4.8. - 13.8.17 - 16. Leichtathletik Weltmeisterschaften in London

3.000 Meter Hindernis Frauen

Emma Coburn Weltmeisterin 3000m Hindernis

Dramatisches Rennen: Gesa Felicitas Krause stürzt

Text von René van Zee - Fotos von Jens Priedemuth

800m Frauen Männer   1500m Frauen Männer   3000mH Frauen Männer
5000m Frauen Männer 10000m Frauen Männer Marathon Frauen Männer

1. Emma COBURN USA 9:02.58 CR
2. Courtney FRERICHS USA 9:03.77 PB
3. Hyvin Kiyeng JEPKEMOI KEN 9:04.03

9. Gesa Felicitas KRAUSE GER 9:23.87 (nach Sturz)

Intermediate Times:
1000m:
Ruth JEBET 3:02.74
2000m:
Ruth JEBET 6:03.60

Die Amerikanerin Emma Coburn wurde in 9:02,58 (NR) vor ihrer Landsfrau Courtney Frerichs in 9:03,77 und der Titelverteidigerin Hyvin Kiyeng aus Kenia (9:04,03) Weltmeisterin über 3000m Hindernis. Es war das dramatischste Rennen in der Geschichte des Hindernislaufs der Frauen.

Unfassbar, was in einem Rennen passieren kann. Auf dem ersten Kilometer machte die Kenianerin Celliphine Chepteek Chespol einen Riesenfehler. Statt zum Wassergraben abzubiegen, blieb sie auf der Rundbahn. Zum Glück bemerkte sie es noch rechtzeitig. Gesa Felicitas Krause lief mitten im Feld, als eine Kenianerin nach einer schlechten Hürdenpassage stürzte. Krause konnte nicht mehr ausweichen. Sie bekam einen Schlag auf dem Kopf und eine weitere Läuferin trat auf ihren Fuß. Damit war das Rennen für Gesa vorbei. Respekt für ihre Mentalität, sie gab nicht auf und wurde noch 9. in 9:23,87.

Nach ihrem Sturz noch in der Anfangsphase des 3000m Hinderis Finallaufes stürtzte die Deutsche Gesa Felicitas Krause und musste dem Feld mit den Favoritinnen hinterher laufen. Krause sammelte im Verlauf des Rennens noch 6 Läuferinnen ein, konnte aber nur Platz 9 erreichen
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An der Spitze des Feldes gab es eine Spitzengruppe mit zwei Kenianerinnen, zwei Amerikanerinnen und der Weltrekordlerin Ruth Jebet. Jebet konnte das Tempo nicht mehr halten und fiel zurück. Die beiden Amerikanerinnen Emma Coburn und Courtney Frerichs und Titelverteidigerin Hyvin Kiyeng (Kenia) gingen in Führung.

In einem spannenden Finale gewann Emma Coburn vor Courtney Frerichs und Hyvin Kiyeng. Weltrekordlerin Ruth Jebet (Bahrain) bestimmte am Anfang das Tempo, am Ende wurde sie enttäuschend 5 in 9:13.96. Emma Coburn wurde 2016 Dritte bei den Olympischen Spielen in Rio. Dieses Jahr gewann sie die Diamond League in Shanghai und wurde Zweite bei den Diamond League in Paris. 1990 wurde sie in Boulder geboren.

Courtney Frerichs aus den USA ringt im Duell um den Silberplatz überraschend die Kenianerin Hyvin Kiyeng Jepkemoi nieder Die Goldmedaille im 3000m Hindernislauf gewinnt Emma Coburn aus den USA

Gesa Felicitas Krauses war untröstlich. "Ich habe ein Jahr sehr hart zusammen mit meinem Trainer Wolfgang Heinig gearbeitet. Ich war sehr gut vorbereitet und dann passiert dies." Sie war sehr professionell: "Dies ist Hindernislauf und ich bin nicht die Einzige, der das passiert ist. Wir fliegen sofort in die Schweiz. Da bereite ich mich auf die Meetings in Zürich und das ISTAF Berlin vor." Für ihr Verhalten in und nach dem Rennen verdient sie viel Respekt.

4.8. - 13.8.17 - 16. Leichtathletik Weltmeisterschaften in London

3.000 Meter Hindernis Frauen - Vorläufe

Gesa Felicitas Krause (Silvesterlauf Trier) läuft ins 3000m Hindernis Finale

Unter sehr schlechte Bedingungen, Dauerregen und einer sehr nassen Bahn, erreichte Gesa Felicitas Krause (Silvesterlauf Trier) souverän das Finale über 3000m Hindernis. Es war das dritte Mal, dass sie sich für ein WM-Finale qualifizierte, nach Moskau (2013) und Beijing (2015). In Beijing holte sie die Bronzemedaille.

Der 1. Vorlauf im 3000m Hindernisrennen mit DLV-Athletin Gesa Felicitas Krause
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Krause hat sich mit ihrem sehr erfahrenen Trainer Wolfgang Heinig bestens vorbereitet. Mit ihm war sie 10 Wochen im Höhentraininglager in Kenia. Die letzte Vorbereitung machte sie in Davos, kurz vor den Weltmeisterschaften.

Es war ein langsames Rennen, wobei die ersten Drei direkt ins Finale kamen. Gesa war sehr konzentriert und ihre hervorragende Technik über die Hindernisse und den Wassergraben gab ihr Vorteile gegenüber der Konkurrenz.

Fadwa Sidi Madane aus Marokko übernahm zeitweise die Führung Die Deutsche Gesa Felicitas Krause im vorderen Feld zwischen den Kenianerinnen Hyvin Kiyeng Jepkemoi, Purity Cherotich Kirui, der US-Amerikanerin Colleen Quigley vorne rechts, die disqualifiziert wird, der Äthiopierin Sofia Assefa, als 5. nicht für das Finale qualifiziert und Tigest Getent aus Bahrain als 11. ebenfalls nicht weiter

So auch am Ende ihres Vorlaufes, wo sie zeigte wie stark sie jetzt ist. Sie gewann in (9:39,86) vor Titelverteidigerin Hyvin Kiyeng Jepkemoi (9:39,89). Die Zeit spielte keine Rolle, nur die Qualifikation für das Finale galt. Sie ist Mitfavoritin im Finale, aber von einer Medaille träumt sie erst noch….

Die Kenianerinnen Hyvin Kiyeng Jepkemoi und Purity Cherotich Kirui kommen als 2. und 3. im 1. Vorlauf direkt weiter Viel Wasser gab es am Mittwoch nicht nur am Wassergraben Gesa Felicitas Krause setzt zum Endspurt an, die Marokkanerin >Fadwa Sidi Madane kommt als 4. nicht ins Finale

First 3 in each heat (Q) and the next 6 fastest (q) advance to the Final

1. Lauf 2. Lauf 3. Lauf
1. Gesa-Felicitas KRAUSE GER 9:39.86 Q 1. Beatrice CHEPKOECH KEN 9:19.03 Q 1. Celliphine Chepteek CHESPOL KEN 9:27.35 Q
2. Hyvin Kiyeng JEPKEMOI KEN 9:39.89 Q 2. Ruth JEBET BRN 9:19.52 Q 2. Emma COBURN USA 9:27.42 Q
3. Purity Cherotich KIRUI KEN 9:40.53 Q 3. Courtney FRERICHS USA 9:25.14 Q 3. Genevieve LACAZE AUS 9:27.53 Q
  4. Aisha PRAUGHT JAM 9:26.37 q 4. Winfred Mutile YAVI BRN 9:28.00 q
  5. Geneviève LALONDE CAN 9:31.81 q 5. Etenesh DIRO ETH 9:31.87 q
  6. Birtukan FENTE ETH 9:33.99 q 6. Belén CASETTA ARG 9:35.78 q
    n.q. 7. Fabienne SCHLUMPF SUI 9:36.08

Heat 1 Intermediate Times:
1000m Fadwa SIDI MADANE 3:18.99
2000m Fadwa SIDI MADANE MAR 6:35.37 - 4.
Heat 2 Intermediate Times:
1000m Beatrice CHEPKOECH 3:02.05
2000m Beatrice CHEPKOECH 6:08.60
Heat 3 Intermediate Times:
1000m Peruth CHEMUTAI UGA 3:13.50 - 8.
2000m Winfred Mutile YAVI 6:22.55

Für LaufReport berichten aus London:
René van Zee und Jens Priedemuth

Infos & Ergebnisse www.iaaf.org

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René van Zee Jens Priedemuth

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