21.6.17 - 40. Darmstädter Stadtlauf

Darmstadt läuft

Heiße Straßen - heiße Rennen !

von Markus Heidl, Constanze & Walter Wagner 

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40 Jahre sind eine lange Zeit: denkt nur kurz zurück, was alles passiert ist, seit 1978! Da ist es schön, Konstanten im Stadtgeschehen zu haben. In Darmstadt gehört der Stadtlauf zum Sommer dazu, wenn sich traditionell in der Vorwoche zum Heinerfest jeweils mittwochs in der Innenstadt Einkaufstütenträgerinnen zum Laufschuhmodel und Parkbanksitzer zu ehrgeizigen Rotköpfen wandeln. Wenn ab 19 Uhr, kaum dass die letzten Ladentüren geschlossen sind, das schweißtreibende Promenieren durch die Innenstadt beginnt und Läufer durch die zumeist engen Passagen in Darmstadts Einkaufsstraßen schießen. Jede gegen Jeden und dennoch alle miteinander. Auch Oberbürgermeister Jochen Partsch ist stolz auf den Lauf in der Wissenschaftsstadt: der Stadtlauf steht für ein tolles Gemeinschaftsgefühl, für Vielfalt und Solidarität!

Schweißtreibendes Promenieren durch die zumeist engen Passagen in Darmstadts Einkaufsstraßen
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Dieser tolle Lauf, diese Party - denn wo sonst wird sich gegenseitig so begeistert gefeiert? - jährt sich also bereits zum 40. Mal. Der Darmstädter ist damit der zweitälteste Stadtlauf Deutschlands und Wegbereiter der Straßenlauf-Szene. Gerne wird er auch noch als "Pizzalauf" bezeichnet, weil alles damit begann, dass die Tagesbesten attraktive Pizzapreise erhielten.

Partystimmung beim 40. Darmstädter Stadtlauf, unter anderem mit der Band Strand Akustik, die mit passendem Namen bei hohen Temperaturen die Stimmung an der Strecke noch mehr aufheizte

Mittlerweile könnte man ihn als "Sommerlauf" oder "Wettermacher" bezeichnen, weil das Wetter jedes Jahr verlässlich gleich ist: strahlender Sonnenschein und sehr warme Temperaturen. Stadtlaufwetter eben. Und auf eben dieses Stadtlaufwetter war auch zur 40. Auflage verlass, sodass der Jubiläums-Stadtlaufparty nichts im Wege stand. Doch halt! Hindernisse gab es sehr wohl, nicht dass Cheforganisator Wilfried Raatz noch Langeweile bekommt! Fast wäre es gar zur Absage des Jubiläumslaufs gekommen, weil Anfang der Woche ein Rohr auf dem Ludwigsplatz geplatzt war. Aus Südtirol kommend ging es für Wilfried also direkt zur Stadt, wo er Unmögliches möglich machte: Für 13 Uhr am Renntag wurde ihm eine Kaltasphaltdecke zugesagt. Wortwörtlich Rettung in letzter Sekunde!

40 Jahre Darmstädter Stadtlauf - er hat viele Liebhaber gewonnen. Masters-Läufer Herbert Siefert (ganz links) von der LG Odenwald lief bisher bei jedem Darmstädter Stadtlauf mit. Der badische Verein TV Rheinau in Mannheim ist nun bereits zum 34. Mal durch Manfred Asang vertreten, er wird 3. in der M70 werden. Herbert Siefert wusste schon im Vorfeld, er kann bei seiner 40. Teilnahme leider gesundheitsbedingt nicht durchlaufen, aber beim Sektempfang für die beiden treuesten Teilnehmer, vor dem Start der Masters-Challenge, mit Wilfried Raatz (in Grün), der seit 40 Jahren an der Spitze des Stadtlaufs steht, und Dr. Dierk Molter, dem Ehrenvorsitzenden des veranstaltenden Vereins ASC Darmstadt, da durfte er nicht fehlen

Ferner gab es, obwohl die altbekannt attraktive Strecke durch die Darmstädter Innenstadt auch beim Jubiläumslauf unverändert blieb, noch weitere deutliche Abweichungen zu einem "normalen" Stadtlauf.

Der Zeitplan nämlich wurde nochmals gestrafft. Von 19 bis 20:55 Uhr folgt Lauf auf Lauf, von den Bambinis bis zur "Men's challenge". Das sonst traditionelle Eliterennen zum Abschluss fällt beim Jubiläum aber aus: auf das Verfolgungsrennen der hauptsächlich afrikanischen Asse wurde zugunsten einer Party auf dem Luisenplatz im Anschluss an den letzten 5 km Lauf verzichtet. Für das Lauffest soll es nicht zu spät werden - weil das viele Freibier freilich auch getrunken werden soll! Und mit dem Elitelauf würde es das.

 

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Erfrischendes gab es für Klimafreunde im Ziel und auf der Strecke wieder Power nach ´nem Schauer

Wenn die Vorfreude in der Luft kribbelt

Dennoch wurde es wieder ein buntes Treiben auf und um den bereits erwähnten Ludwigsplatz, dem ersten Anlaufpunkt beim Darmstädter Stadtlauf. Dort nämlich werden die Startnummern geholt und befindet sich später der Start. Je näher 19 Uhr rückt, desto prominenter werden die Absperrungen und Markierungen, desto deutlich sichtbarer weicht die Straßen- der Sportkleidung und desto mehr Vorfreude liegt in der Luft. Denn mit ein Grund für den Erfolg des Stadtlaufs ist die große Freude, die es bereitet, mit Karacho durch die teils engen Einkaufspassagen zu rennen.

Bambini eröffnen die Rennen beim Darmstädter Stadtlauf. Um Stürzen vorzubeugen geht es erst in Bewegung und fliegend richtig los, sobald die Safety-Erwachsenen die Strecke frei geben. Dann gibt es aber kein Halten mehr

Als erstes dürfen das die Bambinis (Jahrgänge 2008 und jünger) tun, die auf den ersten Metern gebremst werden müssen. Schon nach 50 m gab es aber kein Halten mehr und der langgezogene Sprint war eröffnet! Dieser Sprint ging über 1300 m - das Tempo am besten halten konnte Ole Fohlmeister vom ASC Darmstadt, der auch mit der Treppe keinerlei Probleme zu haben schien und nach 5:17 min als erstes über die Ziellinie lief.

Die Bambini stürmen bereits nach einer Originalrunde über 1300m die Wilhelminenstraße hinunter ins Ziel
Alexandra Rechel mit ihrer Tochter Jule Behrens am Start der Schüler-Challenge I. Beim 40. wollte die ganze Familie laufen. Sohn Hennes ist gleich bei der Schüler-Challenge II dran, Freund Michael Lehnert wird 2. M50 bei der Masters-Challenge und Alexandra läuft bei der Women´s Challenge aufs Podest

Nach einer Lücke ging es dann Schlag auf Schlag. Ebenfalls in der M9 startend folgten ihm Henri Wolf (5'29, Riese & Müller) und Magnus Kraft (5'31, DUC Darmstadt), bevor mit Sophia Ivanova (5'33, DSW 1912 Darmstadt) das erste Mädchen einlief. Viktoria Trautmann von der Schillerschule folgte zwölf Sekunden später als Zweite. Schon zehn Minuten nach dem ersten Start des Tages folgte der erste Schülerlauf. Bei der Schüler-Challenge I laufen zunächst die älteren Schülerinnen und Schüler (Jahrgänge 2002-2004), erst bei der Schüler-Challenge II laufen die jüngeren (Jahrgänge 2005-2007).

Christoph Schrick vom ASC Darmstadt (links in Rot) gewinnt die Schüler-Challenge I und damit die M14 vor Henry Schick von der 7aG Sportklasse SBS (in Hellblau), der damit schnellster der M13 wird
Jule Behrens vom ASC Darmstadt (links) und Sina Fuchs von der LG Odenwald im Duell um den Sieg der schnellsten Schülerin. Jule wird nur einen Jungen bei der Schüler-Challenge I vor lassen und wird Schnellste der W14. Sina ist als 2. Schülerin die Schnellste der W13

Auf den 2000 m der Schüler-Herausforderung - denn die wörtliche Übersetzung macht an dieser Stelle wirklich Sinn - muss neben der Treppenpassage auch der Anstieg zur St. Ludwig Kirche erklommen werden, sodass es bereits in diesen Rennen zu ausgeprägten Taktierereien kommt.

Am besten schlugen sich dabei die Leichtathleten des ASC Darmstadt. Christoph Schrick war nach 6'20 der erste, auf Rang zwei folgte ihm seine Vereinskameradin Jule Behrens (6'27), die lautstark von ihrer Mutter angefeuert wurde, die gleich im nächsten Rennen damit weitermachte und damit fast schon ausreichend für ihr eigenes Rennen über 5 km aufgewärmt war.

Henry Schick (6'31, 7aG_Sportklasse SBS) war als Dritter der schnellste 13-jährige, vor Lion Brenker (6'38) vom Triathlon Team DSW Darmstadt und Marek Beysel (6'45) von der LG Odenwald. Zweites Mädchen wurde Sina Fuchs vom LG Odenwald (8. in 6'50).

Im Lauf der Schüler-Challenge II liefern sich die Teamkameraden vom ASC Darmstadt Jakob Werner (vorn) und Hennes Behrens ein spannendes Rennen
Im Zielspurt kann M12-Athlet Hennes Behrens den Schnellsten der M11 Jakob Behrens niederringen Tabea Kiefer vom SC Steinberg gewinnt bei den Schülerinnen und in der W12 in der Schüler-Challenge II Sarah Köcher von der LG Odenwald, ebenfalls in der W12 startend, wird 2.

Im nächsten Rennen ging es bis zum Schluss richtig spannend zu: die beiden Vereinskameraden Hennes Behrens und Jakob Werner vom ASC Darmstadt liefen die vollen 2000 m zusammen. Erst im Schlussspurt hatte Hennes (6'39) um eine Sekunde die Nase vorn.

Mika Siebenborn (7'06, MTV Urberach) lief in diesem Rennen zeitgleich David Griesar (TV Seeheim) auf Rang 3, dann folgte mit Tabea Kiefer vom SC Steinberg die weibliche Siegerin (7'18). Auf Rang zwei bei den Mädchen lief Sarah Köcher von der LG Odenwald (7'43).

Insgesamt war die Jubiläumsausgabe nicht nur auf der Strecke sondern auch am Rand derselben äußerst gut besucht. Überall wurde geklatscht und angefeuert, von Beginn an herrschte eine richtig schöne Stadtlaufatmosphäre! Insgesamt konnten im Ziel 1487 Läuferinnen und Läufer (234 Bambinis, 135 Schüler I, 235 Schüler II, 286 Masters, 284 Frauen und 313 Männer) beklatscht werden - und das trotz der Hitze!

Durch Markus Philipp und Michael Heist (mit Kappe dahinter) am Luisenplatz und ...
... Jürgen Zanger am Ludwigsplatz wurde das Renngeschehen fachkundig kommentiert. Zanger fischte mit Thomas Baum von der TSG Niederhofheim einen Läufer aus dem Startfeld der Sparkassen Men´s Challenge, dessen Geburtstag dem der Stadtlauf Premiere am nähesten kam. Dafür sollte er ein paar Laufschuhe bekommen, doch woher nehmen? Spontan erweiterte Jürgen Thomas (Vorstand der Sparkasse Darmstadt) das Sponsoringpaket seiner Institution und sagte dem eine Woche vor dem 1. Darmstädter Stadtlauf geborenen Thomas Baum (weder verwandt noch verschwägert) die Übernahme der Laufschuhkosten zu

Durch Markus Philipp, Michael Heist und Jürgen Zanger wurde das Renngeschehen gleich dreifach fachkundig kommentiert, sodass auch der Laie unter den vielen Zuschauern das Renngeschehen verstehen konnte. Um 19:40 Uhr wurde zum Start des Masters-Rennens, also des Männerrennens der Altersklassen M40 und älter (Jahrgänge ab 1977), überschlagen, dass nun etwa 18.000 Jahre Lauferfahrung auf die Strecke gehen.

Höhepunkte Schlag auf Schlag: Start zur Braustübl Masters-Challenge über 5000m

Genau diese Erfahrung brauchte es nun auch, denn bei der Masters-Challenge geht es stets nicht nur wegen der Temperaturen heiß her. Meist wird in Gruppen gelaufen und der Rennausgang bleibt bis zum Schluss offen. So beispielsweise auch im letzten Jahr, als es ein knappes Duell zwischen vier Läufern gab. Lange mit dabei waren die früheren Masterssieger Markus Riefer (SSC Hanau-Rodenbach) und Michael Obst, außerdem Rolf Ciesilski und der Odenwälder Jürgen Reiser (LG Odenwald). Letztlich war es Jürgen, der sich mit einem starken Schlusskilometer vor Rolf durchsetzen konnte.

Jan Ascher, Tobias Hegmann, Jürgen Reiser und Markus Riefer (von r. nach li.) führen des Männerrennen der Altersklassen M40 und älter an Wechselnde Führung bestimmt das Mastersrennen. Hier führt Marcus Riefer vom SSC Hanau-Rodenbach, er wird die M50 gewinnen Hier führt Jan Ascher vom TV Trebur. Er wird 2. der M40, Jürgen Reiser von der LG Odenwald (in Blau) wird als Gesamtvierter 3. der M40

Heuer waren Markus und Jürgen wieder mit dabei, und wieder bildeten sie lange eine vierköpfige Spitzengruppe. Die anderen beiden Protagonisten hießen in diesem Jahr aber anders: Jan Ascher (TV Trebur) und Tobias Hegmann (Riese & Müller) sorgten für jede Menge Renndynamik. Auf die direkte Verfolgung der Spitzengruppe machten sich Stefan Unger (17'51, darmstadt frontrunners) und Uwe Bernd (18'01, LG Rüsselsheim), die aber auf sich allein gestellt "in der Luft" hingen, nach vorne nicht aufschließen konnten aber auch zu schnell für die nächsten Gruppen waren.

Tobias Hegmann gewinnt für den langjährigen Stadtlaufsponsor Riese & Müller die Masters-Challenge. Der Darmstädter E-Bike-Spezialist für das einzigartige Fahrgefühl, stellte wie seit Jahren die Führungs- und Besenräder beim Darmstädter Stadtlauf samt Personal
Uwe Bernd von der LG Rüsselsheim wird Sechster und M55-Sieger Ernst Grof vom Marathonprojekt Darmstadt gewinnt die M70

Ganz vorne musste sich der Vorjahressieger alsbald von der Titelverteidigung verabschieden: Jürgen (17'11) musste abreißen lassen. Auch Markus (17'05), der sich mit um das Tempo verdient gemacht hatte, lief nach der Rennhälfte einer Lücke hinterher. Jan (16'57) kam am Ende nochmals richtig stark auf, musste sich aber dennoch Tobias (16'54) geschlagen geben, der heute die besten Beine hatte. Noch beim Bienenmarktlauf war er dritter geworden und hatte im Scherz angemerkt, dass die beiden Erstplatzierten in Summe jünger als er selbst seien. Heute war er im Masterslauf mit der jüngste. Aber ein 40-jähriger Sieger zum 40-jährigen Jubiläum - das passte einfach!

Heiße Straßen, heiße Rennen!

Die wenigen Extraminuten, die die letzten Mastersläufer brauchten, um geschlossen ins Ziel zu kommen, wurden am Start kurzweilig überbrückt. Kurzerhand wurden die Favoritinnen für ein paar kurze Sätze ans Mikro geholt.

Alexandra Rechel gibt zunächst die Pace vor und den Ton an. Kerstin Bertsch dahinter gilt vielen als Favoritin. Mit nur geringem Abstand folgt Emma Waßmer
Lucie Kammer vom Triathlonteam DSW Darmstadt siegt als Fünftplatzierte in der U20 U18-Siegerin Janne Kühner ist ebenfalls vom Triathlonteam DSW Darmstadt. Sie wird Gesamtsiebte

Und genau diese Favoritinnen liefen nach der ersten Runde auch vorne. Kerstin Bertsch (SSC Hanau-Rodenbach) und Alexandra Rechel (ASC Darmstadt) liefen mit Emma Waßmer (ebenfalls ASC Darmstadt) und Lucie Kammer (Triathlon Team DSW Darmstadt) in einer Vierergruppe. Dann aber wurde nicht lange gefackelt und keine Energie in Taktik verschwendet - Kerstin erhöhte das Tempo und lief das Rennen von vorne. Noch im letzten Jahr war sie mit ihrem dritten Kind Anton schwanger und hatte den Darmstädter Stadtlauf auslassen müssen, jetzt hat sie zwei Jahre Elternzeit und ist glücklich. Ein Glück, das man ihr ansieht: mit breitem Lächeln für die Zuschauer baute sie ihren Vorsprung immer weiter aus und siegte schließlich souverän nach 18:14 min.

Für den ASC Darmstadt siegt Stefanie Hock in der Klasse W50. In Blau läuft Maren Grimm (Triathlonteam DSW Darmstadt) auf Rang 3 der W50
1. W60 wird Ute Stamm vom LT Ober-Ramstadt Älteste Teilnehmerhin und 1. W75 wird Rosemarie Rock

Auch Alexandra, die letztlich Zweitplatzierte, ist richtig gut drauf. Bei den deutschen Berglaufmeisterschaften holte sie sich den Titel in der W45. Die Strecke in Darmstadt kam ihr deshalb wegen der Höhenunterschiede wohl gelegen. Für die 5 km brauchte sie heute 18'46. Ihr folgte ihre Vereinskollegin Emma (19'02) knapp vor Sina Berger (19'03, SKG Stockstadt Rheinschnaken), die zu Beginn nicht in der Spitzengruppe lief, aber immer stärker aufkam. Auch Lucie (19'06, Triathlon Team DSW Darmstadt), Franziska Baist (19'15, Team Mainlaufcup) und Janne Kühner (19'53, Triathlon Team DSW Darmstadt) blieben unter 20 Minuten.

Mit Freudensprung ins Ziel. Kerstin Straub vom SSC Hanau-Rodenbach bereits wieder in Bestform Alexandra Rechel vom ASC Darmstadt wird 2. und siegt in der AK W45
Emma Waßmer vom ASC Darmstadt verteidigt den dritten Rang vor Sina Berger (SKG Stockstadt Rheinschnacken)

Die Schatten wurden mittlerweile zwar länger, die Sonne strahlte am längsten Tag des Jahres aber noch munter weiter. Es war nun an den Männern, vier Mal von der Band auf der Karstadttreppe angepeitscht zu werden.

Riese & Müller Führungs- und Besenradfahrer erwarten den letzten Startschuss des 40. Darmstädter Stadtlaufs ... ... den Sparkassen Men´s Challenge

Und dieses Männerfeld war hochkarätig besetzt: da standen Thomas Thyssen (TV Zell a. N.), bereits mit einer Saisonbestleistung von 14'37 über die 5000 m ausgestattet, Tobias Zöllner (ENTEGA AG), u. a. Sieger des Groß-Gerauer Stadtlaufs und Sebastian Hauf (TV Trebur), Vorjahreszweiter und Dank einer sehr starken Leistung beim Frankfurter Firmenlauf voller Selbstbewusstsein, an der Startlinie. Auch beispielsweise Lokalmatador Guiseppe Troia (Sport Hübner), der aus dem gleichen italienischen Dorf wie Lauflegende Salvatore Antibo stammt und im letzten Jahr dritter geworden war, war am Start.

Die Führungsgruppe der Men´s Challenge v.l.: Jannik Deler TuS Griesheim, Tobias Zöller ENTEGA AG, Sebastian Hauf TV Trebur, Thomas Thyssen TV Zell a. N., Saman Abdi ASC Darmstadt
8. Marius Welte (MTV Kronberg) kontrolliert zum U20-Sieg

So ging das letzte Rennen des Tages auch schnell los. Und nachdem sich eine Spitzengruppe gebildet hatte, sorgte Thomas dafür, dass es nicht langsamer wurde. Jannik Deler (TuS Griesheim), zu Beginn noch vorne mit dabei, musste die anderen drei deshalb bald ziehen lassen. Er wurde am Ende mit 16'10 Vierter und konnte sich noch gegen Clemens Kammer (16'14, TG Bornheim) zur Wehr setzen.

Das Siegerpodium hat sich aus der Führungsgruppe abgesetzt v.l.: Sebastian Hauf, Tobias Zöller und Thomas Thyssen, der zum 3. Mal aus Stuttgart zumStadtlauf kam
Aus dem Trio geht Tobias Zöller für die ENTEGA AG als Sieger hervor

Bei den anderen drei war es schließlich Tobias, der am letzten Anstieg zu St. Ludwig mit einem Antritt die Entscheidung suchte. Sebastian konnte zwar mit- aber nicht mehr vorbeigehen. Mit einer starken Zeit war es am Ende Tobias (15'12) der vor Sebastian (15'14) und Thomas (15'23) gewann, obwohl sein Fokus derzeit eigentlich auf der Ausdauer liegt: schon in zwei Wochen startet er über die volle Distanz bei der Challenge Roth. Beide Männerrennen wurden damit von einem Tobias gewonnen.

Löschen ohne C-Rohr für die Feuerwehren aus Darmstadt-Eberstadt (15 Mann) und Darmstadt-Innenstadt (8 Mann), von denen sich 5 Mann das hitzige Vergnügen in voller Montur gönnten. Eben iImmer einsatzbereit

Es war das größte Feld des Tages, sodass es teilweise richtig eng wurde. Das Paradebeispiel lieferten Leonard Wegert, Tim Kötting, Daniel Dietz, Leon von Borck und Felix Kalbfleisch, die innerhalb von nur einer Sekunde (19'27 bis 19'28) die Plätze 60 bis 64 belegten.

Masters-Challenge-Podium v.l.: Jan Ascher 2. und 2. M40, Tobias Hegmann 1. und 1. M40, Markus Riefer 3. und 1. M50
Women´s-Challenge-Podium v.l.: Emma Waßmer 3. und 2. WHK, Kerstin Bertsch 1. und 1. WHK und Alexandra Rechel 3. und 1. W45 Men´s Challenge v.l.: Sebastian Hauf 2. und 1. MHK, Tobias Zöller 1. und 1. M30 und Thomas Thyssen 3. und 2. M30

Der längste Tag des Jahres war dann aber noch lange nicht vorbei! Es stand noch eine Siegerehrung an, außerdem waren noch Getränke vorhanden. Die Darmstädter Privatbrauerei spendierte jedem mit einer Startnummer ein Freigetränk und präsentierte die Darmstädter Braukunst. Und während dann doch irgendwann die Dämmerung einsetzte, setzte nach und nach Aufbruchsstimmung ein.

Das Wichtigste kam zum Schluss. Im Anschluss an die Siegerehrung endete der 40. Darmstädter Stadtlauf mit einer Fete
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Obwohl fünf Kilometer ziemlich lang werden können und man sich an so manchem Anstieg das Ankommen herbeisehnt, ist der Stadtlauf in Darmstadt doch jedes Jahr wieder viel zu schnell vorbei. Vielen Dank an alle Helfer - von heute und den letzten 39 Jahren! Wir sehen uns im nächsten Jahr.

Bericht von Markus Heidl
Fotos von Constanze & Walter Wagner

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Ergebnisse www.darmstadt-laeuft.de
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