14.5.17 - 37. BIG 25 Berlin

Sechs Sieger aus fünf Ländern

Verzicht auf Spitzenläufer und Teilnehmerzuwachs

Katharina Heinig springt in letzter Minute auf WM-Zug auf

von Michael Schardt

Der Berliner Lauf über 25 Kilometer hatte sich in seiner fast vier Jahrzehnte andauernden Geschichte den Ruf als schnellstes Rennen der Welt über diese Distanz erworben. Mehrfach wurden hier Jahresweltbestzeiten und die beiden Weltrekorde aufgestellt, die noch heute gültig sind. Mary Kitany (Kenia) hatte bei den Frauen 2010 die Zeit von 1:19:53h erreicht; zwei Jahre später lief der aktuelle Marathonweltrekordler Dennis Kimetto, ebenfalls aus Kenia stammend, 1:11:18h.

Über 11.000 Läufer hatten für den großen Berliner 25-km-Lauf gemeldet, davon über 4.000 für den Hauptlauf Ins Ziel schafften es über 9.000 Läufer. Ein kleiner Zuwachs gegenüber 2016
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Als 2014 die belgische Sportagentur Golazo zum Mitorganisator des größten deutschen 25-km-Laufs aufstieg, änderte sich zunächst an der Strategie nichts, weiterhin Spitzensport präsentieren zu wollen. Erst 2016 griffen die Veranstalter nicht mehr so tief in die Tasche wie zuvor und boten fast nur noch Läufer der zweiten Reihe auf. Entsprechend bescheiden fielen die Siegzeiten aus. Im Männerrennen genügte dem Kenianer Benard Bett eine Zeit von 1:15:51h, um den Lauf für sich zu entscheiden, die langsamste seit zwanzig Jahren. Mit der Austragung 2017 hat sich BIG25 vom Spitzensport wohl endgültig verabschiedet und auf die Verpflichtung von teuren Eliteläufern gänzlich verzichtet. Ein tiefer Einschnitt in der Geschichte des Rennens und eine radikale Abkehr von den Jahrzehnte lang hochgehaltenen eigenen Ansprüchen.

Neuausrichtung

In sportlicher Hinsicht versinkt der traditionsreiche Lauf damit wohl in der Bedeutungslosigkeit, aber es ist durchaus nicht so, dass das überwiegend auf Bedauern träfe. Endlich kein Eliteläufergedöns mehr, ist nach dem Lauf beispielsweise in einem Facebook-Eintrag eines Starters zu lesen. Und ein anderer Teilnehmer äußerte während des Rennens, dass er es grundsätzlich ärgerlich fände, wenn die normalen Teilnehmer mit ihren Startgebühren die schnellen Afrikaner mitfinanzierten, egal ob hier oder anderswo. Andere hingegen machten keinen Hehl daraus, dass sie sich freuen, mit echten Stars in einem Feld laufen zu dürfen. In welcher Sportart sei das schon für Hobbysportler möglich, fragen sie.


Geduldsprobe für Spitzenläuferin Katharina Heinig. Der Start verzögerte sich um 15 Minuten, da die Strecke nicht rechtzeitig freigegeben werden konnte Dann aber konnte der gemeinsame Start für alle Strecken (10km, HM, 25km) vollzogen werden

Wie auch immer man dazu stehen mag. Berlin ist in Deutschland längst kein Einzelfall, sich aus dem Spitzenlaufbereich zurückzuziehen. Einige Marathonveranstaltungen haben es bereits vorgemacht und damit auch regionalen Läufern eine Chance eingeräumt, sich weit vorne platzieren zu können. Eine solche Chance tat sich nun auch beim BIG25 für heimische Läufer auf, und ein Berliner aus Marzahn nutzte sie.

Einen aus deutscher Sicht sportlichen Höhepunkt hatte die 37. Edition des BIG25 dennoch - und eher zufällig - zu bieten. Denn die deutsche Spitzenmarathonia Katharina Heinig hatte beim Berliner Halbmarathon Anfang April die vom DLV verlangte Zusatzleistung knapp verfehlt, um für eine WM-Teilnahme in London nominiert werden zu können. Die Qualifikationsnorm im Marathon hatte Heinig bereits im Vorjahr in Berlin erbracht, jedoch wollte der DLV einen weiteren Leistungsnachweis über die Halbmarathondistanz sehen, die auf 1:13:15h lautete und spätestens im Laufe des Mai zu erbringen sei. Heinig und ihr Team entschieden sich, beim BIG25 einen letzten Versuch zu unternehmen, was aber besondere Vorkehrungsmaßnahmen für die Anerkennung nötig machte. Dazu weiter unten mehr.

Nach wenigen Minuten passieren die Läufer das Gebäude des RBB (Radio Berlin Brandenburg) ... ... und dann den Theodor-Heuss-Platz

Der Rahmen

Es sind fünf Wettbewerbe, die die BIG25-Veranstaltung anbietet. Ein Lauf über 10km, einen Halbmarathon, die 5x5km-Staffel, einen Schülerlauf (2,5km) und den namensgebenden Hauptlauf über 25km. Nicht alle Bewerbe waren schon am Anfang dabei, sondern erlebten nach und nach ihre Premiere, während der einst sehr beliebte Inlinerlauf aus logistischen und finanziellen Gründen aus dem Programm genommen wurde. Der Zehner wurde 2008 neu angeboten, der Halbmarathon erstmals 2012. Die Inliner sind seit 2008 nicht mehr dabei.

Die Anmeldezahlen lagen bei den letzten Austragungen sehr stabil bei gut 11.000 Läufern und Läuferinnen, so auch 2017. Davon kamen im letzten Jahr, als es kräftig regnete, 8.700 Läufer ins Ziel. Diesmal war ein leichter Zuwachs von gut dreihundert Finishern zu verzeichnen, was wohl in erster Linie dem schönen Wetter zu verdanken war. Leichte Zugewinne machten - mit Ausnahme des Halbmarathons - alle Wettbewerbe. Beliebtester Lauf war nach wie vor der 25-km-Lauf mit über 4.100 Finishern.

Nach knapp vier Kilometern liegt die erste Streckentrennung Die Langstreckler (rechts) laufen geradeaus Richtung Siegessäule; die Zehner (links) biegen in Laufrichtung nach rechts ab

Für zehn Uhr ist der gemeinsame Start aller Erwachsenenwettbewerbe auf dem Olympischen Platz vor dem Olympiastadion vorgesehen. Zu diesem Zeitpunkt strahlte der Himmel aus einem satten Blau. Die Temperaturen waren schon auf deutlich über zwanzig Grad angestiegen. Als ungünstig erwies sich dann, dass die Streckenfreigabe nicht pünktlich erfolgte, so dass die Läufer in der Hitze mehr als zehn Minuten ausharren mussten. Eine Geduldsprobe nicht nur für die hochkonzentriert wirkende Katharina Heinig und ihren Pacemaker Hannes Hähnel, sondern alle Teilnehmer. Ein ums andere Mal überlief jemand die Startmatte, um sich mit trippelnden Schritten und Lauf-ABC-Übungen im Bewegungsmodus zu halten, auch die Deutsche. Um 10:13 Uhr war es endlich soweit: das Feld wurde in die Stadt entlassen.

Nebenbewerbe

In den Läufen über 10km, 25km und Halbmarathon gab es sechs Sieger aus fünf Nationen. Über zehn Kilometer kam der Engländer Calvin Mullings (M30) vom London City Athletics Club zu einem recht sicheren Erfolg in 35:25min, ein Wert, der im normalen Bereich der früheren Jahre lag. Ihm folgte der Algerier Laidi Rafik (MHK) in 35:59min und als bester Deutscher Sebastian Franke (MHK) von der SG Diepholz in 36:27min. Bei den Frauen gab es einen dreifachen Erfolg für einheimische Läuferinnen. Lina-Kristin Schink (W30) vom Team Koach blieb als einzige unter vierzig Minuten und siegte in 39:31min. Auf die weiteren Podestplätze liefen die Schwestern Viktoria und Clarissa Lehmeyer vom Polizeisportverein Berlin. Die Hauptklassenläuferinnen kamen nach 41:06min beziehungsweise 42:16min ins Ziel. Damit lagen die Zeiten, die für das Treppchen reichen, bei den Männern im "normalen" Bereich, bei den Frauen einigermaßen darüber. Überaus schnell sind beim BIG25 die Siegzeiten über 10 km nie gewesen, egal ob bei den Frauen oder Männern. Die mittlere Endzeit aller Finisher lag bei den Männern bei 59:32min und bei den Frauen bei 66:35min. Am Ende des Feldes brauchte man über zweieinhalb Stunden.

Die Langstreckler erreichen nach der ersten Streckentrennung nach wenigen hundert Meter die Kantstraße und damit wieder die Hauptstrecke Letzte Verpflegungsstelle auf der Kantstraße

Niederlande vor den Vereinigten Staaten und Deutschland vor Russland lauten die Reihenfolgen im Halbmarathon. Bei den Männern kam der Holländer Reinardus van Wel, der für den SCC Berlin startet, zu einem klaren Sieg in 1:11:50h. Der M40er freute sich über seinen Sieg und die gelaufene Zeit, auch wenn es keine Bestzeit sei. Die Hitze sei schon brutal gewesen, meinte er nach dem Rennen, und der finale Anstieg auf der Kantstraße nicht von schlechten Eltern. Er möge aber diese letzten Kilometer besonders gern, da er sie vom Training her und Wettkampf kenne.

Im letzten Jahr war er noch über 25 km dabei gewesen. Hinter van Wel tat sich lange nichts, bis der US-Amerikaner Parker Bennett (MHK, ohne Verein) auf der blauen Tartanbahn des Olympiastadions auftauchte. Er finishte in 1:16:58h, über vier Minuten vor Peter Vogel (M35) vom SCC Berlin, der 1:21:23h finishte und den Polen Maciej Piosik (M35, o.V., 1:21:44h) auf Rang vier verwies.

Eine erfolgreiche Titelverteidigung gelang bei den Frauen. Da konnte Lilly Lißner vom BSV Friesen (WHK) ihren Vorjahressieg wiederholen, blieb dabei aber genau eine Minute über ihrer Siegzeit des letzten Jahres. Sie siegte in 1:27:58h mit exakt einer halben Minute Vorsprung vor der Russin Maria Spitsyna (W30) vom Team Gepard, die 1:28:28h brauchte. Platz drei erreichte die Deutsche Anni Zimmermann (WHK, o.V.) in 1:31:59h vor Jenny Featherstone (GBR, Totley AC, W35, 1:36:29h). Von knapp 1400 Finishern waren rund vierzig Prozent weiblich.

Die Messe Berlin wird passiert An der HM-Matte warten im Hintergrund Kampfrichter (in weiß), um die Zeit von Katharina Heinig zu stoppen und die Korrektheit ihrer zusätzlichen WM-Qualifikationsleistung zu prüfen

Der Zuspruch für die angebotene Staffel mit fünf Läufern, die je fünf Kilometer zu laufen haben, ist vergleichsweise klein. Nur 66 Mannschaften gingen an den Start, davon sieben reine Frauen-, zehn reine Männer- und 49 gemischte Teams mit mindestens einer Frau. Schnellste Staffel war das Männerteam vom SCC Berlin Track Team, das mit Schlussläufer Andreas Weise nach 1:30h zu Hause war. Bei den Frauen gewann das Team Laufbekanntschaften mit Schlussläuferin Andrea Gaede in 1:52h, während BSR - quite nice mit Schlussläuferin Yamie Young den schnellsten Fünfer im Mixedbereich (1:46h) stellte.

25 km: Das Männerrennen

Mustapha El Quartassy heißt der Sieger des 37. 25-km-Laufs von Berlin, ein Marokkaner, der in Berlin lebt und für den 1. VFL Fortuna Marzahn startet. Er hatte sich schon früh absetzen können und bei der ersten Kontrollmatte nach elf Kilometern deutlich in Führung gelegen vor Filip Vercruysse, einem belgischen Mittel- und Langstreckler, der für den SC Brandenburg-Berlin startet. Auf Rang drei lag zu diesem Zeitpunkt der Kenianer Dickson Kuriu, der vor Wochenfrist den Heilbronner Trollinger Marathon gewonnen hatte und auch schon beim Paderborner Osterlauf eine persönliche Bestzeit über 10 km gelaufen war. Nah dran auch noch Philipp Hoffmann (ohne Verein), der in Lauerstellung lag.

Läufer vor dem Olympiastadion. Von hier sind es noch zwei Kilometer bis zum Ziel im Inneren des Ovals Das gemischte Schülerstaffeltteam SV BW Petershagen 3 fand schon vor dem Stadion zum gemeinsamen Zieleinlauf zusammen

El Quartassy (MHK) konnte seine Führungsposition bis zur HM-Matte halten, die er in 1:09:59h passierte. Inzwischen war jedoch Kuriu (MHK) auf Vercruysse (M30) aufgelaufen und schien ein starkes Finish draufzuhaben. Auf den letzten vier Kilometern wurde der führende Marokkaner deutlich langsamer, während der Kenianer den Belgier stehen lassen konnte und sich auf die Verfolgung machte. Zwischen dem 21. Kilometer und dem Ziel machte Kuriu auf El Quartassy noch eine Minute gut, konnte ihn aber nicht mehr einholen. El Quartassy siegte in 1:23:12h mit der langsamsten Zeit der Geschichte. Kuriu wurde in 1:25:20h Vizemeister vor dem am Ende schwächelnden Vercruysse (1:27:02h) und Hoffmann (M30) in 1:27:35h.

Katharina Heinig auf Wolke sieben

Bei den Frauen waren alle Augen auf Katharina Heinig gerichtet. Sie hatte sich entschieden, nicht den angebotenen Halbmarathon zu laufen, sondern den 25-km-Lauf, innerhalb dessen sie sich die Halbmarathonzeit stoppen und anerkennen lassen wollte als Zusatzleistung für ihren avisierten WM-Marathonstart in London. Wie zu erfahren war, spielten eine Rolle, dass die 25er-Strecke eine Passage durch den Tiergarten aussparte und die Gefahr, auf der Original-Halbmarathonstrecke mit dem 10-km-Lauf in Berührung zu kommen. In dem von ihr gewählten Verfahren war es unabdingbar, den Fünfundzwanziger zu Ende zu laufen, um eine HM-Wertung zu erlangen. Außerdem mussten Wertungsrichter an die HM-Matte beordert werden, die die Gültigkeit der erbrachten Leistung als Leistungsnachweis zu überprüfen hatten. Insgesamt ein erheblicher organisatorischer Aufwand, der mit Hilfe des Veranstalters gemeistert wurde.

Durch das Marathontor kommen die Läufer ins Olympiastadion Cheerleader jubeln den Finishern zu

Aufgrund des verzögerten Starts stand Heinigs Rennen zunächst nicht unter günstigen Voraussetzungen. Nervosität machte sich nicht nur bei der deutschen Vorzeigeläuferin breit, sondern wohl auch bei ihren Eltern und Trainern, Katrin Dörre-Heinig und Wolfgang Heinig. Als persönlicher Pacemaker war Hannes Hähnel angeheuert worden, der in Hamburg Marathon in 2:25h gelaufen war und eine Bestzeit im HM von 1:08h stehen hat. Von daher sei es kein Problem gewesen, so Heinigs Wegbegleiter, die avisierte Zeit von 1:13:15h anzugehen. Nur musste er auf einen Start beim parallel ausgetragenen Oderpokallauf verzichten, den er zuvor schon acht Mal für seinen in Frankfurt an der Oder ansässigen Verein gewonnen hatte.

Sieger des Halbmarathons wurde der Niederländer Reinardus van Wel vom SCC Berlin Sein Vereinskamerad Peter Vogel wurde dritter An den SCC ging auch die Staffelwertung. Hier der Schlussläufer Lukas Weise

Um die Zielzeit zu erreichen, musste das Duo den Kilometer zwischen 3:28 und 3:29min laufen. Wie die Zwischenzeit von 37:59min nach elf Kilometern zeigt, gelang dies perfekt. Nur um eine Sekunde langsamer wurde der Kilometerschnitt auf der zweiten Streckenhälfte, obwohl diese einigermaßen schwieriger zu laufen war, einerseits wegen dem Gegenwind, andererseits wegen der Steigung zwischen km 20 und 21. Insgesamt gelang Katharina Heinig (LG Eintracht Frankfurt) ein makelloses Rennen, das sie elf Sekunden "unter Norm" in 1:13:04h finishte. Die letzten Kilometer bis zum Ziel im Olympiastadion konnte sie zum Auslaufen nutzen, was sie in ungefähr einem Fünferschnitt pro Kilometer auch tat. Nach 1:34:34h kam sie ins Ziel und wurde damit zweite über 25 km. Noch bei elf Kilometer und bei HM hatte die 27-Jährige deutlich vor der späteren Siegerin Lonah Chemtai Korlima (WHK) gelegen. Die gebürtige Kenianerin, die seit 2008 in Israel lebt und für Maccabi Tel Aviv startet, lief freilich durch und konnte den Sieg in (für Berlin) mäßigen 1:28:46h sicherstellen. Dritte wurde Mareike Dottschadis (WHK, o.V.) in 1:44:24h vor der Münsterländerin Anika Fels (LG Coesfeld, 1:48:31h), die die Juniorinnenwertung gewann. Von den rund 4.100 Finishern waren knapp dreißig Prozent weiblich.

Sehnsüchtig von den Photographen erwartet: der Sieger über 25 km, der Marokkaner Mustapha El Quartassy vom VFL Fortuna Marzahn Siegerin des 25-km-Laufs wurde die gebürtige Kenianerin Lonah Chemtai Korlima, die für Israel startet Zweiter Mann über die 25 km Strecke wurde der Kenianer Dickson Kuriu, der vor Wochenfrist den Heilbronn Marathon gewonnen hatte

Nach dem Zieleinlauf (und vielleicht auch schon beim Zuende-Joggen) fiel die ganze Anspannung von Heinig ab. Sie gab, vom Moderator befragt, nur ein paar kurze Eindrücke wieder, stieß vor allem aber einen Jubelschrei ins Mikrophon, der das Olympiastadion erbeben ließ.

Fazit

Zieht man aus organisatorischer Sicht ein Fazit, so kommt man um einige kritische Bemerkungen kaum umhin. Die Versorgung an der Strecke mit Getränken war angesichts der hohen Temperaturen unzureichend. Nicht nur, dass die Zahl der Stände zu gering war. Auch berichten Läufer der beiden Langstrecken davon, dass phasenweise das Wasser (einziges Verpflegungsmittel auf der Strecke) noch nicht eingeschenkt gewesen sei, oder, dass es keine Becher mehr gegeben habe. Kein Wunder also, dass recht viele dehydrierte Läufer gesehen wurden und von zahlreichen Einsätzen der Hilfskräfte die Rede war. In dieser Hinsicht ist noch Luft nach oben. Reichhaltig hingegen, auch das soll gesagt sein, war die Verpflegungssituation im Ziel.

Katharina Heinig wird zweite über 25 km. Wichtiger aber ist, dass sie die WM-Zusatzqualifikation im Halbmarathon noch erbringen konnte. Daran hatte auch ihr Pacemaker Hannes Hähnel großen Anteil
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Etwas alleingelassen dürften sich die Sieger und Platzierten des Laufs gefühlt haben (Ausnahme Heinig), die nicht wie bei anderen Großveranstaltungen im Ziel von den Organisatoren in Empfang genommen und betreut werden. Auch hier hatte man abgespeckt. So irrte Vizemeister Kuriu einige Minuten orientierungslos im Zielbereich umher, verließ diesen dann, und kehrte wenig später - sich hilflos umsehend - dorthin zurück. Bei Sieger El Quartassy reichte es nur zu einem Kurzinterview, bis er ins große Stadionrund entlassen wurde. Das wirkte nicht besonders herzlich.

Und in den social media, wo man sich über so manches mokierte, fand man es nicht gut, dass sich die Organisatoren viel Zeit ließen für eine Stellungnahme. Leider wurde bis Montagabend zwar immer noch keine solche veröffentlicht, aber immerhin drückten die Organisatoren in einem Erstbeitrag ihr Bedauern aus und baten um Entschuldigung.

Bericht und Fotos von Michael Schardt

Ergebnisse www.berlin-laeuft.de

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