30.6.18 - 26. Reutlinger SOLCOM Altstadtlauf

Wasser marsch: Kühlung aus dem Löschschlauch

Catrin Götz und Lorenz Baum siegen über 10 km

von Constanze & Walter Wagner

Über 115.000 Einwohner zählt Reutlingen, verfügt über eine mit Sehenswertem und Historischem bestückte Altstadt und ist in eine äußerst interessante Landschaft eingebettet am Albtrauf mit seinen Zeugenbergen. Der Reutlinger Hausberg Achalm ist mit 707 Metern Höhe so ein dominanter Zeitzeuge abgetragener Gesteins- und Erdschichten, die in ihren Formen an Vulkane erinnern. Was sich in der Natur über Jahrtausende verändert, das geht in den Städten fix und wird von äußeren Einflüssen abverlangt. Man denke daran, wie kurzzeitig alleine verkehrsbedingte Veränderungen in den Städten erfolgen.

Kaum hatte man Wege und Straßen für Kutschfahrten befestigt, kam der Schienenverkehr hinzu und bald eroberte das Kraftfahrzeug die Innenstädte. Verkehr so zu kanalisieren, dass Städte nicht kollabieren, Innenstädte lebenswert zu gestalten, davon können Reutlinger berichten. Individualverkehr bevorzugt aufs Fahrrad zu verlagern und öffentliche Verkehrsmittel so zu fördern, dass sie mehr genutzt werden, sind aktuelle Themen.

 

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Stadtbesichtigung beim Reutlinger SOLCOM Altstadtlauf Zunächst wird der Laufnachwuchs prämiert. Mit 3 Schülerläufen aufgeteilt in D, C und A/B Schüler werden die Wettkämpfe beim Reutlinger Altstadtlauf eröffnet. Davor räumen die Bambini die Straßen
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Nicht alle Gründe für Streckenänderungen beim Reutlinger Altstadtlauf sind damit verbunden. Es galt in den vergangenen Jahren auch einen Burgfrieden mit dem Einzelhandel herzustellen, der befürchtete, der ungewöhnliche Sportbetrieb in den Einkaufszeilen könne das Samstagsgeschäft vermasseln. Die Auswahl an Möglichkeiten einen attraktiven 2,5 km langen Kurs durch die Reutlinger Altstadt zu stecken, ist enorm, so dass kleinere Baustellen im Straßen- oder Hausbau meist in der Parallelgasse umschifft werden können. Einen verwinkelten Parcours darf man als Resultat erwarten, bei dem es mit etwas Ortskenntnis Zuschauern gelingt, in wenigen Schritten gleich mehrmals pro Runde an die Laufstrecke zu eilen.

Passiert wird auch das Tübinger Tor, das 1235 im Rahmen der Errichtung der Stadtmauer erbaut wurde

Ein Vierteljahrhundert haben sich die Organisatoren der veranstaltenden IGL - InteressenGemeinschaft Laufen 1983 e.V. - den Schwierigkeiten innerstädtischen Umgestaltungen erfolgreich angepasst und auch bei der nun 26. Austragung des Altstadtlaufs warteten sie mit einer Streckenführung auf, die forderte und dennoch gefiel. Mit Fertigstellung des Marktplatzes sind die gröbsten Einschnitte längst Geschichte, denn dieser ist das Epizentrum der Freiluftveranstaltung mit Siegerehrungsbühne und Versorgungsständen.

Rund 1250 Voranmeldungen, dazu wurde mit bis zu 100 Nachmeldern gerechnet, versprachen ein großes Läuferfest. König Fußball beherrschte zwar noch die Medienlandschaft, doch war eher damit zu rechnen, dass aufgrund hochsommerlicher Bedingungen so manche Teilnahme letztendlich doch gar nicht angetreten wurde. Am Ende standen über 1000 Finisher in den Listen, davon 663 in den beiden gemeinsam gestarteten Hauptläufen über 5 km bzw. 10 km.

 

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Weitere "Power Points", der Lindenbrunnen ... ... feuchte Unterstützung gegen die Hitze durch die Feuerwehr ... .... und musikalische Unterhaltung der Guggamusik aus Engstingen "Albra-Gugga - Gugga wa goat"

Die Einführung der Zweirundenstrecke erfolgte im Vorjahr zur Jubiläumsaustragung und wurde nun beibehalten. Mit 218 Ergebniseinträgen steigerte sich die kurze Variante um grob 45 Prozent, während über vier Runden mit 445 erfolgreichen Teilnahmen lediglich 20 weniger als im Vorjahr erfasst wurden. Dass bei den Frauen mit 106 in der 5km-Ergebnisliste bereits die Finisherzahl des Zehners von 97 Frauen übertroffen wurde, soll nicht unerwähnt bleiben. Die Möglichkeit eines fliegenden Wechsels wird von den Organisatoren zwar dementiert, doch ist dem Ergebnisdienst auch im zweiten Jahr nicht bekannt, dass er 5km-Finisher nicht listen solle, wenn sie für den Zehner gemeldet waren. Hier wäre die Entscheidung zu einer verbindlichen Vorgehensweise wünschenswert.

Im Hinblick auf die Ergebniserstellung sei angeraten, nicht einzig auf Computer zu vertrauen, sondern wenigstens die Schnelleren im Blick zu behalten. Gudrun Schmidgall wurde mangels Chipsignal nicht in den Ergebnissen aufgeführt, doch war sie Dritte der Frauen. Als W55-Siegerin wurde sie zwar geehrt, findet sich aber auch am Sonntag noch nicht in der Ergebnisliste. Zurückblickend hat sie eine enorme Sammlung sportlicher Erfolge aufzuweisen mit Bestzeiten von 34:30 min über 10.000 m, war 1988 mit 2:42:19 h württembergischen Marathonrekord gelaufen. Auch beim Altstadtlauf in Reutlingen hatte sie mehrmals gewonnen.

 

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Nach siebenjähriger Wettkampfpause nimmt die heute 59jährige seit letztem Jahr wieder an Laufveranstaltungen teil, aber nicht mit dem früheren Engagement. Spaß haben und die Gemeinschaft genießen, nennt sie als Beweggründe. Bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften im Berglauf wurde die Läuferin des TSV Trochtelfingen am 10. Juni Vizemeisterin ihrer Kategorie.

Die Weiche - 5km Läufer nach 2 Runden ins Ziel - 10 km Läufer dürfen noch 2 weitere Runden den Altstadtkurs genießen

Eröffnet wird der Rennzirkus von den Jüngsten, die noch ohne Zeitnahme und Platzierung auch in den Gesamtzahlen nicht berücksichtigt werden. Die komplettieren die 354 Schülerinnen und Schüler der Klassen D, C, B und A sowie die 22 optimal integrierten Sportlerinnen und Sportler mit einem Handicap, die als Power Racer eine eigene Wertung im Schülerlauf und in den Hauptläufen erhielten.

Schülerlaufe

Die große Kulisse ist bei den Stars von Morgen sehr beliebt. Denjenigen, denen die Distanz von 1,5 km und 2,5 km bei den Schülern A und B alles abverlangt, gebührt besonderer Applaus aus den Zuschauerspalieren. Richtige Könner unter den Jüngsten (U10) waren Lukas Jäger (Spranger-Sprinter), D-Sieger in 5:47 min und Samira Lotz, die in 6:27 min sogar bereits die C-Klasse gewonnen hätte. Diese Ehre kam ihrer Vereinskameradin beim TSV Holzelfingen Sophie Dunkelberger nach 6:34 min zu. Paul Levi Kleinmaier sorgte in 5:34 min dafür, dass auch der Sieg in der U12 an die Spranger-Sprinter ging.

Eine Originalrunde absolvierte Benjamin Diehl von der TSG Münsingen am schnellsten und siegte in 9:41 min in der U16 vor Niklas Kahnert (9:48) und Simon Wenzler in 10:01 min, beide für Team Kepi. Der 13jährige Benjamin Diehl ist schon ein ‚alter Hase' was das Laufen anbelangt und bereits im WLV-Kader. Als Sechsjähriger entbrannte seine Begeisterung fürs Laufen, seit Jahren ist er Wettkampf-Athlet und auch in Reutlingen alljährlich dabei. Seine Altersklasse hat er beim Altstadtlauf noch immer gewonnen und den Gesamtsieg wird er sich auch im nächsten Jahr kaum nehmen lassen, wenn er letztmals beim Schülerlauf startberechtigt sein wird. Der Gymnasiast hatte just am Tag zuvor seine Bestzeit über 3000 m mit 10:32,07 min aufgestellt.

A/B Schüler laufen in einem gemeinsamen Rennen über 2,5 km. Benjamin Diehl von der TSG Münsingen, im Vorjahr noch U14-Sieger, gewinnt dieses Jahr als U16-Schnellster in 9:41 Jaron Immer (796) von FGS Reutlingen führt die U14 in 10:04 an. Gemeinsam mit dem 3. der U16 Simon Wenzler (10:01) passieren sie den Zunftbrunnen. Reutlingen ist eine Stadt der Brunnen. Insgesamt 87 Stück schmücken das Stadtgebiet Bei den jungen Frauen liegt U14-Läuferin Emilia Junger (IKG Reutlingen) in 11:08 knapp vor U16-Siegerin Sara Walch (TUS Metzingen) in 11:20 im Ziel

Regelmäßigen Zuschauern in Reutlingen dürfte auch Sara Walch vom TuS Metzingen aufgefallen sein. Im Vorjahr wurde sie Dritte hinter zwei älteren Kontrahentinnen und AK-Siegerin. Diesmal verbesserte sich die 14jährige Gymnasiastin auf den zweiten Rang, wurde in 11:20 min wieder Altersklassensiegerin, aber blieb hinter der U14-Siegerin Emilia Junger von IKG Reutlingen zurück, die nach 11:08 min im Ziel erfasst wurde. Bereits mit Spannung kann man der nächsten Auflage entgegen sehen, wird Sara Walch nach dem Gesetz der Serie Gesamtsiegerin werden? Emilia Junger und aufstrebende weitere Talente könnten dies der Mehrkämpferin schwer machen.

In der U16 kamen Lucie Pfeiffer (SOLCOM easysports) in 11:48 und Lisa Ulmer vom Friedrich-List-Gymnasium in 12:34 auf die weiteren Podestplätze. Während in der MJ U14 Jaron Immer (FGS Reutlingen) in 10:04 min mit einer Sekunde Vorsprung vor Till Scharmentke siegte. Dritter wurde Laurin Beger vom SSV Reutlingen in 10:08. Bei den Mädchen wurde in der U14 Lena Fischer (TV Häslach) in 12:45 Zweite vor Marina Braun (FES Reutlingen) in 13:06.

Um 19:00 Uhr erfolgt der Start zum gemeinsamen Hauptlauf über 10 km und 5 km

Das Hauptlaufdoppel

Lorenz Baum siegt über 10 km

Durch die Mischung beider Gruppierungen ist es nicht einfach den Überblick zu behalten. Was bei den Männern durch einen Vorausfahrer noch gut gelingt, ist bei den Frauen weitaus weniger ersichtlich und schon gar nicht kann man die schnellsten 5km-Läuferinnen und Läufer sicher ausmachen. Weitaus hochkarätiger war der 10 km Lauf im Vergleich zum Fünfer bei den Männern besetzt, so dass die Führenden einigermaßen verlässlich zu verfolgen waren. Nicht immer war der gelbe Aufkleber auszumachen, der diejenigen kennzeichnete, die sich für den 5 km Lauf angemeldet hatten.

Lorenz Baum, als Titelverteidiger im letzten Jahr wegen eines Bänderrisses zum Zusehen verdonnert, begann im November wieder Tempoläufe zu machen und kam gut in die Saison, lediglich mit seiner 5000 m Zeit von 14:44 min war er nicht zufrieden, da hatte er sich im laufenden Jahr doch mehr versprochen. Er nahm an der Deutschen Crosslauf Meisterschaft in Ohrdruf teil, wo er Neunter wurde und holte sich mit den Laufkameraden der LAV Stadtwerke Tübingen Bronze bei den Deutschen Meisterschaften über Halbmarathon in Hannover, wo er in 1:07:58 h Dreizehnter wurde.

 
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Lorenz Baum hat sich in der ersten Runde an die Spitze gesetzt. Hinter ihm (v.l.n.r.) Viktor Bauer, Simon Ostertag, Markus Mößler und Paul Gekeler Das Frauenfeld führt die 5km Läuferin Franziska Schrader an ... ... dicht auf die 10km-Führende Catrin Götz

In Reutlingen ging er es zunächst locker an, bestimmte aber von der ersten Runde an das Tempo. Noch war er den Verfolgern nicht aus dem Blickfeld entrückt, doch baute er kontinuierlich seinen Vorsprung aus, lief immer die schnellste Rundenzeit. Nach 35:21 min war er als Sieger im Ziel, nur die dritte Runde war er um zehn Sekunden langsamer als in der Auftaktrunde, was auch an den Überholvorgängen liegen konnte. Dass diese zum Stadtlauf gehören und entsprechend nicht beklagt werden, ist bekannt. Zeitvergleiche mit früheren Jahren sind wegen der Streckenänderungen nicht möglich.

 

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Auf einem 4-Rundenkurs durch die engen Altstadtgassen kommt es zwangsläufig zu Überrundungen. Die 10km Führenden Lorenz Baum (1204) und Catrin Götz (320) üben sich ein wenig im Slalomlaufen

Ebenfalls für Tübingen starten die beiden Verfolger, jedoch für den Tübinger Laufladen. Dort arbeitet Simon Ostertag neben seinem Betriebswirtschaftsstudium. Markus Mößler promoviert derzeit in Ökonometrie. Der Tagesschnellste stellte für die beiden Landesliga Triathleten, wo sie für den Post SV Tübingen starten, eine unlösbare Aufgabe, schon auf der zweiten Runde baute der seinen Vorsprung um weitere 30 Sekunden aus. In der dritten Runde entledigte sich Markus Mößler seines Teamkameraden, genauer, Simon Ostertag brach etwas ein. In der vierten Runde behauptete Markus Mößler seinen Vorsprung und wurde nach 37:16 min Zweiter. Simon Ostertag wurde in 37:35 min Dritter, ist aber der bessere Schwimmer.

Lorenz Baum (LAV Stadtwerke Tübingen) stürmt das 10km Ziel als 1. und wird als Reutlinger zudem Stadtmeister Markus Mößler vom Tübinger Laufladen folgt auf Rang 2 3. wird Simon Ostertag, ebenfalls für den Tübinger Laufladen. Gemeinsam mit Valentin Steib gewinnen sie die Firmenwertung

Auf Rang vier kam M50-Sieger Luigi de Franceschi für PT Reutlingen in 38:23 min. Paul Gekeler (VFL Pfullingen Triathlon) lieferte als Fünfter in 39:15 min das letzte Ergebnis unter 40 Minuten ab.

Catrin Götz schnellste 10 km Läuferin

Bei den Frauen siegte Catrin Götz für PT Reutlingen. Die Rundenzeiten der Sportwissenschaftlerin, Geschäftsführerin des Unternehmens für diverse Fitnessangebote in Reutlingen zeigten, dass auch sie in jeder Runde ihren Vorsprung ausbauen konnte. Nach 42:54 min kam sie über die Zielmatte. Für die schnellen Frauen war es schwieriger bei den vielen Überrundungen durchzukommen. Gewonnen hatte sie den Reutlinger Altstadtlauf 2013 schon einmal. Sie startet bei Meisterschaften für den SV Ohmenhausen. Sie hat eine 38er Bestzeit über 10 km. Beim erstmals zum Hamburg Marathon ausgetragenen Halbmarathon wurde sie in 1:26:52 h Dritte. Bei ihrem ersten Marathon lief sie in Frankfurt 3:09:31 h.

Catrin Götz (PT Reutlingen) gewinnt den 10km Lauf bei den Frauen vor ... ... W45-Siegerin Silke Holzmann vom SV Ohmenhausen, die Stadtmeisterin, hierfür zählen Verein oder Wohnort, keine Firmen Als 3. Frau überquert Gudrun Schmidgall vom TSV Trochtelfingen mit der Nummer 1000 die Zeiterfassungsmatte im Ziel und ist damit Schnellste der W55

Für SV Ohmenhausen startete Silke Holzmann in Reutlingen und wurde in 44:55 min als W45-Siegerin Zweite. Für die 49jährige ist der Reutlinger Altstadtlauf eine feste Größe im Kalender, aber gewinnen konnte sie noch nie. Die Stadtmeisterschaft allerdings geht beinahe regelmäßig an sie. 39er Bestzeiten über 10km und 3:10 h über Marathon, nennt sie. Drei Mal ist sie Marathon gelaufen, wird im Herbst wieder über 42 km starten, doch eine neue Bestzeit traut sie sich nicht mehr zu.

Gudrun Schmidgall wurde Dritte, wenn auch Galina Tolkaceva, W50-Siegerin in 49:12 min ihren Platz in der Liste einnimmt. Carolin Vogel, 1. W40, folgte in 49:59 min auf Rang vier eine Sekunde vor Anne Bauer. "Die Strecke war schön. Hitze, ja, aber auch schattige Stellen. Eckige Kurse und Überrundungen gehören zum Stadtlauf dazu", so das Fazit vom Gudrun Schmidgall.

Die ausgeschriebene Teamwertung für Firmen gewann der Tübinger Laufladen vor PT Reutlingen und BSG Stadt Reutlingen.

Andreas Auch von der BSG Kreissparkasse Reutlingen gewinnt den 5km Lauf U18-Sieger Christian Weihing (FES Reutlingen) wird 2. im 5km Rennen Die Solcom-easysports Läufer Jonathan Gutekunst (351) und Tim Weinert laufen zeitgleich auf die Plätze 3 und 4

2. Hauptlauf über 5 km

Andreas Auch weiß in Catrin Götz um den Vorteil einer optimalen Betreuung und absolvierte sein Marathon-Debüt in Frankfurt von Anfang bis Ende an ihrer Seite. Wegen Trainingsrückstand entschied er sich diesmal für die kurze Strecke. Im letzten Jahr lief er in Reutlingen über 10 km in einer 38er Zeit. Der 45jährige Bankkaufmann startete für die BSG Kreissparkasse Reutlingen und siegte in 19:18 min klar vor U18-Sieger Christian Weihing (FES Reutlingen) in 19:31 min. Rang drei und vier gingen an Jonathan Gutekunst und Tim Weinert von SOLCOM-easysports in jeweils 20:11 min.

Franziska Schrader vom SV Ohmenhausen ist schnellste Frau auf der 5km Strecke Synchronschwimmerin Janina Schmidt wird 2. auf der zum zweiten Mal durchgeführten Kurzsstrecke Die Farben der IGL Reutlingen vertritt die Drittplatzierte Barbara Czornik und gewinnt die W45

Bei den Frauen sorgte Franziska Schrader für einen weiteren Sieg des stark vertretenen PT Reutlingen in 21:39 min. Die 26jährige hat ihren Startpass beim SV Ohmenhausen und war erstmals beim Altstadtlauf dabei. "Es war toll, aber für eine schnelle Zeit ist es zu eckig. Im nächsten Jahr bin ich bestimmt wieder dabei", so die Tagesschnellste über 5 km mit einer 10 km Bestzeit von 40:18 min. Dem Fünfer gab sie den Vorzug, als Vorbereitung für einen Zehner im Ermstal in der Folgewoche. Seit 3 Jahren nimmt sie an Laufwettkämpfen teil, ist auch schon mal Halbmarathon gelaufen, aber kürzere Strecken gefallen ihr besser.

Moderator Rolf Steincke informierte Runde für Runde, denn das Beste kommt zum Schluss

Janina Schmidt wurde in 23:04 min Zweite. Die 21jährige hatte in den letzten drei Jahren beim Altstadtlauf ihre Altersklasse über 10 km gewonnen. Bei ihrer Teilnahme am Swimm+Run im Reutlinger Freibad (4 km Laufen, 400m Schwimmen) 8 Tage vor dem Altstadtlauf stellte sie fest, dass ihr die kürzere Distanz liegt. Die Synchronschwimmerin, seit 12 Jahren, des SSG Tübingen/Reutlingen, läuft seit über drei Jahren. Laufen ist aber kein Bestandteil des Synchronschwimmtrainings, das macht sie, weil es ihr gefällt. Dritte wurde Barbara Czornik von der IGL Reutlingen, die in 23:38 h in der W45 gewann.

Mit den stimmungsvollen Siegerehrungen, wo die Freude der Power-Race Teilnehmer einfach ansteckend wirkt, klang der 26. Reutlinger Altstadtlauf aus. Auf stolzer Kinderbrust baumelte die Medaille, die teilnehmerstärkste Gruppe erhielt einen Pokal, Einkaufsgutscheine wechselten in die Hände der Schnellsten und der Besten in den Altersklassen.

Mit den Siegerehrungen auf dem Reutlinger Markplatz endet der 26. Reutlinger SOLCOM Altstadtlauf
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Die Beliebtheit des Innenstadtrundkurses ist allgemein spürbar und beste räumliche Voraussetzungen sind gegeben. Mit der direkten Anfahrt ins Rathaus Parkhaus spart man sich eine Menge Stress und pustete weniger Abgase in die Luft. Für die Zukunft wünschte man sich vielleicht doch eine klare Regelung für die Trennung von Fünfern und Zehnern. Und ganz klar, dass eine erfolgreiche Spitzenläuferin, die obendrein mit der Startnummer 1000 ins Rennen geschickt wurde, aufgrund eines fehlenden Chip-Signals nicht in der Ergebnisliste geführt wird, kann vorkommen. Es bedarf dann aber doch mehr Einsatz, als dies dem Widerspruch des Athleten zu überlassen. Die IGL Reutlingen wird sich sicher mit dem Vorfall noch beschäftigen und mit dem Ergebnisdienst abklären, damit er einmalig bleibt, und kann ansonsten gelassen auf die Zukunft dieses Laufspektakels blicken, das einfach allen Spaß macht, auf der Strecke und am Rand.

Bericht und Fotos von Constanze & Walter Wagner

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