24.6.18 - 17. Apfellauf der Kelterei Heil in Laubuseschbach

"Run an den Apfel" wird zum Rekord-Festival

von Helmut Serowy 

"Run an den Apfel!" hieß es wieder, als beim 17. Apfellauf die Läufer über 5 und 10 Kilometer auf die malerische Strecke durch das Bleidenbachtal zwischen Laubuseschbach und Weilmünster geschickt wurden und sich die Jüngsten beim Struwwelpeterlauf über 420 m austoben durften. Verständlich wird der außergewöhnliche Slogan, wenn man erfährt, dass die Kelterei Heil aus Laubuseschbach diese beliebte, breitensportlich angelegte Veranstaltung ins Leben gerufen hat und fürsorglich über all die Jahre betreut.

Apfellauf der Kelterei Heil - idyllisch führt die Strecke durch Streuobstwiesen und Wälder ... ... und im Ziel locken rotbackige Äpfel
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Äpfel begleiten die Läufer auch rund um die Rennen. So führt die Strecke durch weite Streuobstwiesen. Im Ziel stehen Körbe mit frischem Obst als Verpflegung bereit. Apfelsaft und Apfelwein zählen zu den hessischen Spezialitäten, die bei der Abschluss-Party bereitstehen. 50 Liter Apfelsaft oder Apfelwein werden in den Kategorien "Große Sause" und "Frauen-Power" als Sonderpreise an die größte Teilnehmer-Gruppe und das schnellste Frauen-Team überreicht.

Schließlich erhalten auch die drei schnellsten Frauen und Männer über 5 und 10 Kilometer als originelle Siegertrophäen handgeschmiedete Äpfel mit goldenem, silbernem oder bronzenem Stiel.

 
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Laufen in herrlicher Landschaft, Unterhaltung auf der Strecke und im Ziel, After-Run-Party auf dem weiten Gelände vor dem alten Bahnhof in Laubuseschbach - das sind Markenzeichen des Apfellaufes der Kelterei Heil, der neben den Leistungsläufern insbesondere die Freizeitläufer anspricht. Diese nehmen das Angebot gerne an und kommen in Scharen in die Taunusgemeinde.

Lang zieht sich die Läuferschlange nach dem 5-km-Start durch das Bleidenbachtal Endlos scheint die Schar der Läufer zu sein

"Laufen ohne Verschnaufen" heißt es vor dem 5-km-Start um 10 Uhr. Ziel ist nach dem Rennen durch das idyllische Bleidenbachtal der zuschauerumringte, langgezogene Marktplatz in Weilmünster. Ein besonders für Einsteiger empfehlenswerter Lauf, da die Strecke meist leicht bergab führt und in der endlosen Läuferschlange jeder fröhliche Gruppen zum mitlaufen findet. Nach kurzem Verschnaufen können die 5-km-Läufer zurückwandern, sich an den Verpflegungsständen erfrischen und die nun entgegenkommenden 10-km-Läufer kräftig anfeuern.

Die 10 Kilometer werden eine Stunde später, um 11 Uhr, gestartet. Einige Unverwüstliche nutzen dies, um nach dem 5-km-Zieleinlauf zurückzujagen, um nochmals die Strecke im zweiten Rennen zurückzulegen. "10 ohne Gehen" heißt es jetzt.Auf dem Marktplatz in Weilmünster befindet sich diesmal der Wendepunkt und auf ständig leicht steigender Strecke geht es zurück nach Laubuseschbach. Für eine bei einem Landschaftslauf weniger erwartete Stimmung und lautstarke Unterstützung während des gesamten Rennens sorgen die zurückwandernden 5-km-Läufer. Sie pushen die Langstreckler bis zum Zieleinlauf.

 
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"Neben der sportlichen Herausforderung sind uns Spaßfaktor und gesellige Atmosphäre rund um die Veranstaltung sehr wichtig", verkünden die rührigen Organisatoren der Kelterei Heil um Christof Heil und Ute Schäfer. Um dieses Ziel zu erreichen, haben sie sich einiges einfallen lassen. So ergänzt der Fun Run "Spaß ohne Zeitdruck" das Programm des Apfellaufes. Jeweils fünf Minuten nach dem Start der Rennen über 5 und 10 Kilometer folgt eine zweite Welle mit Läufern und Walkern, die ohne Zeitmessung die Strecken absolvieren.

Dudelsack-Pfeifer blasen den Marsch entlang der Strecke Ohne Zeitdruck sind die Walker unterwegs

Der Gruppenlauf "2 Distanzen, 4 gewertete Läufer, viele Leute, ganz viel Spaß" mobilisiert Mannschaften. Eine Gruppe besteht aus mindestens acht Personen mit Zeitmessung. Die Zeiten der zwei Schnellsten über 5 und über 10 Kilometer werden für die Gruppenwertung addiert. Die anderen können den Apfellauf auch locker durchjoggen und sich dennoch über Top-Platzierungen freuen. Wie im Vorjahr dominierte hier wieder der Westerwalder Laufverein LC Mengerskirchen in 1:54:58 Stunden vor dem Team der Laufgruppe Stenzel (2:02:12 Stunden) und den "Genussläufern" (2:18:36 Stunden).

"Frauen-Power" wird ebenfalls ausgezeichnet. In dieser Kategorie werden die Gruppen mit den jeweils zwei schnellsten Frauen über beide Distanzen gewertet. Was wiederum langsameren Männern die Chance zu einem Sieg eröffnet. Hier glänzte die Laufgruppe Stenzel, die zudem den Sonderpreis als größte Gruppe mit nach Hause nehmen durfte.

hr1-Moderatorin Marion Kuchenny begrüßte wieder auf der langen Zielgeraden am Ortseingang von Laubuseschbach die Finisher, pushte sie nochmals, verführte sie aber auch mal zum kurzen Schwätzchen. Lautstark jubelndes Publikum unterstützte sie dabei tatkräftig und sparten nicht mit Beifall - soweit sie sich nicht bereits in die Schlangen vor den Imbissbuden eingereiht hatten.

Teklay Rezene (re) führt die Spitzengruppe über 5 km vor Maximilian Brumm, Marek Spriesterbach, Marius Braun und Björn Schräder an In einer Verfolgergruppe mischen M60-Sieger Peter Czech (li) und M50-Sieger Stefan-Uwe Best (re) mit

Das weitläufige Gelände vor dem alten Bahnhof mit Festzelt und schattenspendenden Bäumen bot schließlich den Rahmen für die ausgiebige Abschluss-Party. Für Getränke war beim Ausrichter Kelterei Heil ohnehin reichlich gesorgt. Vielfältige hessische Spezialitäten bot die Speisekarte. Die Zeit zwischen den Läufen verkürzte den zahlreichen Zuschauern die Musikgruppe "Ramba Samba" aus Elz mit rhythmischen Klängen.

Knapp 1000 Läufer mit ihrem großen Begleit-Tross freuten sich über herrliche Bedingungen im Start-Ziel-Bereich und auf der Strecke. Die schon fast obligatorische Hitze beim Apfellauf in "L.E." blieb wie im letzten Jahr aus. Dafür sorgten angenehme Temperaturen für gute Laufbedingungen und ein wie immer ausgedehntes Läuferfest unter den schattenspendenden Bäumen vor dem Bahnhof und im Festzelt.

5 Kilometer

Optimales Läuferwetter erwartete die rund 550 Läufer, die um 10 Uhr mit dem 5-km-Rennen den 17. Apfellauf in Laubuseschbach eröffneten. Während sich 380 von ihnen dem Wettbewerb stellten und mit Zeitmessung starteten, ließen es die weiteren Läufer/innen und Walker/innen ohne Zeitdruck angehen. Für sie stand das Lauferlebnis durch das schöne Bleidenbachtal im Vordergrund.

Ciara Costadura läuft einem neuen Streckenrekord über 5 km entgegen Franziska Grote holt sich als Zweite eine weitere Siegertrophäe Zeitgleich erreicht Lisa Schmitt den dritten Rang

Vorne allerdings ging die Post ab. Bei den guten Voraussetzungen vermuteten bereits im Vorfeld Insider, dass der Männer-Streckenrekord wackeln dürfte. Letztlich knackten mit Teklay Rezene vom LC Mengerskirchen und Marek Spriesterbach aus Oberneisen gleich zwei Läufer die alte Bestmarke. Ciara Costadura von der Laufgruppe Stenzel steuerte auch noch einen neuen Frauen-Rekord bei.

Vom Start weg drückte eine 6er-Gruppe mit den Favoriten auf das Tempo und setzte sich im schmalen Tal schnell aus der unendlichen Läuferschlange ab. Aus dieser lösten sich schließlich der vom Mengerskirchener "Altmeister" Norbert Rautenberg betreute Jugendliche Teklay Rezene und Marek Spriesterbach. Auf dem leicht fallenden Kurs in Richtung Weilmünster hielt Spriesterbach aber weiterhin ständig Anschluss an den leichtfüßigen Rezene.

Jubelnd erreichte Teklay Rezene das 5-km-Ziel auf dem Marktplatz - wo beim Weiltal-Marathon die Läufer die 30-km-Marke passieren - in 15:42 min. Die alte Bestmarke von Marc Prins aus dem Jahre 2010 hatte der A-Jugend-Sieger damit um elf Sekunden unterboten. Auch Marek Spriesterbach blieb mit 15:48 min noch um fünf Sekunden unter dem alten Streckenrekord. Unbedrängt holte sich Björn Schräder - Sieger des Jahres 2016 und aus Nittel an der luxemburgischen Grenze angereist - in 16:14 min als Dritter den handgeschmiedeten Apfel mit Bronze-Stiel und den Erfolg in der M30.

Die 10-km-Läufer starten eine Stunde nach den 5ern auf der Wendepunkt-Strecke ins Tal Der Kurvenreiche Kurs bietet einen weiten Blick auf die Läuferschlangen

Der lange in der Spitzengruppe mithaltende Marius Braun (LAV Villmar) - Dritter von 2016 - lief nach 16:40 min auf den vierten Platz. Dahinter gewann das Duell zweier weiterer A-Jugendlicher Rene Mank von den Genussläufern Neu-Anspach in 17:15 min ganz knapp vor Leon Günther von der TSG Limbach (17:17 min). Vorjahres-Zweiter Maximilian Brumm vom LC Mengerskirchen musste sich diesmal nach 17:44 min mit dem siebten Platz zufrieden geben.

Unter die Top-Ten liefen noch M40-Sieger Dominik Hölzer aus Altendiez (17:58 min) und der A-Schüler Marlon John (18:08 min). Stärkster Seniorenläufer war M50-Starter Stefan Uwe Best vom Team Naunheim in 18:39 min vor dem B-Schüler Tom Borst aus Hünstetten (18:59 min) und M45-Gewinner Udo Stöckl von der LG Brechen (19:07 min). Die M60 hatte Lokalmatador Peter Czech vom TuS Weilmünster in 19:33 min im Griff. Er verteidigte seinen Vorjahres-Titel ebenso erfolgreich wie in der M55 Matthias Jost von der LG Brechen (20:39 min).

Als Begleiter der erfolgreichen B-Jugendlichen Anna Brumm freute sich der mehrfache hessische Seniorenmeister Robert Blum vom TuS Weilmünster, nebenbei die schnellste Zeit der M65 (21:27 min) gelaufen zu sein. Weitere Senioren-Erfolge feierten in der M75 Harald Burgemeister vom SV Hadamar (28:47 min), in der M70 Bernd Stocker von der Laufgruppe Stenzel (29:53 min) und in der M80 Gottfried Pöllmitz von der LG Asslar-Werdorf (31:21 min).

Mit Äpfeln und T-Shirt beladen marschieren W60-Siegerin Birgit Zöllner (li) und W-35-Zweite Jasmin König von Weilmünster zum Start zurück Während die 5-km-Läufer von Weilmünster zurückwandern, werden sie von den 10-km-Läufern links überholt

Ciara Costadura von der eifrigen Laufgruppe Stenzel aus Frankfurt stürmte gleich hinter der Spitzengruppe der Männer durch das Bleidenbachtal. Ihr mutiges Rennen wurde mit dem neuen Frauen-Rekord von 17:38 min belohnt, der die alte Bestmarke von Sandra Holly vom LC Mengerskirchen aus dem Jahre 2010 löschte. Lediglich sechs Läufer erreichten vor ihr das Ziel.

Im Gegensatz zur Premieren-Läuferin Costadura kannten ihre Verfolgerinnen Franziska Grote vom LAV Weilburg und Lisa Schmitt aus Lahnau die Strecke durch das Bleidenbachtal wie ihre Westentasche. Beide haben bereits eine stattliche Sammlung von handgeschmiedeten Siegeräpfeln in der Vitrine lagern.

Franziska Grote lief zuletzt über 5 Kilometer 2014, 2015 und 2016 zu "Bronze" und 2017 zu "Silber". Lisa Schmitt liebt dagegen die Abwechslung. In den vergangenen Jahren lief sie 2015 über 10 Kilometer zu "Bronze", 2016 über 5 Kilometer zu "Silber" und 2017 wieder über 10 Kilometer zu "Bronze" - verlor hier allerdings nach einer erstaunlich schnellen Zwischenzeit von 19:00 min weit in Führung liegend erst kurz vor dem Ziel noch den sicher geglaubten Sieg.

Die Apfellauf-Routiniers schenkten sich beim erneuten Zusammentreffen über 5 Kilometer nichts. Zeitgleich überquerten sie mit der Netto-Zeit von 18:39 min die Ziellinie. Brutto hatte Franziska Grote mit 18:42 min allerdings hauchdünn die Nase vorn und erkämpfte sich damit den zweiten Rang im Gesamt-Klassement der Frauen. Lisa Schmitt folgte in 18:43 min und setzte sich als Dritte zugleich in der W30 durch.

Bei dem bei Nachwuchsläufern und -läuferinnen äußerst beliebten 5-km-Rennen in Laubuseschbach trumpfte bereits auf dem vierten Rang die schnellste C-Schülerin Lea Borst aus Hünstetten mit hervorragenden 18:42 min (Brutto 18:45 min) auf. Sie heizte damit Franziska Grote und Lisa Schmitt mächtig ein.

Vorjahres-Dritte Nadine Lange vom TuS Weilnau siegte als Fünfte nach 19:35 min in der W35 vor der W40-Siegerin Ines Borst aus Hünstetten (20:48 min) und der B-Jugendlichen Anna Brumm (LC Mengerskirchen, 21:23 min). Schnell unterwegs war auch in der W50 Sarah Gürth aus Diez. Mit 22:03 min lag sie vor der W45-Siegerin Sabine Gruber (22:08 min).

Die W55 führte Simone Göbel aus Diez in 23:20 min an. Die hier im Vorjahr noch erfolgreiche Birgit Zöllner vom Lauf-Treff Roßbachtal setzte sich diesmal in der W60 nach 23:38 min durch. Ihren Vorjahrserfolg in der W70 wiederholte Magda Burgemeister vom SV Hadamar in 27:42 min. Die W65 gewann ihre Vereinskollegin Ursula Rosenthal (28:31 min), die W75 Frieda Metz in 32:45 min.

Überlegener Solist ist über 10 km Nikita Golovitsyn M55-Sieger Christian Stoll erreicht als Zweiter das Ziel Als Dritter springt Manuel Mohr noch auf das Siegerpodest Bereits auf dem vierten Platz folgt der zweite M55-Läufer Tilbert Vetter

10 Kilometer

Das 10-km-Rennen mit über 300 Startern entwickelte sich zu einer überlegenen Solovorstellung von Nikita Golovitsyn von Spiridon Frankfurt. Bereits nach einem Kilometer hatte er sich weit aus dem Feld abgesetzt. Zersplittert verteilten sich dahinter die Verfolger.

Den Wendepunkt in Weilmünster erreichte Golvitsyn bereits nach 16:27 min. Lediglich die ersten drei 5-km-Läufer waren hier schneller angekommen. Immer an zweiter Position liegend folgte eineinhalb Minuten später in 17:58 min der in der M55 startende und zu den stärksten deutschen Seniorenläufern zählende Christian Stoll vom TV Waldstraße Wiesbaden. Dicht zusammen lagen hier wie später im Ziel Manuel Mohr von der LG Lahn-Aar-Esterau (18:41 min) und der zweite M55-Läufer Tilbert Vetter von der Laufgruppe Stenzel (18:44 min). Etwas zurück folgten als Fünfter und Sechster Wolfgang Klüpfel von der Laufgruppe Stenzel (19:00 min) und Julian Ost aus Unterföhring (19:06 min).

Die Wendepunkt-Strecke durch das Bleidenbachtal darf nicht nur mit den Beinen sondern auch mit dem Kopf gelaufen werden. Die leicht fallende erste Streckenhälfte verführt zum schnellen Anlaufen, kostet aber durch die entsprechend permanent ansteigende Tour zurück zum Ziel in Laubuseschbach anschließend viel Kraft und fordert entsprechende Kondition. Gar mancher hat hier das flotte Einstiegstempo bitter bereut. Bei inzwischen wärmeren Temperaturen musste selbst bei kluger Renneinteilung ein deutlicher Zeitverlust eingerechnet werden.

Birgit Schulte freut sich auf "Gold" in der W45 über 10km Die W55 hat Susanne Lühring im Griff Reiner Trost siegt in der M60 Dr. Ernst Grof sichert sich erneut den Erfolg in der M70

Nikita Golovitsyn ließ sich hierdurch nicht besonders beeindrucken. Mit der Siegerzeit von 34:44 min baute er seinen Vorsprung weiter aus und ließ sich auf der langen Zielgeraden vom begeisterten Publikum und der unermüdlichen HR1-Moderatorin Marion Kuchenny entsprechend feiern. Den seit 2003 bei 31:20 min stehenden Streckenrekord konnte aber auch er nicht gefährden.

Beachtlich hielt sich als Gewinner des silbernen Apfels und der M55-Konkurrenz dahinter Christian Stoll in 37:08 min. Strecken-Kenner Manuel Mohr - unter anderem 5-km-Sieger von 2014 in "L.E." - baute als Dritter seinen minimalen Vorsprung am Wendepunkt mit 38:41 min auf über eine Minute aus. Tilbert Vetter erkämpfte sich in 39:48 min den vierten Rang und "Silber" in der M55. Er hielt damit den Fünften und M40-Sieger Wolfgang Klüpfel (40:29 min) in Schach.

Gewinner der zweiten Rennhälfte war Christian Dietrich von der LG Langgöns-Oberkleen, der nach defensivem Einstieg auf dem Rückweg sein Tempo verschärfen konnte, die flotten Starter mit Schwung einsammelte und nach 40:40 min noch auf den sechsten Platz im Gesamt-Klassement und zum zweiten Rang in der M40 nach vorne lief. Unter anderem fing er durch diese Taktik den Hauptklassen-Sieger Julian Ost (40:48 min) und den M30-Sieger Jan Werner (LG Asslar-Werdorf, 40:53 min) ab.

Über ein abwechslungsreiches Trainingsrennen und Streckenrekord freut sich Tinka Uphoff Katharina Rach strebt fröhlich dem zweiten Rang entgegen Vorjahres-Siegerin Carolin Schermuly gewinnt als Dritte die W30

Unter die Top-Ten lief als Neunter mit Thomas Steinebach vom LC Mengerskirchen (41:11 min) auch der dritte M55-Starter. Die M60 gewann Reiner Trost aus Limburg in 43:09 min vor dem schnellsten M50-Läufer Ingo Henniges aus Weilmünster (43:15 min). Weitere Senioren-Erfolge sicherten sich in der M65 Ingolf Rosenthal vom SV Hadamar (47:06 min), in der M70 und der M75 erneut Ernst Grof von der Laufgruppe Stenzel (48:38 min) und Manfred Seit (56:11 min) sowie in der M80 Walter Kletschka aus Bad Camberg (1:01:14 Stunden).

Die Langstrecken-Versierte Tinka Uphoff von Spiridon Frankfurt startete als Favoritin über 10 Kilometer bei ihrem Debüt in Laubuseschbach. Sie nutzte das Rennen zu einem flotten Trainingslauf mit ständigen Rhythmus-Wechseln. Ihre 18:42 min an der Wendemarke hätten wie beim Männer-Sieger auch über 5 Kilometer zu einem Podestplatz gereicht. Obwohl nicht auf den Lauf fokussiert, steigerte Tinka Uphoff den Frauen-Streckenrekord schließlich auf 39:36 min. "Zum Schluss wurde es doch schwer, die angepeilte Tempo-Einheit des letzten Kilometers durchzuziehen", musste aber auch sie die finale leichte Steigung zum Ziel anerkennen.

Einen handgeschmiedeten Apfel für die Platzierten. Marion Kuchenny (li) und Christof Heil (re) ehren die drei schnellsten 5-km-Läufer Björn Schräder (3.), Sieger Teklay Rezene und Marek Spriestersbach (2.) - v.re. .... ... und Läuferinnen Franziska Grote (2.), Siegerin Clara Costadura, Lisa Schmitt (3) - v.li.

Die für die Laufgruppe Stenzel startende Katharina Rach strebte fröhlich als Zweite und Hauptklassen-Siegerin in 40:06 min dem Ziel entgegen. Zufrieden war auch als Dritte die Vorjahres-Siegerin Carolin Schermuly von LC Mengerskirchen. Mit 40:21 min hatte sie sich um 1:24 min verbessert. "An der Steigung auf dem Rückweg hinter Weilmünster hätte ich an Katharina Rach dranbleiben müssen", sah sie im Nachhinein durchaus Chancen auf "Silber". Die 5-km-Marke hatte sie nach 19:12 min noch um einen Schritt in Front gelegen.

Hinter Tinka Uphoff erreichte die Vierte Stefanie Klüpfel von der Laufgruppe Stenzel (42:49 min) den zweiten Rang in der W35. Melanie Eisel von den WSC Lauf-Schwänen Bad Camberg siegte in der W40 nach 47:25 min. Top-Ten-Platzierungen sicherten sich auch noch den schnellste W45-Starterin Birgit Schulte vom Team Naunheim in 49:35 min und die W55-Siegerin Susanne Lühring von der LG Asslar-Werdorf in 49:58 min.

Die W50 führte Elke Stecker vom SV Hadamar in 51:07 mit an. Inge Vetter von der Laufgruppe Stenzel lag bei der W60 mit 55:56 min vorne und Gabriele Backes aus Hohenstein sicherte sich ein weiteres Mal den Erfolg in der W65 nach 57:22 min.

Zielempfang durch HR1-Moderatorin Marion Kuchenny vom HR1 von Heiko Bortsch, dessen vierbeiniger Begleiter keinen Ehrgeiz mehr verspürt Abschließendes Hightlight des Apfellaufes ist der Struwwelpeterlauf der Mädels und Jungs über 420 m zum Wendepunkt und an den anfeuernden Zuschauern vorbei zurück zum Start

Struwwelpeterlauf

Vor der abschließenden Siegerehrung mischten die Kinder - auf zwei Läufe für die Jüngsten und die etwas älteren verteilt - das Publikum und den Begleit-Tross noch einmal richtig auf.

420 m hatten die großen Gruppen beim Struwwelpeterlauf auf der Zielgeraden zurückzulegen. Wie gewohnt war die Wendepunkt-Strecke entlang des Start-Ziel-Bereiches dicht belagert, um die erste Wettkampf-Luft schnuppernden kleinen Läuferinnen und Läufer anzufeuern.

Auch für die schnellsten Zehner gab es einen gußeisernen Apfel. Stärkstes Männer-Trio über 10 km waren Manuel Mohr (3.), Sieger Nikita Golovitsyn und Christian Stoll (2.) - v.re. Das Siegerpodest über 10 km haben bei den Frauen Carolin Schermuly (3.), Siegerin Tinka Uphoff und Katharina Rach (2.) erobert - v.re.
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Obwohl es hier vorrangig um den Spaß an der Freude ging und sich alle als Sieger fühlen durften, ehrten die Organisatoren die schnellsten Mädels und Jungs im Rahmen der großen Siegerehrung zusätzlich. Bei der Altersgruppe bis einschließlich fünf Jahre gab es gleich zwei Siegerinnen. Marlen Koschel aus Laubuseschbach und Stelle Göhmann aus Neu-Anspach liefen gleichzeitig über die Ziellinie. Niki Jona aus Weilmünster siegte bei den Jungen. Die älteren Nachwuchsstarter führten Kaja Hepp aus Weyer und Julian Kux aus Friedrichsdorf an.

Bericht und Fotos von Helmut Serowy

Ergebnisse www.kelterei-heil.de

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