1.6.19 - 34. Internationaler Tote-Mann-Berglauf in Oberried

Kerstin Bertsch und Ulrich Benz dominieren den 34. Tote Mann Berglauf

Sommerliche Temperaturen bringen die Teilnehmer ins Schwitzen

von Karl-Hermann Murst 

Bei sommerlichen Temperaturen, die so manche Teilnehmer/innen bei der 34. Auflage des Toten Mann Berglaufes zu schaffen machte, fand der vom PTSV Jahn Freiburg organisierte Berglauf statt, der über 8,4 Kilometer und 750 Höhenmeter von der Dorfmitte in Oberried bis Ziel auf dem Tote Mann Gipfel statt.

 

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Trotzdem kamen 154 Läufer und Läuferinnen beim vierten Wertungslauf zum Schwarzwald Berglauf Pokal strahlend und glücklich im Ziel an. Hier konnten sich die Teilnehmer mit verschiedenen Getränken und Bananen versorgen, so dass viele einige Minuten verweilten um die schöne Landschaft, die Ruhe und die Fernsicht hinüber zum noch schneebedeckten Feldberg zu genießen, bevor sie in den bereitstehenden Bus stiegen, der sie in die Goldberghalle zur Siegerehrung brachte.

Start zum 34. Int. Tote Mann Berglauf in der Dorfmitte von Oberried Die ersten Steigungen lassen nicht lange auf sich warten
Nichts für reine Asphalt-Cowboys:
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"Sie kamen, sahen und siegten", so begrüßte Sprecher Wolfgang Burgert die beiden Sieger Ulrich Benz LG Brandenkopf) und Kerstin Bertsch (SSC Hanau-Rodenbach) im Ziel. Beide waren zufällig übers Wochenende in Freiburg und was lag da näher als auf den Berg zu laufen. Ullrich Benz ist in Freiburg ein sehr bekannter Läufer. Zurzeit lebt er mit seiner kleinen Familie in Bern/Schweiz, wo seine Frau arbeitet. Benz selbst ist in Elternzeit, will aber ab September wieder in Freiburg arbeiten. Kerstin Bertsch, die in Heusenstamm bei Frankfurt lebt, besuchte mit ihrem Mann und ihren drei kleinen Kindern die Uroma in Bad Krozingen und las in der Zeitung, dass der Tote Mann Berglauf stattfindet. Kurzentschlossen nahm sie die Gelegenheit wahr und lief zum ersten Mal die Strecke zum Toten Mann hinauf.

 

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Durch Viehweiden hinauf zum Toten Mann Auf den letzten Metern zum Ziel ein Blick auf die Stollenbacher Hütte

Sie ist allerdings keine unbekannte Läuferin in der Berglaufszene. "Ich war bis 2008 in der Berglauf Nationalmannschaft mit Ulrich Benz zusammen. Ich bin auch schon in Bühlertal gelaufen und den Kandel Berglauf habe ich schon gemacht." Ihre Erfolge können sich sehen lassen, nach zwei Vize-Meisterschaften in den Jahren 2005 und 2006 errang Kerstin damals noch unter ihrem Mädchennamen Straub den Titel der Deutschen Juniorenmeisterin im Berglauf dreimal hintereinander, zuletzt im Jahr 2009. Als den bislang größten Erfolg ihrer Berglaufkarriere bezeichnet sie jedoch den Titel der Junioren-Vizeeuropameisterin, den sie 2007 in Frankreich gewinnen konnte. Berühmt wurde die Mutter von drei Kindern beim Frankfurt Marathon 2018, wo sie vom Fernsehen bekleidet wurde, als sie mit Baby-Doppelbuggy über diese Distanz in 3:14:20 Stunden einen Weltrekord aufstellte.

Ulrich Benz von der LG Brandenkopf läuft als Erster ins Ziel Dort warteten alle auf den zweiten Mann ... ...Roland Golderer vom RSV Schwalbe Ellmendingen

Bei der 34. Auflage des Toten Mann Berglaufes lief Kerstin Bertsch in der Frauenwertung ein Solorennen. Gleich in Führung baute sie kontinuierlich ihren Vorsprung auf die Freiburgerin Stephanie Morath (Freier Lauftreff Attila) aus und gewann in 46.57 Minuten. Die führende in der Schwarzwald Berglauf Pokal Wertung Stephanie Morath belegte in 49:55 min den zweiten Platz und festigte damit ihre Führung im Schwarzwald Pokal. Auf Platz drei lief die Siegerin der U18 Tabea Hensler von der Skizunft Breitnau in 52:39 min vor Eva Riesle und Angelika Rentschler (beide LT Unterkirnach). Ulrich Benz kannte dagegen die Laufstrecke sehr genau, da er schon oft hier gelaufen ist. Ohne Ambitionen, wie er sagt, ging er den Lauf an. Zirka 500 Meter lief er etwas zurückhaltend an und ging danach in Führung.

Eine Dreiergruppe mit Roland Golderer (RSV Schwalbe Ellmendingen) und dem Skilangläufer Manuel Becker aus Kirchzarten (LT Furtwangen) bestimmten zunächst das Tempo. Aber schon nach zirka zwei Kilometer konnte Benz einen kleinen Vorsprung herauslaufen, den er bis ins Ziel noch deutlich ausbauen konnte.

Jonas Wäschle vom TV Riegel läuft als Sieger der U18 auf Gesamtrang 9, einen Platz vor ... ... Frauensiegerin Kerstin Bertsch vom SSC Hanau-Rodenbach Stephanie Morath (Freier Lauftreff Attila) wird Zweite Tabea Hensler gewinnt als Dritte die U18

Nach 39:21 Minuten erreichte Benz strahlend das Ziel. Bei diesen Bedingungen eine ordentliche Zeit. Roland Golderer verteidigte Platz zwei (42:57) vor Manuel Becker (43:17) und Holger Thoma (beide LT Furtwangen). Auf den Plätzen fünf und Sechs folgten Johannes Werner (LT Unterkirnach) und Lennart Nies (TV Maikammer) Die U20 gewann Björn Pollul (SZ Breitnau, 44:57) und die U18 Jonas Weschle (TV Riegel, 45:48).

Hannelore, 3. der W60 und Walter Wiedemann 3. der M70 erreichten als Ehepaar den Tote Mann Gipfel Tote-Mann-Berglauf: 8,4 Kilometer und 750 Höhenmeter, eine klassische Berglaufdistanz mit herrlichen Aussichten
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Markus Bohmann zog folgendes Resümee: "Die Veranstaltung ist aus meiner Sicht äußerst harmonisch und souverän über die Runde gegangen. Die 34. Auflage des internationalen Toten Mann Berglaufs hat mit nur 154 Läuferinnen und Läufern im Ziel zahlenmäßig einen Tiefpunkt erreicht, der unterschiedliche Erklärungen hat:

Die Tendenz der klassischen Bergläufe ist regional rückläufig. Trailrunning und eventorientierte Veranstaltungen sind beliebter und ziehen vor allem junge Läufer an. So waren die unteren Altersklassen zum Teil gar nicht oder mit wenigen Teilnehmern besetzt.

Der neue Termin Anfang Juni war bei manchen Teilnehmerinnen und Teilnehmern noch nicht bekannt, so dass wir den neuen Termin besser noch publizieren müssen. Schade ist es, dass vor allem die Läuferinnen und Läufer aus der näheren Umgebung den einfachen Berglauf mit der tollen Aussicht direkt vor den Toren Freiburgs nicht in ihrem Laufkalender haben, hier gibt es mit Sicherheit noch Potential.

Wir werden uns nun Gedanken machen, inwiefern wir etwas am Format ändern können oder zumindest wieder so viele Läuferinnen und Läufer begeistern können, dass die Zahl 200 zumindest erreicht wird.

Der Kinderlauf wurde wieder begeistert angenommen und ist vor allem für die kleineren Kinder eine tolle Gelegenheit erste Wettkampferfahrungen zu sammeln. Hier stehen das gemeinsame Bewegen im Vordergrund und die Lust am gemeinsamen Laufen. Jeder erhielt eine kleine Aufmerksamkeit und eine Finisher-Medaille im Ziel. Die Atmosphäre war entspannt und familiär."

Bericht und Fotos von Karl-Hermann Murst

Ergebnisse www.totemannberglauf.de

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