5.7.19 - 22. Marburger Nachtmarathon

Das Lauf-Event im Lahntal begeistert immer mehr Läufer

von Helmut Serowy 

Eine buntgekleidete, fröhliche Prozession zieht jährlich im Hochsommer aus dem Lahntal hinauf zum markanten Marburger Landgrafenschloss. Über 2000 Läufer mit ihren Begleitern wandern in den frühen Abendstunden vom Uni-Stadion an der Lahn - dem Zentrum des Marburger Nachtmarathon - durch die steilen Gassen zum rund 750 Meter entfernten, weitläufigen historischen Marktplatz unterhalb des Schlosses. Dieser platzt vor dem Start regelmäßig aus allen Nähten. Die Läufer lagern um den großen Brunnen, verteilen sich in den umliegenden, von beeindruckenden Fachwerkgebäuden gesäumten, Gassen und Ecken.

Vor dem mächtigen Rathaus empfängt sie neben der Treppe zum Hirschberg eine schlanke Frauengestalt, die einen kleinen Jungen präsentiert. Hier wacht Sophie von Brabant - Tochter der Heiligen Elisabeth - über die Stadt Marburg und ihren Markt. Die Skulptur, die Ivan Theimer 1989 anfertigte, zeigt dem Volk ihren Sohn Heinrich von Brabant (das Kind von Brabant). Dieser wurde vor nunmehr 775 Jahren - am 24. Juni 1244 - geboren. Er sollte als Heinrich I. der erste Landgraf von Hessen und Begründer des hessischen Fürstenhauses werden.

Unterhalb des Landgrafenschlosses startet der Marburger Nachtmarathon
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Nach dem Tode des letzten ludowingischen Landgrafen von Thüringen, Heinrich Raspe, kämpfte Sophie im thüringisch-hessischen Erbfolgekrieg von 1247 bis 1264 für ihren Sohn Heinrich um das gesamte Erbe Thüringen-Hessen. Schon 1247 - als Heinrich erst drei Jahre alt war - ließ sie ihn auf der Mader Heide und in Marburg zum Landgrafen ausrufen. Durch den Langsdorfer Vertrag von 1263 sicherte sie ihm schließlich die hessischen Besitzungen der Ludowinger, die Heinrich von nun an unabhängig regierte. Er machte Marburg und ab 1277 Kassel zu seiner Residenz und nannte sich "Landgraf von Hessen". Heinrich starb am 21. Dezember 1308 auf einer Reise nach Marburg und wurde dort in der Elisabethkirche beigesetzt.

Im letzten Jahr freute sich der Cheforganisator Eugen Leipner vom ausrichtenden USC Marburg über eine bis dahin nicht erreichte Voranmelde-Zahl von 1.887 Läufern. Auch bei der 22. Auflage des Marburger Nachtmarathon zeigte er sich mit seinen rund 150 Helfern bereits im Vorfeld begeistert. 1.844 Voranmeldungen bestätigten erneut das große Interesse an dem Lauf-Event in die Dämmerung durch die Marburger Altstadt und das flache Lahntal.

In den letzten Jahren erlebten die Läufer in Marburg immer wieder Hitzeschlachten. Bei der 22. Auflage des Nachtmarathons herrschten zwar wieder hochsommerliche Temperaturen, es war dennoch etwas angenehmer wie bei zahlreichen vorhergehenden Rennen. Viele Nachmeldungen sorgten daher erneut für weit über 2000 Starter bei dem beliebten Läuferfest.

Vor dem Rathaus versammeln sich die Läufer vor dem Start auf dem historischen Marktplatz Der Marburger Marktplatz kann die Läufermassen kaum fassen

Mit 1983 Finishern registrierten die Ausrichter erneut eine Rekordmarke und gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 20 Läufer. Damit kratzt auch die Finisher-Zahl kräftig an der 2000er-Grenze "Mit der Beteiligung sind wir hochzufrieden. Vom ersten Lauf mit 500 Startern hat sich der Lauf prächtig entwickelt und bei dieser Teilnehmerzahl können wir auch weiterhin eine perfekte Organisation und einen reibungslosen Ablauf gewährleisten", bilanzierte Pressewart Heiko Krause bereits vor dem Start.

Der Spaß am Laufen wird beim Marburger Nachtmarathon ganz groß geschrieben. Das zeigen insbesondere die vielen Marathon-Staffeln, die als Vierer-Teams die Stimmung an der Strecke, insbesondere aber im Wechselbereich hinter dem Hirsefeldsteg an der Lahn, anheizen und deren Zahl jährlich weiter wächst.

 
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Streckenführung und Atmosphäre machen den Marburger Nachtmarathon zu einem besonderen Erlebnis für Läufer und Zuschauer.

Sophie von Brabant präsentiert ihren vor 775 Jahren geborenen Sohn Heinrich, den ersten Landgrafen von Hessen Kurz nach dem Start drängen die Nachtmarathonis durch Marburgs enge Altstadtgassen

Dass auf der vermessenen und bestenlistenfähigen Strecke aber auch schnelle Zeiten möglich sind, verdeutlichen die Streckenrekorde. So lief hier vor elf Jahren 5000-m-Olympiasieger Dieter Baumann den Halbmarathon nach lockerem Einstieg und einer Tempoverschärfung auf der zweiten Streckenhälfte in 1:10:27 Stunden. Ein Jahr später steigerte der Kenianer Hosea Tuei die Streckenbestzeit auf 1:08:41 Stunden. Bei den Frauen liegt die mehrfache deutsche Meisterin Susanne Hahn (Saar 05) mit 1:16:49 Stunden in Front.

 
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Die Marathon-Rekorde halten beim Sommer-Rennen Hakim Ouahioune vom SF Blau-Gelb Marburg mit 2:34:57 Stunden und Marlies Meyer von der LG Rhein mit 2:56:59 Stunden. Das Staffelquartett "VfL Marburg & Friends" schraubte 2017 den Streckenrekord auf 2:28:19 Stunden.

Marathon

Um 19 Uhr startete das Riesenfeld der Marathonläufer und -staffeln und der Halbmarathonläufer auf dem historischen Marburger Marktplatz und zwängte sich durch die engen Altstadtgassen. Vollbesetzte Biergärten säumten anfangs die Strecke und bremsten auf der steilen Bergab-Passage in Richtung Wilhelmsplatz das Tempo zusätzlich.

Auf der breiten Universitätsstraße konnte sich die nun bereits weit auseinandergezogene Karawane ausbreiten und Tempo aufnehmen. Ein begeistertes Zuschauerspalier verabschiedete die Läufer schließlich vor der Alten Universität am Rudolphsplatz in das nördlich gelegene Wehrda.

In breiter Front zieht die Karawane durch die Universitätsstraße Auf dem Rudolphsplatz verabschiedet ein Zuschauerspalier die Läufer auf ihre Nordschleife

Hier hatten sich der spätere Halbmarathon-Sieger David Schön vom TSV Krofdorf-Gleiberg und der Zweite, Markus Schraub von Blau-Gelb Marburg, hinter den Staffelläufern Jonas Simon von der LG Eder und Marc Feussner vom VfL Marburg in Position gebracht. Begleitet wurden sie noch vom schließlich auf Platz sechs einlaufenden Christopher Bräm aus Marburg. Als Solist folgte der Halbmarathon-Dritte Lars Siegmund von BG Marburg.

Nach elf Kilometern war die Nordschleife entlang der Lahn abgeschlossen und die Läuferschlange passierte erstmals hinter dem Uni-Stadion den schmalen Hirsefeldsteg über die Lahn, um die Südschleife durch das Tal in Richtung Gisselberg und Cappel in Angriff zu nehmen. Nach dieser Runde hatten die Halbmarathon-Läufer ihr Tagwerk beendet und konnten nach rechts zum Zieleinlauf ins Stadion einbiegen. Marathonläufer und Staffeln mussten noch zweimal den Südkurs durchlaufen.

Hier hatte sich das Halbmarathon-Spitzentrio David Schön, Markus Schraub und Lars Siegmund endgültig sortiert. Robert Wilms von der SG Wenden führte die 135 Marathon-Finisher an, dicht gefolgt vom Triathleten Julian Schepp vom Team Naunheim. Die Medaillen-Kandidaten Gabriel Lautenschläger aus Gießen und Dauergast Marco Diehl (DVAG-Marathon-Team) hielten Anschluss.

Robert Wilms feiert einen souveränen Marathon-Sieg Den zweiten Rang schafft Gabriel Lautenschläger Bereits als Dritter freut sich Marco Diehl über den Erfolg in der M50

Robert Wilms (M30) gab seine Führung nicht mehr ab und sicherte sich - vom Herborner Laufmoderator Artur Schmidt im Stadion begrüßt - nach 2:45:29 Stunden unbedrängt den Marathon-Erfolg. Sein engagierter Verfolger Julian Schepp musste bereits nach 15 Kilometern erkennen, dass an diesem Abend nichts zusammenlief. Nach der Halbmarathon-Marke schaltete er daher auf "Durchlaufen" um. "Ich wollte den Marathon beenden, mich aber im Hinblick auf die weitere Saison nicht kaputtlaufen. Da war auch der Kampf um eine Zeit unter drei Stunden keine Option mehr", kommentierte er enttäuscht seinen Wettbewerb. Immerhin schaffte er mit 3:03:52 Stunden noch den fünften Platz im Gesamteinlauf und den zweiten Rang in der M30.

Hochzufrieden war dagegen der 30-km-Dritte des Marburger Lahntallaufes im Frühjahr, Gabriel Lautenschläger. Er hielt mit 2:48:35 Stunden am erfolgreichsten den Anschluss und gewann als Zweiter zugleich die Männer-Hauptklasse. "Altmeister" Marco Diehl, der auf dem Kurs durch das Lahntal schon viele Schlachten geschlagen hat, sicherte sich die Bronze-Medaille und den M50-Sieg in 2:57:36 Stunden. Simon Bednar aus Bad Nauheim lief vor Julian Schepp mit 3:02:32 Stunden auf den vierten Platz und belegte in der Männer-Hauptklasse den zweiten Platz.

Nach 11 km beginnt auf dem Hirsefeldsteg die Südrunde Die M60 führt Bernd Orlowski vom LV Oelde an Knapp dahinter gewinnt Michael Theiß vom TSV Grünberg die M55

Nach einer Pause führte der zweite M50-Starter Dirk Karl vom TSV Kandel in 3:10:23 Stunden das dichter werdende Marathon-Feld vor Fabian Trzewik (Team Erdinger Alkoholfrei, M30 - 3:11:54 Stunden), M35-Sieger Martin Jäger aus Großwallstadt (3:12:34 Stunden), Mathieu Pohl aus Waldgassen (M 30 - 3:13:16 Stunden) und dem Gewinner der M40, Michael Schoppe von der LSG Goldener Grund Selters (3:13:39 Stunden), an.

Weit vorne platzierte sich auch M45-Sieger Tobi Duncker aus Düsseldorf mit 3:18:05 Stunden. Die M55 gewann Michael Theiß vom TSV Grünberg in 3:28:22 Stunden vor Richard Schult (3:32:22 Stunden). Eine starke Leistung zeigte in der M60 Bernd Orlowski vom LV Oelde mit 3:27:59 Stunden. Lokalmatador Norbert Madry von Blau-Gelb Marburg überzeugte in der M65 mit 3:50:59 Stunden.

Die chinesische Studentin Hang An führte lange die Marathonläuferinnen an. Letztlich setzte sich die favorisierte Ultra-Langstrecklerin Birgit Schönherr-Hölscher vom PV Triathlon Witten aber souverän an die Spitze des Frauen-Feldes. Die W50-Starterin distanzierte mit 3:22:29 Stunden die W30-Siegerin Hang An (3:35:03 Stunden) noch um über zwölf Minuten. "Bronze" holte sich die zweite W50-Läuferin Doris Remshagen vom TV Refrath in 3:41:11 Stunden.

Ihrer Favoritenrolle wird beim Marathon Birgit Schönherr-Hölscher gerecht Hang An erreicht den zweiten Rang und W30-Erfolg Doris Remshagen (40542) läuft als zweite W50-Starterin auf Rang 3 Mit dem vierten Platz sichert sich Renate Seibel die Goldmedaille in der W55

Renate Seidel von der Troisdorfer LG - zuletzt Marathon-Dritte in Marburg 2016 und 2018 - lief als Vierte erneut ganz vorne mit und feierte mit 3:45:08 Stunden den Klassenerfolg in der W55 vor der W30-Zweiten Julia Weimer (Adidas-Runners Frankfurt, 3:51:05 Stunden). Nicole Fietkau von der LG Vellmar - Marathon-Dritte und W50-Siegerin des Lahntallaufes 2019 - lief beim Nachtmarathon als Sechste in 3:56:19 Stunden in der W50 auf den dritten Rang.

Weitere Klassensiege verbuchten in der Frauen-Hauptklasse Anke Steinhof aus Idstein (4:10:00 Stunden), in der W35 Somayer Hashernian Korbekandi aus Marburg (5:01:26 Stunden), in der W40 Karin Trost aus Bensheim (4:39:36 Stunden), in der W45 Melanie Schulze von den DZ Bank Runners (4:07:51 Stunden) und in der W65 Verena Hajek von der LLG Nordpark Köln (5:06:21 Stunden).

Halbmarathon

Gemeinsam mit Lokalmatador Markus Schraub von Blau-Gelb-Marburg führte David Schön vom TSV Krofdorf-Gleiberg bereits nach dem Start das Halbmarathon-Feld mit seinen 1.164 Finishern an. Nach der "Nordschleife" hatte sich David Schön gelöst und baute auf dem 10-km-Rundkurs südlich von Marburg seinen Vorsprung weiter aus.

Überlegen zeigt sich David Schön beim Halbmarathon Markus Schraub überzeugt einmal mehr als Zweiter und Schnellster der M45 M40-Sieger Lars Siegmund schafft den dritten Rang

Überlegen ließ sich David Schön schließlich nach 1:13:39 Stunden im Ziel von Moderator Artur Schmidt und den Zuschauern feiern. "Es war zum Schluss schon schwer. Als ich merkte, dass ich meine Bestzeit nicht mehr unterbieten kann, habe ich etwas zurückgesteckt", zeigte er sich dennoch zufrieden mit dem Ergebnis.

Markus Schraub - Sieger des Marburger Lahntallaufes im Frühjahr über Halbmarathon in 1:18:02 Stunden - kämpfte im Stadion nochmals um jede Sekunde und schaffte mit 1:16:59 Stunden ein ebenfalls ausgezeichnetes Resultat. Der vielfache hessische Seniorenmeister auf den Langstrecken siegte damit klar in der M45. Bronze-Medaille und M40-Erfolg sicherte sich Vereinskollege Lars Siegmund in 1:18:57 Stunden.

Das abgeschlagene Verfolgerfeld führte als Vierter Sascha Kern aus Gießen in 1:22:33 Stunden vor Pascal Fischer vom Team Jabba (1:22:54 Stunden) und Christopher Bräm aus Marburg (1:23:02 Stunden) an.

Als Vierter führt Sascha Kern die Männer-Hauptklasse an Christoph Sulzer kämpft sich zum M50-Erfolg Marathon-Streckenrekordler Hakim Ouahioune gewinnt die M55 des Halbmarathon Beachtlich hält sich Ralf Bossert mit 1:31:46 Stunden in der M65

Auf den Plätze sieben und acht setzten M50-Läufer Christoph Sulzer vom ASC Marathon Friedberg in 1:23:14 Stunden und M55-Sieger Hakim Quahioune vom TSV Krofdorf-Gleiberg mit 1:23:44 Stunden die Ausrufezeichen. Hinter Mark Wege (Adidas-Runners Frankfurt - M30/1:23:47 Stunden) erreichten Olaf Wickenhöfer (1:24:07 Stunden) und Marcus Mattner (1:24:12 Stunden) von der LG Eder in der M40 und der M50 die zweiten Plätze. Tobias Kaufhold (LaufLeben) gewann die M35 in 1:25:13 Stunden.

Eine Klasse für sich war in der M65 Ralf Bossert von der LG Westerwald. Der Senioren-Dritte der Deutschen 10.000-m-Meisterschaften überzeugte mit 1:31:46 Stunden. Die M60 hatte Hans-Peter Schäfer vom MTV Gießen in 1:36:49 Stunden unter Kontrolle. Harald Heyde (Langstreckenlaufen.de) siegte in der M70 mit flotten 1:48:26 Stunden und Karl-Friedrich Anwander vom LC Solbad Ravensberg führte die M75 in 1:52:27 Stunden an.

Nichts anbrennen ließ im Frauenfeld Anne-Katrin Müller vom Team Naunheim. Die W45-Starterin - die den Halbmarathon in Marburg bereits 2014 in 1:25:48 Stunden gewann - blies vom Start weg zum Sturm. "Eigentlich habe ich mich nicht gut gefühlt und bin auch nach dem Lauf ziemlich fertig", haderte sie zwar nach dem Rennen, zog dieses aber mit 1:26:30 Stunden sehr gut durch. Die Pokale für Gesamt- und W45-Sieg sicherte sie sich überlegen.

Nach 2014 holt sich Anne-Katrin Müller wieder die Halbmarathon-Krone und W45-Sieg Zweite im Ziel ist Sarah Haustein Als Dritte wird Antonia Mielert von Moderator Artur Schmidt begrüßt Gesamt-Vierte und Dritte der Hauptklasse wird Betty Will

Immer auf dem zweiten Rang lag nach einjähriger Verletzungspause ihre Vereinskollegin Sarah Haustein. Die Siegerin von 2016 in 1:28:25 Stunden hatte zwar ebenfalls auf der zweiten Streckenhälfte zu kämpfen, verpasste aber mit 1:30:31 Stunden als Zweite im Zieleinlauf nur knapp den Sprung unter die 1:30-Marke. Dichtauf folgte Antonia Mielert aus Wiesbaden. Ihre Bruttozeit (1:30:53 Stunden) war 18 Sekunden langsamer als die Bruttozeit von Sarah Haustein, die Nettozeit mit 1:30:25 Stunden dagegen sechs Sekunden schneller.

Eindeutig dagegen lag Betty Will vom TSV Krofdorf-Gleiberg mit 1:33:02 Stunden auf dem vierten Rang und Platz drei in der Frauen-Hauptklasse. Fünfte und Siegerin der W40 wurde Maren van der Meer in 1:37:50 Stunden. Unter der 1:40-Marke drängte sich das Feld der Finisherinnen. Die Sechste, Judith Krechting aus Gießen lief nach 1:38:19 Stunden über die Ziellinie, gefolgt von Elisabeth Grund von der VLG Eisenbach (1:39:03 Stunden), Stephanie Bauch aus Liederbach (1:38:52 Stunden), Friederike Hagedorn aus Guserath (1:39:26 Stunden) und der W40-Zweiten Karin Hahnfeld vom MTV Gießen (1:39:27 Stunden).

Die W35 gewann Christiane Rothmann aus Marburg in 1:41:25 Stunden, die W40 Barbara Lopez-Fernandez (Endurance-Runners) in 1:53:27 Stunden. Die stark besetzte W50 führte Anke Konnertz von der Sparkasse Marburg-Biedenkopf in 1:44:10 Stunden vor Gabi Schubert vom Treiser LWT (1:45:19 Stunden), Heike Schneider aus Marburg (1:46:35 Stunden) und Bettina Zenelji vom Team Naunheim (1:47:33 Stunden) an. Bettina Kunze vom Team Naunheim (1:57:51 Stunden) siegte in der W55 und Rosi Hausner vom Treiser LWT (1:50:59 Stunden) in der W60.

Moderator Artur Schmidt begrüßte und interviewte die Laufathleten im Stadion, wie hier den Marathon-Zweiten Gabriel Lautenschläger An einem lauen Sommerabend verteilten sich die Läufer und ihre Fans im weiten Uni-Stadion und genossen die Atmosphäre
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Marathon-Staffeln

Vor zwölf Jahren fanden sich zur Staffel-Premiere in Marburg 14 Teams an der Startlinie ein. Eine schöne Ergänzung zur Marathon-Strecke, die allerdings eine rasante Entwicklung erleben sollte. Vor sechs Jahren starteten bereits 107 Marathon-Staffeln. Die Rekordmarke von 168 Finisher-Staffeln aus dem Vorjahr wurde bei der 22. Auflage des Laufes mit 171 Staffeln weiter getoppt.

An der Spitze kämpfen sehr engagierte Quartette um Siege und Platzierungen. Spiel, Sport und Spaß stehen bei der Vielzahl der Staffelläuferinnen und -läufer aber im Fokus. Im Wechselbereich hinter dem Hirsefeldsteg schwappt die Stimmung regelmäßig regelrecht über und der gemeinsame Zieleinlauf wird begeistert zelebriert. Eine höchst erfreuliche Bereicherung des Marburger Nachtmarathon, die die Atmosphäre entlang der Strecke und im Stadion wesentlich mit prägt.

Den erfolgsverwöhnten Staffeln des VfL Marburg boten diesmal die schnellen Läufer der LG Eder die Stirn. Jonas Simon, Relin Mehrhoff, Lukas Menke und Micha Thomas von der LG Eder liefen mit 2:29:20 Stunden als Erste über die Ziellinie und schrammten mit der bisher zweitschnellsten Zeit um lediglich 61 Sekunden am Streckenrekord des VfL Marburg vorbei. Das Team VfL Marburg 1 (Marc Feussner, Clemens Möller, Tobias Roth, Marius Klein) lief mit 2:32:44 Stunden zu "Silber" und die LG Fulda Laufelite (Luis Gabriel Braukoff, Jan-Luca Braukoff, Samuel Feik, Lorenz Rau) mit 2:37:25 Stunden zu "Bronze".

Die schnellen Frauen des VfL Marburg 2 - Lena Ritzel, Julia Altrup und Johanna Sommerkorn - hatten sich mit Jakob Möller verstärkt und erreichten nach 2:53:23 Stunden den sechsten Platz. Das schnellste reine Frauen-Quartett "Plant-Powered-Power (Tabea Lorch, Lisa Schrag, Isabelle Weiß, Mirjam Vasiljevic) landete in 3:22:52 Stunden auf dem 25. Platz.

Mannschaftswertung Marathon

Männer:

1. LT Hanau/Bruchköbel 11:12:40 Stunden (Luis Vieyra, Sven Löschengruber, Peter Waider

Frauen:

1. LG Vellmar 12:48:19 Stunden (Nicole Fietkau, Birgit Kurzhals, Heike Kabelka)

Mannschaftswertung Halbmarathon

Männer:

1. TSV Krofdorf-Gleiberg 4:21:02 Stunden (David Schön, Jens Pfeiffer, Jörg Käß)
2. DVAG-Marathon Team 4:22:22 Stunden (Marcus Reif, Michael Fath, Axel Richter)
3. LG Eder 4:24:28 Stunden (Olaf Wickenhöfer, Marcus Mattner, Mario Seibel)

Frauen:

1. Team Naunheim 4:40:29 Stunden (Anne-Katrin Müller, Sarah Haustein, Isabel Blanco-Gonzales)
2. DVAG-Marathon-Team 5:10:36 Stunden (Ela Cremer, Eva-Maria Peer, Sandra Blödorn)
3. Goethe-Uni 5:34:32 Stunden (Melina Baisch, Sabrina Kutschera, Lena Siebert)

Bericht und Fotos von Helmut Serowy

Ergebnisse www.volkslauf.de
Info www.ultra-marburg.de/nachtmarathon

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