21.5.17 - 17. iWelt-Marathon Würzburg

Main schönster Marathon

Note 1 mit Sternchen

von Constanze & Walter Wagner

Informationen zum Lauf 2018 - siehe Ankündigung im WO LÄUFT`S WIE?

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Marathon-Splitter HIER

Die Wetterbedingungen waren nach der total verregneten Vorjahresveranstaltung ein Traum. Sonne satt. Da will man auch nicht mäkeln, dass es für Marathonläufer etwas mollig wurde. Nun ja, die Marathondistanz macht sich Organisationsleiter Günter Hermann nicht zum Problem und stellt fest: "Die Tendenz geht eben zu den kürzeren Distanzen." Mit diesem Trend müssen andere auch zurechtkommen und Alternativen entwickeln. Dem veranstaltenden Stadtmarathon Würzburg e.V. kann man nach 17 Austragungen eines ganz sicher bescheinigen: Flexibilität.

Die Europastadt Würzburg wartet im Mai 2017 mit verschiedenen Highlights auf, unter anderem mit dem kultigen Weindorf mitten auf dem Würzburger Marktplatz, mit dem Africa Festival, dem größten Festival afrikanischer Musik und Kultur in Europa und - natürlich dem iWelt-Marathon Würzburg
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Aus den diversen Herangehensweisen ist letztendlich ein umfangreicher Erfahrungsschatz erwachsen. Gewonnene Erkenntnisse wurden wohl optimal angewandt, anders sind die erteilten Traumnoten und Lobeshymnen aus dem Teilnehmerkreis nicht zu erklären. Dabei dürfte manche Entscheidung dem Veranstalter nicht leicht gefallen sein, doch schwimmt man permanent gegen den Strom, erlahmen die Kräfte. Herausgekommen aus den Jahren der Veränderung ist die Würzburger Marathonwoche, die bereits mittwochs mit dem iWelt-Firmenlauf in Eibelstadt das Laufspektakel eröffnete. Zur 5. Austragung stieg die Zahl der Firmenläufer auf 1250. Mittwoch war der bisher wärmste Tag des Jahres und auf Wetterglück hoffte man auch für die weiteren Programmpunkte.

Die Kinder gehen schon am Samstagnachmittag im Ringpark an den Start. OK-Chef Günter Herrmann und Lauf-Clown Michel Descombes eröffnen die 3 Rennen. Das längste Rennen, den Schülerlauf Halbmarathon gewinnen Phillip Köberlein und Lisa Gotthardt - viele weitere Bilder zu den Kinderläufen in den LaufReport Foto-Impressionen HIER

Am Freitag dürften sich nicht wenige an die Vorjahresaustragung erinnert haben, denn es goss wie aus Kübeln. Die Wetterprognose für das Wochenende war gut und schließlich wurden Regenschirme und Regenkleidung weggepackt und Sonnenschutz für den Sonntag bereit gelegt.

Die heiße Phase begann aber schon am Samstag, gleich am Morgen wurde die Tradition des Müller-Bäck Hörnchenlaufs fortgesetzt, vom Veranstaltungszentrum CCW zur Alten Mainbrücke gejoggt, dort gab es Frühstück bei Müller-Bäck. Um 14.00 Uhr erfolgte im Ringpark, gleich beim Congress Centrum Würzburg über die Straße, der erste Start der abele,optik Kinderläufe. War der Frühstückslauf kostenfrei, fiel für die Teilnahme am Kinderlauf eine Gebühr von 8 Euro an.

Gemeinsamer Start von Marathon- Halbmarathon- und Staffellmarathonläufern am Congress Centrum Würzburg

Alleine elf Kinder hatte die TG Zell am Start. Der Verein übernimmt das halbe Startgeld. Die Leistungen für die Startgebühr sind umfangreich, wissen Eltern zu berichten. Es gibt Speiseeis, Obst, Wasser, eine Medaille, ein T-Shirt und eine Portion Nudeln bei der Nudelparty. "Pro Kind zahlen wir 12 Euro zu", so OK-Chef Günter Hermann mit einem weinenden und einem lachenden Auge über die verhältnismäßig geringere Kinderbeteiligung zum Marktbegleiter Residenzlauf: "Mehr Kinder wollen wir gar nicht."

Mit 249 Finishern in drei Kategorien stößt auch das Fassungsvermögen des Ringparks an seine Grenzen. Die sportliche Seite der Kinderläufe lässt keine Wünsche offen: Chipzeitnahme, Moderation, der beliebte Laufclown Michel Descombes war dabei, es wurden Finisherfotos gemacht, die reichhaltige Zielverpflegung und obendrein ein Ansturm regionaler und überregionaler Pressevertreter.

Wie so oft bildet Michel das Schlusslicht. 200mal lief er den ganzen Marathon als Clown mit, heute mit 75 Jahren beschränkt er sich auf Teilabschnitte - mehr zu Michel Descombes bei den Marathon-Splittern Kurz vor Kilometer 1 überqueren die Läufer den Main

Nett sind die Bezeichnungen Kinder-Achtelmarathon, 500 Meter für die 2- bis 4-Jährigen, Kinder-Viertelmarathon, 1000 Meter für die Altersgruppe 5 bis 7 Jahre und schließlich der doppelt so lange Kinder-Halbmarathon für die 8- bis 15-Jährigen. In 7:30 Minuten siegte über die 2 km lange Distanz der 10jährige Phillip Köberlein aus Höchstadt an der Aisch für den TS Herzogenaurach. Er hat auch beim Weltkulturerbe-Lauf in Bamberg über 2,6 km gewonnen. Mannschaftssport ist nicht sein Ding und schon gar nicht Fußball. Aber Laufen, da ist er in seinem Metier. Die 13jährige Lisa Gotthardt, die bei Meisterschaften für die Leichtathletikgemeinschaft Karlstadt-Gambach-Lohr startet, hielt ihn auf Trab, der nächste Junge folgte erst rund 50 Meter dahinter. Lisa wurde als Mädchensiegerin knapp Zweite gesamt in 7:33 min. Seit ihrem siebten Lebensjahr läuft sie bei den Kinderläufen des iWelt-Marathons mit. Ihre Spezialdisziplin sind die 800 Meter (PB 2:36min), bis 2,5 km lang sind ihre Wettkampfstrecken und im Training sind es auch schon mal 8 Kilometer mit kurzen Unterbrechungen.

Zwischen km 7 und 8 befindet sich bereits die 3. Erfrischungsstelle. Diese wurde vom Veitshöchheimer Carneval Club betreut - auch wenn deren Plakat eine andere Sportart bespaßt waren die Läufer erfreut über das erfrischende Nass

Marathonmesse, Nudelparty und Ulrike Mayer-Tancic stimmten für den großen Rennsonntag ein. Mayer-Tancic hatte 2010 den iWelt-Marathon gewonnen. Sie war vor 2 Jahren die einzige weibliche Finisherin der 301 km langen Stern TV Challenge durch die Wildnis Tansanias. Joey Kelly adelte sie daraufhin mit dem Titel ‚Deutschlands härteste Frau'. Im CCW sprach sie über ihre Erlebnisse und ihre Herangehensweise an extreme Herausforderungen. Ein Debüt stand ihr zudem bei ihrer fünften Teilnahme am iWelt-Marathon bevor. Am Sonntag lief sie erstmals als Brems- und Zugläuferin einen Marathon.

Warten auf ihren Einsatz - zwischen 7 und 8 war auch die erste Wechselstation für Staffelmarathonteilnehmer
Neben Staffelmarathon gab es auch einen Jugend-Staffel-Marathon, hier wechselt der erste Läufer des Röntgen Gymnasium, die diese Wertung auch gewinnen wird

iWelt-Marathon

Um 9.00 startete der erste Block vor dem Congress Centrum Würzburg auf die 21,1 km lange Runde, die kaum eine Sehenswürdigkeit Würzburgs ausspart. Zielschluss war um 14.30 Uhr. Den vielen fleißigen Streckenposten, ausdauernden Zuschauern sowie knapp 30 Musikbands und DJs entlang der Strecke stand entsprechend auch ein langer Arbeits- oder Applaus-Marathon bevor. Da alle ihren Job gut machten, war die Begeisterung am Ende riesig. Die Unterfrankenmetropole bewährte sich nachhaltig als laufenswert.

Zugläufer gibt es von 3:00 bis 4:59 h - auf den ersten 10 km ist die Gruppe um den 3h-Pacemaker noch kompakt Beim Einlaufen auf die Altstadtrunde die Festung Marienberg im Blick zurück

Dass die Spitzen von 1200 Marathonfinishern in Würzburg derzeit nicht zu erreichen sind, lässt die Marathonmacher gelassen. Ein stetiger Rückgang auf nur noch 371 Finisher im Vorjahr gefährdet den Fortbestand des Marathons noch längst nicht. "Bis 100 lassen wir den Marathon einfach mitlaufen", malte Günter Herrmann seine virtuelle rote Linie: "Halbmarathon ist eben nur etwas Halbes, da will doch niemand dabei sein." Doch 2016 könnte die Talsohle gewesen sein. Mit 442 Zieleinläufen übertraf die 17. Austragung auch 2015. Vor allem war es eine gelungene Eigenwerbung, die 2018 wieder über 500 ins Marathonziel spülen dürfte.

Zwischen km 16 und 17 in der ersten bzw. 37 und 38 in der zweiten Runde führt der Kurs inklusive Erfrischung an der Würzburger Residenz vorbei

Auf Topstars aus Afrika und Osteuropa wird nun schon seit Jahren verzichtet. Sie werden weder eingeladen, noch gibt es Preisgeld. Kommt doch ein internationales Laufass an den Start, wie im Vorjahr die Italienerin Valeria Straneo, die mit ihrer Siegerzeit von 2:39:47 ihr Ticket für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro löste, freut man sich. Dies belegt die sportlichen Möglichkeiten, die die Strecke herzugeben vermag. Nicht minder werden die Sieger und Platzierten aus dem Lager der reinen Hobbysportler gefeiert.

Viele Kirchen prägen die Würzburger Marathonrunde. Hier mehrmals im Blick, das imposante Stift Haug

Beim Marathon siegte der Sauerländer Andre Ziegert vom TV Attendorn in 2:42:57 vor dem Würzburger Janek Binzen (2:47:50) und dem Nürnberger Oliver Tzschoppe (2:49:43). Oliver lag bis Halbmarathon auf dem zweiten Rang, doch Janek hatte sich das Rennen offensichtlich besser eingeteilt. Auf die nächsten Ränge kamen Christoph Sell (LG Würzburg - 2:51:47), Andreas Stubenrauch (RSV Wollbach - 2:52:33) und Holger Trump (SV Fankenheim - 2:53:04).

Andre Ziegert gewinnt den Marathon
Janek Binzen läuft auf Platz 2 Oliver Tzschoppe wird 3.

Schnellste Frau war die Debütantin Sonja Schöning vom TSV Ottobeuren (Regierungsbezirk Schwaben), die sich an den Radvorausfahrer hängte und in 3:16:49 h siegte. Es war ihr erster Marathon, räumte die 42jährige Krankenschwester ein, die als Kaufmännische Angestellte arbeitet. Vor fünf Jahren begann die zweifache Mutter mit dem Laufsport. Die Entscheidung für Würzburg lag auf der Hand, denn in Würzburg hat sie ihre Ausbildung zur Examinierten Krankenschwester absolviert und kommt gern in die 134.000 Einwohner zählende Hauptstadt des bayerischen Regierungsbezirks Unterfranken. Ihre Bestzeit über Halbmarathon ist 1:31:25 h.

Sonja Schöning siegt im Frauen-Marathon. Im Hintergrund die Wallfahrtskirche Käppele
Jane Frahm wird 2. 3. wird die US-Amerikanerin Katherine Jones aus Cincinnati

Den zweiten Platz sicherte sich in 3:19:24 Jane Frahm von der LG Erlangen. Dritte wurde Katherine Jones aus Cincinnati (Ohio) in 3:22:41. Die in Kaiserslautern stationierte 25jährige US-Soldatin lief in beeindruckender Manier bei ihrem dritten Marathon persönliche Bestzeit und nach verhaltenem Beginn hangelte sie sich kontinuierlich bis auf den Podestplatz vor. Das Wetter sei perfekt gewesen, so die hitzebeständige Drittplatzierte nach der Siegerehrung.

Auf der Altstadrunde geht es u.a. vorbei am Marktplatz mit Marienkapelle, in der der Marathon-Gottesdienst stattgefunden hatte, und Falkenhaus mit üppiger Stuckdeko...
... und am Dom St. Kilian

Rocío Risquez aus Euskalzaleok-Valenzia und für Deutschland gemeldet lag lange vor der 16 Jahre jüngeren Katherine Jones, musste diese im letzten Rennabschnitt aber ziehen lassen. Sie wurde Vierte in 3:23:26 h. Kristin Brückmann, Jahrgang 1994, aus Kassel (3:25:20), Linda Krötzsch aus Frankfurt (3:26:14) und Carolin Körner aus Münster in 3:29:25 h folgten auf den nächsten Plätzen.

Stimmungspoint Alte Mainbrücke - jetzt geht es in die Altstadt

WVV Halbmarathon

Praktisch gleich blieben die Finisherzahlen beim Halbmarathon in den letzten drei Jahren, der nun genau 1589 Finisher zum Gesamtergebnis beisteuerte. Man könnte behaupten, bei zwei gleichen Runden hat man beim Halbmarathon schon alles gesehen, was beim Marathon eben zweimal auftaucht. Die Wahrheit ist, die Runde ist so vollgepfercht mit Baudenkmälern und Sehenswertem, dass man gar nicht alles registriert, längst nicht nach einer Runde und nach zwei Runden eben auch noch nicht.

Zahlreiche Musikgruppen und Erfrischungs- bzw. Verpflegungsstationen halten die Laufteilnehmer in Schwung

Bald nach dem Start geht es über die Brücke der Deutschen Einheit. Linksmainisch wird in einem Wohngebiet das erste halbe Dutzend Kilometer gesammelt. Es folgt eine mainaufwärts Passage am Flussufer bis es nach 12 Kilometern über die Konrad-Adenauer-Brücke wieder über den Main und an diesem entlang wieder zurück geht. Nach 15 Kilometern schließt eine Altstadtrunde an, vorbei an der Residenz, zum Hauptbahnhof, über die Juliuspromenade zum Dom und zurück an den Main. Bei der Alten Mainbrücke unten durch, noch den Marktplatz gestreift und zum finalen Zieleinlauf. Erst kurz davor geht es ab in die zweite Runde. Marathonläufer können hier fliegend auf die halbe Distanz 'ummelden'.

Stark ausgedünnt ist die Gruppe um den 3 h Zugläufer in der 2. Marathonrunde zwischen km 36 und 37
Gruß von Marathonläufer Ulrich Amborn. Bei seinem letzten Trainingslauf für die 100km DM in Berlin. Er läuft auf Rang 3 in der M60 in 3:33:47 Claudia Bär freut sich über die prominente Begleiterin Ulrike Mayer-Tancic, die erfolgreich ihre Premiere als Zugläuferin für 3:59 Stunden gibt - sie führt Claudia Bär punktgenau nach 3:58:59 ins Ziel - mehr zu Ulrike Mayer-Tancic bei den Marathon-Splittern

Es war Ismaacil Cabdigani, ein in Würzburg lebender Somalier, der nach 1:10:42 h als Sieger des Halbmarathons im Ziel gefeiert wurde. "Ich freue mich sehr, dass ich gewonnen habe. Aber die Zeit… Ich hatte mich gut vorbereitet", so der mit sich nicht ganz zufriedene Sieger. Ihm folgte der 33jährige Michael Chalupsky (1:12:00) ins Ziel. Der erfahrene Läufer aus Neckargemünd mit einer Marathonbestzeit von 2:48 h lag bei der Zwischenzeit kurz vor Kilometer 10 nur 4 Sekunden zurück, hatte aber auch den Österreicher Stephan Thurner im Nacken, der nur 13 Sekunden hinter ihm folgte. Im Ziel wurde der Läufer des SC Breitenwang mit 1:13:10 h erfasst. Vierter wurde Dominik Ziegler vom TV Ochsenfurt in 1:13:52 h vor Filimon Habtemikael für rock race Würzburg (1:15:24) und Maximilian Kolesch (1:16:13) auf Platz 7, ein weiterer Läufer vom TV Ochsenfurt.

Ismaacil Cabdigani gewinnt den Halbmarathon
Michael Chalupsky wird 2. Der Österreicher Stephan Thurner läuft auf Platz 3

Wer Positionswechsel beobachten wollte, war im Lager der Frauen besser aufgehoben, denn bei Männern war dahingehend wenig bis gar keine Bewegung. Verena Ibel vom RV Viktoria Wombach/Lohr hatte ihre Kontrahentinnen wohl nie aus den Augen verloren. Verräterisch ist ja auch so ein Führungsradfahrer und gut im Auge zu behalten. Erst nach 19 Kilometern setzte sie sich an die Spitze und verteidigte diese Position bis auf die Ziellinie. Sie siegte in 1:31:27 h und distanzierte die lange führende Eva-Maria Ferstl (1:31:53) von der LG Telis Finanz Regensburg knapp. Dritte wurde, ebenfalls mit geringem Abstand, Christin Herrmann vom TSV Burghaslach in 1:32:11 Stunden.

Im Halbmarathon der Frauen führt zunächst Eva-Maria Ferstl Christin Herrmann, hier noch vor Verena Ibel läuft auf Platz 3 Verena Ibel geht an Eva-Maria Ferstl vorbei und siegt beim Halbmarathon

Auf den weiteren Plätzen folgten Kelly Knapp (AUS) in 1:34:21 h, Maria Elisa Legelli vom SC Böbing in 1:35:07 h und Barbara Keller, Jahrgang 1959, ETSV Lauda in 1:35:27 h, die Sechste wurde.

Auf der Altstadrunde Richtung Dom St. Kilian ...
... und über den Marktplatz mit Marienkapelle. wo bereits das Weindorf aufgebaut wird

TakeNet 10 km Lauf

Weitere 320 Finisher steuerte der 10 km Funlauf bei, der auch zur Belebung des Marathonlaufs erst um 12.30 Uhr für Einzelläufer und Teams gestartet wurde. Es gewann Carsten Hönig aus Pulheim in 34:27 min fünf Sekunden vor Matthias Kelm aus Würzburg. Mit Abstand schnellste Fun-Läuferin war Carmen Förster vom SVW05 Würzburg in 41:50 min. Für ihre beiden Buben, die tags zuvor bei den Kinderläufen gestartet waren, endete der zweitägige iWelt-Marathon also doch noch bei der Siegerehrung.

Die Schnellsten beim TakeNet 10 km Funlauf waren Carsten Hönig vom Gymnasium Antonianum Geseke und Carmen Förster vom SVW05 Würzburg - mehr zu Carmen Förster bei den Marathon-Splittern

Fazit und Stimmen

Mit den Kinderläufen, den Staffeln und dem iWelt-Firmenlauf kamen doch bald die 5000 Aktiven zusammen, die dem Stadtmarathon Würzburg e.V. als Ziel vorschweben. Doch mehr als die nüchternen Zahlen werden die lobenden Worte nachhallen, die für das Organisationsteam, die Sponsoren und die fleißigen Helfer zum Salz in der Suppe werden. Stimmung, Organisation und Verpflegung erhielten Bestnoten und wurden von nichts getrübt.

Ob ganzer, halber oder gestaffelter Marathon - im Ziel wird gemeinsam gefeiert

Der Kurs ist stellenweise etwas kurvig und dadurch nicht ganz leicht, dazu kamen die schon rasch wieder zu hohen Temperaturen. Doch hier konnte die Veranstaltung mit der erstklassigen Versorgung punkten, die von Teilnehmern besonders herausgestellt wurde. Eine reichhaltige Getränkeversorgung und alle 2,5 Kilometer gab es Wasser. Dass auf der zweiten Runde nicht mehr so viele unterwegs sind, hat auch Vorteile. Die Laufgruppe des TF Feuerbach brachte es auf den Punkt: "Auf der zweiten Runde galt uns Marathonläufern die ganze Aufmerksamkeit und wir hatten viel mehr Platz. Auch wenn es mal weniger Zuschauer außerhalb des Zentrums waren, hat das Publikum in der Altstadt das wieder wettgemacht. Und alle waren extrem freundlich."

Günter Herrmann (1. Vorsitzenden des Stadtmarathon Würzburg e.V. ) und Simon Kiesel (Marketingleiter iWelt) ehren die schnellsten Marathonfrauen Moderator Peter Maisenbacher empfängt die "rote Laterne" ... ... und auch Günter Hermann gratuliert Ingo Durchholz vom TSV Rechtenbach zum letzten Zieleinlauf nach 5:25:40 netto - Zielschluss wäre nach 5:30 Stunden gewesen
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Den Schlussworten der beiden ersten Marathonfrauen muss nichts hinzugefügt und nichts entgegen gehalten werden. Jane Frahm: "Es war ein sehr schönes Rennen. Bei den Läufen dieser Größe fallen die Wartezeiten und das Gedränge der großen Marathons weg. Note eins." Und die Siegerin Sonja Schöning zum Schluss: "Es war traumhaft. Unglaublich. Es war wunderschön. Note 1 mit Sternchen."

Marathon Splitter zum 17. iWelt-Marathon Würzburg

Die erfolgreiche Langstreckenläuferin Ulrike Mayer-Tancic, unter anderem Marathon-Europameisterin ihrer Altersklasse und 2010 Gewinnerin des iWelt-Marathons hielt am Samstag auf der Marathonmesse im Congress Centrum Würzburg einen Vortrag. Mit "Motivation und Zielsetzung" erzählte sie nicht nur von ihren spannenden Lauferlebnissen, sondern gab den Teilnehmern des iWelt-Marathons auch Tipps, wie diese ihren Lauf am nächsten Tag erfolgreich meistern. Mayer-Tancic, Jahrgang 1965, war Raucherin, litt an Asthma und zog sich mit 35 Jahren erstmals Laufsportschuhe an. Johannes Büttner, Pressesprecher des i-Welt Marathon Würzburg, selbst als 1:30h Zugläufer für Halbmarathon am nächsten Tag unterwegs, freute sich, Ulrike Mayer-Tancic als 3:59 h - Zugläuferin für den Marathontag bekannt geben zu können

Lauf-Clown Michel und zwei Helferinnen am Kinderlauftag. Marilena Hohm (links) lief am nächsten Tag den Halbmarathon, Paola Schildhauer den 10 km Funlauf. Der gebürtige Franzose Michel Descombes ist seit 35 Jahren als laufender Clown dabei. Er ist sozusagen der Erfinder des kostümierten Läufers. 200 Mal lief er den ganzen Marathon in voller Clownsmontur. Nun mit 75 Jahren lässt er es etwas ruhiger angehen, was das läuferische Kilometerabspulen angeht, taucht aber weiterhin auf zahlreichen Marathonveranstaltungen auf. Seine persönliche Marathonbestzeit von 2:50 h lief er 1989 in München, damals aber "nackt", also ohne seine heutige zweite Haut - das Clownskostüm Die Trainerin von der TG Zell Annika Köhler (2.v.l.) hatte 11 Kinder am Start des Kinderlauf-Achtelmarathon, Viertelmarathon und Schülerlauf-Halbmarathon. Die weiteren TG Zell Mitglieder Monika von Pock (links vorne), Michael Felkl und Bärbel Sensenschmidt (rechts) waren zur Unterstützung bei den Kinderläufen dabei, am Renntag liefen sie den Halbmarathon mit

8 vom TF Feuerbach waren das erste Mal in Würzburg dabei. Die Frauen liefen alle Marathon, bei den 3 Männer waren zwei Halbe dabei. Von links Tom Gold, Berit Hilsenbeck, Gaby Schmidt, Marion Busacker, Müge Contoes, Jutta Marder, Lutz Krüger. Nicht auf dem Foto Marathonläufer Eberhard Schraivogel ... ... diesen erwischte der Fotoapparat unterwegs auf der Marathonstrecke bei einer der zahlreichen Erfrischungsstellen, für die es ein großes Lob von den Feuerbachern gab, war bei den hohen Temperaturen das kühle Nass doch sehr willkommen

Jonas Schulz (links) und Maximilian Braun. Nach seinem Jahr in Tansania im entwicklungspolitischen Freiwilligendienst studiert Braun Bau-Ingenieurwesen. Er spricht Kiswahili und will unbedingt wieder nach Afrika: "Man kann etwa allein mit dem Bau einer Brücke unwahrscheinlich viel in Bewegung setzen." Seine Helfereinsätze beim iWelt-Marathon wurden durch seinen Aufenthalt in Tansania unterbrochen. Kurzerhand organisierte er dort den 1. Mbinga City Run. Kumpel Jonas Schulz war auch ein Jahr im entwicklungspolitischen Freiwilligendienst in Tansania, dort aber etwa 2000 km entfernt. Er lief den Halbmarathon in 1:40:31 h netto und ist nun in der Polizeiausbildung Moderator Peter Maisenbacher und Carmen Förster vor dem Start zum TakeNet 10 km Lauf. Am Vortag hatte sie ihre Söhne Felix und Florian am Start betreut, am Renntag entschloss sie sich kurzerhand zur Teilnahme am 10 km Funlauf. Der "Unterfranken-Laufstar" ist Gewinnerin zahlreicher Laufwettbewerbe in der Region, musste aber mehrere Monate lang wegen einer Achillessehnenverletzung pausieren. Deshalb ging sie recht vorsichtig ins Rennen, gewann aber trotzdem mit großem Vorsprung
Marathonsiegerin Sonja Schöning und ihr Marathonmotivator Karlo Kipp aus Herzogenaurach. Er motivierte sie bei ihrem ersten Marathon von Beginn an beim gemeinsamen Laufen auf der Strecke, auch als sie bei km 38 an ihm vorbei zog. Karlo hat eine Marathonbestzeit von 2:58, heute wurde er in 3:18:02 3. der M55
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Bericht und Fotos von Constanze & Walter Wagner

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Ergebnisse www.wuerzburg-marathon.de
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