8.7.17 - 4. Buke-L-Run in Altenbeken-Buke

Durch Laufserie Verdreifachung der Teilnehmerzahlen

Anspruchsvoller Landschaftslauf im Eggegebirge

Neun von zehn möglichen neuen Streckenrekorden

von Michael Schardt

Der L-Run im Altenbekener Ortsteil Buke ist eine noch junge Laufveranstaltung, die man terminlich noch nicht recht verorten kann. So fand die Premiere 2014 Ende Mai statt, wanderte ein Jahr später dann in den September, um 2016 wieder in den Mai zurückzukehren. Jetzt, 2017, wurde der Lauf zu einem ganz anderen Datum ausgeschrieben, nämlich im frühen Juli. Eigentlich, so heißt es aus Organisatorenkreisen, habe man schon den Mai als Stammdatum angestrebt. Aber 2017 habe der L-Run erstmals die Chance gehabt, Wertungslauf des Hochstift-Cups zu werden. Da habe man den Termin akzeptieren müssen, der noch frei war. Und so kam es zum Juli-Termin, der glücklicherweise noch vor dem Beginn der Sommerferien gelegen sei.

Der Buke-L-Run ist ein noch recht junger Lauf, der durch seine ebenso schönen wie anspruchsvollen Landschaftsstrecken besticht. Erstmals gehört der Lauf zur Paderborner Hochstift-Laufserie, was ihm eine Verdreifachung der Teilnehmerzahlen einbrachte
Ausführliche und einladend präsentierte Laufankündigungen im LaufReport HIER

Die angesprochene Laufserie benennt sich nach dem alten Gebiet des Bistums Paderborn, welches immer noch den Namen Hochstift trägt. In diese stetig wachsende Serie sind aktuell 21 Volks- und Straßenläufe mit Wertungen über 5, 10 und 20 km sowie einer Schülerwertung aufgenommen, dazu in diesem Jahr als sogenannter Bonuslauf auch Buke, welches noch nicht "ordentliches" Mitglied der Laufserie ist, es aber fortan werden könnte. Soweit nach einer Serienteilnahme nun absehbar, hat sich der Probelauf auf jeden Fall für den Veranstalter, den Turn- und Sportverein Buke, gelohnt. Denn die Finisherzahl stieg von knapp hundert in je den ersten drei Jahren auf deutlich über 400 an. Mit zu diesem Aufschwung dürfte aber auch das schöne Sommerwetter beigetragen haben, das für dieses Event besonders wichtig ist.

Ein Ort für Eisenbahnromantiker

Denn es dürfte vielleicht sogar ein Alleinstellungsmerkmal sein, dass das Logistikzentrum des Laufs mitten ins Niemandsland hineinplatziert wird, auf eine abgelegene "wilde" Wiese, gleich neben einem Maisfeld und anderen Ackerflächen gelegen, welche durch ein Waldgebiet begrenzt sind. All das, was für die Laufveranstaltung notwendig ist, muss aufwändig herangeschafft werden. So werden ein großes und mehrere kleine Zelte aufgestellt, wo sich die Zuschauer aufhalten und die Läufer umziehen können. Würstchen- und Bierbuden werden herangefahren, Tische und Bänke beigebracht und das Zeitmessungssystem installiert. Auch an mobilen Duschen fehlt es nicht. Da aber die Sonne schien und Temperaturen von an und sogar über dreißig Grad erreicht wurden, spielte sich (fast) alles unter freiem Himmel ab.

Buke ist ein Ortsteil von Altenbeken, einem einst bedeutenden Eisenbahnknotenpunkt. Der Viadukt ist die meistfotografierte Sehenswürdigkeit des Ortes. Mit 24 Bögen erstreckt er sich über fast 500 Meter und ist damit die größte Kalksandsteinbrücke Europas. Als Symbol der prägenden Dampflokomotivzeit steht die restaurierte Zugmaschine Nr. 044 389-5 als Museumsstück mitten im Gemeindezentrum

Buke ist ein kleines Dorf mit nur 2500 Einwohnern und liegt rund zwei Kilometer entfernt von der Hauptgemeinde Altenbeken, welche rund 10.000 Einwohner zählt. Altenbeken wiederum liegt knapp zwanzig Kilometer von Paderborn entfernt, wo der berühmte Osterlauf stattfindet, der älteste deutsche Straßenlauf, der aber nicht zum Hochstiftcup zählt. Altenbeken dürfte insbesondere unter Liebhabern und Kennern der Eisenbahngeschichte bekannt sein.

Schon früh im 19. Jahrhundert wurde hier ein bedeutender Eisenbahnknotenpunkt geschaffen mit zwei sehenswerten Viadukten und dem bekannten Rehbergtunnel, welche die Durch- und Überfahrt durch den Mittelgebirgszug des Eggegebirges (bis 450 Meter hoch) ermöglichen. Für den Schienenverkehr ist die Gleisanlage in Altenbeken immer noch recht wichtig, hat aber längst an der damaligen Bedeutung verloren.

Kinder im Gelände

Flach und flott ist keine der in Buke angebotenen Strecken, auch nicht jene, welche die Bambini und Kinder zu bewältigen haben. Diese laufen vom Start weg hinauf zum Waldrand, kommen dann auf einem Stück asphaltierter Strecke den Berg wieder hinunter und müssen zum Ziel wieder aufwärts traben. Dieser Lauf um ein Wiesen- und Feldquadrat ist 1200 Meter lang und für die Bambini und Schüler gleich. Alle "Junioren" ab U16 und jünger starten gemeinsam in einem Rennen und gehören nur durch die Wahl, ob sie eine Zeitmessung wollen, zur Schüler- oder Bambinifraktion. Nur rund ein Viertel der hundert Kinder hatte sich für eine Wertung entschieden, etwa 75 liefen ohne Messchip am Schuh mit. Es war erstmals in Buke der Fall, dass es überhaupt eine Wertung für Schüler gab, was wohl an der Serienteilnahme lag, die eine solche Rubrik zwingend vorschreibt.

Das Start-Ziel-Gelände in der Nähe eines Maisfeldes mitten im Eggegebirge Start des gemeinsamen Bambini- und Schülerlaufs über 1,2 km, den Julius Hoffmann (rechts außen) mit Streckenrekord bei den Schülern gewinnt

Als erster Sieger durfte sich Julius Hoffmann vom Warburger SV 1884 in 4:17min in die Siegerliste eintragen. Dieser allerdings überragte die übrigen Kinder an Körpergröße deutlich und war auch mindestens drei Jahre älter als alle anderen Jungen. Zweiter wurde sein sechs Jahre jüngerer Bruder Konrad in 4:53min vor Leonard Rustemeier (TV Jahn Bad Drieburg, 4:54min). Auch bei den Mädchen war naturgemäß eine der älteren die schnellste. Alva Clusen (LT Marienloh) siegte in 5:16min vor Sarah Steffens (SC Borchen) in 5:39min und Marlene Rustemeier (TV Jahn Bad Driburg) in 5:44min. Über sofort nach dem Zieleinlauf verteilte Medaillen durften sich nicht nur die Sieger freuen, sondern alle Kinder, egal ob mit oder ohne Zeitwertung. Für die Siegerehrung allerdings mussten die jungen Teilnehmer und deren Eltern jedoch einige Geduld aufbringen. Denn zwischen ihrem Einlauf (13:10 Uhr) und der Siegerehrung (16:45 Uhr) lagen über dreieinhalb Stunden.

Die Kinder umkreisen ein Wiesen- und Feldquadrat, wobei man eine Zeitnahme wählen oder auf sie verzichten kann. Man ist also Bambini (ohne) oder Schüler (mit) aufgrund dieser Wahl Bei den Mädchen siegt Alva Clusen (an zweiter Position in hellblau) ebenfalls mit Bestzeit

Anspruchsvoller Jedermannslauf

Rund 120 Akteure standen beim Jedermannslauf über 5,1 km an der Startlinie, darunter nur drei Walker, weshalb man diese zusammen mit den Läufern starten ließ und nicht, wie vorgesehen, in einem eigenen Rennen. Dass die Strecke durchaus nicht so leicht zu bewältigen ist, wusste John Mallin von der englischen Läufergruppe Rheda Hotspurs zu berichten. Denn er war schon 2015 und 2016 dabei und hatte mit seiner Uhr auch das Höhenprofil gemessen. Einmal habe seine Uhr 99 Höhenmeter angezeigt, dann 101. Erst gehe es ein paar hundert Meter leicht abwärts, weiß er zu berichten, dann aber über zwei Kilometer kontinuierlich bergan mit einer richtig steilen Steigung am Ende. Wenn der "Gipfel" überschritten sei, gehe es, mit Ausnahme der Zielgeraden, aber nur noch bergab. Schwer sei auch, auf dem schottrigen, steinigen Weg zurechtzukommen. Insgesamt sei die Strecke nicht so ganz ohne.

Die Rheda Hotspurs, eine Gruppe in Deutschland lebender englischer Läufer, hat sich den 5-km-Lauf vorgenommen. In der Mitte zeigt John Mallin, wo es den Berg hinauf geht Start über 5,1 km

Genau wie Mallin, der später zweiter der M60er-Wertung wurde, hatten die Jugendlichen Kiara und Alina Nahen (beide LC Paderborn) schon zweimal beim Jedermannslauf teilgenommen, kannten die Strecke also genau. Kiara, die Jüngere (Jg. 2002), hatte einmal schon gesiegt und ein andermal die Vizemeisterschaft errungen, ihre Schwester (Jg. 2000) konnte sich ebenfalls im Vorderfeld platzieren. Auch diesmal war Kiara die schnellste im Feld und stellte in 21:16min sogar einen neuen Streckenrekord auf; Alina wurde in neuer PB in 24:01min fünfte und gewann die U18. Die Erfolge der Nahen-Sisters kommen nicht von ungefähr, denn Papa Mathias sollte die Langstrecke dominieren und Mutter Stefanie hatte 2016 auf dem Treppchen über 10 km gestanden. Auf den zweiten Platz kam Sarah Metz (W40) vom VFB Salzkotten in 21:35min vor Mia Kuhaupt vom Warburger SV 1884 in 22:53min.

Zwischen km 1 und 3 gilt es, diese langgezogene Steigung mit rund 100 HM zu bewältigen Kiara Nahen (links) kann bereits zum zweiten Mal den Fünfer gewinnen. Ihre ältere Schwester Alina wird 5. Beide sind Töchter von Mathias Nahen, der die Langstrecke gewinnen wird

Erstmals blieb bei den Männern ein Läufer unter zwanzig Minuten. Das war Rüdiger Stecker (M45) von Non Stop Ultra Brakel in 19:23min. Das gelang auch dem zweiten, Ronald Ridderbusch (M35, TSV Bösingfeld) in 19:48min, und dem dritten, Matthias Berkemeier (U18, TV Jahn Bad Driburg) in 19:57min. Nicht unerwähnt soll die Leistung des schnellsten Walkers bleiben. Christof Mügge (TV Jahn Bad Driburg, M50) konnte in 32:10,1min seinen Vorjahressieg wiederholen, womit er seinen Streckenrekord um drei Zehntel steigerte. Das geschah in vollkommen korrekter Gehermanier, wie der Laufreporter gerne bezeugt.

10km: Gute Leistungen und Bestzeiten

Die beiden Hauptstrecken über eine beziehungsweise zwei Runden sind nicht amtlich vermessen und haben eine Länge von 9,9 und 19,8 Kilometer. Je Runde sind 225 Höhenmeter zu bewältigen, bei der Doppelrunde 450. Die Strecke hat nur wenige hundert Meter Asphalt als Untergrund, der überwiegende Rest führt über Schotter- und Waldwege. Da die Witterungsbedingungen extrem waren und der Lauf zu einer Hitzeschlacht wurde, waren die Läufer froh, dass sie fast durchgehend Schatten hatten. Manche mussten ihr Rennen trotzdem aufgeben.

Nach gemeinsamen Start über 10 und 20 km läuft Thomas Kruse als Schnellster nach 9,9km durchs Ziel und bleibt als Erster überhaupt unter 36 Minuten Bei den Frauen siegt mit Streckenbestzeit Viktoria Rath über 10 km

Beide Hauptläufe wurden in voller Mittagshitze um 13 Uhr als erste Wettbewerbe angeschossen. In der ersten Runde unterwegs, können sich die vorderen Läufer nicht sicher sein, an welcher Stelle sie liegen, denn es ist an den Startnummern nicht zu erkennen, welches Rennen der Konkurrent bestreitet. So hatte Kathrin Kleinschnittger, die spätere Siegerin über 20 km, in der ersten Runde stets eine sehr junge Läuferin in rotem Trikot vor der Nase, aber erst als diese nach der ersten Runde ins Ziel lief, war klar, dass sie keine direkte Rivalin gewesen war. Bei der Läuferin in Rot handelte es sich um die erst 15-jährige Lea Bärens vom Sennesport Team, die gerade als vierte im 10-km-Rennen eingelaufen war. Vor ihr hatten dies schon drei weitere Läuferinnen getan: die Siegerin Viktoria Rath (W30) von Delbrück läuft, die in 42:30,1min siegte und einen neuen Streckenrekord aufstellte, dann Vizemeisterin Sonja Lücke (W20, ohne Verein), die Rath nur knapp im Spurt in 42:30,4min unterlegen war, sowie Maria Albrecht (Non Stopp Ultra Brakel, W35) in 43:29min. Auch noch, nachdem dieses Frauenquartett vor Kleinschnittger ins Ziel gelaufen war, war sich diese nicht sicher, ob sie über 19,8 km nun an der Spitze liege. Selbst nach ihrem Zieleinlauf zuckte sie die Achseln, wenn sie gefragt wurde, ob sie gewonnen habe. Das sollte sich erst viel später aufklären, denn Ergebnislisten wurden leider nicht ausgehängt.

10 km: Rang 2 für Devon Gras 3. wird Marcel Bücker Bei den Frauen wird Sonja Lücke 2. Freut sich über Rang 3: Maria Albrecht Erst 15 Jahre alt ist die 4., Lea Bärens

Eine herausragende Leistung über 10 km zeigte der 27-jährige Thomas Kruse vom Laufladen Endspurt, der sich schon nach ein paar hundert Metern an die Spitze setzte, so dass er die Frage nicht stellen musste, die andere umtrieb (siehe letzten Abschnitt). Kruse kam mit großem Vorsprung wieder in den Sichtkreis der Zuschauer, als er den Zielhang hoch lief. Er siegte in neuer Streckenbestzeit von 35:36min, als erster also, der bisher je unter 36 Minuten geblieben war. Auf Rang zwei konnte sich Devon Grass (M20, LC Paderborn) in 37:09min platzieren vor Marcel Bücker (M35) von Delbrück läuft in 37:37min. Mit 149 Teilnehmern war der Zehner der bestbesuchte Lauf.

Der lange Kanten: "Einfach nur so"

Am Ende lagen sich drei Männer in gleichem, schwarzen Trikot in den Armen, so, als wenn es sich um ein Siegertrio bei einer Vereinsmeisterschaft handeln würde: Mathias Nahen, Paul Maksuti und Wolfgang Freitag. Aber wie die Drei versicherten, gehören sie, genau wie der sich als Viertplatzierte später hinzugesellende Markus Böddeker, gar nicht einem, sondern alle verschiedenen Vereinen an. Allerdings treffe man sich mindestens einmal die Woche im Paderborner Ahorn-Sportgelände, um gemeinsam auf der Bahn zu trainieren. Das hatte offenbar auch dazu geführt, sich gleiche Sportkleidung zuzulegen.

Klare Angelegenheit über 19,8km für Kathrin Kleinschnittger. Auch sie mit Sreckenrekord Rang zwei für Simone Flottmeier Dritte wird Annekarina Schlüting

Zum Rennen sagte Wolfgang Freitag (Delbrück läuft, M50), der dritter wurde, er habe die ganz Zeit auf dem Bronzerang gelegen und sich nicht an den beiden Führenden orientiert, sondern öfters nach hinten geschaut, ob ihm noch jemand gefährlich werden könne. Das war aber nicht der Fall. Ganz vorne hatte der Jüngste im Trio, Paul Maksuti (M35), lange die Pace gemacht, so dass er auch als erster die Eingangsrunde beendete. Der erfahrene Nahen (M45, TV Jahn Bad Driburg) war vorsichtiger angegangen und konnte seine Überlegenheit in der Finalrunde ausspielen. Er gewann, nachdem er 2014 schon mal den Zehner für sich entscheiden konnte, nun in neuer Bestzeit von 1:16:02h vor Maksuti in 1:17:51h sowie Freitag (1:20:30h) und Böddeker (M40) in 1:22:09h. Darauf angesprochen, ob für sie der Lauf eine besondere Bewandtnis hinsichtlich eines geplanten Wettkampfs habe, antwortet der Sieger stellvertretend für alle: "Nein, das ist einfach eine schöne Strecke. Wir haben einfach nur so mitgemacht". Der 20-km-Lauf war bisher nur 2015 und 2017 im Programm, soll aber in der Zukunft fest etabliert werden.

Zeitüberbrücken mit Smartphone

Bei den Frauen, das wurde schon erwähnt, war die 27-jährige Kathrin Kleinschnittger die deutlich überlegene Läuferin. Sie gewann klar in 1:33:06h mit über acht Minuten Vorsprung vor Simone Flottmeier (W30, ohne Verein) in 1:41:11h und Annekarina Schlüting (W45, HTSV Leiberg) in 1:45:55h. Kleinschnittger erzählte, dass sie eigentlich nicht so sehr auf Zeiten fixiert sei, sondern es ihr beim Laufen mehr um den Spaß gehe. Ihre Bestzeiten wisse sie nicht genau, lägen bei zehn Kilometer aber wohl unter 40 Minuten und im HM um die 1:30h. Einen Marathon habe sie zurzeit noch nicht geplant. Zur Strecke meinte sie: sehr schön sei sie und anspruchsvoll. Da sie aber aus einer bergigen Gegend (Wünneberg, Aabachtalsperre) komme, kenne sie hügeliges Terrain.

20km: Lag lange auf Rang zwei, kam aber in der zweiten Runde stark auf und siegte: Mathias Nahen Konnte die Führung nicht halten, freut sich aber über Platz 2: Paul Maksuti Wolfgang Freitag wird 3. Man sieht ihm seine 65 Jahre nicht an: Goar Engeländer war ältester Teilnehmer über 20km, siegte in der M65 konkurrenzlos und lief in der Gesamtwertung sogar in die Top ten (10.)
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Nach dem Duschen begann auch für die Läuferin vom BSV Fürstenberg die lange, zu lange Wartezeit bis zur Siegerehrung. Die fast zweieinhalb Stunden bis dahin versuchte sie u. a. mit dem Smartphone zu überbrücken, aber irgendwann geht am Handy die Möglichkeit aus, etwas Neues zu erfahren. Einmal muss die Siegerehrung doch losgehen, übte sie sich weiterhin, aber etwas genervt, in Geduld.

Zur Erklärung muss man dem Veranstalter zugutehalten, dass die Siegerehrung für 16:30 Uhr angekündigt war und die Klientel informiert war. Mit nur fünfzehn Minuten Verspätung fand die Ehrung dann statt, die Planung zeigte sich doch als unglücklich. Anstatt jede Siegerehrung nach dem Lauf anzusetzen, hatte man sie allesamt auf den späten Nachmittag gelegt. So entstanden Leerräume von zwei bis vier Stunden. Viele zu Ehrenden waren deshalb nicht mehr da, als die Preise verteilt wurden.

Fazit

Im Grunde ist der L-RUN von Buke eine Laufveranstaltung wie man sie sich wünscht: tolle Strecke, herzliche Atmosphäre, freundliches, rein ehrenamtliches Helferteam, prima Verköstigung und gute Organisation. Deshalb gaben die Läufer, abgesehen vom Zeitplan, nur positive Dinge von sich. Der Lauf von Buke ist jung, und man wird sicher fürs nächste Mal Abhilfe schaffen, vielleicht wird man dann auch die etwas lange Pause zwischen den Hauptläufen und dem Jedermannslauf verkürzen. Der Veranstaltung hat mit der vierten Austragung sicher viele Freunde hinzu gewonnen und zeigte sich als wahre Bereicherung des Hochstiftcups. Eine Teilnahme kann unbedingt empfohlen werden.

Bericht von Michael Schardt
Fotos Thomas Linnemann und Michael Schardt

Ergebnisse www.tsvbuke.de

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