4.8. - 13.8.17 - 16. Leichtathletik Weltmeisterschaften in London

10.000 Meter Männer - Finale

Mo Farah über 10.000m unschlagbar

Text von René van Zee - Fotos von Jens Priedemuth

800m Frauen Männer   1500m Frauen Männer   3000mH Frauen Männer
5000m Frauen Männer 10000m Frauen Männer Marathon Frauen Männer

1. Mohamed FARAH GBR 26:49,51 WL
2. Joshua Kiprui CHEPTEGEI UGA 26:49,94
3. Paul Kipngetich TANUI KEN 26:50,60

Intermediate Times:
1000m:
Joshua Kiprui CHEPTEGEI 2:39.48
2000m:
Geoffrey Kipsang KAMWOROR 5:25.45
3000m:
Joshua Kiprui CHEPTEGEI 8:09.13
4000m:
Joshua Kiprui CHEPTEGEI 10:53.80
5000m:
Bedan Karoki MUCHIRI 13:33.74
6000m:
Geoffrey Kipsang KAMWOROR 16:17.50
7000m:
Joshua Kiprui CHEPTEGEI 19:02.21
8000m:
Joshua Kiprui CHEPTEGEI 21:40.98
9000m:
Abadi HADIS 24:20.05

Zum dritten Mal in Folge wurde der Brite Mo Farah Weltmeister über 10.000m. Für die Briten ist Mo Fahrah schon ein Legende, obwohl die Äthiopier Haile Gebrselassie und Kenenisa Bekele vier Mal hintereinander diesen WM Titel gewannen.

10000m Finale mit dem Star der Biten Mohamed Farah

Erstaunlich ist, dass keiner der Langstrecker in den letzten Jahren in der Lage war Farah zu bedrohen. Auch dieses Mal nicht. Die Konkurrenz versuchte es, aber Farah ist am Ende immer der Stärkste. Silber ging an Joshua Kiprui Cheptegei (Uganda; 26:49,94). Bronze gewann der Kenianer Paul Kipngetich Tanui (26:50,60).

Die Begeisterung im Stadion in der Schlussphase des ersten großen Höhepunkts der 16. IAAF Weltmeisterschaften im vollbesetzten Olympiastadion von London war riesig. Die Gegner Farahs versuchten alles, um es ihm so schwierig wie möglich zu machen. Das Tempo war sehr hoch und das war auch die einzige Möglichkeit eine Chance gegen Farah zu haben, weil er auf den letzten Runden immer unschlagbar ist…

Der zweitplatzierte Joshua Kiprui Cheptegei aus Uganda und der drittplatzierte Paul Kipngetich Tanui aus Kenia in führen das 10000m Feld an Mo Farah setzt zum Überholvorgang an

Die Tempoverschärfungen der Kenianer Paul Kipngetich Tanui, Geoffrey Kipsang Kamworor, Bedan Karoki Muchiri und Joshua Kiprui Cheptegei (Uganda) waren aber erfolglos. Farah war zu stark, obwohl er bis 9400 Meter niemals an die Spitze des Feldes ging… Er übernahm auf der letzten Runde die Führung und war nicht zu schlagen.

Farah gewann in 26:49,51 mit einer Schlussrunde in 55,63 Sekunden. Die Zwischenzeit nach 5000m: 13:33,74. Für den erst 20-jährigen Joshua Cheptegei (Uganda) war der zweite Platz ein großer Erfolg. Bei den Cross-Weltmeisterschaften in Kampala brach er in führender Position auf der letzten Runde ein und kam nicht aufs Podest. Dieses Mal hatte seine viele Führungsarbeit Erfolg, verdient! Er gilt als ein großes Talent.

Der Doppelolympiasieger über 5000 und 10000 Meter gewinnt nun auch WM-Gold im 10000 Meter Rennen in seiner Heimat
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Diese Weltmeisterschaften bedeuten das Ende von Farahs Bahnkarriere. Er wechselt zu den Straßenläufen. Es hat sich viel geändert im Mittel- und Langstreckenbereich. Wer früher zu langsam war für 800m und 1500m wechselte zu 5000m oder 10.000m. In der Entwickelung im Mittel-Langstreckenbereich ist es deutlich geworden, wer auf den Unterdistanzen nicht schnell genug ist, geht niemals mehr als Sieger vom Platz. Eigentlich wissen wir das schon lange, der ehemalige Superläufer Ron Clarke (Australien) gewann bei den Olympischen Spielen in Mexico keine Medaille, obwohl er Weltrekordler war…

Für LaufReport berichten aus London:
René van Zee und Jens Priedemuth

Infos & Ergebnisse www.iaaf.org

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René van Zee Jens Priedemuth

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