22.6.18 - 15. Freiburger LaufNacht

Joseph Kabit und Stefanie Doll gewinnen mit Streckenrekorden

von Winfried Stinn 

In Freiburg veranstaltete der PTSV Jahn Freiburg die 15. Freiburger Laufnacht. Zum vierten Mal fand das mehrstündige Laufspektakel in Freiburgs Innenstadt mit Start und Ziel auf dem Karlsplatz statt. Hier konnte man sich nachmelden, hier wurden die Siegerehrungen durchgeführt und hier konnte man sich mit Speisen und Getränken stärken.

Rund ums Münster führt die Strecke der Freiburger LaufNacht
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Mit der 15. Freiburger Laufnacht feierten die Veranstalter ein kleines Jubiläum. Die Freiburger Laufnacht wurde 2003 als Nachfolgeveranstaltung, der damals von der Sparkasse Freiburg veranstalteten Freiburger Nacht, eine Kombination aus Rad- und Laufsport, ins Leben gerufen. Bei der Freiburger Nacht zierten Weltklassestars aus dem Rad-und Laufsport die Ergebnislisten. 2002 war die letzte kombinierte Rad- und Laufsportveranstaltung. Die hohen Kosten, für die immer teurer gewordenen Stars, waren mit Ursache für das "Aus" der Freiburger Nacht. Das Abwenden vom generellen "Aus" dieser beliebten Veranstaltung ist dem Engagement des PTSV Jahn Freiburg zu verdanken. Ab 2003 wurde mit einem neuem, kostengünstigerem Konzept die Freiburger LaufNacht durchgeführt. Das Radrennen wurde aus dem Programm genommen. Die nun reine Laufveranstaltung richtet sich in erster Linie an Breitensportler aller Altersklassen, ohne aber den Spitzensport zu vernachlässigen.


Freiburgs neuer Sportbürgermeister Stefan Breiter gab Tipps an die Bambini und ...

... lief später selbst beim Hobbylauf mit

Die steigenden Teilnehmerzahlen zeigen, dass das Konzept aufgegangen ist. Der flache Rundkurs von 1100 bzw. 1300 Metern und die besondere Atmosphäre der hereinbrechenden Nacht sorgen für das außergewöhnliche Lauferlebnis. Bewusst haben sich die Veranstalter für einen Start am Freitagabend entschieden, um die Brücke zum Wochenende zu schlagen.

Bambinilauf (Kidsrun), Schülerläufe, Schulstaffeln standen, neben dem Hauptlauf und Hobbylauf, beides über 6500 Meter, traditionell auf dem Programm. Ergänzt wurde das bislang schon umfangreiche Programm durch den erstmals angebotenen Altstadtsprint über 1100 Meter. Neben der Einzelwertung bot die Freiburger LaufNacht auch Teamwertungen im Rahmen des Sportler- und Hobbylaufes an.

 

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Für die Sieger und Erstplatzierten im Hauptlauf wurden erstmals Geldprämien ausgesetzt. "Damit wollen wir verstärkt auch wieder Spitzensportler an den Start bekommen", so Markus Bohmann, der sportliche Leiter der Veranstaltung.

Mehr als 400 Bambini eröffneten das mehrstündige Laufspektakel
Viele Sieger wurden bei den Kinderläufen geehrt

Erfreulich für den Veranstalter, dass das Vorjahresmeldeergebnis mit knapp 2200 nochmals übertroffen wurde. Und das, trotz einiger Konkurrenzveranstaltungen in Südbaden. Nachdem im Vorjahr mit dem Emmendinger Stadtlauf und dem Heitersheimer Mitsommerlauf gleich drei Läufe zur gleichen Zeit stattfanden, konnten sich die Organisatoren des PTSV Jahn Freiburgs zumindest mit Emmendingen einigen. Die Terminkollision mit Heitersheim(Mitsommerlauf) ist aber geblieben. Dazu kam ein Tag zuvor der Lörracher Stadtlauf und in Seelbach bei Lahr fand der traditionelle Sonnwendlauf statt. Dass es dennoch erneut ein Teilnehmerrekord zu registrieren gab, zeigt den Stellenwert der Freiburger LaufNacht.

Mit der Vorjahressiegerin Stefanie Doll (SV Kirchzarten) und dem Deutschen Berglaufmeister von 2015 Joseph Katib (LAC Quelle Fürth) setzten sich die Favoriten im Hauptlauf über 6500 Meter, an dem rund 200 Läuferinnen und Läufer teilnahmen, durch und gewannen überlegen jeweils in neuer Streckenrekordzeit. Dabei präsentierte sich Stefanie Doll, die auch den Schluchseelauf und den Breitnau X-Trail Run in neuer Streckenrekordzeit gewinnen konnte, erneut in Top-Form. Sie setzte sich gleich zu Beginn des Rennens an die Spitze des Feldes, vergrößerte schnell ihren Vorsprung und siegte unangefochten in 29:29 Minuten. Damit verbesserte sie die alte Bestmarke von Svenja Abel aus dem Jahr 2015 um rund eine halbe Minute.

 

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Stefanie Doll (SV Kirchzarten) wiederholt ihren Vorjahressieg und siegt ebenfalls in Streckenrekordzeit Sophie Kretschmer vom LAC Aschersleben e.V. wird 2. Frau
Julia Lehmann (55) holt sich Rang 3, Laura Bechtloff wird 5.

"Ich wollte gewinnen, das war mein Ziel. Aber dass ich den Streckenrekord, auf eine für mich sehr kurze Strecke verbessern konnte, ist auch für mich eine Überraschung. Ich habe nicht geglaubt, dass ich das hohe Tempo auf dieser Distanz durchhalten kann", so die Siegerin. Platz zwei belegte Sophie Kretschmer (LAC Aschersleben).

Julia Lehmann (AHS Freiburg), die an den beiden vergangenen Wochenenden beim X-Trail Run in Breitnau und beim Eichberglauf in Glottertal jeweils Zweite wurde, kam auf Platz drei. Rebecca Roßberg (LV Altstadt Nordhausen), Laura Bechtloff und Sonja Koglin belegten die Plätze vier, fünf und sechs.

 

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Bei den Männern setzte sich Joseph Kabit in der zweiten von fünf Runden von seinen Konkurrenten ab und lief von da an alleine einen nie gefährdeten Sieg entgegen. Der Deutsche Berglaufmeister von 2015 hatte schon in der Vergangenheit seine Stärke auch auf den flachen Strecken bewiesen. Er siegte mit der Zeit von 19:27 Minuten und verbesserte damit die alte Bestmarke von Lukas Naegele, der 2016 mit 20:14 Minuten gewonnen hatte.

Nur in der ersten Runde blieb die Spitzengruppe so dicht zusammen. Danach setzte sich der Sieger Joseph Katib vom LAC Quelle Fürth (Nr. 44) recht schnell und deutlich von seinen Konkurrenten ab und siegte in Streckenrekordzeit Vorjahressieger Max Lallemang (AHS Freiburg/ Nr.51) wurde hinter Arvid Michaelis (LAC Aschersleben/ Nr.110) Dritter Felix Pauli (121) und Moritz Söffge belegen zeitgleich die Plätze vier und fünf

Für den Fürther war Freiburg eine Zwischenstation auf seinen Weg nach Paris. Mit der Siegesprämie konnte er so seine Reisekasse ein wenig auffüllen. "Ein neuer Streckenrekord und eine Zeit von unter 20 Minuten war mein Ziel", so der Sieger. "Die Strecke, mit dem Kopfsteinpflaster und den engen Kurven hat mir gut gefallen. Es hat Spaß gemacht hier zu laufen", führte Kabit weiter aus. Auf Platz zwei kam mit 20:14 Minuten Arvid Michaelis (LAC Aschersleben).

Spannend wurde der Kampf um den dritten Podestplatz, den dank eines furiosen Endspurts der Vorjahressieger Max Lallemang (AHS Freiburg) in 20:21 Minuten für sich entscheiden konnte. "Nach meinem Sieg im Vorjahr bin ich diesmal nicht mehr ganz so locker an den Start gegangen. Ich spürte schon den Druck, auch diesmal wieder ganz vorne zu sein. Mit dem dritten Platz, zudem mit einer besseren Zeit als im Vorjahr, bin ich mehr als zufrieden." Nur zwei Sekunden hinter Lallemang belegten Felix Paul (AHS Freiburg) und Moritz Söffge (LAC Freiburg) zeitgleich mit 20:23 Minuten die Plätze vier und fünf. Dahinter rangierten mit Jonas Mutter, Simon Hellstern und Marius Trompeter drei weitere Läufer im LAC-Freiburg Trikot.

Den Jugend Cup, der im Rahmen des Hauptlauf durchgeführt wurde, gewannen die jeweils Zweitplatzierten Arvid Michaelis und Sophie Kretschmer (beide LAC Aschersleben).

Manuel Bührer siegt beim Altstadtsprint Malena Waetzel vom PTSV Jahn Freiburg gewinnt den Altstadtsprint der Frauen Die badische Hallenmeisterin (U16) über 800 Meter Valerie Koppler vom TV Munzingen war schnellste Schülerin auf der 1100 Meter Strecke

Den erstmals durchgeführten Altstadtsprint über 1100 Meter, an dem sich nur acht Läuferinnen und Läufer beteiligten, gewannen Manuel Bührer und Malena Waetzel (PTSV Jahn Freiburg).

Die schnellsten Schülerzeiten über 1100 Meter liefen Leon Kuhlmann (SC St. Peter/U16) mit 3:23 Minuten und die diesjährige Badische Hallenmeisterin über 800 Meter Valerie Koppler (TV Munzingen/ U16) mit 3:34 Minuten.

Bei den traditionell stark besetzten Schulstaffeln über 4 mal 600 Meter gewannen die St. Ursula Schulen (W/Stufe 5-7), das Goethe Gymnasium (M/Stufe 5-7), das Rotteck Gymnasium (W/ Stufe 8-10), das Droste Running Team(M/Stufe 11-13).

Traditionell stark besetzt sind die Schulstaffeln über 4 mal 600 Meter Hobbyläufer läuten das Finale der 15. Freiburger LaufNacht ein
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Den abschließenden Hobbylauf über 6500 Meter, mit 800 Finishern der am stärksten besetzte Lauf, gewann Robin Olschewski in 23:36 Minuten vor Frederic Wortmeiert und Christian Göhringer. Bei den Frauen lief Samira Strauß mit 26:41 Minuten die schnellste Zeit. Jasmin Schächtele und Lucia Heger liefen auf die Plätze zwei und drei. Mit beim Hobbylauf lief Freiburgs neuer Finanz- und Sportbürgermeister Stefan Breiter. Nachdem er zunächst die Bambinis mit einigen guten Tipps auf die Strecke geschickt hatte, ließ er es sich nicht nehmen zum Abschluss die 6500 Meter beim Hobbylauf mit zu laufen. Stefan Breiter zeigte sich begeistert: "Der PTSV Jahn Freiburg hat ein tolles Event für mehr als 2000 Läuferinnen und Läufer auf die Beine gestellt. Dafür sei den Organisatoren und den 200 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die hier hervorragende Arbeit leisten, gedankt", und fügte noch hinzu: "Auf den Termin habe ich mich schon die ganze Woche gefreut."

Ein positives Fazit zog Markus Bohmann nach der Veranstaltung: "Wir sind von Seiten des Veranstalters sehr mit dem Ablauf des Laufabends zufrieden, denn wir haben ausnahmslos ein postives Feedback bisher bekommen. Die Verdreifachung der Anmeldezahlen im Sportlerlauf haben wir nicht erwartet, doch diese Entwicklung bestätigt uns im unserem Konzept einen ambitionierten Laufsport und das Laufen für den Durchschnittssportler an einem Abend zu vereinen. Die Runde um das Freiburger Wahrzeichen ist einmalig und hat ein besonderes Flair, den viele schätzen. Verbesserungen sehen wir beim Kidsrun, der mit über 400 Anmeldungen eine Größe erreicht, die wir besser regulieren müssen. Hier kam es beim Start zu unnötigen Stürzen, den wir 2019 entschärfen müssen."

Bericht und Fotos von Winfried Stinn

Infos www.freiburger-laufnacht.de

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