24.5.19 - 16. Gießener Frauenlauf

Frauen-Power im Schiffenberger Wald

von Helmut Serowy 

"Gemeinsam statt einsam, ist auch in diesem Jahr wieder das Motto des Gießener Frauenlaufs! Mitmachen, etwas für die Gesundheit und die persönliche Fitness tun und Spaß mit vielen bewegten Frauen haben - das sind die Merkmale des Gießener Frauenlaufs, wie er sich schon seit Jahren bewährt hat", ermunterte das Büro für Frauen und Gleichberechtigung von Stadt und Landkreis Gießen in seinem Grußwort Läuferinnen und Walkerinnen zum Start beim 16. Gießener Frauenlaufes.

Und auch für die Organisatoren der LGV Marathon Gießen steht bei dieser Laufveranstaltung das gemeinsame Lauferlebnis im Mittelpunkt - ob Kurz- oder Langstrecke, ob Laufen oder Walken, ob im Team oder als Einzelstarterin. "Die Strecke lädt zu einem entspannten Lauf im Grünen ein. Ob Sonne oder Regen - wir erwarten euch mit süßen und salzigen Leckereien, Getränken, Musik, Tombola und guter Laune", freute sich die Truppe um den Vorsitzenden Oliver Lauff auf das erneute Frauen-Event.

 
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Läuferinnen und Walkerinnen hatten beim Gießener Frauenlauf die Wahl zwischen der längeren 9,2-km-Strecke und der weniger fordernden 5,7-km-Strecke
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Um die Freude am gemeinsamen Lauferlebnis in den Vordergrund zu stellen, verzichtet der LGV Marathon Gießen daher auch auf die sonst übliche Siegerehrung. Dafür stehen für die drei Gruppen mit den meisten Teilnehmerinnen schöne Sachpreise bereit. Und im Rahmen einer großen Tombola haben alle Starterinnen die Chance, einen zusätzlichen Gewinn mit nach Hause zu nehmen.

Aus dem Erlös des Frauenlaufes unterstützt der Verein "Wildwasser Gießen e.V.", den gemeinnützigen Träger einer Beratungsstelle gegen sexuellen Missbrauch. Dreh- und Angelpunkt des Gießener Frauenlaufes ist das weitläufige Open-Air-Gelände in der Karl-Glöckner-Straße. Bei herrlichem Sonnenschein breitete sich hier vor und nach dem Lauf eine fröhliche Stimmung aus.

Moderator Sven Schnitker im Interview mit Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz (re) Begeistert beteiligten sich die Starterinnen beim gemeinsamen Aufwärmen vor dem Lauf

Diese wurde unterstützt durch eine unermüdliche Sambista-Truppe. Die Gruppe heizte den eifrigen Frauen bereits beim ausgedehnten, gemeinsamen Aufwärmen mächtig ein, schickte sie mit Trommelwirbeln auf ihre Tour und empfing sie auch wieder begeistert vor dem Zieleinlauf. Und dort feierte das emsige Moderatoren-Duo die glücklichen Läuferinnen ausgiebig. 363 Voranmeldungen ließen auch für den 16. Gießener Frauenlauf wieder einen Riesen-Zuspruch erwarten. Bei herrlichem Sonnenschein sorgten weitere 100 Nachmeldungen für ein tolles Läuferinnen-Fest mit 460 Starterinnen und ihren Fans. Darunter auch wieder die Gießener Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe Bolz, die nicht nur den Startschuss abgab, sondern auch als Dritte der W60 im Rennen über 5,7 km mit flotten 35:45 min aufwartete.

"Ohne uns läuft nix!", war das Motto der für die Stadt Gießen laufenden Frauen, die mit 33 Finisherinnen die Wertung der teilnehmerstärksten Truppen vor den 1963-Guutjens (25) und dem Treiser LWT (21) gewann.

Kurz nach dem Start verschwinden die Läuferinnen im Schiffenberger Wald Viele Walkerinnen schließen den 5,7-km-Wettbewerb ab

Sie mischten sich unter die Running Chicks, Z-Gazellen, Wissischer Laufschwäne, Schnackschnecken Naunheim, Laufschnecken, Lahntal-Elfen, freuten sich mit Läuferinnen aus Firmen-Teams, etablierter Vereine, aber auch den Ihringshäuser Maadchen, den Schlampagnern, den Blackout-Tänzerinnen, 4 Füßen für einen Nudelauflauf. Nudelauflauf wurde an den Verpflegungsstellen nicht angeboten. Leckerer Kuchen, belegte Brötchen und die Rennwurst allerdings schon. Zudem erwartete alle Finisherinnen im Ziel noch ein ermunternder Sekt.

Läuferinnen und Walkerinnen hatten beim Gießener Frauenlauf die Wahl zwischen der längeren 9,2-km-Strecke und der weniger fordernden 5,7-km-Strecke, die auf welligem Gelände durch den Schiffenberger Wald führten. Die Veranstalter boten bereits während der Vorwochen regelmäßige Trainingsläufe über diese Strecken an.

9,2 Kilometer

Über 9,2 Kilometer führte die Langstrecke durch den direkt an das Open-Air-Gelände in Gießen angrenzenden Schiffenberger Wald. Während auf dem Start-Ziel-Gelände die Sonne angenehm wärmte, empfing sie im Wald eine ebenso angenehme, läuferinnenfreundliche Frische. Die 114 Langstrecken-Finisherinnen eröffneten um 18.30 Uhr den Gießener Frauenlauf. Vom Start weg übernahm das Trio Franziska Rachowski vom LAZ Gießen, Silke Laun vom ASC Licher Wald und Zane Grike (Lübbers-mpt) das Kommando. Veronika Wesp aus Marburg und Karin Hahnfeld vom MTV Gießen bildeten ein Verfolgerduo vor den nachströmenden Gruppen.

Ein Kilometer vor dem Ziel löste sie die W45-Läuferin Silke Laun von Franziska Rachowski, die nach einer Verletzungsphase noch ihre Form aufbaut. Ihre deutliche Leistungssteigerung bestätigte Silke Laun auch beim Frauenlauf. Die Vorjahres-Zweite steigerte sich um über zwei Minuten auf ausgezeichnete 35:58 min und setzte sich zum Schluss noch deutlich durch. Franziska Rachowski, Siegerin von 2018 in 35:19 min, lief als Zweite mit 36:21 min zum Erfolg in der Frauen-Hauptklasse.

Silke Laun (W45) freut sich auf den Langstrecken-Erfolg Als Zweite gewinnt Franziska Rachowski die Hauptklasse Dritte und Schnellste der W35 wird Zane Grike Mit dem erneuten vierten Platz liegt Veronika Wesp in der W30 vorne Samia Franken ist stärkste Jugendliche über 9,2 km

Anschluss hielt als Dritte und Schnellste der W35 Zane Grike, die nach 36:46 min den Zielbogen durchlief. Erneut auf dem vierten Platz folgte die W30-Siegerin Veronika Wesp. Mit 39:20 min hielt sie die W45-Zweite Karin Hahnfeld (40:39 min) in Schach, die das Rennen zum Einstieg nach längerer Verletzungspause nutzte.

Im Kampf um den sechsten Platz hatte die A-Jugendliche Samia Franken von der LGV Marathon Gießen mit 42:22 min die Nase vor der Zweiten und Dritten der Frauen-Hauptklasse, Lara Olemotz vom TSV Krofdorf-Gleiberg (42:25 min) und Antonia Krempl (Die Foodies, 43:05 min) sowie der zweiten Jugendlichen, Tara Kiani (43:19 min).

Die W40 gewann Steffi Jüstel-Frank vom TV Großen-Linden in 44:51 min. Ruth Graulich von der ausrichtenden LGV Marathon Gießen lag mit 43:59 min in der W50 vorne. Auch in der W55 hielt mit Elke Rudel-Alber (46:33 min) eine LGV-Läuferin die Fahne hoch. Rosi Hausner vom Treiser LWT (47:39 min) sicherte sich im Gruppenlauf mit ihren Vereinskolleginnen den Erfolg in der W60. Inge Bork vom Team Naunheim (57:17 min) freute sich über die "Gold-Platzierung" in der W65.

"Gold" holt sich über 5,7 km Britta Wagner (W50) Inna Gleim freut sich über den zweiten Rang und den Sieg in der W30 Die Gesamt-Dritte Elena Matveeva erreicht in der W30 den zweiten Platz Platz vier und Hauptklassen-Sieg fährt Kara Drath ein

5,7 Kilometer

Mit 310 Finisherinnen zeigte die mittlere Distanz die größte Anziehungskraft beim Gießener Frauenlauf. Neben vielen Freizeitläuferinnen und Einsteigerinnen nahmen in dem 15 Minuten nach dem 9,2-km-Lauf gestarteten Wettbewerb einmal mehr große Gruppen von Walkerinnen die interessante Waldstrecke mit und ohne Stöcke in Angriff.

Am schnellsten unterwegs war die W50-Siegerin Britta Wagner vom TSV Klein-Linden. Mit 26:20 min hielt sie ihre stärkste Verfolgerin Inna Gleim (VIELE) in Schach. Diese lag dafür in der W30 mit 26:41 min in Front. Auf dem dritten Rang folgte die W30-Zweite Elena Malveeva (Running Chicks) nach 27:40 min. Sieben Sekunden zurück freute sich Kara Drath (Medrunning) mit 27:47 min über den Gewinn der Frauen-Hauptklasse.

Eine Sambista-Truppe gab beim Aufwärmen den Rhythmus vor, verabschiedete die Läuferinnen und begrüßte sie auch wieder bei der Rückkehr Erfrischender Sekt erwartete alle Finisherinnen nach dem Zieleinlauf
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Hinter der W30-Dritten Lisa Fehrentz vom Team DBS Lich (28:20 min) gewann Kristina Barchfeld von der THM in 29:06 min die W35. Weitere Klassensiege feierten Celia Weidenhagen vom Schwanenteich-Parkrun (29:49 min) in der W40, Heidrun Schaaf vom MKG am Theater (34:34 min) in der W45, Sabine Seltmann (30:48 min) in der W55, Ute Bader vom Lauf-Treff Biebertal (34:46 min) in der W60, Hildegard Hewel (39:58 min) in der W65, Silvia Dreßler (39:07 min) und die zeitgleichen Irene Heßler/Karin Dietrich (47:43 min) vom Lauf-Treff Biebertal in der W70 und W75. Beachtenswert war aber auch wieder die Leistung der in früheren Jahren starken Marathonläuferin Leni Elbing von der LGV Marathon Gießen, die als Geherin die 5,7-km-Strecke in der W80 in 47:54 min meisterte.

Bericht und Fotos von Helmut Serowy

Ergebnisse lgv-marathon.de

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