mountainbike (30km) und Michelle in die Laufschuhe (17km). Als "Wir Vier" kamen sie nach 11:11:47 Stunden am Alpinen Sportzentrum Mürren an

Für den gleichen Verein startet der Saarländer Jonas Lehmann. Als deutscher Vizemeister 2016 im Berglauf wurde er angekündigt, doch bei der diesjährigen Medaillenvergabe im Juni in Bayrisch Eisenstein ging er als Sechster leer aus und akzeptierte, dass die vor ihm Platzierten für die internationalen Meisterschaften nominiert wurden. Kenner der Szene sehen ihn allerdings als derzeit besten Deutschen am Berg und somit als Opfer der Streckenauswahl. Mit dem Inferno Halbmarathon wagte sich der 27jährige Maschinenbau-Ingenieur an eine noch nie gelaufene Berglaufdistanz. Auch in so großer Höhe hatte er noch keinen Berglauf bestritten.

Keine Fernsicht beim Jubiläums-Inferno - aber mystisch Nur noch 100 m - aber die haben es nochmal in sich

Die Zwischenzeitnahme in Mürren löste Jonas Lehmann als Erstplatzierter aus. Ihm folgte dort Werner Marti aus Grindelwald im Windschatten. Rein theoretisch folgte nun der Teil der Strecke, der Marti besser liegen sollte. Grindelwald liegt 1034 m ü.M., Kirkel der Heimatort von Lehmann etwa auf 350 Metern. Immerhin erreicht einer der von Jonas Lehmann genannten Lieblingsläufe mit 1674 m Höhe alpinen Charakter, der Hochfelln-Berglauf in Bergen.

James Bond lässt grüßen. Das Panoramarestaurant Piz Gloria war einst Drehort einiger Schlüsselszenen des James-Bond-Films "Im Geheimdienst Ihrer Majestät", beim Inferno-Rennen ist es Zielort, hier für den schnellsten HM-Läufer Jonas Lehmann ... ... der das Verbotsschild kurz vor der Treppenpassage, das wohl eher für Touristen gemacht ist, auf flachen Sohlen passiert Werner Marti folgt mit knapp 3 Minuten Rückstand über den schmalen Grat, der nach dem kleinen Schilthorn überwunden werden muss

Grau ist alle Theorie, Jens Lehmann vergrößerte im weiteren Rennverlauf den Abstand und erreichte allein in Führung liegend das kleine Schilthorn, das über einen ausgesetzten, gesicherten Steig zum Schlussanstieg führt. Nach 2:04:48 h stand er als Sieger auf der Plattform des Piz Gloria und fügte zur Liste deutscher Sieger einen weiteren Eintrag. Christoph Melcher lief 1997 Streckenrekord und der Freiburger Markus Jenne konnte sich fünf Mal als Sieger durchsetzen.

Philipp Feuz aus Ringgenberg wird 3. Cédric Lehmann aus Krauchthal 4. Bruno Schumi aus Deutschland läuft auf Rang 5

Werner Marti, gleicher Jahrgang wie Lehmann, errichte nach 2:07:40 h als Zweiter das Zieltor in luftiger Höhe, gefolgt von seinem Landsmann Philipp Feuz, der u.a. im nahen Gstaad beim 26 km langen Glacier 3000 Run beständig sehr gute Resultate erzielte und sich am Schilthorn in 2:09:39 h aufs Podium vorarbeiten konnte. Cédric Lehmann aus Krauchthal büßte seinen Vorsprung von rund 50 Sekunden in Mürren ein und wurde Vierter in 2:12:10 h. Mit Rang fünf folgte der für die LG Bandenkopf startende Bruno Schumi aus Lörrach. In 2:16:17 h, nach der nur achtbesten Zeit ab Mürren, verteidigte er den Platz gegenüber dem stark aufkommenden Markus Bigler, neun Sekunden dahinter im Ziel.

Emma Pooley erreicht als schnellste Frau mit trittsicheren Schuhen das HM-Ziel Melanie Noll folgt auf Platz 2 Andrea Huser aus Sigriswil wird wie 2016 Dritte. Zweimal (2011+2012) gewann sie den Inferno Triathlon Auf Rang 4 läuft Christa Greminger aus Zürich

Die schnellsten Senioren waren in der Klasse 1, Jg. 68 bis 77, Kaspar Grünig in 2:19:55 h vor Helmut Perreten (2:22:13 h - beide Schweiz) und Tilo Minges aus Winden in Deutschland als Dritter in 2:22:50 h. In der Klasse 2, Jg. 58 bis 67, siegte Linus Schwager in 2:29:55 h gefolgt von Daniel Wittwer in 2:30:29 h und Rolf Messerli in 2:32:04 (alle Schweiz). Erwin Wernli war Schnellster der Klasse 3, Jg. 57 und älter in 2:56:46 h. Christian Grütter in 2:58:49 h und Ueli Steiner in 3:03:51 h komplettierten das S3-Podium. Hansrudolf Lerch aus Genf findet sich mit 5:12:18 h auf den hinteren Rängen, verdient alle Hochachtung mit Jahrgang 1940 diesen Lauf noch gemeistert zu haben.

Das Siegerpaar des 25. Schilthorn Inferno Halbmarathon mit der in der Schweiz lebenden Britin Emma Pooley (NGI Salomon Suunto) und dem Deutschen Jonas Lehmann vom TUS 06 Heltersberg Nicht im Auftrag Ihrer Majestät, sondern im Auftrag von TUS 06 Heltersberg. Zwei Vereinskameraden aus der Pfalz posieren vor 007. Melanie Noll, die bei ihrer 2. Teilnahme am Inferno Halbmarathon 2. wird und Jonas Lehmann, der bei seiner Premiere den Inferno Halbmarathon gewinnt

Die 34jährige Emma Pooley lief unbeirrt weiter an der Spitze und siegte in 2:21:11 h. Lediglich Angela Mudge, bei ihrem Streckenrekord in 2:16:34 h, und Martina Strähl 2013 in 2:19:36 h, haben schnellere Siegzeiten erzielt. 1982 in London geboren, lebt die vielseitige Ausdauersportlerin seit 2005 beständig in der Schweiz. Sie hat in Cambridge Geotechnik studiert, an der ETH Zürich Bauingenieurswissenschaften und 2013 in Geotechnik promoviert. 2008 und 2016 hat sie als Radrennfahrerin an den Olympischen Spielen teilgenommen und gewann 2008 im Einzelzeitfahren Silber. Sie ist amtierende Duathlon-Europameisterin und dreifache Weltmeisterin auf der Duathlon-Langdistanz. In ihrer langen Liste von Erfolgen sind auch Triathlon-Siege so wie Rang 1 beim Lausanne Marathon 2013 in 2:44 h aufgeführt. Wie Jonas Lehmann war es auch ihre erste Teilnahme am Inferno Halbmarathon sowie ihr bisher längster Berglauf und erstmals in so große Höhe. Langsam wird ihr das Leben als Sportprofi langweilig und sie wird sich eine andere Aufgabe suchen. Die doppelte Staatsbürgerschaft hat sie beantragt und hofft auf baldige Anerkennung, lebt sie doch seit 12 Jahren in Hausen am Albis im Kanton Zürich.

Die schnellste Halbmarathon-Staffel "Oehrli Michel" mit Michel Oehrli, Jana und Toni Reichenbach erreicht nach 2:42:31 das Ziel Da taucht sie aus dem Nebel auf, Astrid Epiney aus Fribourg, beendet ihre 15. Teilnahme als 4. der Seniorinnenklasse 2 nach 3:10:45 Stunden Daniel Weltermann vom Ultra Sport Club Marburg aus Deutschland erreicht bei seiner 7. Teilnahme das Ziel in pB von 3:38:22 Stunden

Mit einem deutschen Meistertitel im Berglauf 2012 ist die Karriere von Melanie Noll gekrönt und am Schilthorn gab sie vor zwei Jahren ein beachtliches Debüt und wurde in 2:30:10 h Dritte. Gegen Emma Pooley war kein Kraut gewachsen, aber immerhin verbesserte sie sich auf Rang 2 und lief in 2:31:44 im Bereich ihrer Erstteilnahme.

Begegnung auf gesichertem schmalen Grat: die Drittplatzierte Andrea Huser auf ihrem Rückweg nach Mürren, zu Fuß natürlich, denn Halbmarathon ist für die Ultraläuferin nur eine Sprintdisziplin Ist der schmalen Grat nach dem kleinen Schilthorn überwunden, folgen noch ca. 400 Meter Aufstieg bis zur Zielplattform

Andrea Huser, Schweizer Ultraläuferin des Jahres 2015, hat eine ähnliche Erfolgsliste wie Emma Pooley angesammelt. Allein 2017 siegte sie beim Madeira Island Ultratrail (115 km / 7000 HM), beim Eiger Ultratrail Grindelwald (101 km / 7600 HM) und beim Montreux Trail Festival über 14 km mit 12.000 Höhenmetern. Erfolge im Triathlon, zwei Siege und dreimal Zweite beim Inferno Triathlon, und im Multisport, Sieg beim Gigathlon, seien herausgegriffen. Vor 14 Tagen siegte sie beim Jubiläumsmarathon in Gstaad, der als härtester Marathon der Schweiz bezeichnet wurde. Auf Position 11 passierte sie Mürren und lieferte auf dem weiteren Abschnitt ins Ziel die zweitbeste Laufzeit ab. Mit 2:38:48 h wurde sie Dritte und Erste der weiblichen Seniorenklasse 1 vor Christa Greminger aus Zürich, Gesamtvierte in 2:40:04 h.

Ab und an reißen die Wolken auf und lassen den Alpenblick erahnen Auch der Zielort, das Panoramarestaurant Piz Gloria, entschwindet immer mal wieder den Blicken der erwartungsfrohen Finisher

Noch vor der drittplatzierten Seniorin 1, Karin Jaun aus Unterseen (2:43:52), kam Zala Zdouc aus Österreich ins Ziel und wurde in 2:40:21 h Siegerin der Seniorinnenklasse 2, verdrängte die Deutsche Elke Keller (LG Filstal) in 2:45:02 h auf den zweiten Rang. Corinne Isler komplettierte dieses Podium in 2:49:50 h auf Gesamtfrauenrang 11 (alle 3 Jahrgang 1966).

In der Seniorinnenklasse 3 stiegen Ruth Eggenschwiler, Jg. 1953, in 3:17:49 h, Catharina Wullschleger, Jg. 1956, in 3:27:45 und Ursula Sager (1957) in 3:28:26 h aufs Siegerpodest.

Der letzte eiserne Anstieg über eine Treppe ... ... und das Ziel ist durch eine hölzerne Pforte erreicht

475 Einzelläufer, davon 99 Frauen erreichten das Ziel. 33 erfolgreiche StaffelteilnehmerInnen komplettieren das Laufergebnis.

Inferno Triathlon

Noch am Freitag gab es die ersten 50 Klassierten, die jedoch beim Fun-Triathlon für Schüler, Junioren und ein paar Erwachsenen. Für Schüler hieß dies 100m Schwimmen, 4,7 km mit dem Mountainbike und 1,3 km Laufen. Für Junioren und Erwachsene 200m Schwimmen, 5,2 km MB, 2,6 km Laufen auf einer Strecke zwischen Mürren und Winteregg. Pastaparty und Siegerehrung gingen in einem Regenschauer beinahe unter, Blitz und Donner ließen die Durchführung am kommenden Morgen fraglich erscheinen.

Nach 8:49 Stunden beginnt die Inferno-Triathlon Show auf dem Schilthorn. Samuel Hürzeler verneigt sich vor seinem Publikum unterhalb der Piz Gloria Plattform bevor er nach 3,1 km Schwimmen, 97 km Rennrad, 30 km Mountainbike und 25 km Laufen mit 5.500 Steigungsmetern die letzten Stufen hinauf Richtung Siegerpodest steigt

Im Schein des Halbmarathon-Jubiläums feierte der Triathlon seinen runden Geburtstag. Dieser besondere Anlass spülte Teilnehmer an den Start, die sich dadurch nochmals zu Höchstleistungen anspornen ließen. Tatsächlich spielte das Wetter mit und alle Disziplinen konnten durchgeführt werden. Das Schwimmen ist zwei Mal ausgefallen und bei aufziehendem Gewitter war der Lauf schon mehrmals in Birg vorzeitig beendet worden. Das gibt immer großen Widerspruch, weiß Marco Stössel seine undankbare Rolle, seit 15 Jahren "Wetterorakel" beim Inferno. Neun Jahre arbeitete er als Meteorologe beim Schweizer Fernsehen. Heute ist er Rektor des Gymnasiums Kantonschule Beromünster und unterrichtet Geographie. Spätestens wenn der heitere Himmel zu Blitz und Donner wechselt, verstummen die Kritiker. Da Wetteränderungen im Hochgebirge überraschend eintreten können, lässt Marco Stössel noch am Nachmittag keine sich bildende Gewitterzelle aus den Augen. Schneetreiben wie 2005 ist zwar im August eher selten, aber ebenfalls nie auszuschließen.

Speaker im Ziel: Martin Müllhaupt im Interview mit dem zweitbesten Inferno-Triathleten Ramon Krebs "Mr. Schilthorn Inferno" Marc Pschebizin freut sich über Rang 3 Generationenwechsel: 44 Jahre gibt an 33 ab. Marc Pschebizin bekam die Nr. 10 für seine 10 Siege, zuletzt 2012. Schon 2011 verlor er einmal gegen Samuel Hürzeler, der nun nach 2011, 2014 und 2015 zum 4. den Inferno-Triathlon gewinnt

Aus dem Thuner See kletterte nach 45:15 Minuten Samuel Hürzeler als Erster, ihm folgte unmittelbar Michael Göhner, doch der Reutlinger stieg aus. Im Vorjahr beendete er sein Inferno-Debüt auf Rang 3 in 9:21:44 knapp hinter dem Ellwanger Andreas Wolpert (9:20:35) und Sieger Jan van Berkel (9:06:47). Drittbester Schwimmer war 2017 Karl Jakob aus Bern (45:28).

Hürzeler empfahl sich mit drei Siegen am Schilthorn und galt als aussichtsreichster Kandidat. Im Rennen mit der Startnummer 1 der Sieger der Erstaustragung, Matthias Wunderlin aus Zürich, am Ende in 10:22:02 hinter Andreas Wolpert auf Rang 29. Aber auch Marc Pschebizin aus Mertesdorf bei Trier, der von einer Journalistin auf diese Herausforderung aufmerksam gemacht wurde und seit 1999 unglaubliche zehn Siege feiern konnte. 2012 erklärte er seinen Rücktritt, doch zum Anlass der 20. Austragung motivierte sich der 44-Jährige Vater dreier Töchter (1, 4, 6) nochmals. Seine 47:49 min war die fünftbeste Schwimmzeit.

Zum 7. Mal ist Nina Brenn aus Flims Waldhaus die schnellste Inferno-Triathletin Bei ihrer zweiten Teilnahme steigert sich Petra Eggenschwiler vom TV Welschenrohr von Platz 8 im letzten Jahr auf Rang 2 Die mit 45:24 min schnellste Schwimmerin Ricarda Lisk aus Deutschland beendet ihre Profikarriere mit einem 3. Platz beim Inferno-Triathlon

Als 33. Mann entstieg Ramon Krebs dem See, legte dann mit den besten Resultaten auf dem Rennrad und dem Mountainbike eine Aufholjagd hin, lag bereits in Grindelwald beim Wechsel aufs MB an zweiter Stelle. Marc Pschebizin hielt sich mit der zehnten Rennradzeit auf Rang 5, lag noch hinter Stefan Graf und Sami Götz.

In Stechelberg ging Hürzeler mit dreieinhalb Minuten Vorsprung auf Krebs auf die Laufstrecke. Sami Götz vor Peter Gerber und Marc Pschebizin die weitere Reihenfolge fast gleichauf. Samuel Hürzeler hatte den Plan, auf dem Bike etwas rauszunehmen, und der Plan ging auf. Mit der schnellsten Laufzeit von 3:00:32 h siegte er in 8:49:52 h und genoss den "emotionalsten Zieleinlauf, den es gibt." Er kommt vom Schwimmen, doch ist dies nicht seine stärkste Disziplin, meint der 33jährige Sieger aus Gwatt bei Thun.

Ricarda Lisk empfängt ihren Freund Daniel Rapp vom VfL Waiblingen, der mit 10:15:09 sieben Minuten nach ihr ins Ziel kommt Marc Pschebizin nach dem Wettkampf im Kreise seiner "Betreuer". Lebensgefährtin Tanja Förster und zwei seiner Schützlinge Tim Dülfer und Markus Fandel (rechts), die der Diplom Sportwissenschaftler mit "pschebizin proficoaching" www.proficoaching.net trainiert Nur 4:08 Minuten trennten Nina Brenn, 37 Jahre, und Petra Eggenschwiler, 29 Jahre, im Ziel. Nina Brenn kann hervorragend Schwimmen und ist auf dem Rad schwer zu schlagen. Die Schweizer Duathlonmeisterin 2016 Petra Eggenschwiler (Nr. 66) verbesserte sich dank schneller Rad- und Laufzeit gegenüber dem Vorjahr trotz ihrer schwächsten Disziplin Schwimmen (1:04:49) um 50 Minuten. Zum Vergleich Nina Brenn benötigte 51:35 min

Ramon Krebs aus Münsingen hielt mit der achtbesten Laufzeit seinen Rang, verlor jedoch über 11 Minuten auf Hürzeler und wurde in 9:04:56 h Zweiter. Dass es Marc Pschebizin in 9:11:44 h wieder aufs Siegertreppchen schaffte, darüber freuten sich viele in Anerkennung seiner Leistungen. Mit 3:01:56 h war seine Laufzeit die drittbeste, nur Stefan Graf war 15 Sekunden schneller den Berg hinauf gestiefelt und dort als Vierter nach 9:15:10 h angekommen. 18 Triathleten blieben unter 10 Stunden. 295 erreichten insgesamt das Ziel, davon 41 Frauen.

Noch ist Marc Pschebizin als ‚Mr. Inferno' nicht abgelöst, aber Samuel Hürzeler holt auf. Der ‚Altmeister' war vom ersten Start an begeistert und hat auch nach 2012 kaum eine Teilnahme verpasst und am Inferno Triathlon im Team teilgenommen. Seit 15 Jahren gibt er seine Erfahrung weiter. Sein Unternehmen ist im Internet unter www.proficoaching.net zu finden. Doch trotz der langjährigen Erfahrung, auf die er einen Teil seines Erfolgs zurückführt, wird es immer schwerer gegen die Jüngeren, räumt Marc Pschebizin ein.

Flowerzeremonie auf 2970 m Höhe mit dem Podium des 20. Inferno Triathlons v.l.: Marc Pschebizin (3.), Samuel Hürzeler (1.) Ramon Krebs (2.) und Jan Cermak (Rennleiter Triathlon) ... .. .und v.l.: Petra Eggenschwiler (2.), Nina Brenn (1.) und Ricarda Lisk (3.)

Bei den Frauen führte die Deutsche Ricarda Lisk nach phänomenaler Schwimmzeit von 45:24 min. Nina Brenn aus Flims weiß: "Ich bin nicht die beste Schwimmerin." Diese Annahme untermauerte sie mit der vierten Schwimmzeit in 51:35 min. Ähnlich wie bei den Männern holte Petra Eggenschwiler nach der 31. Schwimmzeit als beste Rennradfahrerin beträchtlich auf und lag beim Wechsel aufs Mountainbike bereits auf Rang drei. Ricarda Lisk war in Grindelwald noch Zweite. Bereits hier hatte Nina Brenn die Spitze übernommen und baute mit der besten Mountainbike Performance ihren Vorsprung weiter aus. Vorjahressiegerin Maya Chollet, zweitschnellste Schwimmerin, verlor auf den Radstrecken etwas an Boden und startete als Fünftplatzierte ihre Aufholjagd beim Laufen.

Nina Brenn musste um ihren siebten Sieg kämpfen, verteidigte den 1. Platz in 10:01:13 h, obwohl ihre Laufzeit von 3:26:43 h von allen drei Nächstplatzierten um mehrere Minuten unterboten wurde. Die 37jährige, die das Inferno und den Gigathlon als ihre Hauptwettkämpfe bezeichnet, hat bereits eine Woche nach dem Schilthorn Inferno die Teilnahme am Trans Vorarlberg Triathlon geplant und pausiert wird erst nach der Duathlon-Weltmeisterschaft in Zofingen im September.

British Airborne, die Militär Fallschirmspringer aus London waren für einen guten Zweck dabei. Für "Support Our Paras", eine gemeinnützige Einrichtung in Colchester, England und in Gedenken an ihren verstorbenen Kameraden Alex Fairey, dessen Mutter in Mürren lebt, benötigten sie für den Halbmarathon im Laufschritt zwischen 3:33 und 4:01 Stunden, hatten aber ein "wenig" Gepäck dabei. Ihren Rucksack, den sie die ganze Strecke bis aufs 2970 m hohe Schilthorn schleppten war mit Wasserflaschen gefüllt und wog 16 Kilogramm v.l.: Stefan (Luzern) und Roland (Lenzburg) Sahli mit Andy Hofstetter aus Aarau hatten ihren Laufspaß, kennen die Rennstrecke von der Skiabfahrt auch entgegen gesetzt

Petra Eggenschwiler aus Langendorf macht große Sprünge nach vorne und könnte mit einer weiteren Verbesserung beim Schwimmen zur unlösbaren Aufgabe für ihre Gegnerinnen werden. Letztes Jahr bei ihrer Erstteilnahme wurde sie 8. und war rund 50 Minuten langsamer. Schwimmen ist nicht so ihrs, so die 29jährige Duathlon Kaderathletin. Im Vorjahr wurde sie Schweizer Duathlonmeisterin und vor zwei Wochen war sie Dritte beim Glacier 3000 Run geworden. Nach 10:05:21 beendete sie das Rennen auf Rang 2.

Für die 36jährige Ricarda Lisk soll der Inferno Triathlon das Ende ihrer Profilaufbahn sein. Mit dem dritten Rang in 10:08:08 h ein gelungener Abschied. Maya Chollet kam in 10:30:04 h als Vierte ins Ziel mit großen Vorsprung vor Daniela Stump, mit 11:00:22 Fünfte vor Sabine Stalder (11:03:31) und Simone Schwarz aus Freiburg im Breisgau, in 11:08:44 h Siebte und zweitbeste Deutsche.

Und vielleicht kann man in den nächsten Jahren im Ziel auf dem Schilthorn wieder die grandiose Alpenwelt mit Eiger, Mönch und Jungfrau sehen und der Nachwuchs Fun-Triathlet alsbald selbst mit den Großen als Inferno-Triahlet aufsteigen
Ausführliche und einladend präsentierte Laufankündigungen im LaufReport HIER

Nach der Schnellsiegerehrung auf dem Schilthorngipfel folgte noch eine Siegerehrung im Sportzentrum Mürren, wo sich für die Team Trophy und die Couples nach 17 Laufkilometern das Ziel befindet und so mancher teilnehmende Solist wegen Zeitüberschreitung aus dem Rennen genommen werden musste. Noch vor Zielschluss setzte Regen ein, kaum vorzustellen sich dann bei einbrechender Abenddämmerung und 14 Stunden nach dem Startkommando am Thuner See über das kleine Schilthorn zum Ziel vorzuarbeiten. Doch nur Finisher bekommen als Trophäe das entsprechende Hemd als Anerkennung den teuflischen Triathlon gemeistert zu haben.

105 Teams kamen in die Wertung der Team Tophy, davon waren 6 Frauenteams. Bei den Couples schafften es 18 Männerpaare und 10 Frauenpaare und 30 Mixed Couples ins Ziel. Wie sich die Couples die vier Disziplinen aufteilen, ist ihnen überlassen. Das Inferno Spektakel war grandios, wenn auch die weißen Riesen sich wenig zeigten.

Zufriedener OK-Präsident

Inferno-OK-Präsident Heinz Zurbrügg zog eine sehr positive Bilanz. Am meisten freute ihn das Wetterglück: "Entgegen den Prognosen hatten wir ‚Schwein' - gerade am Jubiläum war es uns besonders wichtig, dass wir das Rennen auf der Originalstrecke durchführen konnten." Die heftigen Gewitter vom Vortag haben teilweise für prekäre Situationen gesorgt, so ist es bei der Rennrad-Abfahrt von der Großen Scheidegg zu einigen Stürzen gekommen. "Die Athletinnen und Athleten haben viel riskiert. Zum Glück gab es praktisch nur Materialschaden", so Zurbrügg. Besonders aufgefallen sei aber auch die große Fairness, mit der die Sportler am Anlass unterwegs waren. "Ich freue mich, dass sich die Topfavoriten durchgesetzt haben und es in den vorderen Rängen trotzdem spannend geblieben ist", sagt Zurbrügg zum Rennverlauf. Der Sieg von Samuel Hürzeler - als Aushängeschild des Kantons - freut ihn natürlich besonders. Aber auch der Erfolg von Marc Pschebizin, der noch einmal aufs Podest laufen konnte. Was den Anlass betrifft, ist der OK-Präsident überzeugt, dass man sich auf dem richtigen Weg befindet: "Die Stimmung am Wettkampf war super, viele Athletinnen und Athleten wollen wiederkommen. Unser Jubiläums-Anlass ist absolut gelungen."

Bericht und Fotos von Constanze & Walter Wagner

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