7.4.19 - 38. SAS Halbmarathon der TSG 78 Heidelberg

Premieren-Erfolge für Michael Chalupsky und Lena Wirth

von Axel Künkeler 

Am Ende seines vierten Jahrzehnts hat der Heidelberger Halbmarathon nichts von seiner Attraktivität eingebüßt. Zwei Jahre vor dem 40. Jubiläum lockte auch die 38. Auflage weit mehr als 4000 Läuferinnen und Läufer in die Stadt am Neckar. Neben dem Henkel Team-Lauf über 3,1 Kilometer mit 1104 Finishern und mehreren hundert Kindern beim HPK Natour Bambini-Lauf über 1200 Meter war vor allem die Popularität des Hauptlaufes über die halbe Marathon-Distanz ungebrochen. Diesmal waren es exakt 3158 Finisher, davon 2334 Männer und 824 Frauen, die die anspruchsvolle Strecke mit rund 400 Höhenmetern bewältigten.

Heidelberg wartete zum Halbmarathon mit frühlingshaftem Wetter auf Auf der anderen Neckarseite wartete der erste Anstieg zum Philosophenweg
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Auch der äußere Rahmen passte hervorragend: neben der bekannt guten Organisation durch die TSG 78 Heidelberg sorgte Petrus für ideales Laufwetter: Temperaturen knapp über der Zehn-Grad-Marke, dazu viel Sonne und wenig Wind waren den ganzen Sonntagvormittag angesagt. Diese idealen Bedingungen nutzten etliche Läufer, um dem Event auch sportliche Glanzlichter aufzusetzen. Vorne weg die schnellen TSG-Läufer, die vor allem die Konkurrenz der Männer dominierten. Sechs der zehn schnellsten Halbmarathon-Läufer stellte Gastgeber TSG 78 Heidelberg, der alleine das komplette Sieger-Podium besetzte.

Traditionell erfolgt der Start in der Friedrich-Ebert-Anlage am Rande der Altstadt Mit der Startnummer 38 beim 38. Heidelberger Halbmarathon zum 38. Mal dabei: Achim Schumacher

Gut organisieren ja, aber dann noch Geschenke verteilen? Diesmal eher nicht, zumal Jochen Uhrig heuer nicht am Start war. Der Vorjahressieger und Streckenrekordler aus Weinheim hat für den Boston Marathon gemeldet. Somit war der Weg frei für den Vorjahreszweiten und erklärten Favoriten Michael Chalupsky. Der Heidelberger ging von Beginn an ein flottes Tempo und setzte sich bereits auf den ersten zwei Kilometern in der Innenstadt vom übrigen Feld ab. "Unterwegs habe ich schon ein wenig mit dem Streckenrekord geliebäugelt", meinte er im Ziel. Doch dazu fehlte ihm ein unmittelbarer Konkurrent, der ihn stärker gefordert hätte.

 
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Los geht's mit der ersten Startgruppe um 9.15 Uhr Bei Kilometer zwei durch die Heidelberger Innenstadt

So war er das komplette Rennen auf sich allein gestellt, schaffte in 1:13:29 Stunde zwar eine persönliche Bestzeit und die drittschnellste jemals auf diesem Kurs gelaufene Zeit.

Bergab habe er wohl die Sekunden für den Streckenrekord liegen gelassen, meinte Chalupsky nach dem Rennen. Tröstete sich aber damit, dass er eine Minute schneller als 2018 gelaufen ist. So bleibt der Angriff auf den Streckenrekord als Ziel für nächstes Jahr. Zuvor hat er sich aber noch einige Ziele für die Saison 2019 gesteckt. Als Highlight wartet der Berlin-Marathon im September und in der Vorbereitung wahrscheinlich der Mannheim-Marathon im Mai. "Eine 2:35 sollte dabei drin sein", blickt er zuversichtlich voraus.

 
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Nach Durchquerung der Innenstadt über die Alte Brücke auf die andere Neckarseite ... ... zum Philosophenweg hoch über der Stadt

Mit Philipp Wenig (1:15:13) und Robert Schütz (1:15:34) folgte der Läufernachwuchs der TSG Heidelberg gleich auf den nächsten Plätzen. Die Beiden hatten sich im ersten Drittel noch etwas zurückgehalten, im Anstieg auf dem Philosophenweg jedoch etliche Läufer bereits eingesammelt und am Ende nochmals richtig auf die Tube gedrückt. Zwischenzeitlich war der Vorsprung von Chalupsky auf die beiden Verfolger sogar noch deutlicher gewesen. Im Ziel strahlten die Drei dann fast um die Wette. Zumal mit Tim Ellerhof (1:19:49), dem M50-Sieger Marcus Imsweiler (1:21:44) und M45-Sieger Oliver Maier (1:22:18) auf den Plätzen 7, 9 und 10 drei weitere TSGler für das hervorragende Abschneiden in den TopTen sorgten.

An der ersten Verpflegungsstelle am Philosophenweg

Damit holten die Gastgeber natürlich auch die Trophäe in der Mannschafts-Wertung, in der zusätzlich auch die Plätze 3, 4 und 6 belegt wurde. Nur die Läufer vom engelhorn sports team, die mit Pierre-Emanuel Alexandre und Manuel Peters die Ränge 4 und fünf in der Einzelwertung belegten, konnten als zweitbeste Mannschaft in die TSG-Phalanx einbrechen.

 
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Michael Chalupsky führt das Rennen an Liefen lange gemeinsam: Philipp Weng (95) und Robert Schütz M50-Sieger Marcus Imbsweiler (67) finisht als 9. Mann, M30er Patrick Meyer (r.) als 17.

Nach den 14 schnellsten Männern kam als 15. der Gesamtwertung bereits die erste Frau. Für Lena Wirth vom engelhorn sports team war es ebenfalls der erste Sieg in Heidelberg und ein Start-Ziel-Sieg. Wirth - vielen noch unter ihrem Mädchennamen Lena Berg bekannt- setzte sich mit hohem Anfangstempo wie auch Chalupsky schnell vom übrigen Feld ab, ließ damit selbst der Seriensiegerin der letzten drei Jahre, Anna Herzberg, von Beginn an keine Chance.

Bei den Frauen hat sich Lena Wirth an die Spitze gesetzt Die Siegerin der Vorjahre Anna Herzberg wird diesmal Zweite Dritte Frau wird W20-Siegerin Juliana Böhm

Am Ende gewann Lena Wirth (1:23:20), die in Timo Hoberg von der MTG Mannheim einen idealen Tempomacher an ihrer Seite hatte, klar mit mehr als fünf Minuten Vorsprung vor Anna Herzberg (1:28:36). Weitere Parallele zu Chalupsky: auch Wirth verfehlte die Strecken-Bestzeit nur knapp, lag nur 51 Sekunden über dem Rekord von Tina Tremmel.

4. Mann im Ziel: Pierre-Emmanuel Alexandre 5. Mann im Ziel: Manuel Peters 6. Mann im Ziel: Jose Quintero Tim Ellermann sprintet als 7. Mann und 4. TSGler ins Ziel

Damit gelang Wirth gleichzeitig die Revanche für die knappe Niederlage vor zwei Jahren, als Anna Herzberg ihr den sicher geglaubten Sieg noch auf den letzten Metern entriss. Herzberg, die diesmal allerdings mit etwas Trainingsrückstand in Heidelberg antrat, musste am Ende sogar noch den Schluss-Spurt der W20-Siegerin Juliana Böhm aus Hirschberg abwehren, die nur eine Sekunde später als Dritte finishte.

Triathletin Laura Jansen (Skiclub HD) läuft als 4. Frau und Zweite W20 ins Ziel 5. Frau und 3. W30 im Ziel: Christina Erdbrink Sarah Ziem (Nikar Heidelberg) als 6. Frau und 4. W30

Auf den Plätzen direkt hinter dem Frauen-Podest folgten die Triathletin Laura Jansen (2.W20 in 1:30:48) vom Skiclub Heidelberg, die Darmstädterin Christina Erdbrink (3. W30/1:31:38) und Sarah Ziem (4. W30/1:32:23) vom SV Nikar Heidelberg. Aber auch bei den Frauen war die TSG 78 Heidelberg zweimal in den TopTen: die dritte und vierte W20, Beatrice Latz und Verena Bröstl liefen auf Rang 7 und 8 ins Ziel.

Der schnellste Heidelberger Halbmarathonläufer Michael Chalupsky verfehlt den Streckenrekord nur knapp Bei den Frauen siegt Lena Wirth (TV Schriesheim) mit deutlichem Vorsprung Die TSG 78 Heidelberg als Veranstalter stellte das Sieger-Trio: 3. Robert Schütz, 1. Michael Chalupsky, 2. Philipp Weng (v. l.)
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Sportliche Top-Leistungen allenthalben, eine bewährt gute Organisation der TSG Heidelberg, ideale Laufbedingungen auf einer anspruchsvollen Strecke vor imposanter Kulisse, zahlreiche begeisterte Zuschauer - Läuferherz, was willst Du mehr? So kann's weitergehen, erst mit der Generalprobe 2020, dann mit dem 40. Jubiläum in zwei Jahren!

Bericht und Fotos von Axel Künkeler

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Ergebnisse sashalbmarathon.tsg78-hd.de
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