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11.5.19 - 16. SRH Dämmer Marathon Mannheim/Ludwigshafen

Marathon bringt Menschen zusammen!

Text von Birgit Schillinger - Fotos von Constanze & Walter Wagner

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"Das Wetter war perfekt", schwärmte der Schotte Nikki Johnstone. Kühle Temperaturen sind für den Marathon ideal. Andere Läufer fühlten sich vom Wind ausgebremst. Aber letztlich hatte der 16. Dämmermarathon Glück, denn die schlimmen Wetterprognosen - Sturm, Starkregen, Gewitter - bewahrheiteten sich nicht: Das Schlechtwetter zog nördlich und südlich daran vorbei.

Wenn beim SRH Dämmer Marathon die Dunkelheit hereinbricht wird es bunter und mancher Marathoni nochmal munter
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Die Stimmung bei dem größten Sportereignis Mannheims war zuverlässig: super, laut und motivierend in den Hochburgen, gemäßigt in den ruhigen Passagen. Wer hier mit Dauermusik im Ohr läuft, verpasst was. Denn die gut gelaunten, begeisternden Zuschauer machen den SRH-Dämmerlauf zu etwas Besonderem. Das konnten auch schon die ersten Starter des langen Lauftages genießen: Ob Bambinilauf, Kids-Run oder Minimarathon (über 4,2 Kilometer) - die Kleinen erleben den Zieleinlauf am Rosengarten mit toller Zuschauerkulisse. Und die Starter des "Mannemer 10ers" kamen sogar zwei Mal daran vorbei: Nach einer Runde auf der Augustaanlage umrundeten die 10km-Läufer noch einmal den Wasserturm. "Das war Gänsehautfeeling mit Motivationskick bei Kilometer zwei", war eine Läuferin begeistert.

Simon Trampusch vom TuS Framersheim (vorne, gelb-blaues Trikot) und Sarah Köcher von der LG Odenwald sind die ersten Marathonsieger des Tages. Beim Mini-Marathon über 4,2 Kilometer sind sie mit 13:31 bzw. 15:28 Minuten die Schnellsten

Die neue 10km-Strecke kam den über 1000 Sportlern sehr gut an: Flach mit langen Geradenanteilen. Natalie Wangler (Roadrunner Südbaden) aus Gengenbach konnte ihren Vorjahressieg wiederholen, hätte sich für eine bessere Endzeit als ihre 36:23 Minuten, die übrigens Veranstaltungsrekord bedeuten, "einen Mann für Windschatten gewünscht".

Da die 22jährige Wirtschaftsinformatik-Studentin aber auf Gesamtrang acht so weit vorne lief, kämpfte sie alleine gegen den unsichtbaren Gegner. Auch Steffen Ulmrich (engelhorn sports team) biss sich einsam bei den windigen Passagen durch. Bis Kilometer drei war noch Tobias Balthesen (TSG Heidelberg) bei ihm, dann setzte sich Steffen ab. Und freute sich am Ende über die Siegerzeit von 31:30 - ebenfalls Veranstaltungsrekord.

 

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Steffen Ulmrich gewinnt vor M40-Sieger Tobias Balthesen den 10 km Lauf Bachir Benouaret von den Roadrunners Südbaden wird 3. Bei den Frauen gewinnt Natalie Wangler vor Vereinskollegin Meike Freudenreich (43) und Franziska Rachowski (23) vom LAZ Gießen

Die Halb- und Ganz-Marathonis starteten am Abend um 19 Uhr gemeinsam. So konnten sich kleine Gruppen bilden: Die führenden Marathonstarter Nikki Johnstone, Vorjahressieger, und Firaa´ol Eebbissa Nagahoo liefen zunächst in der Gruppe mit den Halbmarathonbesten Raoul Jankowski und Pierre-Emanuel Alexandre.

 
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Gemeinsamer Start von Halb- und Ganz-Marathonis in 4 Blöcken Und direkt in die frisch renovierte Einkaufsmeile, die "Planken"

Der inzwischen in Belgien lebende Äthiopier Firaa´ol floh schon 2011 mit 23 Jahren aus seiner Heimat. Nachdem er bereits einmal in Mannheim Zweiter war, gelang ihm dieses Jahr in 2:23:55 der Sieg. Nikki und Firaa´ol waren über 40 Kilometer dicht beieinander geblieben. Auch wenn Nikki etwas mehr Führungsarbeit machte und am Ende mit sechs Sekunden knapp den Sieg an den Äthiopier abgeben musste, strahlte er vor Dankbarkeit: "Ohne Firaa´ol wäre ich langsamer gelaufen, er hat mich immer gepuscht", meint der Vielstarter, für den Mannheim bereits der siebte Marathon in diesem Jahr war. "Ich liebe Wettkämpfe, bin am Wochenende ungenießbar, wenn ich nicht starten kann. Fragen Sie mal meine Freundin!", erklärte der sympathische Sport- und Englisch-Lehrer an einer internationalen Schule in Neuss.

Vorjahressieger Nikki Johnstone und Firaa´ol Eebbissa Nagahoo (Nr. 9) gehen nach 20 Kilometern als führendes Duo auf die weiterführende Marathonschleife Die Duo-Marathon Wertung gewinnt das CSV Team Extreme in 2:36:52, hier bei an der Marathonweiche bei Kilometer 20 führt die Marathonstrecke geradeaus. Die führende Halbmarathonfrau Lena Wirth biegt gleich in Richtung Ziel ab

Seine Freundin - das ist die Frauensiegerin des Tages: Dioni Gorla. Die mit ihm in Düsseldorf lebende Halbgriechin war letztes Jahr Zweite - dieses Jahr nun tauschte das Paar die Platzierungen.

Dioni ging zusammen mit der Vorjahressiegerin Merle Brunée (engelhorn sports team) flott an, konnte dann aber bis Km 30 einen Vorsprung von einer Minute herauslaufen. "Ab Kilometer 35 war ich so platt, ich dachte, Merle kriegt mich noch." Aber Merle war noch "platter". Beide sind "eingegangen". Dioni blieb mit starken 2:59:21 Stunden noch "unter drei", Merle folgte in 3:02:57. Auf Rang drei lief Eva Katz (RC Vorwärts Speyer), die Siegerin des Bienwald-Marathons in Kandel, in 3:06:58. Sie hatte nachgemeldet und war daher nicht unter den Favoritinnen angekündigt.

 
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Dioni Gorla liegt bei km 20 bereits in Führung Knapp dahinter Vorjahressiegerin Merle Brunée Eva Katz gewinnt als 3. auch die W40

Auch der dritte Mann im Marathon war nicht erwartet worden: Philippe Gillen hatte nämlich erst ein paar Stunden vor dem Lauf vom halben auf den ganzen umgemeldet: "Ich war erst verletzt, dann grippekrank. Also dachte ich, lieber einen Marathon schlecht laufen als einen halben: Ich mag es mehr, wenn die Schmerzen langsam kommen. Beim halben jedoch muss man sich von Anfang an quälen." Der Kölner hat Mathematik und Physik studiert, suchte dann für seine Promotion eine interessante Anwendung und fand sie in "theoretischer Ökonomie": Seine Doktorarbeit am Mannheimer Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung ZEW liegt in den letzten Zügen. Nebenher coacht er Athleten (auch den Halbmarathonsieger) mit einem Trainingsprogramm, das Big Data ausnützt, auf Maschinen-Learning basiert, und die Unmengen an Daten, die ein Sportler sammelt (unter welchen Bedingungen er jeweils wie schnell gelaufen ist) geschickt auswertet.

Philippe Gillen wird 3. Marathonmann Die Teammarathon-Wertung gewinnt das engelhorn sports team - man (11972) in 2:36:57. Michael Chalupsky von der TSG 78 Heidelberg dahinter wird 4. Marathoneinzelläufer in 2:30:21 vor Christophe Krech (Nr. 7) vom engelhorn sports team - TV Schriesheim, der bei seinem Debüt in 2:31:10 Fünfter wird
Mit zwei weiteren Athleten des engelhorn sports team - TV Schriesheim werden Holger Exner (Nr. 4) und M40-Sieger Manuel Peters (Nr. 5) zeitgleich in in 2:39:30 als 6. und 7. das Ziel erreichen

"Bei Kilometer 16 hatte ich die Bestzeit abgeschrieben, dann ging es die letzten drei Kilometer doch besser und ich konnte Gas geben", resümierte Raoul Jankowski aus Hannover sein Siegrennen, das ihm sogar eine Halbmarathon-Bestzeit von 1:09:51 bescherte. Der 27jährige Ingenieur war letztes Jahr Dritter. "Ich fand den kurzzeitigen Nieselregen angenehm."

Auch Lena Wirth (geborene Berg) war glücklich über die Steigerung ihrer Bestzeit um über eine Minute auf 1:20:10. "Der Sieg hier bedeutet mir viel", erklärte die Ärztin, die früher auch im Triathlon erfolgreich war, sich aber die letzten Jahre aufs Laufen konzentriert. Sie hatte 2019 auch schon den Heidelberger Halbmarathon gewonnen: "Ein flacher HM ist etwas ganz anders."

 
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Raoul Jankowski von Hannover Athletics gewinnt den Halbmarathon Lena Wirth vom engelhorn sports team - TV Schriesheim ist die schnellste Halbmarathonfrau

Nach ihr folgten Hand in Hand zeitgleich über die Ziellinie Anna Plinke und Anna Starostzik in 1:22:08. Die beiden etwa gleichstarken Freundinnen kennen sich durch das Team "Asics Frontrunner". Sie sind auch schon in New York den Marathon gemeinsam nebeneinander gelaufen - und lagen am Ende eine Tausendstel-Sekunde auseinander. Steuerberaterin Anna Plinke aus Regensburg schaffte vor zwei Wochen in Hamburg ihren perfekten Marathon in Bestzeit von 2:46:54, der persönliche Rekord von Anna Starostzik, VW-Logistikerin aus Kassel, ist nur 23 Sekunden langsamer.

Pierre-Emmanuel Alexandre vom engelhorn sports team läuft in 1:11:26 auf Rang 2 im HM-Bewerb Frederik Schäfer vom LAC Freiburg wird 3. Anna Plinke (21) von der LG Telis Finanz Regensburg und Anna Starostzik von Spiridon Frankfurt laufen Hand in Hand zeitgleich auf Platz 2 bei den Frauen

Stadtläufe mit viel Publikum sind auch immer eine Gelegenheit, um Aufmerksamkeit zu erlangen. Einige Gruppen haben beispielsweise auf ihren Shirts die Botschaft "gegen Doping". Christopher Rauch, Feuerwehrmann aus Pirmasens, lief den Halbmarathon in voller Montur: 20 Kilo extra, lässt keine Hitze rein, aber auch keine raus. "Das war ein Test für einen 60km-Benefizlauf im Herbst zugunsten von "Paulinchen", einem Verein, der brandverletzten Kindern hilft."

Feuerwehrmann Christopher Rauch erreichte das Halbmarathonzeil nach 2:44:39 Barfußläufer Alexander Kiesow lief in 2:40:23 h Halbmarathon

Eine originelle Disziplin ist der Bike&Run über die Halbmarathonstrecke: Anlässlich des Rad-Jubiläums 2017 - 200 Jahre zuvor erfand Drais das Laufrad in Mannheim - ins Programm genommen erfreut sich das Format zunehmender Beliebtheit: ein Rad, zwei Personen. Einer radelt, der andere rennt. Wechseln ist jederzeit erlaubt. Das schnellste Team mit Christian Laubersheimer und Christian Flügel wechselte bald alle 500m, "am Ende sogar öfter", um das hohe Tempo halten zu können. Die beiden - seit drei Monaten - Familienväter: "Wir haben uns beeilt, um unsere Kinder jetzt noch ins Bett bringen zu können", meinten sie zu ihrem Sieg in schnellen 1:05:32. Das dritte Männerteam bestand aus den Zwillingen Dennis und Kevin Osterfeld mit dem passenden Teamnamen "Hase&Igel Zwillingstausch".

Das schnellste Team mit Christian Laubersheimer und Christian Flügel wechselte bald alle 500m Das beste gemischte Team stellte Sibille mit ihrem Bruder

Das beste gemischte Team brachte Sibille Abel und ihren Bruder Niki zusammen. Hier lief er (Triathlet in der Bayern-Liga) einen etwas größeren Anteil. So können Leistungsunterschiede ausgeglichen werden. Und daher gibt es auch Paare, da läuft nur einer (meist der Mann) und der Partner radelt - ein nettes Gemeinschaftserlebnis, eventuell noch unterstützt durch eine eigene Musikbox auf dem Rad (falls der Akku hält…).

Die schnellsten Bike&Run-Frauen haben gar keine Halbmarathon-Erfahrung: "Aber die braucht man nicht, sondern das sind eigentlich Intervalle." Aus der Pfalz, aus einer gemeinsamen Laufgruppe, kamen die Teams "Frauen gegen Männer" und "Männer gegen Frauen": Das Duell gewann übrigens die Frauen Simone Brück und Katja Heuser.

Lichtspiele verschiedenster Art empfangen die Marathonläufer in der Dämmerung. Der illuminierte Rosengarten, auf dem letzten Kilometer bereits in Sicht, bietet eine grandiose Kulisse für den Zieleinlauf

Mit 10.013 Meldungen war M3-Chef Christian Herbert sehr zufrieden. Die miserablen Wetterprognosen hatten sicher noch Nachmelder abgehalten. Erinnerungen an die sturmbedingte Absage 2006 wurden wach.

Drei Stunden vor dem Start der Radler beim Bike&Run wurde der Straßenbahnbetrieb in der Einkaufsmeile die "Planken" eingestellt und Seile in die Schienen gelegt um die Sturzgefahr zu verringern

Nicht nur über 10km, sondern auch über den Marathon gab es Streckenänderungen, die sehr gelobt wurden. Die Marathonis durften über die gerade frisch renovierte Einkaufsmeile, die "Planken", laufen. "Die Stimmung war traumhaft", schwärmte Frauensiegerin Dioni. Die Straßenbahnschienen wären für die Radler beim Bike&Run eine Sturzgefahr, also wurden Seile in die Schienen gelegt - eine aufwändige, aber perfekte Lösung.

Das Paar Nikki Johnstone und Dioni Gorla tauschten dieses Jahr die Platzierungen Am Ende eines langen Marathontages feiern Stephan Buchner vom Veranstalter m³ marathon mannheim marketing GmbH & Co. KG und Simone Kuhn (Leitung Marketing und Förderstiftung der SRH Holding) die Marathonsieger des 16. SRH Dämmer Marathon Mannheim/Ludwigshafen
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Seit 2016 ist die SRH (Stiftung Rehabilitation Heidelberg) Titelsponsor und hat ihre Zusage um zwei Jahre verlängert. Fazit des Marathonzweiten Nikki: "Marathon ist klasse. Er bringt Menschen zusammen. Hier in Mannheim waren es wieder so viele, die gemeinsam Sport gemacht haben!"

Bericht von Birgit Schillinger
Fotos von Constanze & Walter Wagner

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Ergebnisse www.daemmermarathon-mannheim.de
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