31.5.17 - 33. Campuslauf Dortmund

Neuer Teilnehmerrekord bei guten Bedingungen

Hendrik Pfeiffer mit erfolgreicher Titelverteidigung

Kompakte Veranstaltung mit einigen Änderungen

von Michael Schardt

Der deutsche Spitzenlangstreckler Hendrik Pfeiffer aus Dortmund und die Aachener Studentin Kira von Ehren haben die 33. Auflage des wohl ältesten deutschen Campuslaufs in Dortmund gewonnen. Für Pfeiffer war es nach seinem Vorjahressieg bereits der zweite Titel in Folge, jedoch verfehlte er in 32:09min (netto) um zwei Sekunden seinen eigenen Streckenrekord. Dies allerdings vornehmlich, weil es für den deutschen Rekordhalter im HM (Junioren) nur ein Testlauf war, den er auf keinen Fall unter 32 Minuten absolvieren durfte.

So jedenfalls die strenge Order seines Trainers. Kira von Ehren lief in 37:04min zu einem ungefährdeten Sieg und trug damit maßgeblich dazu bei, dass die Uni Aachen die Teamwertung des Studentencups gewann, was eine gute Basis für die Serientitelverteidigung ist mit weiteren Campusläufen in Münster, Aachen und Köln.

Der vermutlich älteste Universitätslauf Deutschlands findet seit 1984 auf dem Campusgelände der Technischen Universität Dortmund statt Bei der 33. Auflage wurde mit 1399 Finisher ein Teilnehmerrekord erzielt
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Bei guten, vielleicht etwas zu warmen äußeren Bedingungen kamen in sechs Wettbewerben 1399 Läuferinnen und Läufer ins Ziel, so viele wie noch nie in der 33-jährigen Geschichte. Üblich waren in den letzten Jahren 1000 bis 1200 Teilnehmer. Auch der Zuschauerzuspruch war größer als je zuvor. Deren Begeisterung verlieh der Veranstaltung einen regelrechten Eventcharakter. Die positive Resonanz dürfte auch einigen organisatorischen Veränderungen geschuldet sein, die der Veranstalter TV Einigkeit Barop und der Ausrichter vom Hochschulsport der Technischen Universität Dortmund in den letzten beiden Jahren vorgenommen haben. Man hatte bereits 2015 ein Staffelrennen (4x2,5km) eingeführt, das besonders die weniger trainierten Teilnehmer anspricht. Zudem hatte man 2016 die Strecke vereinfacht durch die Verkürzung einer langgezogenen Steigung, und man hatte das Programm noch kompakter gestaltet, denn alle sechs Wettbewerbe werden jetzt innerhalb von nur 95 Minuten angeschossen. (Früher ließ man sich eine Stunde länger Zeit.)

Campusläufe immer beliebter

Die meisten Campusläufe in Deutschland sind zwischen 2000 und 2010 entstanden und damit fünf bis fünfzehn Jahre alt. In Berlin, die in vielen Belangen führende Läuferstadt, wurde der erste Universitätslauf erst im April 2015 durchgeführt. Bereits zum 33. Mal in Folge wurde hingegen der Campuslauf der Technischen Universität Dortmund ausgetragen, womit er wohl der landesweit älteste seiner Art sein dürfte. Premiere war 1984.

Viermal ist diese Steigung beim 10km Lauf zu absolvieren. Jedoch seit 2016 nicht mehr bis ganz nach oben. Das Feld biegt auf halber Strecke nach rechts ab, muss dafür am Ende aber eine Extraschleife drehen Fünf Minuten nach dem Hauptlauf gehen die Staffelteams auf die Strecke. Hier tragen vornehmlich Frauen die Staffelstäbe über die Piste

Überregional eingebunden ist der Dortmunder Campuslauf in eine universitäre Laufserie, den so genannten NRW-Uni-Laufcup, an dem neben Dortmund noch die Universitäten von Köln, Münster und Aachen beteiligt sind, in anderen Jahren auch die ein oder andere weitere Hochschule. Dieser Laufcup ist eng getaktet und findet in der Regel zwischen Mitte Mai und Anfang Juli immer im Sommersemester statt. Ermittelt wird das laufstärkste Uniteam des bevölkerungsreichsten Bundeslandes.

Volles Programm

Der Dortmunder Campuslauf ist nicht ohne Grund seit Jahren bei den Läufern äußerst beliebt. Er wartet mit einem abwechslungsreichen Programm auf amtlich vermessener Strecke auf und lobt interessante Preise für Einzelläufer und Gruppen aus. Neben Läufen über 2,5, fünf und zehn Kilometer findet ein Inklusions-Walk sowie ein Treppenlauf und das besagte Staffelrennen statt. Das Ganze wird mit einem studentisch lockeren Gestus, einer flockig-informativen Moderation und viel Charme durchgeführt. Dabei ist die Veranstaltung aber absolut professionell organisiert mit Chipzeitmessung, Rundenzeitenausweisung und zügiger Ehrung der Geamtsieger. Bei so viel positiver Ausstrahlung mangelt es dem Campuslauf auch nicht an Sponsoren, die lukrative Preise für die schnellsten Schüler, die größten Teams, die Gruppe mit den originellsten Kostümen, die flottesten Staffeln ausloben.

Die Strecke ist wellig. Um eine Treppe sicher hinablaufen zu können, wurde eigens diese Rampe gebaut Beim Lauf über 2,5km geht es nicht nur um Schnelligkeit, sondern auch um Geselligkeit. Der Fachbereich Statistik ist in diesem Punkt nicht zu schlagen

Wie andere Campusläufe auch, so sind die Wettbewerbe nicht nur für Studenten offen, sondern gleichfalls für Gäste. Eine Inklusionsgruppe war der Einladung für ein Walken gefolgt, auch viele Schulen entsandten teilnehmerstarke Klassenverbände, aber auch Wettkampf- und Altersklassenläufer sah man auf der Strecke. Dennoch ist die sportliche Klientel mehrheitlich studentisch geprägt und eher jung. Teilnehmer über 40 Jahre gab es nur vereinzelt, aber immerhin bis in die W- und M60 hinauf.

Mathetower-Run

Die erste Disziplin an diesem Mittwochabend verlief nicht auf der Horizontalen, sondern Vertikalen. Das Mathematikgebäude der Uni, auch Mathetower genannt, soll über das Treppenhaus erklommen werden. Zehn Stockwerke mit je 22 Stufen ergeben 220 Treppenstufen. Dazu kommen auf jeder der zehn Ebenen noch einige Flachmeter, denn die Treppenführung erfolgt um die beiden Aufzüge herum. Ein kleiner Vorabtest ergab, dass der Aufzug, wenn er in einem durchfährt, rund vierzig Sekunden benötigt. Die schnellsten Akteure, das wusste man schon aus den vergangenen Jahren, kommen auf knapp siebzig Sekunden. Das erscheint jemandem, der die flotten Flitzer noch nie die Treppen hat hochsausen sehen, kaum realistisch zu sein, und doch steht es schwarz auf weiß in den Resultatslisten. Und die eher langsamen Towerläufer schaffen es immerhin noch unter zwei Minuten.

Der erste Lauf des Tages führt in die Vertikale. Beim Mathetower-Lauf ist ein Gebäude über 220 Stufen und zehn Stockwerke zu erklimmen. Die schnellste Frau, hier bei Erreichen des letzten Stockwerks, war Carina Huhn, die nur zwei Minuten und zwei Sekunden benötigte Start des Laufs über eine Campusrunde, die exakt 2500 Meter lang ist

In Gesprächen mit den Treppenläufern stellte sich heraus, dass man für das Rennen schon ordentlich trainiere. So jedenfalls äußert sich Seriensieger Lars Koppers und die Siegerin von 2014, Nicole Ickstadt. Außerdem benutze man eine ausgefeilte Technik. Man nimmt in der Regel zwei, ausnahmsweise auch mal drei Stufen auf einmal, und man ziehe sich am Geländer hoch, auch wenn es in Laufrichtung außen angebracht sei und die Strecke etwas verlängere. Das spare Kraft. Insgesamt sei es nicht die Puste, die einem ausgehe, sondern die Kraft in den Oberschenkeln. Wer die oben ankommenden Akteure beobachtete, konnte schnell sehen, wie lange es dauerte, bis sie sich erholt hatten.

Die Läufer starten im Abstand von zwei Minuten. Das Zeitmesssystem ist synchronisiert, wobei der Startzeitpunkt vom Starter per Handy nach oben zum Zielrichter mitgeteilt wird. Das erklärte Ziel von Nicole Ickstadt war, ihre letztjährige Siegerzeit von 86 Sekunden zu unterbieten, wenn sie dann wieder gewinnen würde, umso besser. Das erste schaffte sie in 85 Sekunden, allerdings ging der Sieg an Carina Huhn, die in 82 Sekunden den Frauenrekord einstellte und ganz ohne Vorbereitung angetreten war. Bei den Männern kam der mehrfache Sieger Koppers über einen vierten Rang nicht hinaus. Es gewann Luca Podrasa vom HSP-Team in Rekordzeit (64,3s) vor dem Mehrfachstarter Colin Kolbe (64,9s). Gegenüber früheren Austragungen hatte man den "Zieleinlauf" im zehnten Stock etwas verlängert, um Gedränge im Ziel zu vermeiden.

Beim Lauf über 2,5km geht es zudem auch um Originalität. Der Preis für das schönste Kostüm ging diesmal an die Legomännchen Start des offiziell vermessenen Hauptlaufs über 10 km

Die Kurzstrecke als Event

Die Reihenfolge beim Treppenlauf richtet sich nach dem Eingang der Meldungen, kann aber auf Wunsch auch geändert werden, wenn man an einem der Flachrennen noch zusätzlich teilnehmen möchte. Das erste davon wird zeitgleich mit dem Mathe-Tower-Lauf angeschossen, es ist das Rennen über eine Campusrunde oder 2,5 vermessene Kilometer.

Die Strecke ist recht verwinkelt und hat einige scharfe Kurven sowie einen Wendepunkt zu bieten. Dazu eine Rampe über eine Treppe sowie eine Steigung von knapp 400 Metern Länge. Waren früher 38 Höhenmeter zu bewältigen (beim Hauptlauf über 4 Runden also immerhin 152 Höhenmeter), wurde die Strecke nun entschärft auf etwa 20 Höhenmeter pro Runde (in summe: 80HM), womit der Kurs zwar einfacher geworden ist, aber nicht als leicht bezeichnet werden kann. Zweimal pro Runde kommen die Läufer am Start-Ziel-Gebiet vorbei, wodurch die Zuschauer die Rennen gut verfolgen können. Das erste Mal nach 1000 Metern, nachdem die Steigung schon passiert wurde, dann wieder nach 2,5 km.

Beim 2,5-km-Lauf sind traditionell viele Schüler und Jugendliche am Start, darunter auch mehrere aus Leichtathletik- oder Triathlonvereinen, zusammen knapp 170 Läufer und Läuferinnen. Der Wettbewerb zieht zudem eher feierbegeisterte Mitstreiter an, die - mit Bollerwagen und Bierkasten bewaffnet - oder in auffälliger Montur antreten, werden die originellsten Kostüme doch prämiert.

Philipp Pfeiler vom TV Epe gewinnt die Kurzstrecke ... ... vor Kevin Pilgrim (191) und Burak Besok Die junge Triathletin Emma Fahrenson war bei den Frauen nicht zu schlagen Rang 2 für Antonia Skoruppa

Bei den Männern setzt sich schon nach kurzer Distanz der Hauptklassenläufer Philipp Pfeiler vom TV Epe in Führung. Er spulte die Runde in guten 8:06min (alle Zeitangaben sind Nettozeiten) herunter und kam zu einem überlegenen Sieg. Vierzehn Sekunden später liefen zeitgleich Kevin Pilgrim (MHK, TLV Germania Überruhr) und Burak Besok (MHK, Ayyo Team Essen) in 8:20min über die Ziellinie. Sie hatten sich einen heftigen Fight geliefert, den Pilgrim ganz knapp für sich entschied.

Keine der Frauen blieb unter der Marke von zehn Minuten, wie sonst oft. Schnellste war die U16-Läuferin Emma Fahrenson vom PV Triathlon Witten in 10:15min vor der altersgleichen Antonia Skoruppa von TuS Westfalia Hombruch in 10:44min und Isabella Putz (WHK, o.V.) in 11:03min. Julia Skoruppa, Schwester der Vizemeisterin, lief in 11:12min auf Rang vier, nachdem sie lange in den Medaillenrängen gelegen hatte. Einige der hier angetretenen Läufer und Läuferinnen verstärkten später im letzten Wettbewerb noch die ein oder andere 4x2,5-km-Staffel.

Hohes Zuschaueraufkommen beim Hauptlauf Auf den ersten 800 Metern hatten sich Vorjahressieger Hendrik Pfeiffer (Nr. 1) und Till Schäfer bereits leicht abgesetzt. Für Schäfer war das Anfangstempo jedoch zu hoch, er wurde am Ende 6. Lokalmatador Hendrik Pfeiffer siegte wie im Vorjahr locker und leicht, verfehlt aber seinen Streckenrekord um zwei Sekunden

Hauptlauf: Hendrik Pfeiffer mit angezogener Handbremse

Der 10-km-Lauf der Frauen wurde zu einer klaren Angelegenheit der Aachener Studentin und Favoritin Kira von Ehren (WHK, RTWH Aachen), auch wenn sie sich anfangs noch zurückhielt und Maike Schön (WHK) aus Köln den Vortritt ließ. Im Laufe des Rennens aber konnte sie das Heft in die Hand nehmen und einen sicheren Sieg in 37:04min auf dem eckigen und welligen Kurs einfahren. Maike Schön, die lange auf dem sicheren Silberrang gelegen hatte, wurde in der dritten Runde von der taktisch klug laufenden Julia Kümpers (WHK, Uni Bonn) eingefangen und auf den dritten Rang verwiesen. Kümpers wurde in 38:17min zweite, Schön in 38:49min dritte. Damit sind bereits alle Frauen genannt, die unter vierzig Minuten blieben. Auf den Folgeplätzen landeten Sarah Valder (WHK) von der Uni Bonn in 40:22min und Anka Fels (WHK) von der Uni Münster in 40:43min. Letztere hatte sich schon vor zwei Wochen beim BIG25 in Berlin hinter Katharina Heinig unter den besten fünf platzieren können. 108 Teilnehmer beim Hauptlauf (von 446) waren weiblich.

Eindeutiger Favorit bei den Männern war Titelverteidiger Hendrik Pfeiffer, der für seine Heimuni TU Dortmund antrat. Für den aktuellen deutschen Halbmarathonvizemeister, der verletzungsbedingt nicht an den Olympischen Spielen in Rio im Marathon teilnehmen konnte, für die er schon qualifiziert war, sollte der Campusrun lediglich ein schneller Test sein, für den sein Trainer die strenge Order ausgegeben hatte, auf keinen Fall unter 32 Minuten zu laufen. Das sagte Pfeiffer nach dem Lauf ("da hätte es sonst morgen sicher einen großen Knall gegeben beim Training"), als er darauf angesprochen wurde, ob er es bedaure, den Streckenrekord so knapp verfehlt zu haben.

Kira von Ehren von der Uni Aachen, gewinnt klar die Frauenwertung in einer Zeit von gut 37 Minuten Julia Kümpers (Uni Bonn) wird 2. Rang 3 für Maike Schön (Uni Köln) Sarah Valder sammelt als 4. wichtige Punkte für die Uni Bonn Das beste Ergebnis für die Uni Münster erreicht Anika Fels als 5.

Pfeiffer hatte die ersten tausend Meter noch einen Wegbegleiter, den M30er Till Schäfer, der aber bald zurückfiel und sich am Ende mit Rang sechs zufrieden geben musste. Danach zog Pfeiffer einsam seine Bahn und sah dabei ganz unangestrengt aus. In der vierten Runde riss er beim letzten Durchlauf durchs Zielareal mehrmals die Arme hoch, um das Publikum zu noch mehr Beifall zu animieren, so als wolle er doch noch den Streckenrekord von 32:07min angreifen. Am Ende standen Pfeiffer 32:09min zu Buche, womit er die Order des Trainers gewissenhaft erfüllt, die eigene Kursbestleistung aber um zwei Sekunden überschritten hatte. Das sei nicht schlimm, meinte Pfeiffer nachher. Er wolle ja am Montag bei dem für ihn wichtigeren Wettkampf die volle Leistung bringen und habe sich deshalb hier zurückgehalten. Es bringe ja nichts, so Pfeiffer sinngemäß, wenn er hier, bei recht warmer Witterung (25 Grad), die Körner verschieße, die er ein paar Tage später dringend brauche.

Sehr knapp ging es um Platz zwei zu. Da lieferten sich Rene Giesen (Uni Köln) und Gero Pietsch (RHTW Aachen) einen harten Fight, den Giesen in 34:09min gegen Pietsch in 34:11min für sich entschied. Dahinter kamen zwei weitere Aachener auf Rang 4 und 5: Lorenzo Zanon (34:39min), der Dortmundsieger von 2015, und Lothar Wyrwoll (35:17min), der damalige zweite.

2. über 10km wird Rene Giesen (vorne) vor Gero Pietsch Zusammen mit Pietsch sorgen Lorenzo Zanon (vorne, 4.) und Lothar Wyrwoll mit dafür, dass die Uni Aachen die begehrte Studententeamwertung gewinnt Über fünf km führt das größte Rennen. Hier sind rund 500 Teilnehmern am Start

Neu: Staffellauf

Der Staffelwettbewerb über 4x2,5 km ist recht neu beim Dortmunder Campuslauf und war erst zum dritten Mal im Programm. Er wird fünf Minuten nach dem Hauptlauf angeschossen und vermischt sich im Laufe des Rennens mit diesem. Am Staffellauf nahmen 53 Staffeln mit 206 Athleten teil. Das schnellste Team stellten die Pace Pack Runners mit Führungsläufer Dean Hagedorn. Das Quartett spulte die vier Runden in 34:09min herunter, gefolgt von den "Dortmunder Jungs" mit Janis Albert in 35:12min und der "Abteilung verrückt" mit Steffen Grosche in 36:55min.

Im Gegensatz zu sonst üblichen Gepflogenheiten bei Straßenläufen, wurde der Staffelwechsel nicht durch Abklatschen herbeigeführt, sondern die Hochschulsportabteilung hatte in ihrem Fundus gekramt und konnte genügend echte Staffelstäbe zur Verfügung stellen, die im Zielbereich in einem abgesperrten Areal übergeben wurden. Als Siegprämie wurde dem siegreichen Team ein Fass alkoholfreies Bier überreicht.

5 km: Hanna Rose und Philipp Henseleit

Der Lauf über fünf Kilometer ist der beliebteste Wettbewerb im Programm. Hier nehmen annähernd 500 Läufer teil, darunter über 200 Frauen. Bei den Männern blieben die drei schnellsten unter siebzehn Minuten. Als erster kam Philipp Henseleit (MHK, Pace Pack Runners) in 16:39min ins Ziel. Er, der normalerweise für Marathon Menden antritt, setzte sich im Spurt gegen Vereinskollege Colin Kolbe (MHK) in 16:41min durch. Kolbe dürfte noch der Mathetower-Run in den Beinen gesteckt haben, wo er ebenfalls zweiter geworden war. Dritter wurde Janek Betting (MHK) von der LAZ Rhede, der 16:54min benötigte.

Siegerin des 5-km-Laufs: die 15-jährige Hanna Rose vom PV Triathlon Witten Ein Pendelstück sorgte für Abwechslung Das Siegertrio über 5km v.l.: Janek Betting (3.), Sieger Philipp Henseleit und Colin Kolbe (2.)
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Beim Frauenrennen waren die Ergebnisse etwas bescheidener, denn keine der Starterinnen konnte die Marke von zwanzig Minuten unterbieten. Am schnellsten war die WU20-Läuferin Hanna Rose vom PV Triathlon Witten. Sie legte in 20:15min einen Start-Ziel-Sieg hin. Der weiblichen Hauptklasse gehören die nachfolgenden Läuferinnen an. Auf Platz zwei landete Kerstin Haarmann (o.V.) in 20:34min vor der ebenfalls vereinslosen Alexandra Selzer in 20:40min.

Die 5km Walkingwertung gewannen Margarita Achenbach (UB52 Roadrunners) in 35:59min vor Prof. Dr. Andrea Kienle (FHS Dortmund) in 37:03min und Sebastian Ketzler (o.V.) in 28:01min vor Ulf Baranowsky (o.V.) in 30:20min.

Zum Schluss

Mit dem 33. Campuslauf hat Dortmund erneut eine schöne Laufveranstaltung zum Auftakt der nordrhein-westfälischen Uni-Laufserie gesehen. Bei der Reihenfolge der besten Universitäten wird wohl alles beim Alten bleiben. Der Seriensieger der letzten Jahre, die Technische Universität RTWH Aachen, legte in Dortmund die Basis für einen neuerlichen Erfolg. Allerdings ist der Vorsprung knapper als früher. Sie führt mit der Platzziffer 24 vor der Uni Köln mit 27 und der Uni Münster mit 37. Für die Teamwertung werden die erreichten Plätze von fünf vorher festgelegten Läufern und Läuferinnen addiert. Für Aachen sind dies Kira von Ehren 1 (Siegerin Frauen), Gero Pietsch 3, Lorenzo Zanon 4, Lothar Wyrwoll 5 (Männer Platz 3, 4, 5) und Felix Ehmke 11. Die endgültige Entscheidung fällt dann beim Campuslauf in Aachen in vier Wochen.

Bericht und Fotos von Michael Schardt

Ergebnisse www.hsp.tu-dortmund.de/cms/campuslauf

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