22.7.17 - 32. Internationaler Oberrieder Tote Mann Berglauf

Bruno Schumi und Gertrud Wiedemann gewinnen

Bruno Schumi vorzeitiger Gesamtsieger im Schwarzwald Berglauf Pokal

von Winfried Stinn

In Oberried, rund 15 km südlich von Freiburg im Dreisamtal gelegen, fand zum 32. Mal der Internationale Tote Mann Berglauf, der vom PTSV Jan Freiburg veranstaltet wurde, statt. Der Tote Mann Berglauf, von Beginn an unter dem Motto "Laufen wo der Schwarzwald am schönsten ist", war der vierte von sechs Wertungsläufen zum Schwarzwald Berglauf Pokal. Rund 200 Läuferinnen und Läufer stellten sich dem Starter.

Vom Start in der Ortsmitte von Oberried führte die 8,4 km lange Strecke zum 1205 Meter hoch gelegenen Ziel unterhalb des Tote Mann Gipfels, in der Nähe der Erlenbacherhütte. Dabei galt es 750 Meter Höhenunterschied zu bewältigen. Pünktlich zum Start gab es einen kurzen Regenschauer, der aber mehr angenehm erfrischend als störend empfunden wurde. Das befürchtete Gewitter blieb aus, im Zielbereich erwartete die Läufer/innen wieder die Sonne.

Vom Start in der Ortsmitte von Oberried führte die 8,4 km lange Strecke zum 1205 Meter hoch gelegenen Ziel unterhalb des Tote Mann Gipfels
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Bei den Männern fehlten mit Benedikt Hoffmann (TSG Heilbronn) und Dominik Ulrich (USC Freiburg) die beiden Ersten des Vorjahres. So übernahm der Vorjahresgesamtsieger der Cup-Wertung Bruno Schumi (LG Brandenkopf) die Favoritenrolle. Der Deutsch-Österreicher, der in dieser Saison auch bei der Österreichischen Staatsmeisterschaft im Berglauf mit Platz vier überzeugte, zeigte von Beginn an des Rennens, dass er nach Platz drei im Vorjahr, diesmal gewinnen will. Er setzte sich recht schnell an die Spitze des Feldes. Schon nach dem ersten Kilometer hatte er einen Vorsprung von rund 50 Meter auf seine Konkurrenten. So lief er einen sicheren und überlegenen Sieg entgegen. Nach 39:36 Minuten erreichte er als neuer Sieger das Ziel.

"Ich wollte heute gewinnen, das war mein Ziel. Nachdem ich merkte, dass ich so schnell einen sicheren Vorsprung hatte, habe ich das Tempo rausgenommen und bin dann ein kontrolliertes Rennen bis zum Ziel gelaufen, ohne dass ich an mein Limit gehen musste. Das war auch wichtig für mich, da ich mich zurzeit auf den Jungfrau Marathon vorbereite, und daher morgen einen langen Trainingslauf machen möchte", so der Sieger nach dem Rennen.

Bruno Schum gewinnt den 32. Int. Oberrieder Tote Mann Berglauf Henrik Niessner läuft auf Platz 2 Markus Waigand wird 3.

Einen überraschenden zweiten Platz, mit der Zeit von 41:26 Minuten, erkämpfte sich Henrik Niessner (TV Tiengen). "Ein zweiter Platz ist natürlich toll, ich bin super happy", war dann auch seine Reaktion. Dritter wurde Markus Waigand (Freiburg), der im Vorjahr im Rahmen der Bieler Lauftage den Ultralauf über 56 km gewonnen hatte. Auf Platz vier kam der Mountainbiker Sönke Wegner (Freiburg). Fünfter wurde Tilo Minges (Winden), der immer erfolgreicher auf den langen Distanzen im Gebirge wird. So wurde er als bester Deutscher siebter beim LGT Marathon in Liechtenstein. Sebastian Mauch, Carl Siemens und Ronny Seifert (alle LT Furtwangen) belegten die Plätze sechs, sieben und acht.

Die Siegerin Gertrud Wiedemann Nadia Dietz wird 2. und 1. U23 Franziska Schmieder 3. und 1. U20

Bei den Frauen standen mit der Vorjahressiegerin Nadia Dietz (LG Brandenkopf), Gertrud Wiedemann (Bad Krozingen), Franziska Schmieder und Ann-Katrin Uhl (beide LG Brandenkopf) die vier Erstplatzierten des Vorjahres an den Startlinie. Für Nadia Dietz, die im Vorjahr zum dritten Mal hintereinander den Tote Mann Berglauf gewann, war es nach einer langen verletzungsbedingten Wettkampfpause erst der zweite Berglauf in dieser Saison. So ging die Favoritenrolle an die Vorjahreszweite Gertrud Wiedemann (Bad Krozingen). Zunächst sorgte Susanne Gölz (LC Breisgau) fürs Tempo. Nach rund 500 Metern schloss Gertrud Wiedemann auf die Führende auf und setzte sich, nach einer Tempoverschärfung zwischen dem ersten und zweiten Kilometer, von ihr ab. Von da an lief die erfolgreiche Triathletin, allein dem Ziel entgegen und passierte mit der Zeit von 47:07 Minuten bei ihrem fünften Start erstmals als Siegerin die Ziellinie.

Sönke Wegner wird 4. Tilo Minges 5. Ronny Seifert gewinnt als 8. die M45

"Nachdem meine Vorbereitungen auf den Triathlon in Roth ausgerichtet waren, bin ich ohne Erwartungen an den Start zum Tote Mann Berglauf gegangen. Da trotz meiner Erfolge beim Laufen der Triathlon für mich an erster Stelle steht, kann ich die Läufe ohne Druck angehen. Ich muss nicht gewinnen. Umso mehr freue ich mich natürlich über den Sieg heute."

Mit der Zeit von 49:49 Minuten belegte Nadia Dietz, wie bei ihrem Saisondebüt beim Kampenwand-Berglauf im Chiemgau, Platz zwei. "Nach meiner Verletzung war es für mich heute wichtig, dass ich den Lauf schmerzfrei beendet habe. Die ersten Kilometer sind mir sehr schwer gefallen, danach lief es aber erstaunlich gut", so die Zweitplatzierte und Siegerin der U23.

Manfred Langer 1. M50 Thomas Scherzinger 1. M55 Winfried Thurner 1. M60 Siegfried Bum 1. M65

Wie im Vorjahr belegte die Jugendsiegerin Franziska Schmieder Platz drei. Vierte wurde Susanne Gölz, ehe mit Ann-Katrin Uhl die nächste Nachwuchsläuferin der LG Brandenkopf das Ziel erreichte. Nach den guten Nachwuchsergebnissen belegten mit Anita Wetter (Siegerin W50), Heike Kellner (TV Heppenheim/ Siegerin W55) und Anne Scordel (Sölden/ Siegerin W45) die schnellsten Seniorenläuferinnen die Plätze sechs, sieben und acht.

Nach nun mehr vier Wertungsläufen zum Schwarzwald Berglauf Pokal fiel bei den Männern eine Vorentscheidung. Nach Siegen in Zell am Harmersbach, beim Hundseck-Berglauf in Bühlertal und nun beim Tote Mann Berglauf, sowie Platz zwei beim Kandel-Berglauf ist Bruno Schumi der Gesamtsieg nicht mehr zu nehmen. Damit hat er seinen Titel erfolgreich vereidigt. Bei den Frauen wird die Entscheidung in den beiden letzten Wertungsläufen (Belchen-Berglauf und Brandenkopf-Berglauf) fallen. Gute Chancen auf den Gesamtsieg hat Franziska Schmieder.

Susanne Gölz läuft auf Rang 4 Ann-Kathrin Uhl wird 5. Frau Anita Wetter gewinnt als 6. die W50 Heike Kellner wird 7. und W55 Siegerin
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Zum dritten Mal wurde ein Kinderlauf veranstaltet, der so gut angenommen wurde, dass er wohl auch in Zukunft zum festen Bestandteil des Tote-Mann Berglaufes gehören wird. Die Veranstaltung klang mit der Siegerehrung in der Goldberghalle aus.

Eine positive Bilanz zieht für den Veranstalter PTSV Jahn Freiburg der sportliche Leiter Markus Bohmann: "Eine sehr gelungene 32. Auflage des Berglaufs ist zu Ende und lässt das Organisationsteam für das kommende Jahr optimistisch sein. Wir möchten an der Form der Austragung festhalten und vor allem noch mehr Sportgruppen von der Einzigartigkeit des Laufes überzeugen. Der Kinderlauf um die Halle ermöglichte vielen kleinen Kindern in einer familiären Atmosphäre das Ausprobieren eines ersten Wettrennens. Das Zusammenspiel aller beteiligten Gruppen und Helfer hat wie immer gut funktioniert und auch die sportlichen Leistungen sind trotz dem Fernbleiben einiger regionaler Spitzenathleten auf einem guten Niveau geblieben."

Bericht und Fotos von Winfried Stinn

Ergebnisse www.totemannberglauf.de

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