30.4.17 - Metro Marathon Düsseldorf

Youngster Robert Chemonges gewinnt in Düsseldorf

Marcin Blazinski schnellster Deutscher

 

Robert Chemonges ist der Sieger des METRO Marathon Düsseldorf. Der 19-jährige Youngster aus Uganda dürfte sich mit einer persönlichen Bestzeit von 2:10:32 Stunden einen Startplatz bei den Weltmeisterschaften in London im August gesichert haben.

Bei teilweise sehr windigen Wetterbedingungen belegte der aus Eritrea stammende Norweger Weldu Gebretsadik mit 2:11:16 Stunden Rang zwei vor dem polnischen Vize-Europameister Yared Shegumo. Der aus Äthiopien stammende Läufer war nach 2:12:33 im Ziel am Rheinufer. Bester deutscher Läufer war der aus Polen stammende Marcin Blazinski (LG Farbtex Nordschwarzwald), der in 2:17:10 auf Rang fünf ins Ziel kam und eine deutsche Jahresbestzeit erzielte. Sechster wurde Julian Flügel (ART Düsseldorf) mit 2:19:24.

Robert Chemonges - Foto © www.photorun.net

Schnellste Frau war Doroteia Alves Peixoto (Portugal), die mit 2:32:00 Stunden ihre persönliche Bestzeit gleich um gut vier Minuten verbesserte. Erst auf dem vorletzten Kilometer hatte die 34-Jährige noch die vom Start weg führende Sara Makera überholt. Die Läuferin aus Tansania belegte schließlich Rang zwei mit 2:33:08. Als Dritte lief Carmen Martinez Aguilar mit 2:35:17 einen Landesrekord für Paraguay. Beste deutsche Läuferin war in Düsseldorf Tinka Uphoff (Spiridon Frankfurt), die als Sechste nach 2:55:46 im Ziel war.

Rahmenwettbewerbe hinzugerechnet, hatten für den METRO Marathon Düsseldorf rund 16.000 Teilnehmer gemeldet. Knapp 4.000 von ihnen waren Marathonläufer.

Im Rennen der Männer passierte die sechsköpfige Spitzengruppe, zu der zwei Tempomacher zählten, die Halbmarathonmarke in 64:53 Minuten. Nach dem Ausstieg der "Hasen" nach 25 km war es zunächst Yared Shegumo, der seine Konkurrenten ziehen lassen musste. Chemonges, Gebretsadik und der favorisierte Kenianer Josphat Ndambiri bildeten ein Führungstrio, das die 30-km-Marke nach 1:32:35 Stunden erreichte. Überraschend verlor dann Ndambiri, der eigentlich den Düsseldorfer Streckenrekord von 2:07:48 angreifen wollte, den Anschluss, so dass es ab Kilometer 34 einen Zweikampf gab. Erst zweieinhalb Kilometer vor dem Ziel löste sich Robert Chemonges von Weldu Gebretsadik, während weiter hinten Shegumo noch Ndambiri von Rang drei verdrängte. "Der Wind war störend, aber ansonsten hatten wir gute Bedingungen. Es war natürlich ein schönes Rennen für mich. Ich habe erst spät angegriffen, als ich merkte, dass Gebretsadik wohl nicht mehr gegen halten kann", sagte Robert Chemonges, der mit 2:10:32 seine Bestzeit um genau 32 Sekunden unterbot. "Damit bin ich in Uganda jetzt die Nummer drei und müsste für die WM in London nominiert werden", sagte Chemonges.

Bis zur Halbmarathonmarke lief es für die beiden deutschen Topläufer nach Plan, doch in der zweiten Hälfte verloren sie Zeit. Das lag zu einem großen Teil sicher auch am Wind. "In der zweiten Hälfte war es schwierig, das Tempo zu halten. Davor war alles okay", sagte der aus Polen stammende Marcin Blazinski, der die erste Hälfte in 66:44 Minuten absolviert hatte und eigentlich seine persönliche Bestzeit von 2:14:45 angreifen wollte. "Im Herbst werde ich sicherlich einen neuen Anlauf nehmen."

Geführt von Tempomachern hatte Julian Flügel die erste Hälfte in 68:58 Minuten absolviert. "Mir war dann schon klar, dass ich bei diesem Wind keine Zeit unter 2:18 Stunden erreichen würde. Zudem hatte ich schon nach rund 10 km gemerkt, dass es nicht so richtig rollt", erzählte Julian Flügel und fügte hinzu: "Aber nach 34 Kilometern habe ich dann irgendwie die zweite Luft bekommen, so dass ich wenigstens eine Zeit unter 2:20 erreicht habe. Ich werde jetzt nach einer Pause ein paar Bahnrennen laufen und mich dann langfristig auf einen Herbst-Marathon vorbereiten."

Weitere Informationen gibt es im Internet unter: www.metro-marathon.de

Race-News-Services Pessemitteilung zum METRO Marathon Düsseldorf vom 30.4.2017

Marcin Blazinski meldet sich in Düsseldorf zurück

 

Der METRO Marathon Düsseldorf war für deutsche Marathonläufer immer wieder ein gutes Pflaster. Das gilt auch für den aus Polen stammenden Marcin Blazinski (LG Farbtex Nordschwarzwald), obwohl er sich am Sonntag bei schwierigen Wetterbedingungen mit 2:17:10 Stunden zufrieden geben musste. Immerhin war es eine deutsche Jahresbestzeit und Platz fünf für den 28-Jährigen, der sich am Rhein zurückmeldete. Das mittelfristige Ziel von Marcin Blazinski ist es, für Deutschland an den Start zu gehen.

Für Marcin Blazinski, der seit Oktober 2011 die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, war es bereits der vierte Start beim METRO Group Marathon Düsseldorf. Nirgendwo anders startete er so oft über die klassische Distanz von 42,195 km. 2012 war er Zwölfter in 2:17:19, 2013 lief er in Düsseldorf mit 2:14:45 Stunden seine nach wie vor aktuelle persönliche Bestzeit und belegte Rang zehn. Zwei Jahre später war er am Rhein Dritter in 2:16:08.

Marcin Blazinski - Foto © www.photorun.net

Kurz danach allerdings war seine Karriere für 21 Monate auf Eis gelegt. Drei verpasste Dopingproben führten zu einer Sperre des Langstreckenläufers. Marcin Blazinski fühlte sich hilflos und im Stich gelassen, denn die entsprechenden Aufforderungen und den Schriftverkehr konnte er mangels Deutschkenntnissen nicht verstehen. Offenbar gab es damals keine entsprechende Unterstützung oder der Läufer hatte sich nicht richtig um Hilfe bemüht, weil er die Situation nicht verstanden hatte. Im Doping-Verfahren wurde seine damalige Lage teilweise berücksichtigt, so dass die normalerweise zweijährige Sperre um drei Monate gekürzt wurde. Sie lief im März ab. Dadurch konnte Marcin Balzinski am Sonntag beim METRO Marathon Düsseldorf starten.

Auch heute spricht Marcin Blazinski kaum Deutsch, ist jedoch dabei, die Sprache zu lernen. Die LG Farbtex Nordschwarzwald bietet ihm und seiner Familie ein neues Umfeld und entsprechende Unterstützung. "Mein Ziel war es eigentlich, meine persönliche Bestzeit zu unterbieten. Bis zur Halbmarathonmarke lief auch alles gut", erklärte Marcin Blazinski, der die erste Hälfte in Düsseldorf in 66:44 Minuten lief. "Dann wurde es aber auch wegen des Windes schwer, das Tempo zu halten."

"Ich werde mich jetzt erholen und dann sicherlich bei einem Herbst-Marathon einen neuen Versuch für eine Bestzeit starten", kündigte Marcin Blazinski an, der in Schramberg (zwischen Stuttgart und Freiburg) wohnt und von Jörg Müller trainiert wird. Sollte er das Ziel eines persönlichen Rekordes erreichen, könnte dies auch eine erfolgreiche Qualifikation für die Europameisterschaften im nächsten Jahr in Berlin bedeuten. "Ich möchte international für Deutschland an den Start gehen", sagt Marcin Blazinski. Auf dem Weg zur EM nach Berlin könnte am 29. April 2018 auch wieder der METRO Marathon Düsseldorf eine Rolle spielen. Denn im nächsten Jahr sind die Deutschen Meisterschaften in das Rennen integriert.

Race-News-Services Pessemitteilung zum METRO Marathon Düsseldorf vom 1.5..2017

Informationen und Ergebnisse www.metro-marathon.de

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