25.5.17 - 27. Wössingen Himmelfahrtslauf

Am Feiertag konkurrenzlos durchs schöne Walzbachtal

von Hannes Blank

Als kleinen, aber feinen Lauf kann man den Himmelfahrtslauf des TV Wössingen treffend beschreiben. Eine 5km- und eine 10km-Strecke werden im schönen Walzbachtal angeboten. Wobei die längere Strecke trotz der zu nehmenden Steigungen attraktiver ist, denn diese Abschnitte liegen im schattigen Wald. Dabei geht es bergab so moderat mit dem Gefälle zu, dass man fest ungebremst wieder in Richtung Ziel laufen kann. Das Procedere rund um Parken, Anmeldung, Start, Ziel und Verpflegung ist eine Veranstaltung der kurzen Wege.

Schön: Der Kurs führt kurz nach dem Start und dann wieder kurz vor dem Ziel unmittelbar am Start- und Zielgelände vorbei - eine gerne genutzte Gelegenheit für die Zuschauer, mehr von den Läufern und Läuferinnen zu sehen. Ein flaches Terrain für schnelle 10km-Zeiten ist der Wössinger Himmelfahrtslauf jedoch nicht: Auf mitunter etwas ruppigen Wegen geht es in die Hügel des Walzbachtals.

Die Helfershirts stellen klar, für was "CREW" steht: Christi Himmelfahrt Running Event Wössingen" - Beim Himmelfahrtlauf in Wössingen kann man 5 oder 10 Kilometer laufen
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Bei der 27. Ausrichtung des Himmelfahrtslaufs gewannen Christoph Hakenes (LSG Karlsruhe) und Lena Schmidt (LG Region Karlsruhe) den 10km-Wettbewerb. Beim vorab ausgetragenen 5km-Lauf siegten Stefan Fritz und Natascha Bischoff (beide LSG Karlsruhe).

Eine Stadionrunde extra

Neu in diesem Jahr: Sowohl die Läufer des 5km- als auch des 10km-Laufs mussten ab Startsignal eine Stadionrunde extra laufen. Grund dafür war der angrenzende Parkplatz eines stillgelegten Supermarktes, der nicht mehr als Laufstrecke genutzt werden durfte. Für die Zuschauer war es natürlich interessant zu sehen, wer sich auf diesem allerersten Stück bereits absetzte.

Die Radfahrgruppe des TV Wössingen stellte Führungs- und Besenfahräder Während oben das Ziel wartet, laufen unten am Walzbach die Läufer schon vorbei

Beim 5km-Lauf lief eine Vierergruppe mit Stefan Fritz, Tim Hilmer (beide LSG Karlsruhe), Christoph Balling (LG Region Karlsruhe) und Felix Herold (KIT) vorneweg. In dieser Reihenfolge kamen sie eine gute Viertelstunde später auch ins Ziel: Stefan Fritz (Sieger des 10km-Laufs in Maximiliansau im April diesen Jahres) hatte die Verfolger abgeschüttelt. Christoph Balling musste Fritz nach zwei, Tim Hilmer nach drei Kilometern ziehen lassen.

Im Ziel blieb die Uhr bei 16:51min für Stefan Fritz stehen. "Die Strecke ist 200 bis 300 Meter zu kurz", befand der Sieger. Für die kürzere der zwei Strecken hatte er sich entschieden, weil er eine knappe Woche zuvor an der fordernden "Langen Laufnacht" in Karlsruhe teilgenommen und inzwischen noch zwei lange Trainingsläufe absolviert hatte. Tim Hilmer folgte in 17:19min vor Christoph Balling, der genau 18 Minuten brauchte.

Kurz nach dem Start des 5km-Laufs: Vorne Stefan Fritz und Tim Hilmer, dahinter Christoph Balling Natascha Bishoff und Madeleine Fina auf der Extra-Stadionrunde Die 5km-Sieger Stefan Fritz und Natascha Bischoff im Ziel

Bereits auf 5km-Gesamtrang 6 kam Siegerin Natascha Bischoff (LSG Karlsruhe) ins Ziel. Sie war zunächst einträchtig mit Klubkollegin Madeleine Fina losgelaufen, aber die Walzbachtaler Hügel forderten ihren Tribut: Bischoff war schließlich nach 19:28min angekommen, knapp zwei Minuten vor Fina. Dritte wurde Petra Klink (Sparkasse Kraichgau) in 21:47min. Insgesamt nahmen 66 Läufer am Wössinger 5km-Lauf teil. Dieser startete übrigens eine Dreiviertelstunde vor dem 10er, was dazu führte, dass einige Teilnehmer beide Läufe mitmachten.

Wie so oft: Der Zehner war beliebter als der Fünfer. 217 Läufer und Läuferinnen trugen sich erfolgreich in die Ergebnisliste des längeren Laufs ein. Am schnellsten unterwegs waren Christoph Hakenes und Lena Schmidt. Der 44-jährige Sieger von der LSG Karlsruhe lief dabei bis Streckenkilometer 4 zusammen mit Benjamin Weber, bevor er sich von diesem lösen konnte.

10km-Sieger Christoph Hakenes (links) und der Zweitplatzierte Benjamin Weber (277) 10km-Siegerin Lena Schmidt auf der ersten Stadionrunde

Im Ziel im Stadion blieb die Uhr für Hakenes bei 35:09min stehen, Weber folgte in 36:29min. Dritter wurde der Bruchsaler Alexander Huck in 39:40min. "Heute war's schwer", fand Hakenes, der in der letzten Zeit an jedem Wochenende einen Wettkampf bestritten hatte. Auch der zweitplatzierte Benjamin Weber kam mit einem Trainingslauf für einen Halbmarathon in den Beinen nach Wössingen.

So klar die Reihenfolge bei den Männern war, so offen blieb das Rennen bei den Frauen bis kurz vor der Ziellinie: Zunächst führte Lena Schmidt (LG Region Karlsruhe), die sich zusammen mit 5km-Sieger Stefan Fritz auf den Weg gemacht hatte. Entschlossen wurde sie auf der Strecke jedoch von Claudia Wipfler überholt, die zeitweise 20 Meter Vorsprung vor Schmidt hatte. Dann winkte jedoch die junge Triathletin Wipfler ab, sie sei "platt" - Lena Schmidt übernahm wieder die Führung. Doch auf dem letzten Stück vor den finalen 500 Metern kann man sich beim Wössinger Himmelfahrtslauf wieder ganz gut erholen. Wipfler lief wieder auf Schmidt auf. Die 31-jährige Siegerin, von Laufbegleiter Stefan Fritz vorgewarnt, musste für ihren Sieg dann doch hart kämpfen: so hart, dass sie sich nach der Zielpassage kurz auf die Tartanbahn legen musste, um sich zu erholen.

Alexander Huck wird 3. des 10km-Laufs Claudia Wipfler auf ihrem Weg zum 2. Platz bei den Frauen im 10km-Rennen Miriam Held wird drittschnellste 10km-Himmelfahrtsläuferin

Nur eine Sekunde Differenz weist die offizielle Ergebnisliste als Abstand zur Zweitplatzierten auf (42:00min / 42:01min). Dritte wurde Miriam Held (LG Göttingen) in 44:34min. Im Brautkleid und mit Ehemann war übrigens auf der 10km-Strecke 5km-Siegerin Natascha Bischoff unterwegs, die an diesem Datum Hochzeitstag feiert. In der völlig ungeeigneten Laufbekleidung reichte es aber immerhin für eine Zeit von 48:11min.

So schnell ist die Ehefrau weg: 5km-Lauf-Siegerin Natascha Bischoff mit Ehemann auf der 10km-Strecke
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Konkurrenzlos am Feiertag

Der Himmelfahrtslauf des TV Wössingen ist in der Region weit und breit konkurrenzlos, trotz des an sich an Laufterminen vollen Mais.

Das wissen die Läufer zu schätzen, ohne dass der Lauf im nun mal etwas abgelegenen Walzbachtal aus allen Nähten platzen würde. Er bleibt ein kleiner, aber feiner Lauf, der heuer gut angenommen wurde: "Es ist wesentlich mehr los als im Vorjahr. Das ist richtig toll", freute sich auch Organisationschef Theo Hartmann. Nette Überraschung: Ohne dass es in der Ausschreibung gestanden hat, gab es für jeden Teilnehmer ein kleines Läufergeschenk, nämlich ein Startnummernband.

 

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Bericht von Hannes Blank
Fotos von Sarah Kohl, Tino Zink & Hannes Blank

Ergebnisse www.laufinfo.eu Info www.tv-w.de

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