14.7.17 - 7. Rotary-Benefizlauf Aschaffenburg in Mainaschaff

Wenn der Rotary Club zum Benefizlauf einlädt, strömen die Teilnehmer in Scharen zum Mainparksee und am Ende gewinnen die Athleten der TSG Kleinostheim

von Reinhold Daab

"Es hält...", dieses treffende Motto hatte das Diakonie Sozialkaufhaus für den Benefizlauf rund um den Mainparksee gewählt, der vom Rotary Club Aschaffenburg am Freitagnachmittag bereits zum 7. Mal ausgerichtet wurde. Das Sozialkaufhaus, das bedürftige Menschen jeden Alters mit Textilien, Haushaltsgegenständen etc. versorgt, kam auch in diesem Jahr wieder in den Genuss der Spende aus dem Benefizlauf und bedankte sich mit einem großen Plakat bei den Läuferinnen und Läufern sowie den Rotariern für die treue Verbindung mit dem Versprechen, dass jeder gespendete Euro Menschen zugutekommt, die den Halt verloren haben. Die Teilnehmer am Benefizlauf bekamen bei Abholung der Startunterlagen zudem einen Aufkleber, der vielfach auf dem Trikot getragen dem Motto der Veranstaltung sichtbar Ausdruck verlieh.

"Es hält...", lautet das Motto des Diakonie Sozialkaufhauses, das auch in diesem Jahr in den Genuss der Spende beim Rotary Benefiz Lauf kommt. Die Teilnehmer tragen dieses Motto durch einen Aufkleber auf dem Trikot bei sich Dem Rotary Club Aschaffenburg, hier vertreten durch Organisationschef Günter Guderley (li.) und Landrat Dr. Ulrich Reuter, ist es wieder gelungen, fast 400 Läuferinnen und Läufer zum Lauf für einen guten Zweck zu gewinnen
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Die Spende aus dem Benefizlauf belief sich im vergangenen Jahr mit exakt 400 Teilnehmern auf stolze Euro 8.700. Dieser Betrag dürfte in etwa auch in diesem Jahr wieder erzielt worden sein, obwohl die Teilnehmerzahl diesmal mit 381 Läuferinnen und Läufern nicht ganz erreicht wurde. Wenn sich an den Stränden am Mainparksee nur wenige Badegäste tummeln, dann lässt sich daraus schließen, es ist nicht das richtige Badewetter. Im Umkehrschluss bedeutete dies aber auch, dass nahezu ideale Laufbedingungen herrschten, obwohl es ziemlich schwül war und das Laufen zu einer schweißtreibenden Angelegenheit werden sollte.

Sebastian Nolting (Jg. 2004) wiederholt seinen Vorjahressieg und gewinnt den Schülerlauf über 2,5 km Die 3-malige Gewinnerin Isabell Zang (Jg. 2003) holt sich den 4. Sieg in Folge bei den Schülerinnen ganz knapp vor Mira Weiss (Jg. 2005)

Die Runde um den Mainparksee ist etwa 2,5 km lang, für einen Schülerlauf also eine durchaus bemerkenswerte Streckenlänge. In diesem Jahr waren 30 Kinder angemeldet, 29 standen schließlich um 18:30 Uhr hinter dem Startband. Darunter auch die Vorjahressieger Isabell Zang und Sebastian Nolting. Isabell hat den Schülerlauf in den letzten drei Jahren in Folge gewonnen und hält mit 10:23 min. (2015) auch den aktuellen Streckenrekord bei den Schülerinnen. Das veranlasste mich, sie kurz vor dem Start zum heutigen Rennen zu befragen. "Papa meint, unter 10 Minuten", sagte sie lachend.

Zunächst jedoch war es Sebastian Nolting (Jg. 2004, LG Landkreis Aschaffenburg), der seine Leistung aus dem vergangenen Jahr bestätigte und seinen Titel souverän verteidigte, auch wenn er als Sieger des Schülerlaufs in 9:13 min. zehn Sekunden langsamer war als bei seinem ersten Erfolg. Die Zeitmessung näherte sich unaufhaltsam der 10-Minuten-Marke und es war immer noch kein Mädchen in Sicht. Dann kam Isabell Zang (Jg. 2003, Team IRONCoaching Aschaffenburg) als schnellste Schülerin in Sicht, musste sich aber auf den letzten Metern noch ordentlich strecken, um in 10:27 min. ihren vierten Sieg in Folge feiern zu können. Um ein Haar hätte Mira Weiss (Jg. 2005) für eine riesengroße Überraschung gesorgt, denn mit nur einer Sekunde Rückstand bot sie der haushohen Favoritin bis zur Ziellinie überraschend Paroli. Isabell muss nun versuchen, die Vorhersage ihres Vaters im nächsten Jahr umzusetzen.

Start zum Hauptlauf über 10 km

Im letzten Jahr hatten zwei Triathleten von der TSG Kleinostheim, Mark Scheuring und Nina Vabic, beim Hauptlauf über 10 km Erfolge gefeiert und neue Streckenrekorde (34:08 min. und 37:20 min.) aufgestellt. Für Vabic, die am Freitag nicht startete, war es nach 2012 bereits der zweite Sieg. Dieses Kunststück war der Siegerin von 2015, Nadja Heininger, durchaus ebenfalls zuzutrauen, dem aktuellen Titelverteidiger Mark Scheuring sowieso.

Heininger war vor dem Start sehr zuversichtlich, nach anfänglichem Verletzungspech lief es bislang recht erfolgversprechend. Endlich, wie sie mir in einem kurzen Gespräch erzählte. Nadja ist gerade dabei, sich beruflich neu zu orientieren. Sie hat Lehramt studiert und erfolgreich abgeschlossen kann sich aber eine Tätigkeit in einer Schule nicht so recht vorstellen, weshalb sie sich derzeit im Bereich Physiotherapie fortbildet und künftig mit ihrem Lebenspartner eine gemeinsame Tätigkeit auf diesem Gebiet anstrebt.

 

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Auf meinem Weg zur gegenüberliegenden Seeseite stellte ich fest, dass der Badestrand menschenleer war und nur eine Hand voll Zuschauer die Teilnehmer beim Vorbeilaufen anfeuerte. Zu meiner Überraschung begegnete mir dort Marco Schneider, der sich als allererster Teilnehmer vorangemeldet hatte, aber nicht im Rennen war. Ihn plagen derzeit Rückenbeschwerden, so dass er kurzfristig auf einen Start verzichten und stattdessen zuschauen musste. So konnten wir beide verfolgen, dass Mark Scheuring nach einer halben Runde bereits klar in Führung lag und ihm nur sein Vereinskamerad Christian Eckhardt, Benefiz-Lauf-Sieger von 2014, folgen konnte. Bei den Frauen lagen Nadja Heininger und Alexandra Wasse gemeinsam in Führung. An diesem Rennverlauf änderte sich auch in den beiden folgenden Runden nichts, nur Mark Scheuring vergrößerte seinen Vorsprung.

Strahlend läuft Sabine Hock, Benefiz-Lauf-Siegerin von 2013, auf Rang fünf und gewinnt die W50. Begleitet wird sie von Vereinskamerad Matthias KunkeI Nadja Heininger und Alexandra Wasse laufen drei Runden lang gemeinsam um den Mainparksee. Begleitet werden sie hier von Nadjas Trainer Wolfgang Höfer (1. M55) M60-Sieger Siegfried Fischer (St.Nr. 470) und Mirko Konrad (5. M50) am leeren Badestrand vom Mainparksee

Ende der dritten Runde auf meinem Rückweg zum Start- und Zielbereich hatte sich Nadja Heininger von ihrer einzigen ernsthaften Konkurrentin abgesetzt, alle Vorzeichen deuteten jetzt auf ihren zweiten Erfolg am Mainparksee hin. Aber es war ja noch eine ganze Runde zu absolvieren. Mark Scheuring vertändelte in diesem Jahr bei seinem Zieleinlauf anders als im Vorjahr, als er kurz vorm Ziel stehen blieb und sich mit Zuschauern abklatschte, keine Zeit. Als erster Läufer unterbot der diesjährige Benefiz-Lauf-Sieger am Freitag die 34-Minuten-Marke und somit auch seinen eigenen Streckenrekord, den er auf 33:53 min. (1. M20, on-running). verbesserte. Der erfolgreiche Triathlet von der TSG Kleinostheim hat sich für den Ironman auf Hawaii qualifiziert und freut sich riesig auf den Karrierehöhepunkt. "Ich trainiere in diesem Jahr effektiver und hoffe, dass ich eine Zeit um 8:30 Std. erreichen kann", erzählte er mir nach dem Rennen. Diese Effektivität hatte sich am Freitag bereits ausgezahlt, wie an seiner guten Zeit zu erkennen war. Zur Vorbereitung auf Hawaii wird er noch einen Langdistanz Triathlon absolvieren und ab und zu an Laufwettbewerben teilnehmen.

Mark Scheuring (1. M20) holt sich beim Rotary Benefiz Lauf den zweiten Sieg in Folge und verbessert seinen eigenen Streckenrekord auf 33:53 min Christian Eckhardt, Benefiz-Lauf-Sieger von 2014 wird Zweiter (2. M20) Mit energischen Schritten wird Sergey Nosov Dritter und gewinnt die M35 Christoph Hennemann wird Vierter und gewinnt die M45

Eine halbe Minute nach dem Sieger erreichte Christian Eckhardt in 34:21 min. (2. M20, TSG Kleinostheim) als Zweiter das Ziel und war damit zwei Minuten schneller als bei seinem Sieg vor drei Jahren. M35-Sieger Sergey Nosov wurde in 36:33 min. Dritter (Trilife.ru). Weitere Platzierungen und AK Sieger: 4. Christoph Hennemann (37:11 min., 1. M45, TV Waldstraße Wiesbaden), 5. Michael Lehmen (37:19 min., 1. M40, TSG Mainaschaff),7. Jochen Janitzek (37:54 min., 1. M30, LuT Aschaffenburg), 10. Elmar Zöller (38:48 min., 1. M50, ELT Großheubach), 11. Felix Kern (38:51 min., 1. MU20, TSG Kleinostheim).

Nach 2015 feiert Nadja Heininger ihren zweiten Sieg beim Rotary Benefiz Lauf und bleibt als einzige Frau unter 40 min (1. W20) W40-Siegerin Alexandra Wasse wird Zweite Große Freude herrscht bei Moni Wurm über Platz drei und den W45-Sieg Vierte wird Johanna Meyer, die am nächsten Tag die Taufe ihres jüngsten Sohnes und den W30-Sieg feiern kann

Nadja Heininger baute ihren Vorsprung in der letzten Runde weiter aus und holte sich nach 2015 den zweiten Erfolg am Mainparksee. Dabei blieb sie als einzige Frau unter 40 Minuten und sorgte in 39:26 min. (1. W20) erneut für einen Doppelerfolg der TSG Kleinostheim. Alexandra Wasse verpasste diese Marke nur äußerst knapp und wurde als W40-Siegerin in 40:02 min. Zweite (LAZ Obernburg-Miltenberg). Groß war die Freude von Moni Wurm (TSG Mainaschaff) im Ziel über den dritten Platz, den sie nach 42:39 min. zudem mit dem Gewinn der W45 garnierte. W30-Siegerin Johanna Meyer von RV Viktoria Wombach wurde in 43:48 min. Vierte. Die 3-fache Mutter hatte sich am Vorabend der Taufe ihres jüngsten Kindes für die Teilnahme vorsorglich die Erlaubnis ihrer Familie eingeholt und konnte so das Ereignis mit dem Erfolg im Rücken am nächsten Tag in aller Ruhe feiern.

 

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Bereits 2013 hat Sabine Hock vom TV Haibach den Rotary Benefiz Lauf gewonnen, damals in 40:46 min.. Vier Jahre später und gut vier Minuten langsamer holte sie sich in Begleitung ihrer beiden Vereinskameraden Volkmar Iffland und Matthias Kunkel als Fünfte in 45:01 min. den W50-Sieg. Petra Seibert gewann die W55 (48:48 min., Spiridon Frankfurt). Weitere AK-Siege gingen an: W35 Kerstin Nendel (49:06 min.), W60 Deborah Deckert (54:12 min., MainAusdauerShop), WU20 Anika Busch (1:07:07 Std., TV Schweinheim), W70 Elisabeth Hugo aus Hösbach (1:11.41 Std.) und schließlich in der W65 an Hanni Hümpfner (1:12:23, LuT Aschaffenburg).

Einer der jüngsten Teilnehmer ist Felix Kern, er wird Elfter und gewinnt die MU20 M50-Sieger Elmar Zöller wird Zehnter W55-Siegerin Petra Seibert wird Neunte Walter Horz gewinnt die M70 und bleibt dabei ganz knapp unter 49 min Mit Jahrgang 1935 ist Otto Schultes der älteste Teilnehmer (1. M80)
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Traditionell ließen Teilnehmer und Zuschauer den 7. Rotary Benefiz Lauf am Mainparksee zu den Klängen der Band "kussecht" standesgemäß ausklingen. Organisationschef und Moderator Günter Guderley und seine Kollegen vom Rotary Club Aschaffenburg haben auch in diesem Jahr wieder eine tolle Veranstaltung auf die Beine gestellt und konnten erneut fast vierhundert Teilnehmer zu einem Lauf für einen guten Zweck animieren. "Weil sie laufen und durchhalten", stand so treffend auf dem Dankesplakat des Diakonie Sozialkaufhauses.

Bericht und Fotos von Reinhold Daab
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