19.5.19 - 16. Salzburg Marathon

,Lauffestspiele der Mozartstadt'

von René van Zee 

Victor Kipchirchir aus Kenia und Gadise Gudisa Negesa aus Äthiopien sind die Sieger des 16. Salzburg Marathon.

In der historischen österreichischen Mozartstadt Salzburg fand zum 16. Mal der Salzburg Marathon statt. Der Salzburg Marathon ist zweitgrößter Marathon Österreichs, einer der schönsten Marathons mit einer tollen Atmosphäre. Die Stadt Salzburg zählt 150.000 Einwohner. Mozart ist in Salzburg geboren und viele Läufer kombinieren darum diesen Marathon mit Kultur, dadurch wird dieser Marathon immer beliebter!

Lauffestspiele in der Mozartstadt Salzburg
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Der Salzburg Marathon hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt. Die Kulturstadt Salzburg, die schöne Strecke, die gute Organisation und die innovative Entwickelung dieses Marathons wirken wie ein Magnet auf die Läufer. Dieses Jahr hatten sich 8500 Läufer aus 80 Länder über die verschiedenen Distanzen angemeldet: Die Organisation hatte ein neues innovatives Programm auf die Beine gestellt. Das Moto war dieses Jahr: Lauffestspiele der Mozartstadt.

Der Salzburger Frauenlauf mit Start und Ziel im Volksgarten wurde zum ersten Mal in den dreitägigen Lauffestspielen der Mozartstadt integriert. An die 1.200 Läuferinnen und Walkerinnen genossen dieses besondere Lauferlebnis. Der neue Termin am Freitagabend ist attraktiv. Das Sportangebot am Wochenende war schon seit einigen Jahren vergrößert.

Während der Sonntag ganz im Zeichen des Sports stand, wurde am Samstag die Familie in der Vordergrund gestellt. Der Junior-Marathon und der Tag des Sports, bieten ein unterhaltsames wie informatives Angebot für die gesamte Familie. Die Kinder können verschiedene Sportarten ausprobieren, eine tolle Idee. Der Integrationslauf sowie der Frühstückslauf und der CityWalk am Samstagvormittag wurden erfolgreich umgesetzt. Zum ersten Mal war die Sportmesse im Volksgarten.

Der Volksgarten

Das alles verursacht einen großen Aufwand, aber dem OK-Team von Johannes Langer ist alles erfolgreich gelungen. Die Organisation hat viel Erfahrung. Es gibt mehr Mitarbeiter und das alles führt dazu, dass der Salzburg Marathon erwachsen geworden ist. Das merkt man in der Entwickelung dieses Marathons, aber das merken auch die Läufer. Die Bedingungen am Wochenende waren gut, es gab sehr schönes Wetter. Bei den Kinderläufen im Volksgarten gingen 2006 Kinder an den Start. Alles funktionierte reibungslos, nur lachende, zufriedene Kinder und Eltern. Es war eine beeindruckende Stimmung.

Der rote Teppich vor dem Festspielhaus bot allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Hauptbewerbe am Marathon-Sonntag den stimmungsvollen Zieleinlauf. In dieser einzigartigen Atmosphäre jubeln alle Aktiven über ihre Leistungen - denn bei den Lauffestspielen der Mozartstadt ist jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer eine Siegerin und ein Sieger - egal ob beim Salzburg Marathon, beim Sparkasse Halbmarathon, beim Hyundai Staffelmarathon oder beim Hervis-10K Salzburg CityRun.

 
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Besonders der Familientag mit Tag des Sports, Junior-Marathon und Coca-Cola Integrationslauf profitierte am Samstag vom großzügigen und natürlichen Gelände im Volksgarten. Gastgeber der SportMall war erstmals die Eisarena Volksgarten. Am Sonntag feierte der Hyundai Staffelmarathon sein Comeback.

Familientag mit Tag des Sports unter den Augen von Elisabeth, Kaiserin von Österreich, im Gelände des Volksgartens

Einer der Höhepunkte des Salzburger Lauf-Wochenendes war auch heuer der JuniorMarathon - eine einmalige Bühne für den Salzburger Laufnachwuchs. Um Schülerinnen und Schülern im ganzen Bundesland Salzburg dieses fantastische Lauferlebnis zu ermöglichen, arbeitete der Salzburg Marathon im Vorfeld intensiv mit Direktor/innen und engagierten Lehrer/innen zusammen. Sportstudentinnen und Sportstudenten halten anhand von sportwissenschaftlichen Stundenbildern Unterrichtsstunden in den teilnehmenden Schulen ab und zeigten den Kindern und Jugendlichen bereits vorab die schönen Seiten des Laufsports. "Bewegung und Sport ist ein wichtiger Bildungsauftrag an österreichischen Schulen", betont Robert Tschaut von der Bildungsdirektion für Salzburg.

 
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Der 16. Salzburg Marathon bildete bereits traditionell den Höhepunkt eines Wochenendes im Zeichen des Laufsports, zu dem rund 8.500 Läuferinnen und Läufer aus Stadt und Land Salzburg sowie aus 80 Nationen aller Kontinente dabei waren.

Die Favoriten am Start des 16. Salzburg Marathon

Last-Minute-Verpflichtung Victor Kipchirchir aus Kenia war der Top-Favorit auf den Sieg beim 16. Salzburg Marathon. Sechs Wochen nach seinem Ausstieg beim Vienna City Marathon, wo er bis 30 Kilometern in der Spitzengruppe lief, erhielt er in der Mozartstadt eine zweite Chance im Marathon-Frühling 2019. Der 31-Jährige siegte 2016 beim Valencia Marathon in persönlicher Bestleistung von 2:07:39. Victor Kipchirchir: "Es war schönes Wetter in Salzburg, vielleicht etwas zu warm um gute Zeiten zu laufen."

Der Schweizer Marco Kern startete beim Halbmarathon und sollte bis 21,1 km die Tempoarbeit für Kipchirchir machen. Sofort setzten sich die Beiden gemeinsam mit dem Saalfeldner Peter Herzog, der als Startläufer der Sporthilfe-Hyundai-Staffel 1 im Einsatz war, an die Spitze. Mit großer Motivation wollte der Kenianer seine Ankündigung, eine schnelle Zeit zu laufen, trotz der hohen Temperaturen von bereits 19°C in der Startphase wahrmachen. Schade war es, dass Kern das hohe Tempo von Kipchirchir nicht mithalten konnte. So wurde es ein Alleingang.

 
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Die Zwischenzeit nach Halbmarathon am Universitätsplatz war schnell: 1:05:43, vielleicht unter diesen Bedingungen etwas zu schnell. Er lag damit noch auf Streckenrekordzeit, aber der Marathon fängt erst nach dem Halbmarathon an. Was befürchtet wurde, passierte dann auch tatsächlich, Kipchirchir wurde langsamer. Nach 37 km im Alleingang gewann er den Salzburg Marathon in 2:17:03. Damit erreichte er die schnellste Siegerzeit beim Salzburg Marathon seit dem Streckenrekord von Eliud Kiplagat (2:14:16 Stunden) im Jahr 2013. " Es war ein hartes Rennen. Aber es ist ein guter Marathon, ich habe mich in Salzburg sehr wohl gefühlt", analysierte Victor Kipchirchir.

Beim Halbmarathon lagen Antony Karinga Maina und Philip Kirui zwei Minuten zurück. Maina erreichte das Ziel in einer Zeit von 2:22:38 auf dem zweiten Platz. Kirui folgte auf Rang drei in 2:28:21.

Die Schnellsten des 16. Salzburg Marathon mit dem Sieger Victor Kipchirchir (10), dem 2. Antony-Karinga Maina (5), Philip Kirui (6) Gadise Gudisa Negesa gewinnt den Marathon bei den Frauen

Beim Marathon der Frauen siegte die erst 21 Jahre alte Gadise Gudisa Negesa bei ihrem Debüt in 2:46:37. Für die Äthiopierin war es ein herrlicher Zieleinlauf auf dem orangenen Teppich vor dem Salzburger Festspielhaus mit Blick auf die Festung Hohensalzburg. Ebenfalls ein gelungenes Debüt feierte Julia Brugger. Die Landshuterin blieb deutlich unter drei Stunden und beendete ihren ersten Marathon nach 2:56:23 auf dem zweiten Platz.

Sieger des Halbmarathons bei den Männern wurde der Schweizer Marco Kern in 1:07:57. Einen fantastischen Halbmarathon-Tag erlebte Lokalmatador Alex Knoblechner (Lauftreff Nussdorf), der erstmals in seiner Karriere unter 1:10 Stunden geblieben ist. In einer Zeit von 1:09:49 Stunden musste er nur Top-Favorit Kern und dem Holländer Bas Stigter (1:09:40) den Vortritt lassen. Vorjahressieger Radim Picek belegte in einer Zeit von 1:13:57 Stunden den sechsten Platz.

Der Sparkasse Halbmarathon der Frauen endete mit einem Südtiroler Doppelsieg. Edeltraud Thaler siegte in einer Zeit von 1:25:41 vor ihrer Landsfrau Doris Weissteiner in 1:26:22.

Nachdem Cornelia Stöckl-Moser am Freitag beim Salzburger Frauenlauf einen klaren Sieg gefeiert hatte, lief sie auch am Marathon-Sonntag mit einem Siegerlächeln über die Ziellinie in der Hofstallgasse. Fünf Wochen nach ihrem Staatsmeistertitel im Marathon absolvierte die Pinzgauerin den Hervis-10K Salzburg CityRun und feierte in einer Zeit von 38:11 Minuten souverän ihren zweiten Sieg an diesem Wochenende, wodurch sie auch in der Kombiwertung der beiden Bewerbe klar an der Spitze lag. "Diese Leistung spiegelt meinen aktuellen Trainingszustand wieder", so die 25-Jährige, die mit den Lauffestspielen der Mozartstadt die Vorbereitung ihrer zweiten Saisonphase einleitete. Die routinierte Salzburgerin Sabine Hofer, die den Salzburg Marathon im vergangenen Jahrzehnt zweimal gewinnen konnte, wurde in 39:52 Minuten Zweite.

Sieger bei den Männern über 10km war der Vorjahresdritte Hans Wieser aus Schladming. "Ich bin sehr happy und habe diesen Sieg nicht erwartet, weil ich diese Woche zwei Nachtdienste hatte", lächelte der Turnusarzt am Krankenhaus in Schwarzach im Pongau (34:08).Höhepunkt des Hyundai Staffelmarathon, der nach sechs Jahren bei den Lauffestspielen der Mozartstadt sein Comeback feierte, waren zwei Staffeln der Österreichischen Sporthilfe in Zusammenarbeit mit Hyundai Österreich. Team eins wurde von Peter Herzog angeführt, der die ersten 15,2 Kilometer absolvierte. "Ich wollte zurückhaltend loslaufen. Aber mit einer Startnummer am Trikot und der Spitzenstimmung entlang der Strecke spürt man sofort überall die Motivation. Ich bin fünf Kilometer lang mit dem Marathon-Sieger mitgelaufen und es hat sich super angefühlt", freute er sich über seine Leistung und betonte den Teamgedanken: "Ein Staffelmarathon ist ein super Bewerb für alle. Hier steht der Teamgedanke im Vordergrund." Sabine Schöffmann, Chiara Hölzl und Daniel Leutgeb brachten die Staffel nach 3:00:50 Stunden auf Rang drei ins Ziel. Der Sieg ging an die "Rauschigen Ironmänner", die nach 2:51:11 Stunden zu viert in Jubelpose über die Ziellinie liefen (die ersten drei Staffelläufer durften für das gemeinsame Lauferlebnis die letzten Meter gemeinsam absolvieren). Platz zwei ging an "Auch namenlos grandios", die schnellste Mixed-Staffel des Tages. Die zweite Sporthilfe-Hyundai-Staffel bildeten Linus Heidegger, Gabriel Odor, Martina Kuenz und Arvid Auner.

So viele Läuferinnen und Läufer wie noch nie waren an den drei vergangenen Tagen bei den Lauffestspielen der Mozartstadt in acht verschiedenen Bewerben aktiv. Mit 8.501 Anmeldungen übertraf Salzburgs größte Aktivsportveranstaltung den bisherigen Anmelderekord um über 1.200 Aktive. Ein Großteil dieser erfreulichen Steigerung ging auf das Konto des Salzburger Frauenlaufs als neues Eröffnungsevent der Lauffestspiele der Mozartstadt. Allerdings wurde bei allen Bewerben eine teils deutliche Steigerung gegenüber dem letzten Jahr erzielt.

Besonders freut mich, dass wir mehr Salzburgerinnen und Salzburger für die Lauffestspiele der Mozartstadt begeistern konnten. Auch die Salzburger Bevölkerung hat die Veranstaltung so gut angenommen wie nie zuvor und hat die Läuferinnen und Läufer an der Strecke lautstark angefeuert. Die engagierten Musikgruppen entlang der Strecke sind längst nicht nur eine besondere Motivation für die Aktiven, sondern bieten beste Unterhaltung", sagte Veranstalter Johannes Langer. In allen Sonntagsbewerben waren deutlich mehr Aktive am Start als in den letzten beiden Jahren. Alleine im Marathon waren es 1.014, im Sparkasse Halbmarathon, dem traditionell teilnehmerstärksten Bewerb, 2.537.

Der Salzburger Bürgermeister Harald Preuner mit Organisator Johannes Langer (links) Das Siegerpaar des 16. Salzburg Marathon Gadise Gudisa Negesa aus Äthiopien und Victor Kipchirchir aus Kenia
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"Was wir heute erlebt haben, bestätigt uns in vielem, was wir seit Jahren konzeptionell umsetzen. Die Wahl der neuen Location hier vor dem Festspielhaus war der Höhepunkt eines fantastisches (Lauf-)Fest der Freude für Tausende Laufbegeisterte", bilanzierte der rundum zufriedene Veranstalter Johannes Langer. "Es ist beeindruckend, die kollektive Vorfreude der Läuferinnen und Läufer vor dem Start und ihr kollektives Glücksgefühl zu spüren, auch wenn es bei den heutigen Bedingungen für viele zwischendurch hart war. Die vielen positiven Emotionen über das gesamte Wochenende waren der Höhepunkt für mich."

Resümee:

Die Organisation konnte sehr zufrieden sein mit dem Gelingen des neuen Konzeptes!!!! Ein Teilnehmerrekord mit 8501 ist super. Der Salzburg Marathon hat einen Riesenschritt gemacht und ich bin davon überzeugt, dass das Ende noch nicht in Sicht ist. Schade war es, dass die Temperaturen etwas zu hoch waren um schnellere Zeiten zu laufen. In der Geschichte dieser Veranstaltung waren die Lauffestspiele 2019 mit Abstand die Beste. Auch Stadt, Land und Sponsoren können zufrieden sein mit dieser Veranstaltung.

Bericht und Fotos von René van Zee

Ergebnisse www.salzburg-marathon.at/de

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