4.8. - 13.8.17 - 16. Leichtathletik Weltmeisterschaften in London

5.000 Meter Frauen

Hellen Obiri 5000m Weltmeisterin

Text von René van Zee - Fotos von Jens Priedemuth

800m Frauen Männer   1500m Frauen Männer   3000mH Frauen Männer
5000m Frauen Männer 10000m Frauen Männer Marathon Frauen Männer

1. Hellen Onsando OBIRI KEN 14:34,86
2. Almaz AYANA ETH 14:40,35
3. Sifan HASSAN NED 14:42,73

Intermediate Times:
1000m:
Kalkidan GEZAHEGNE BRN 3:18.62 - 14.
2000m:
Almaz AYANA 6:07.41
3000m:
Almaz AYANA 8:58.05
4000m:
Almaz AYANA 11:49.95

Die Olympiazweite Hellen Obiri (geb. 1989 in Kisii) aus Kenia wurde Weltmeisterin über 5000 m und holte damit ihren ersten ganz großen Titel. Im Finale setzte sich die 27 Jahre alte Jahresschnellste in 14:34,86 vor 10.000-m-Weltmeisterin Almaz Ayana (Äthiopien / 14:40,35) durch, die als Titelverteidigerin angetreten war. Die Äthiopierin Almaz Ayana hatte über die 10.000 m dominiert.

Hellen Onsando Obiri aus Kenia gewinnt die Goldmedaille im 5000m Lauf Silber für die Goldmedaillengewinnerin über 10.000m Almaz Ayana aus Äthiopien Die Niederländerin Sifan Hassan gewinnt Bronze

Das 5000m Finale sah aus wie eine Wiederholung von Rio. Die Kenianerin Obiri wusste, dass sie am Ende schneller ist als Ayana. Ihr einziger Auftrag war bei Ayana zu bleiben und das gelang ihr locker. Ayana hatte schon zwei Läufe hinter sich (10.000m Finale und 5000m Vorlauf) und war wahrscheinlich weniger spritzig. Dazu kam auch noch, dass sie durch Verletzungen keine optimale Vorbereitung hatte, sicher nicht für drei Rennen in einer Woche. 600 Meter vor dem Ziel konnte Ayana einen Angriff von Hellen Obiri nicht mehr kontern und wurde Zweite. Die schelle Obiri gewann nach einer hervorragenden taktischen Leistung. Dritte wurde Sifan Hassan (NL) in 14:42,73. Sie wird seit einem Jahr von Alberto Salazar trainiert.

Hellen Obiri: PB 5000m 14:18,37. Hallenweltmeisterin 3000m 2011 in Istanbul. 2. Hallen-WM 2013 in Sopot. WM-3. in Moskau 2013 über 5000m. 2016 Silber bei den Olympischen Spiele in Rio über 5000m und 2017 Weltmeisterin 5000m in London. Ihr Coach ist Sammy Rono.

Die einzige deutsche Teilnehmerin Alina Reh schaffte es bei ihrem WM-Debut nicht sich für das Finale zu qualifizieren. Sie schied mit persönlicher Bestzeit 15:10,01 aus. Sie ist ein Talent und man erwartet für die Zukunft einiges!

4.8. - 13.8.17 - 16. Leichtathletik Weltmeisterschaften in London

5.000 Meter Frauen - Vorläufe

Alina Reh mit persönliche Bestzeit nicht ins Finale 5000m


Zwei Vorläufe gab es im 5000m Rennen der Frauen
Ausführliche und einladend präsentierte Laufankündigungen im LaufReport HIER

Der talentvollen 5000m Läuferin Alina Reh (20 Jahre), SSV Ulm, ist es bei ihrem WM-Debüt nicht gelungen, das Finale über 5000m zu erreichen. Die 5000m waren bei den Frauen sehr stark besetzt mit u.a. Hellen Onsando Obiri (KEN) und Almaz Ayana (ETH) im 1. Vorlauf und Sifan Hassan (NED) und Letesenbet Gidey (ETH) im 2. Vorlauf. Es war keine leichte Aufgabe für Reh, aber sie lief sehr mutig. Sie verbesserte ihre persönliche Bestzeit auf 15:10,01.

Hellen Onsando Obiri aus Kenia ist im 1. Vorlauf am schnellsten Die Deutsche Alina Reh schaffte es als 9. im 1. Vorlauf nicht ins Finale. Auch die Spanierin Ana Lozano als 10. und Mercyline Chelangat aus Uganda (12.) schieden aus

Wer persönliche Bestzeit bei der Weltmeisterschaft läuft, darf sehr zufrieden sein. Es fehlten drei Sekunden für den Einstieg ins Finale. In der Zukunft können wir von ihr noch viel erwarten. Sie wird trainiert von Jürgen Austin-Kerl. Ihr Beruf ist Einzelhandelskauffrau.

Die US-Amerikanerin Molly Huddle lief den 2. Vorlauf vorneweg. Erst auf der Zielgeraden wurde sie gestellt, kam aber als 7. noch ins Finale Die Tochter der früheren Weltmeisterin Liz McColgan, Eilish McColgan (GB) schaffte es im 2. Vorlauf das Finale in 15:00,38 zu erreichen
Ausführliche und einladend präsentierte Laufankündigungen im LaufReport HIER

Die ‚gekaufte' kenianische Türkin Yasemin Can (Europameisterin) erreichte das Finale ebenfalls nicht.

Die Tochter der früheren Weltmeisterin Liz McColgan, Eilish McColgan (GB) schaffte es im 2. Vorlauf das Finale in 15:00,38 zu erreichen. Genzebe Dibaba (Äthiopien) trat nach ihrem enttäuschenden 1500m Lauf nicht mehr an.

First 5 in each heat (Q) and the next 5 fastest (q) advance to the Final

1. Lauf 2. Lauf
1. Hellen Onsando OBIRI KEN 14:56.70 Q 1. Letesenbet GIDEY ETH 14:59.34 Q
2. Almaz AYANA ETH 14:57.06 Q 2. Sifan HASSAN NED 14:59.85 Q
3. Senbere TEFERI ETH 14:57.23 Q 3. Shelby HOULIHAN USA 15:00.37 Q
4. Susan KRUMINS NED 14:57.33 Q 4. Eilish MCCOLGAN GBR 15:00.38 Q
5. Shannon ROWBURY USA 14:57.55 Q 5. Margaret Chelimo KIPKEMBOI KEN 15:00.39 Q
6. Sheila Chepkirui KIPROTICH KEN 14:57.58 q 6. Karoline Bjerkeli GRØVDAL NOR 15:00.44 q
7. Laura MUIR GBR 14:59.34 q 7. Molly HUDDLE USA 15:03.60 q
n.q. 9. Alina REH GER 15:10.01 PB 8. Kalkidan GEZAHEGNE BRN 15:07.19 q

Heat 1 Intermediate Times:
1000m Camille BUSCOMB NZL 3:04.79 - 16.
2000m Ayuko SUZUKI JPN 6:08.00 - 14.
3000m Hellen Onsando OBIRI 9:13.47
4000m Hellen Onsando OBIRI 12:12.40
Heat 2 Intermediate Times:
1000m Molly HUDDLE 3:06.68
2000m Molly HUDDLE 6:05.37
3000m Molly HUDDLE 9:07.14
4000m Molly HUDDLE 12:07.68

Für LaufReport berichten aus London:
René van Zee und Jens Priedemuth

Infos & Ergebnisse www.iaaf.org

Zu aktuellen Inhalten im LaufReport HIER

René van Zee Jens Priedemuth

© copyright
Die Verwertung von Texten und Fotos, insbesondere durch Vervielfältigung oder Verbreitung auch in elektronischer Form, ist ohne Zustimmung der LaufReport.de Redaktion (Adresse im IMPRESSUM) unzulässig und strafbar, soweit sich aus dem Urhebergesetz nichts anderes ergibt.