20.8.17 - 7. Hiltruper Halbmarathon

Heimspiel für Sieger Yannik Rinne

Teilnehmerrekord nach zwei Jahren Pause

Runderneuerter Lauf fand bei besten Bedingungen statt

von Michael Schardt

Von 2009 bis 2014 erlebte der Hiltruper Halbmarathon sechs Auflagen. Als 2015 dann die noch recht junge Laufveranstaltung wegen Straßenbauarbeiten abgesagt werden musste, sollte dies nur eine einmalige Maßnahme sein. Doch im Juli 2016, ein Monat vor der Veranstaltung, musste sich der Vereinsgeschäftsführer Dieter Strohwald vom Turn- und Sportverein Hiltrup erneut an die Öffentlichkeit wenden und die zweite Absage in Folge verkünden, weil das Ende der Bauarbeiten sich verzögert hatte und deren Ende nicht klar vorhersehbar war. Bis zuletzt hatte man gehofft, das Rennen doch noch stattfinden lassen zu können. Doch dann kam das Aus. Die umfangreichen Vorbereitungsmaßnahmen der ehrenamtlichen Helfer waren für die Katz, die Arbeit und Mühen umsonst. Als die Teilnehmer von der erneuten Absage hörten, mutmaßten nicht wenige, dass dies wohl das endgültige Ende des Hiltruper Halbmarathons gewesen sein könnte. Geistig wurde die Veranstaltung schon zu Grabe getragen.

Der Hiltruper Halbmarthon gehört zu den schönsten HM-Läufen im Münsterland und bietet viel Grün und viel Wasser. Beim neu konzipierten Streckenverlauf werden die Halbmarathonis mitten im münsterländischen Binnenland zu echten Inselläufern. Denn zwischen dem Altarm und dem neuen Weser-Ems-Kanal wird ein Landstrich vollständig vom Wasser umgeben und diese Kanalinsel von den Läufern zu Beginn gleich zwei Mal umrundet, was zusammen zehn Kilometer ergibt
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Doch bekanntlich leben Totgesagte länger und oftmals besser als je zuvor. Davon konnten sich die Läufer nach zwei Jahren Pause bei der nun siebten Auflage des beliebten Laufs überzeugen und taten dies auch in einer Anzahl, die bei den vorhergehenden Austragungen nie erreicht worden war. Bei bestmöglichen äußeren Bedingungen bildeten sich am Nachmeldeschalter derart lange Schlangen, dass deren Bearbeitung nicht so schnell bewältigt werden konnte wie geplant und der für neun Uhr vorgesehene Start um rund zehn Minuten nach hinten verschoben werden musste. Das alles tat der guten Laune im großen Läuferfeld aber keinen Abbruch. Eine Fitnesslady spulte für die am Start wartenden Sportler ein spaßig-quirliges Aufwärmprogramm ab, und der Moderator Werner Blomberg verkürzte mit seiner lockeren Art die Wartezeit, bis auch der letzte Läufer hinter der Startlinie stand und Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt den Startschuss abfeuert konnte.

Wegen bereits vollzogener und weiterer angekündigter Straßenbaumaßnahmen musste der Hiltruper Lauf zwei Jahre pausieren. Nun hat man das Start- und Zielgelände an den Betriebshafen an der Alten Fahrt verlegt. Der Weg von der Umkleide hierhin ist ca. 500 Meter lang

Neues Streckenkonzept

Die bereits erwähnten Straßenbaumaßnahmen und die zweijährige Pause haben beim TuS Hiltrup Überlegungen in Gang gesetzt, wie man unabhängiger werden könne von der verkehrsräumlichen Planungen der Behörden.

Die Hiltruper Sportanlage Süd war in den ersten Jahren eigentlich ein ideales Terrain für alle logistischen Anforderungen und die davor gelegene Hansestraße insofern der geeignete Bereich für den Zieleinlauf, als dass sie wenig befahren und leicht abzusperren war, wodurch die behördlichen Genehmigungen nur eine Formsache waren. Dann wurde die Hansestraße aber zur Durchgangsstraße, weil eine andere Straße, die als Zubringer zur Autobahn fungiert, erweitert und für den Straßenverkehr gesperrt werden musste. Langfristig, so vermutet Dieter Strohwald, wird die Hansestraße wohl immer mehr befahren werden, weshalb man ohnehin mit dem Start-Ziel-Bereich hätte umziehen müssen. Das wurde nun mit der Verlegung zum Bezirkshafen realisiert. Das allerdings bedeutet, dass die Läufer von der Umkleide zum Start und nach dem Rennen vom Ziel zur Dusche weite Wege zurücklegen und nach dem Duschen von dort noch einmal zum Hafen zur Siegerehrung gehen müssen.

 

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Start für über 400 HM- und Staffelläufer. So viele Akteure waren noch nie dabei Vom Startareal aus kann man die Läufer auf der anderen Seite des Kanals noch recht lange sehen, wo sie in Richtung der Ortschaft Amelsbüren unterwegs sind

Mit der Verlegung des Start- und Zielbereichs waren die Überlegungen jedoch noch nicht abgeschlossen. Eine ganz neue Strecke musste her, denn nicht nur die Hansestraße konnte nicht mehr belaufen werden, sondern gefährdet sei kurz- oder mittelfristig auch die Prinzbrücke über den Kanal. Schon lange hatte es geheißen, sie sei baufällig und müsse abgerissen werden, erläutert der TuS-Geschäftsführer. Um nicht noch einmal in die Bredouille zu kommen, so Strohwald, habe man sich ein ganz neues Streckenkonzept überlegt, dessen Realisierung viele Monate gebraucht habe. Mit der neuen Strecke sei man auf lange Sicht unabhängig und könne sicher planen.

Zwei Doppelrunden

Die wichtigste Neuerung der aktuellen Strecke ist die Einbeziehung der sogenannten Kanalinsel, die zwischen dem stillgelegten Arm des Dortmund-Ems-Kanals und der neuen Wegeführung liegt. Vom Start ist es bis zur Insel nicht weit. Die Insel wird gleich zweimal nacheinander umrundet und führt die Läufer auch zweimal am Ziel vorbei. Ideal dabei ist, dass die Wechselzone direkt am Ziel eingerichtet werden konnte, denn nach den beiden Kanalrunden ist Kilometer 10, somit fast die Hälfte der Strecke vollzogen. Das hat für die Staffelteams den Vorteil, dass sie sich nicht zu einem externen Wechselplatz begeben müssen und für die Zuschauer, dass sie die Läufer mehrfach zu sehen bekommen.

Das freundliche Läuferwetter ließ die meisten Läufer strahlen Nach fünf Kilometern haben sich Yannik Rinne (vorne) und David Schönherr vom LSF Münster schon deutlich vom Feld abgesetzt

Der zweite Teil des Halbmarathons führt auf die andere Uferseite und in Richtung der Ortschaft Amelsbüren. Dort ist erneut eine Runde abgesteckt, die zweimal zu durchlaufen ist. Danach kehren die Halbmarathonis auf gleichem Weg zurück zum Ziel. Insgesamt handelt es sich um eine schöne, grüne Landschaftsstrecke auf wenig Asphalt und viel Schotter, die fast durchgängig die Nähe zum Wasser hat. Wirklich schnell ist der Kurs wohl nicht, obwohl es keine wesentlichen Steigungen gibt. Der Schotter aber und die sechs Brücken, die zu überlaufen sind, machen sie etwas langsam. Im Mittelfeld kann es auch schon mal eng werden und bei Überholmanövern ein paar Zusatzkurven nötig machen.

Carolin Körner vor Ira Schwefer

Der Halbmarathon von Hiltrup verzichtet bewusst auf ein sportliches Rahmenprogramm. Es gibt keine anderen Streckenangebote und auch keine Kinderläufe. Allein, dass man sich den Halben auch mit einem weiteren Läufer teilen kann, ist einziges Zugeständnis, und das erst seit 2013. Davor war der Staffellauf nicht im Angebot. Als der Lauf 2009 Premiere feierte, kamen 392 Läufer ins Ziel. Das blieb Teilnehmerrekord bis zur großen Pause 2014, denn die Beteiligung ging in den nächsten Jahren immer weiter zurück, obwohl der Lauf als wichtiger Vorbereitungslauf für den Münster Marathon drei Wochen später gilt. Die Pause scheint der Veranstaltung nicht geschadet zu haben, denn bei der jetzigen Wiederaufnahme wurde mit 423 Finishern ein neuer Teilnehmerrekord aufgestellt. Sicher auch geschuldet den guten Laufbedingungen mit Temperaturen von 15 bis 17 Grad, blau-weißem Himmel und trockener Luft.

Carolin Körner hatte erst vor, sich die Strecke mit einer Freundin zu teilen und Staffel zu laufen. Da die Freundin nicht antrat, meldete sich die 28-Jährige auf die ganze Strecke um und gewann klar die Frauenwertung Sichere 2.: Ira Schwefer Sara Kaute läuft auf Rang 3 Magda Mayerhoffer wird 4. Vom GW Marathon Münster kommt die 5.: Dana Jung

Beim Frauenrennen war eine, die schon dreimal siegreich war, nicht am Start: Jana Hempelmann. Auch andere frühere Siegerinnen wie etwa Christl Viebahn, Linda Schücker oder die letzte Gewinnerin vor der Pause, Sandra Lüring, waren nicht dabei. Es würde sich also eine neue Siegerin in die Liste eintragen, und das, wie sich später herausstellte, eher zufällig. Die neue Siegerin heißt Carolin Körner und startete früher für die Hochschulsportgruppe Münster, diesmal jedoch ohne Vereinsangabe. Eigentlich wollte sich die 28-Jährige den Halbmarathon gar nicht antun, sondern mit Kollegin Kristin Möse ein Duo im Stafettenlauf bilden. Möse jedoch war nicht zugegen, so dass sich Körner ummeldete auf den "ganzen Halben".

Vom Start weg eroberte sie sich gleich die Führungsposition, allerdings nicht so, dass man sie vorzeitig als Siegerin hätte sehen können. Kurz hinter ihr lauerte Ira Schwefer (W45) vom LSF Münster auf ihre Chance. Die 46jährige Juristin hielt immer Sichtkontakt zu der Führenden, ohne ihr wirklich ganz nah zu kommen. So gelang Körner in 1:31:52h ein Start-Ziel-Sieg mit recht knappem Vorsprung vor Schwefer, die ihr Rennen nach 1:32:25h beendete. Größer wurden die Abstände hinter den beiden Frontfrauen. Sara Kaute (W30) vom Active Laufshop Team finishte in 1:35:48h als dritte vor Magda Mayerhoffer (WHK) von den BSG LVM Versicherungen in 1:37:06h. Damit sind die Frauen genannt, die unter hundert Minuten blieben. Einen schönen fünften Rang erreichte Dana Jung als Siegerin der W35. Die Läuferin von Grün-Weiß Marathon Münster benötigte 1:40:04h.

Diese Läufer haben die Hälfte geschafft und sind auf dem leicht ansteigenden Weg zur Kanalbrücke, die sie aufs "Festland" bringt. Insgesamt müssen sechs Brücken gequert werden Blick auf die Kanalbrücke. In der Mitte in Hellgrün ist Josef Grond zu erkennen, der 2. der M60 wird

Die Siegzeit von Carolin Körner ist die bisher langsamste in Hiltrup, möglicherweise auch, weil die neue Strecke nicht mehr ganz so schnell ist. Den Bestwert auf dem früheren Kurs erreichte Christl Viebahn (LAZ Puma Sieg) mit 1:23:21h. 81 Frauen kamen beim Einzelrennen ins Ziel, knapp ein Viertel aller Starter.

Yannik Rinne fühlt sich gut

Beim Männerrennen war vorauszusehen, welche Läufer den Ton angeben würden. Da war zum einen Yannik Rinne von den Laufsportfreunden Münster in der Voranmeldeliste zu finden; zum anderen hatte dessen Mannschaftskamerad David Schönherr sich kurzfristig entschieden, ebenfalls teilzunehmen und meldete nach. Dass kein anderer Läufer den beiden das Wasser reichen würde können, war an deren HM-Bestzeiten leicht abzulesen. Schönherrs PB liegt bei 1:10:56h, Rinne hat (noch) nur eine 1:13:24h stehen. Letztere soll bald nach unten korrigiert werden.

Eine von sechs Verpflegungsstellen steht im Zielbereich, wo auch ... ... die Staffelläufer ihren Stab übergeben

Zunächst machten die beiden LSF-Spitzenkräfte gemeinsame Sache. Rinne machte das Tempo und Schönherr hängte sich hinten dran. So blieb es bis Kilometer fünf. Beim zweiten Durchlauf am Ziel (km 10) hatte Rinne sich bereits einen kleinen Vorsprung erarbeitet, und Schönherr machte keine Anstalten, dem Führenden etwas Ernsthaftes entgegenzusetzen. Normalerweise kann Schönherr als der stärkere Läufer von beiden eingeschätzt werden, doch laborierte er in den letzten Monaten an einer langwierigen Achillessehnenverletzung, die inzwischen zwar ausgeheilt ist, aber einen großen Trainingsrückstand verursachte, der längst noch nicht kompensiert ist. Rinne hingegen befindet sich seit mehreren Wochen in einer glänzenden Form und konnte dies in Hiltrup auch bestätigen. Er siegte in 1:14:17h, nur eine knappe Minute hinter seiner Bestzeit zurück, während Schönherr das Rennen als zweiter in 1:16:12h beendete und es als Komponente eines forcierten Laufs zum weiteren Trainingsaufbau abhakte.

Ein starker Auftritt verschafft Yannik Rinne erstmals den Sieg in Hiltrup Aufsteigende Form nach langer Verletzung: David Schönherr wird 2. Rang 3 für Marc Hug Regelmäßiger Gast in Hiltrup ist Sven Fels, der 4. wird Bernd Holtkamp läuft auf Rang 5

Rinne zeigte sich im späteren Gespräch sicher, dass heute eine neue Bestzeit möglich gewesen wäre, wenn die Strecke nicht so schwierig und vor allem der Wind nicht so kräftig geblasen hätte. "Ich habe mich unterwegs sehr gut gefühlt", gab er zu Protokoll, "doch die letzten vier Kilometer waren sehr hart." Bei den Passagen mit Gegenwind habe er bis zu zehn Sekunden pro Kilometer verloren, und die sechs Brückensteigungen seien auch keine geringe Anstrengung gewesen. Als gut habe sich die Arbeit der Organisatoren erwiesen, insbesondere des Führungsfahrrads, welches immer dafür gesorgt habe, dass er bei den Überholvorgängen stets freie Bahn gehabt habe. Ein anderer Wettkampf mit vielleicht schnellerer Strecke wäre für ihn an diesem Wochenende nicht in Frage gekommen, denn als gebürtiger Hiltruper wollte er unbedingt hier sein Debüt geben. Auch seine alten Herrschaften hatten den Weg an die Laufstrecke gefunden, "schließlich wohnen meine Eltern nur drei Kilometer von hier entfernt". Die Veranstaltung hatte dem 28jährigen Student bestens gefallen, wie er mehrfach betonte, einen kleinen Kritikpunkt hatte der schnelle Lokalmatador aber auch. Wenn man sich warm gemacht habe, sei es ungünstig, wenn sich der Start nach hinten verschiebe. Rinne und Schönherr planen nun den Start beim Marathon in Frankfurt und wollen dort je unter 2:30h bleiben.

Hinter dem Spitzenduo hatte sich ein weiteres Läuferpaar gebildet, das um einige Kilometer länger beisammen bleiben sollte. Marc Hug (M35) vom Active Laufshop Team und Sven Fels (MHK) von der LG Coesfeld machten bis zur Hälfte der Strecke gemeinsame Sache, bis sich Hug entscheidend lösen und in 1:20:56h den Bronzeplatz erlaufen konnte vor Fels (1:22:57h). Einen guten fünften Platz erreichte Bernd Holtkamp (M35) von Union Wessum in 1:23:40h. Die beiden schnellsten Zeiten erreichten auf der alten Strecke Pascal Hille 2011 in 1:12:15h und zuletzt (2014) Nikki Johnstone in 1:14:19h. Rinnes Wert war damit die zweitschnellste Zeit aller Sieger.

Der Staffelsieg der Männer ging an Marc Kuhlmann und Schlussläufer Michael Wilms. Sie laufen für den Münsteraner Sportverlag Philippka, dem führenden Leichtathletikverlag der Republik Der Sieg der gemischten Staffeln holten sich Verena Peters und Schlussläufer Daniel Peters Das schnellste Frauenduo war Anna Verling und Schlussläuferin Shirin Assad

Team und Staffel

Wie so oft bei Laufveranstaltungen in der Region dominierten die übermächtigen Laufsportfreunde Münster das Rennen. Nicht nur, dass sie drei von sechs möglichen Podestplätze in der Einzelwertung belegten, sondern gleichfalls erreichten sie in der Teamwertung (Addition der Zeiten von drei Läufern) drei der ersten vier Plätze. LSF Münster 1 mit Rinne, Schönherr und Mahmut Arica belegte Platz eins in 3:35:07h vor LSF 2 in 4:17:14h, dem Active Laufshop Team (Marc Hug, Jürgen Düking, Sara Kaute) in 4:26:29h und LSF 3 in 4:31:55h.

Beim Staffelwettbewerb nahmen 38 Zweierteams in drei verschiedenen Kategorien teil, so viele wie nie. Bei den Frauen (10 Teams) siegten Anna Merle Verling und Shirin Assad Pour, das Jugendheim St. Clemens repräsentierend, in 1:43:14h. In der Kategorie "Mixed" (16 Teams) hatten Verena und Daniel Peters von den BSG LVM Versicherungen in 1:39:43h die Nase vorn. Das schnellste Duo überhaupt und Sieger der Männersektion (12 Teams) stellte der Philippka Verlag aus Münster, ein in Deutschland führender Sportverlag, in 1:27:03h. Angetreten für die Sportbuchmacher waren Michael Wilms und Marc Kuhlmann.

Die Zielgeraden mit leichtem Gefälle Einträchtig Seite an Seite erreichen Nina Ennen (rechts) und Christiane Lohmann entspannt in gut 100 Minuten das Ziel
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Fazit: Die neue Strecke und das ganze Drum und Dran kam bei den meisten Läufern sehr gut an. Des Öfteren durch den Moderator nach Kritikpunkten oder Verbesserungsvorschlägen befragt, wussten die meisten Akteure keine Antwort. "Alles gut", lautete übereinstimmend die Replik. Dass es keine Nettozeiten und überhaupt keine elektronische, sondern eine handgestoppte Zeitmessung gab, störte hier niemand. Auch nicht, dass der Zeitpunkt der Siegerehrung nicht vorher festgesetzt worden war und von den zu Ehrenden bei der Zeremonie nur eine Frau und ein Mann anwesend waren. Man könnte also noch die ein oder andere Kleinigkeit verbessern und wird das auch sicher tun. Schön wäre es zudem, wenn die Sieger nach dem Einlauf im Interview den Zuschauern vorgestellt würden. Die standen hinter dem Ziel etwas alleine da.

Alles in allem konnte der neu aufgestellte Hiltruper Laufveranstaltung voll überzeugen und eine sehr gute Wiederaufnahme feiern. Er ist - auch als Vorbereitungsmöglichkeit für den Münster Marathon - aus dem regionalen Laufkalender als der beliebteste Halbmarathon kaum mehr wegzudenken.

Bericht und Fotos von Michael Schardt

Ergebnisse www.tus-hiltrup.de

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