7.5.17 - 17. Heilbronner Trollinger-Marathon u. Halbmarathon

Drei kenianische Doppelsiege im Marathon und HM

Veronica Hähnle-Pohl und Bettina Englisch unterbieten Streckenrekord

Feucht-nasse Witterungsbedingungen kosten Teilnehmer

von Michael Schardt

Informationen zum Lauf 2018 - siehe Ankündigung im WO LÄUFT`S WIE?

Als Harry Mergel, der Oberbürgermeister von Heilbronn, den Startschuss für den siebzehnten Heilbronner Trollinger Marathon gab, war es 8:45 Uhr. Er schickte rund 570 Einzelläufer und sechzig Staffelteams bei laufangenehmen Temperaturen von zwölf Grad auf die Strecke. Der große Regen, der für Sonntag angekündigt war, war bisher ausgeblieben, so dass man die Bedingungen als sehr günstig bezeichnen konnte. Anderthalb Stunden später, als der Halbmarathon angeschossen wurde, sah das schon ganz anders aus. Da setzte ein durchaus ergiebiger Regen ein, der rund eine Stunde anhielt und auch die Marathonis auf deren zweiter Hälfte noch ereilte. Danach und zwischendurch hörte der Regen aber öfters wieder auf oder ging in leichtes Nieseln über, so auch später zur Siegerehrung. Insgesamt aber dürften die Trockenphasen länger angedauert haben als die nassen, weshalb die Laufbedingungen als ordentlich bezeichnet werden können.

Der Trollinger Marathon ist ein abwechslungsreicher Landschaftslauf in einem phasenweise hügeligen Gelände
Ausführliche und einladend präsentierte Laufankündigungen im LaufReport HIER

Dennoch ließen sich viele Läufer von den unsicheren Witterungsverhältnissen vom Start abhalten. Angemeldet hatten sich 7655 Teilnehmer, davon traten aber nur 6336 tatsächlich an - eine erhebliche Verlustquote. Gering war hingegen die Abbrecherzahl der angetretenen Läufer, die lag nur bei 1,1 Prozent, sprich siebzig Starter konnten ihren Lauf nicht erfolgreich zu Ende bringen. Im Gegensatz zu den Läufern ließen sich die vielen Zuschauer an der Strecke die gute Laune durch den Regen nicht vermiesen. Insbesondere in den Dörfern gab es richtige Stimmungsnester mit Publikum auf beiden Seiten der Strecke, nicht selten in Doppelreihen. Auch an einzelnen außerörtlichen Stellen, etwa wenn die Strecke an Weingütern vorbeiführt, und am Scheitelpunkt des höchsten Punktes in Talheim nach zehn Kilometern, standen viele Leute.

Romantisch: Am Vortag findet die Pastaparty auf einem Neckar-Ausflugsschiff statt Soldaten halten die Laufstrecke frei

Oberbürgermeister Mergel gab sich nicht damit zufrieden, den Startschuss abzufeuern, sondern er ging selbst auf die Halbmarathonstrecke, zusammen mit dem Innenminister von Baden-Württemberg, Thomas Strobl. Mergel hatte schon im Vorwort der Marathonzeitung darauf aufmerksam gemacht, dass der Trolli, wie die Laufveranstaltung liebevoll genannt wird, mit seiner 17. Auflage fast volljährig geworden sei. Strobl umriss seine sportlichen Ambitionen moderat. Je älter man werde, desto weniger sportlichen Ehrgeiz entwickle man. So bleibe Zeit, mit den Menschen an der Strecke zu reden.

Erster Start des Tages für knapp 600 Marathonis Schon nach wenigen Metern ist das interessanteste Duell in vollem Gange zwischen Veronica Clio Hähnle Pohl (links) und Bettina Englisch (dahinter), die beide unter dem Streckenrekord bleiben werden

Angebote

Der Trollinger hat fünf Wettbewerbe im Programm. Zuerst werden die Marathonis auf die Strecke geschickt, zusammen mit den Staffelläufern. Eine halbe Stunde später wird der Jugendlauf angeschossen. Weitere sechzig Minuten später gehen die Halbmarathonis auf die Strecke, dem der Minimarathon und schließlich der Walkingwettbewerb folgen. Zwischen dem ersten und fünften Start liegen gut zwei Stunden.

Nach einem Kilometer wird der Neckar überquert Auf der anderen Neckarseite geht es sofort zurück, so dass die Zuschauer am Start die Marathonis nach drei Kilometern gegenüber noch einmal sehen können

Für die Zuschauer sind die Marathonis am Start gleich zweimal zu sehen. Einmal, wenn das Rennen angeschossen wird, und ein zweites Mal, wenn die Läufer auf der gegenüberliegenden Seite des Neckars noch einmal ins Blickfeld kommen. Dann sind drei Kilometer gelaufen, und die ersten Positionierungen haben sich ergeben. So beispielsweise auch das mit Spannung erwartete Duell der beiden Siegerinnen aus 2015 (Bettina Englisch) und 2016 (Veronica Clio Hähnle-Pohl), Vereinskameradinnen und Lokalmatadorinnen vom TSG 1845 Heilbronn. Wer nämlich gedacht hätte, dass sie lange Zeit zusammenlaufen würden, sah sich schon nach drei Kilometern getäuscht, denn da hatte sich Hähnle-Pohl schon etwas absetzen können, um vielleicht schon früh im Rennen eine Duftmarke zu setzen und ihren Anspruch einzuleiten, den Streckenrekord zu knacken, ihr im Vorfeld erklärtes Ziel. Doch die Entscheidung bei den Frauen würde lange auf sich warten lassen und erst ganz zuletzt fallen.

Die Zuschauerbegeisterung an der Strecke, vor allem in den Dörfern, ist groß, trotz Regens Alle zwei bis drei Kilometer stehen Versorgungsstände, wer mag, kann auch Trollingerwein zu sich nehmen. Das taten aber eher nur die Genussläufer am Ende des Marathonfeldes

Jugend

Nachdem die Marathonis dem Blick der Zuschauer ein zweites Mal entschwunden sind, hatten die Schüler und jungen Jugendlichen (U11 bis U20) ihren großen Auftritt - und zwar in quantitativer wie qualitativer Hinsicht. Rund vierhundert Mädchen und Jungen ermittelten über 3,5 Kilometer den ersten Sieger des Tages. Der schnellste Junge war gleichzeitig auch der älteste im Feld: Dominik Zuhmann (U20) von der TSG 1845 Heilbronn lief im roten Outfit seines Vereins als erster über die blaue Tartanbahn des Frankenstadions ins Ziel. Dafür benötigte er 11:35min. Ihm folgte mit deutlichem Abstand Christopher Yaroshenko (U15, Lidl) in 12:02min. Bonze ging an Finn Robin Marschall (U16) von der Fritz-Ulrich-Gemeinschaftsschule in 12:07min.

Nachdem die Marathonis außer Sichtweite waren, wird der Jugendlauf über 3,5 km angeschossen Erster Sieger des Tages und schnellster Junge wurde Lokalmatador Dominik Zuhmann von der TSG 1845 Heilbronn Susanna Sartor von der TSG Schwäbisch Hall kann die Mädelkonkurrenz dominieren

Bei den Mädchen konnte Susanna Sartor (U14) von der TSG Schwäbisch Hall alle 170 Mitstreiterinnen hinter sich lassen. Sie brauchte 12:44min und ließ damit nur sechs Jungs vor. Es folgten zwei Mädchen von der Leichtathletikabteilung der TSV Willsbach: Juliane Weller (U16) in 13:03min und die erst zehnjährige Elina Göckel in 13:31min. Ebenfalls rund 400 Teilnehmer sah der später durchgeführte Minimarathon über 500 Meter für Kinder von neun Jahren oder jünger. Auch sie bekommen eine Zeitmessung. Jeweils gewonnen haben Luca Christ (U10) vom TSG Bretzfeld in 3:07min und Pauline Waldmann (U10) von der Spvgg Heinriet in 3:32min.

Start des Halbmarathons mit rund 3500 Läufern (Foto Veranstalter) Auf den ersten zehn und den letzten vier Kilometern ist die HM-Strecke mit der des Marathons identisch

Männermarathon: Doppelsieg für Kenia

Die Frage, warum es für Kenia nicht zu einen Dreifachtriumph reichte und nur zu einem Doppelsieg für die Männer aus Ostafrika kam, ließe sich lakonisch beantworten mit: Weil nur zwei am Start waren! Tatsächlich waren die beiden Favoriten der übrigen männlichen Konkurrenz derart überlegen, dass es schon fast langweilig geworden wäre, wenn sich die beiden kein spannendes Duell geliefert hätten. Das aber haben sie nach Lage der Dinge getan, denn nur 38 Sekunden trennten die beide im Ziel. Die Rede ist von Sieger Dickson Kurui, der in Paderborn in 66:14min den Halbmarathon bestritt und damit persönliche Bestzeit lief, und von Vizemeister Simion Sang, der im letzten Jahr den Kiel-HM gewonnen hatte und in Hamburg 2014 in 28:31min seine PB über 10 km lief. Beide starten für das Label "Die Unglaublichen".

An historischen Gebäuden wie diesem Turm nach 1200 Metern führt die Strecke nicht sehr oft vorbei Längere Passagen werden auf dem Neckarradweg gelaufen

Über den Rennverlauf lässt sich nicht viel Konkretes sagen, denn die beiden hielten sich mit Kommentaren zum Lauf sehr zurück. Da es keine Zwischenzeitmatten gibt, lässt sich auch nichts zu den Splits sagen. Zu vermuten ist, dass beide lange zusammengelaufen sind und sie die Entscheidung erst auf den letzten Kilometern suchten, (wenn die Reihenfolge nicht ohnehin abgesprochen gewesen sein sollte). Kuriu jedenfalls hatte das bessere Ende in 2:31:16h für sich, kassierte 750 Euro und bekam sein Körpergewicht in Trollingerwein aufgewogen. Sang finishte nach 2:31:54h, Werte, die im Rahmen der letzten Siegzeiten liegen. Vom Streckenrekord von Evans Taiget (2013) in 2:20:16h jedoch lagen sie weit entfernt. Dritter wurde der Grieche Jordanis Theodosiadis (M40) von Hellas Heilbronn in 2:45:52h. Schnellster Deutscher auf Rang vier wurde Oliver Kunz in 2:46:32h.

Viel Grün prägt die Strecke ... ... aber auch einige Ortschaften sind zu durchlaufen

Der Marathon von Heilbronn ist ein reiner Landschaftslauf, bietet aber durchgängig einen asphaltierten Untergrund. Insgesamt sind 350 Höhenmeter zu bewältigen. In einem ersten Statement erwies der 28-jährige Sieger der Strecke seine Reverenz und betonte, dass sie ihm doch einiges abverlangt habe, vor allem die Steigungen.

Frauen: Zwei mal Streckenrekord geknackt

Bis ans Limit gegangen, total erledigt, aber überglücklich, so kommentierte die alte und neue Heilbronn Marathonsiegerin Victoria Clio Hähnle-Pohl ihre Leistung. Und: "Ich habe mein Ziel, den Streckenrekord zu knacken, erreicht." Gelungene Titelverteidigung, eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr und neuer Streckenrekord, und das alles vor der eigenen Haustür. Mehr geht nicht. Entsprechend zufrieden war die 32-Jährige von der TSG 1845 Heilbronn und strahlte in die Kameras. Dazu noch den hartnäckigen Angriff der Vereinskameradin Bettina Englisch abgewehrt, die 2015 schon einmal hier gewonnen hatte.

Erfrischungsstände gibt es jede Menge, etwa alle drei Kilometer Die Witterung war nasskalt, vor allem am späteren Vormittag

Hähnle-Pohl siegte in 2:49:28h und lief damit auf der Strecke annähernd einen Vierminutenschnitt pro Kilometer. Sie verbesserte damit den Streckenrekord der Bulgarin Milka Michajlowa (2006, 2:51:29h) um 2:01 Minuten und gewann mit 24 Sekunden vor Englisch. Die Leistung von Englisch ist fast noch erstaunlicher als die der Siegerin. Denn die W35erin verbesserte sich gegenüber ihrem Erfolg aus 2015 um fast fünfzehn Minuten. Damals war sie nach 3:04h in Ziel gekommen; diesmal benötigte sie 2:49:52h, womit sie ebenfalls deutlich unter dem alten Streckenrekord blieb. Auf Rang drei und vier folgten zwei Rumäninnen. Maria Magdalena Veliscu (W30, 3:06:42h, Running Frenzy) und Mariana Nenu (W40, 3:11:02h, Ideal Pack GmbH).

Der Alphornbläser kurz vor der höchsten Erhebung der Marathon- und HM-Strecke wird von den Läufern gern gesehen. Denn dann ist die schlimmste Steigung fast geschafft ... ... denn kurz später, bei km 10, ist der Gipfel gestürmt

Die schnellste Marathonstaffel unter 60 Teams mit je drei Läufern stellte Audi mit Jürgen Welz, Timo Heußer und Nico Zimmermann. Sie finishten in 3:11:32h. Das schnellste Mixedteam folgte auf Rang 2: die Friesland Campina Germany mit Timo Wandtke, Waldemar Zorn und Hannah Wölkering in 3:24:57h. Das schnellste Frauenteam landete auf Rang 17. Für die Genorunners kamen Marissa Hörster und Leonie und Mara Pfeffer nach 3:51:20h ins Ziel. Alle Läufer eines Teams legen etwa die gleiche Distanz (14km) zurück.

Strecke und mehr

Die Starts von Voll- und Halbmarathon liegen neunzig Minuten auseinander. Auf den ersten zehn Kilometern ist die Streckenführung identisch, jedoch laufen die Halbmarathonis nach Erreichen des höchsten Punkts, dem Haigern bei Talheim, weiter nach Norden und zurück nach Heilbronn, während die Königsklässler weiter westwärts laufen. Nach 37,5km treffen sie dann wieder auf die Halbmarathonis, mit denen sie den Rest gemeinsam absolvieren. Zwischenzeitlich haben sich beide Felder vermischt.

Einige Brücken und kleine Erhebungen folgen zwar noch ... ... aber das sind nur Kleinigkeiten hin bis zum Ziel

Von der Innenstadt Heilbronns sehen die Läufer beider Felder fast gar nichts, vom Rest der City nur sehr wenig. Man durchläuft aber oder tangiert einige Stadtteile wie Sontheim oder Klingenberg, aber überwiegend bewegt man sich auf offener Flur, durchkreuzt Weinanbaugebiete oder Felder und Wiesen. In regelmäßigen Abständen kommen die Läufer durch kleine Dörfer, wo fast immer gute Stimmung herrscht und begeistert geklatscht wird. Der schwierigste Teil beider Distanzen liegt zwischen km fünf und zehn, wenn rund 120 Höhenmeter bewältigt werden müssen mit einem extra steilen Stück am Schluss. Während es für die Halbmarathonis nach der Gipfelstürmung fast nur noch abwärts oder flach weitergeht, haben die Marathonis noch einige Wellen und Dellen vor sich.

Bei km 14 der HM-Strecke stoßen die Walker und Nordic Walker hinzu, die Dreiviertelstunde später als diese gestartet waren und eine 14,4 km lange Strecke zu bewältigen haben. Mit rund eintausend Teilnehmern ist die Beteiligung enorm, womit der Trollinger zu den größeren Veranstaltung für Walker gehört, ganz entgegen dem Abwärtstrend andernorts. Ein wenig mürbe machen kann zum Schluss eine endlos lang scheinende Gerade ab km 38 (17) ab Klingenberg, auf der jetzt alle drei Teilnehmerfelder gemeinsam zum Ziel streben. Während die Läufe vor Stunden vor dem Frankenstadion auf der Badstraße angeschossen wurden, gehen im Stadion vor der Haupttribüne die Läufe zu Ende.

Dreifachtriumph für Kenia beim Halbmarathon: v.l.: Emmanuel Kiprono (2.), Sieger Joseph Dapal und Michael Kipkemboi Chelule (3.) Die schnellsten Halbmarathon-Frauen: Mary Wanjiku (2.), Siegerin Betty Chepkwony, beide Kenia, sowie die Deutsche Hannah Arndt

Der Halbmarathon

Der Halbmarathon der Männer sah gleich vier Ostafrikaner vorn, drei Kenianer auf dem Siegertreppchen und ein Äthiopier, der das Nachsehen hatte. Dabei lagen zwischen Platz eins und drei gerade mal sieben Sekunden, während sich danach eine Lücke von anderthalb Minuten zum vierten und gar sechs Minuten zum fünften auftaten. Den Spurt entschied Joseph Dapal (M30, Fast Men) in 1:07:23h vor Emmanuel Kiprono (MHK, Fast Men) in 1:07:28h und Michael Chelule in 1:07:30h. Endisu Getachew (MHK), der für LAC Quelle Fürth startet, kam nach 1:09:01 ins Ziel. Flottester Deutscher wurde Michael Chalupsky (M30) von den Geno Runners in 1:13:19h. Den Streckenrekord hält seit letztem Jahr Maritim Philimon aus Kenia in 1:04:10h.

Im Gegensatz zum Marathon, wo keine Afrikanerinnen am Start waren, dominierten sie aber den Halbmarathon. Es gewann Betty Chepkwony (WHK) in 1:19:13h vor Landsfrau Mary Wanjiku in 1:19:45h. Dafür gab es 300 beziehungsweise 200 Euro. Beide starten für die Hirsch-Apotheke Bad Homburg. Als dritte durfte sich Hannah Arndt (WHK) von run2gether über Bronze und eine kleine Prämie freuen. Sie finishte in 1:27:21h. Der Streckenrekord steht seit letztem Jahr bei 1:15:07h und wird gehalten von Pauline Naragoi Esikon. Mit rund 3800 Teilnehmern, davon über 1000 Frauen, war der Halbmarathon der beliebteste Wettbewerb. Er ist seit Anfang des Laufs 2001 im Programm.

Die kenianische Hymne wurde gespielt für Marathonsieger Dickson Kuriu (mitte) und dem 2. Simion Sang (links). Dritter wurde der Grieche Jordanis Theodosiadis Das Marathonsiegertreppchen mit v.l.: Bettina Englisch (2.), Siegerin Veronica Clio Hähnle-Pohl und Maria Magdalena Veliscu (3.) aus Rumänien

Zum Schluss

Die diesjährige Edition machte sechs Wochen vor dem Termin eine größere Änderung in der Organisationsstruktur nötig. Orgachef Holger Braun war erkrankt und stand augenblicklich nicht mehr zur Verfügung. Kurzfristig sprang der erfahrene Organisator Wilfried Raatz ein, der mit einem gut aufgestellten Team den Marathon prima über die Bühne brachte. Insgesamt arbeiten in der Leitung mehr als zwei Dutzend Leute zusammen. Ihnen stehen rund 1000 Helfer aus zahlreichen Vereinen zur Seite. Wie kaum ein anderer Marathon ist der Trollinger fest mit der ganzen Region verwurzelt, was ihm eine Sonderstellung in Deutschland zukommen lässt. Hier ziehen alle an einem Strang, Politik, Touristik, Verwaltung, Wirtschaft, Bundeswehr und andere Organisationen.

Doppelsieg für Kenia: Dickson Kuriu (links) gewinnt den 17 Trollinger Marathon vor Simion Sang (Foto Veranstalter) Sieger und die Siegerin erhalten nicht nur eine Geldprämie, sondern werden mit Trollingerwein versorgt - im Umfang ihres Körpergewichts. Das ist freilich bei den hageren Athleten aus Ostafrika nicht ganz so viel, als es bei Langstrecklern am Ende des Feldes wäre ...
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Herausragend sind auch die ‚Gifts' für die Läufer. Medaille, Finishershirt, Laufsocken, eine Flasche Wein. Alles inklusive. Da kann wirklich keiner meckern. Der Trolli wird also nicht erst nächstes Jahr, bei der 18. Auflage, volljährige. Aber das weiß natürlich auch der Oberbürgermeister. Er war schon von Anfang an groß und hatte sogar bei der ersten Edition die größte Anzahl von Marathonfinishern, nämlich 1114. Die hat sich inzwischen halbiert, aber die Zahl der Halben hat sich dafür verdreifacht. Das ist der landesweite Trend - auch in Heilbronn.

Bericht und Fotos von Michael Schardt
2 Fotos Veranstalter (Heilbronner Marketinggesellschaft)

unter

go4it-foto.de

Ergebnisse www.trollinger-marathon.de

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