23.6.18 - 23. Ludwigshafener Stadtlauf

Stadtlauf überzeugt mit neuem Konzept

Eszter Varga und Nico Steißlinger dominieren im Hauptlauf

von Holger Czäczine 

Zum zweiten Mal war ich als LaufReporter zu Gast beim Stadtlauf in der Chemiearbeiterstadt Ludwigshafen. Bei angenehmen Lauf-Temperaturen um 20°C waren optimale klimatische Bedingungen vorhanden. Traditionell ist der Stadtlauf immer in das Programm des Ludwigshafener Stadtfestes eingebettet.

Das neue Konzept der Veranstaltergemeinschaft, die sich aus dem Ludwigshafener Sportverband und dem Bereich Sport der Stadt Ludwigshafen rekrutiert, wurde von den Läuferinnen und Läufern der Metropolregion sehr gut angenommen.

Die Traditionsveranstaltung, die alljährlich von der BASF und den Technischen Werken Ludwigshafen präsentiert wird, ging in diesem Jahr neue Wege. Die neue Philosophie der Ludwigshafener Veranstalter beinhaltet, vor allem den Breitensportcharakter des Stadtlaufes mehr in den Fokus zu stellen. Das betonte mir gegenüber auch Orga-Chef Thomas Gerling (Leiter des Bereiches Sport der Stadt Ludwigshafen).

 

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Deutsch-französische Freundschaft beim neuen GLOBUS-Einsteigerlauf über 4,8 Kilometer Mit dem BASF-Volkslauf über 8,4 Kilometer endet das vielseitige Wettkampfangebot des 23. Ludwigshafener Stadtlaufes
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Aus diesem Grund wurde der Einsteigerlauf über 4800 Meter neu ins Programm aufgenommen und der Elitelauf gestrichen. Über 180 Läuferinnen und Läufer nutzten das neue Angebot bei dem der Spaß am Laufen mit Gleichgesinnten im Vordergrund stand. Aus diesem Grund gab es beim GLOBUS-Einsteigerlauf auch keine Wertung und Siegerehrung. Als Anreiz für die Laufeinsteiger wurden aber unter allen Finishern schöne Sachpreise verlost.

Bambini- und Schülerläufe

Rund 170 Bambini und 340 Schüler gingen mit viel Spaß und Ehrgeiz auf ihre Distanzen von 650 und 1200 Metern. Die Bambinisieger 2018 heißen Rebecca Wall (Brüder Grimm-Schule Ludwigshafen) und Linus Weindel (FG 08 Mutterstadt). Bei den Schülerinnen und Schülern machten Annika Müller aus Mechtersheim und Levin Bohn von der TSG Friesenheim das Rennen.

2400m-Jugendlauf

Beim TWL-Jugendlauf hatten die Mädels und Jungs zwei Runden von je 1200 Metern zu absolvieren. Nach einer Runde hatten sich Fabio Matheis (TSG Eisenberg) und Luca Schmähl (Ludwigshafener LC) etwas vom restlichen Feld abgesetzt. Erst auf den letzten 200 Metern konnte sich der Eisenberger Mittelstreckler wie erwartet vom Ludwigshafener Langstreckler lösen und gewann in 8:06 Minuten mit 4 Sekunden Vorsprung vor Luca. Dritter wurde Lorenz Terner vom JSV Tübingen in 9:29 Minuten.

Die 3 Handballerinnen Lara, Lucy und Jana von den Friesenheimer Eulen hatten viel Spaß beim TWL-Jugendlauf und waren als "Dreierkette" unterwegs Fabio Matheis und Luca Schmähl liefen die beiden Runden beim Jugendlauf Seite an Seite. Fabio (1412) entschied das Rennen im Spurt auf den letzten Metern für sich Die Ilvesheimer Tennis-Spielerin Celina Kortüm (1408) gewann den Jugendlauf bei den Frauen mit 20 Sekunden Vorsprung vor der Eisenbergerin Katrin Neumeister

Fabio Matheis hat ja die läuferischen Gene von seinen Eltern Josefa und Ralf geerbt. Sein Training in Eisenberg wird von Vater Ralf und dem früheren Klasse-Sprinter Steffen Bringmann koordiniert. Der Ludwigshafener Luca Schmähl trainiert bei der ehemaligen ABC-Läuferin Saskia Helfenfinger-Jeck. Seine 3000m-Bestzeit hat er aktuell Anfang Juni auf 9:59 Minuten verbessert.

Bei den Mädchen lagen nach einer Runde Katrin Neumeister von der TSG Eisenberg und Celina Kortüm aus Ilvesheim in Front. Die beiden machten auch das Rennen unter sich aus. Die starke Tennis-Spielerin Celina Kortüm setzte sich von Katrin ab und siegte in 9:42 Minuten mit 19 Sekunden Vorsprung vor der Pfälzerin. Dritte wurde Jasmin Jung von der TSG Friesenheim in 10:21 Minuten.

 
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Die 19jährige Ilvesheimerin Celina Kortüm spielt beim TC Olympia Lorsch in der Hessenliga Tennis. Vor einigen Jahren entdeckte Celina das Laufen als ideales Konditionstraining für ihre Sportart. Inzwischen ist sie auch schon als Läuferin erfolgreich unterwegs. Vor einem Jahr lief sie beim Halbmarathon in Marburg eine 1:44 und beim Marathon in Mannheim gab sie kürzlich ihr Debüt über die klassischen 42,195 Kilometer in 4:40 Stunden.

Start frei für die Premiere des GLOBUS-Einsteigerlaufes über 4,8 Kilometer Die Fußballer des BSC 1914 Oppau zeigten eine tolle Teamleistung mit Ball im Einsteigerlauf

4800m-Einsteigerlauf

Wie bereits von mir erwähnt gab es beim GLOBUS-Einsteigerlauf keine Wertung und Siegerehrung, da der Spaß- und Genuss-Charakter im Vordergrund stehen sollte. Der Vollständigkeit halber erlaube ich mir an dieser Stelle die schnellste Frau und den schnellsten Mann zu nennen. Das waren Rebecca Hilgert vom ABC Ludwigshafen in 19:53 und Martin Eberle von DJK Blau-Weiß Oppau in 17:29 Minuten. Alle Läuferinnen und Läufer auf der 4800m-Distanz tauchten tief in die tolle Stadtlauf-Atmosphäre ein und die erzeugte Gänsehaut pur!!!

Buntes Stadtlauftreiben in Ludwigshafen

8400m-Volkslauf

Gegen halb 6 an diesem Stadtfestabend in Ludwigshafen wurde der Hauptevent, der BASF-Volkslauf über 8400m, gestartet. Für die knapp 370 Athleten ging es nun sieben Runden durch das Zentrum von Ludwigshafen mit Start und Ziel in der Bismarckstraße unweit des Berliner Platzes. Gleich nach dem Start setzten sich der Vorjahressieger Nico Steißlinger vom ABC Ludwigshafen und der Mannheimer Steffen Ulmrich (MTG/Engelhorn Sports Team) an die Spitze des großen Läuferfeldes. Nach der ersten Runde folgten dahinter Thomas Schlohmann (TSG Maxdorf), Julian Puppe (Polizeipräsidium Rheinpfalz), Sebastian Bednarz (ABC Ludwigshafen), Philipp Meder (DJK Käfertal-Waldhof), Florian Reh, Peter Korth und Hannes Christiansen (1. FC Kaiserslautern).

Der 20jährige Steffen Ulmrich legte ein Höllentempo vor und hatte sich bereits nach 2 Runden von Nico Steißlinger abgesetzt. Noch gut im Rennen lagen in dieser Phase des Hauptlaufes Thomas Schlohmann, Lennart Nies, Sebastian Bednarz und Julian Puppe. Weiter ging es Runde um Runde durch das Zentrum der BASF-Stadt. Als Steffen Ulmrich die 6. Runde absolviert hatte, blieb er plötzlich bei Start und Ziel stehen. Was war passiert? Steffen hatte sich mit den Runden verzählt und wähnte sich bereits als Sieger im Ziel. Obwohl er sofort von Moderator Manuel Scriba über die richtige Rennsituation informiert wurde, beendete der Mannheimer vorzeitig das Rennen. Er war jetzt auch mit seinen Kräften am Ende, da er bereits voll auf den Zieleinlauf nach 6 Runden fokussiert war.

Nico Steißlinger vom ABC Ludwigshafen läuft lange hinter Steffen Ulmrich auf Platz 2. Durch dessen Ausstieg kann er seinen Vorjahressieg wiederholen und 2019 einen Hattrick anstreben


Marco, Petra und Marcus lassen den Gesamtzweiten Thomas Schlohmann (TSG Maxdorf) auf der Überholspur passieren
Julian Puppe (9. Ges/3. M30) vom Polizeipräsidium Rheinpfalz und in Rot Sebastian Bednarz (3. Ges /1. M30) vom ABC Ludwigshafen geimeinsam in der ersten Runde des Hauptlaufes

Nun war der Weg frei für den Vorjahressieger vom ABC. Nico Steißlinger finishte nach 27:20 Minuten am Berliner Platz und kann nun 2019 einen Hattrick beim Ludwigshafener Stadtlauf anstreben. Zweiter wurde der Maxdorfer Thomas Schlohmann, der nach 28:22 Minuten die Ziellinie passierte. Thomas war einen Tag später schon wieder beim Nibelungen-Triathlon in Worms am Start und wurde in einem starken Feld auf der Sprintdistanz Vierter seiner Altersklasse.

 

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Um den dritten Platz gab es beim Stadtlauf eine Sprintentscheidung, die schließlich der Ludwigshafener Mittelstreckler Sebastian Bednarz in 28:56 Minuten um zwei Sekunden vor Lennart Nies vom TC Mutterstadt für sich entschied. Die Plätze von 5 bis 8 gingen an Florian Reh in 30:19, Hannes Christiansen in 31:25, Peter Korth in 31:47 und Andreas Hippler in 31:56 Minuten.

Die Ungarin Eszter Varga im blau-weißen Trikot von Decathlon Ludwigshafen gewinnt überlegen den BASF-Volkslauf beim 23. Ludwigshafener Stadtlauf Die Triathletin Uta Knape lief lange auf Platz 2 im Hauptlauf. Insgesamt wurde sie später Dritte und dominierte die W45 Josefa Matheis wurde beim Stadtlauf durch ihren Mann Ralf, der sie auch trainiert, begleitet. In der Schlussrunde distanzierte sie Uta Knape noch auf Platz 3 und gewann souverän die W50

Bei den Frauen setzte sich die Ungarin Eszter Varga (Decathlon Ludwigshafen) schon in der ersten Runde ab. Mit einem komfortablen Vorsprung vor der Triathletin Uta Knape lief sie Runde um Runde durch die City. Auf Platz 3 hatte sich die Eisenbergerin Josefa Matheis, die von ihrem Mann Ralf als Pacemaker unterstützt wurde, gesetzt. Im Vorderfeld der Frauen liefen weiterhin Petra Wenz, Kerstin Stolle, Gisela Kipper, Angelika Hoffmann und Nadine Sieber.

Eszter Varga lief ihr Rennen sicher nach Hause und siegte in 33:22 Minuten. Bis jetzt ist sie in der Laufszene der Pfalz noch nicht so sehr bekannt. Allerdings lief sie beim Marathon Deutsche Weinstraße schon eine 3:44 Stunden und wurde dort Fünfte der W35. Sicher werden wir sie demnächst öfter bei Laufveranstaltungen in der Region sehen.

Die "Ampelmännchen" Stefan und Rudolf tauchen mit dem "1000 Volt-Man" Thomas in die Stadtlauf-Atmosphäre ein Tolles Team-Building durch die Feuerwehrmänner der Stadt Ludwigshafen

Doch jetzt nochmal zurück zum Renngeschehen in Ludwigshafen. Josefa Matheis gab in der letzten Runde nochmal richtig Gas als sie Uta Knape vor sich sah. Ihre Aufholjagd war von Erfolg gekrönt, sie wurde Zweite in 35:52 Minuten vor Uta Knape vom Ute Mückel Tria-Team in 36:11 Minuten. Josefas nächstes Highlight wird die Senioren-DM über 5000m in Mönchengladbach am nächsten Wochenende sein. Unter diesem Aspekt war sie mit ihrem Stadtlauf-Auftritt ganz zu frieden.

Gisela Kipper vom Ludwigshafener SV07 wurde Vierte in 38:57 vor Petra Wenz (ABC Ludwigshafen) in 39:05, Kerstin Stolle (TSG Friesenheim) in 39:16, Nadine Sieber (Polizeipräsidium Rheinpfalz) in 39:42 und Angelika Hoffmann (1. FC Kaiserslautern) in 39:47 Minuten.

Frauensiegerehrung: Siegerin Eszter Varga und die Dritte Uta Knape lächeln in die Abendsonne von Ludwigshafen Die beiden Moderatoren des 23. Ludwigshafener Stadtlaufes Manuel Scriba und Hans-Jürgen Schultz sorgten für kurzweilige Unterhaltung und waren jederzeit auf der Höhe des Geschehens Die neue Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck ehrt bei ihrem "ersten" Stadtlauf die schnellsten Männer: Thomas Schlohmann, Nico Steißlinger und Sebastian Bednarz
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Fazit

Der 23. Ludwigshafener Stadtlauf war wieder eine rundum gelungene Veranstaltung. Die Moderation durch Hans-Jürgen Schultz und Manuel Scriba war kurzweilig und sehr fachkundig. Ich wünsche dem Orga-Team weiterhin viel Erfolg mit ihrem neuen Breitensport-Konzept.
Nebenan auf der Stadtfestbühne am Berliner Platz sah ich auf dem Nachhauseweg noch Namika, die quasi schon die Stimmung für das große Public Viewing zum WM-Spiel Deutschland - Schweden anheizte. Am Ende ging ja doch noch alles gut aus, mit dem 2:1 für die Deutschen, wenn auch auf dem allerletzten Drücker. Ende gut, alles gut, auch bei Stadtlauf!

Auf ein Wiedersehen im Juni 2019 am Berliner Platz beim dann schon 24. Stadtlauf!

Bericht und Fotos von Holger Czäczine

Ergebnisse www.br-timing.de
Info www.ludwigshafener-stadtlauf.de

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