29.04.17 - 30. Bad Bergzaberner Kurstadtlauf

30-Jahr-Jubiläum in der Südpfalz

von Constanze & Walter Wagner

Informationen zum Lauf 2018 - siehe Ankündigung im WO LÄUFT`S WIE?

Viele weitere Bilder in den Foto-Impressionen im LaufReport HIER

Rund 8500 Einwohner zählt das heutige Bad Bergzabern, welches sich aus dem Dorf ‚Zaberen' entwickelte, das im Jahr 1286 von König Rudolf von Habsburg die Stadtrechte verliehen bekam. In der wechselvollen Geschichte ging so einiges in Flammen auf und musste wieder aufgebaut werden. Erstaunlich gut erhalten präsentiert sich das Städtchen, das seit 1963 den Titel Bad im Namen trägt. Idyllische Winkel, protzige Fassaden, Kirchenbauten, Plätze und Brunnen machen einen Rundgang lohnend. Kulinarische Angebote machen jeden Stadtbummel in der Pfalz zudem zum Erlebnis.

Freilich wäre den Organisatoren des TV Bad Bergzabern daran gelegen gewesen, dass der Läufer, und damit sind auch Frauen gemeint, seinen Schoppen zum Wohle der Vereinskasse erstehen würde, doch mit dem Fest der Mandelblüte beschränkte sich die Zusatzeinnahme aufs Kaffee und Kuchen Büfett. Speisen und Getränke in großer Vielfalt wurden auf dem Schlossplatz kredenzt und freilich wusste der Turnverein seine Sportgäste bestens versorgt, nur der Kassenwart dürfte nach der 30. Austragung weniger Einnahmen gesehen haben, als in den Jahren zuvor.

Fürstlich geht es für die Teilnehmer des Bad Bergzaberner Kurstadtlauf an einem Schloss vorbei als auch einen Prinzensteig hinauf. Stadt- und Landschaftslauf in Kombination
Ausführliche und einladend präsentierte Laufankündigungen im LaufReport HIER

Eine Bereicherung für Bad Bergzabern sei die terminliche Überschneidung des traditionsreichen Laufs mit dem 1. Fest der Mandelblüte allemal, so hörte man, versprühte der Bürgermeister Zuversicht, und das Nebeneinander von Festauftakt und Zieleinlauf funktionierte soweit zu beobachten dann auch gut. Freilich darf bezweifelt werden, dass die 17 Finisher mehr als im Vorjahr, aufgrund des Mandelblütenfestes erzielt wurden, abschrecken ließen sich die 605 erfolgreichen Teilnehmenden jedenfalls nicht. Inwieweit und wie ausgiebig Sportler, die mit einem Einlassbändchen freien Eintritt aufs Festgelände genossen, davon später auch Gebrauch machten, ist unbekannt. Ein Polizeieinsatz in der Nacht, der es bis in die Onlineausgabe des FOKUS schaffte, ist auch keiner Gruppierung, wenngleich übermäßigem Alkoholgenuss zugeordnet.

Es gibt Warnhinweise vor der spektakulären Abfahrt ...
... grandiose Aussichten über die Rheinebene ebenso

Vorweg sei also festgehalten, es war ein großartiges Lauffest und viel Lob wurde dazu verlautbart. Bad Bergzabern sei auch ein schönes Fest der Mandelblüte gegönnt, dessen Bewertung wir in weitgehender Unkenntnis hier nicht vornehmen wollen. Die bekannten Laufstrecken waren ausnahmslos auch beim runden Geburtstagsdurchgang ohne Änderungen möglich und wurden entsprechend wie gehabt durchgeführt. Die Besonderheit des Kurstadtlaufs, der nur in seinen ersten Jahren als 10km-Lauf durchgeführt wurde, ist die Mischung aus reinem Stadtlauf, dem vierrunden Altstadt Grand Prix über 4,4 Kilometer, und drei Geländeläufen, die je nach Gusto als Traillauf, Berglauf oder Waldlauf bezeichnet werden, und offiziell MINI, MIDI, MAXI heißen. Vollständig machen die Vielfalt zwei Schülerläufe über 800 Meter.

André Zschaubitz von der LG Rülzheim gewinnt den Altstadt Grand Prix über 4,4 km
Der Franzose Olivier Vollmer läuft auf Rang 2 Dennis Bachmann vom
TSV Kandel wird 3.
Rang 4 geht an Joel Rysanek vom LC Haßloch

Altstadt Grand Prix

Flatterbänder und Streckenposten machen den Weg durch die verträumten Gassen frei, wo es an Eiscafés vorbei Schritt zu halten gilt. Nach vier Runden dürften aber auch weniger versierte Zaungäste den Unterschied zwischen der Spitze und dem sich längst überrundeten Schwanz des Läuferfeldes auszumachen gewesen sein. Der kurzweilige Kurs lässt es zudem für Zuschauer zu, gleich mehrere Stellen anzusteuern, die auf direktem Weg rasch erreicht werden. Das Miteinander von Sport sowie interessierten, spontanen und zufälligen Zuschauern funktioniert, wenngleich einer Dame die Anfeuerungen doch etwas zu laut vorgetragen waren.

Die Führung hatte André Zschaubitz bald soweit ausgebaut, dass er erneut als Sieger aus dem Rennen hervorgehen sollte. Ganz so sicher war sich der Läufer im Trikot der LG Rülzheim aufgrund seiner langen Wettkampfpause, in Offenbach Queich hatte er im Oktober letztmals die Rennschlappen geschnürt, aber nicht. Nach genau 14:00 Minuten, das ging bei ihm auch schon deutlich schneller, hatte der 31jährige Zschaubitz das virtuelle Zielband zerrissen und wurde von Frau und Kind empfangen. Da die Familie im Begriff ist, sich zu vergrößern und André beruflich auch reist, ist die sportliche Zukunft schwer absehbar, Priorität hat der Sport längst nicht mehr. Seine Bestzeiten über 800m von 1:56, 1500m 3:57, 3000m 8:36 und 10 km in 32:36 könnten also Bestand haben. Schon tags darauf wollte er aber beim Landauer Volkslauf erneut starten.

Olivier Vollmer aus dem nur 10 km entfernten Frankreich wurde in 14:20 min Zweiter vor Dennis Bachmann vom TSV Kandel (14:36). Joel Rysanek verpasste als Vierter in 14:43 knapp das Siegerpodest, doch konnte sich der 26jährige mit seiner Mutter freuen, die im gleichen Lauf den Frauensieg davon trug.

Andres Philipp von der LG Rülzheim gewinnt als 8. die U20
Schnellste Frau des Altstadt Grand Prix wird Mirijam Jaberg-Rysanek Um Platz 2. und 3. kämpfen die U16-Läuferinnen Jule Stuppi (rechts in Grün) von der SG Bruchweiler und Emma Gumbel (links) vom TSV Kandel

Die Diplom-Psychologin Mirjam Jaberg-Rysanek war mit 18:28 min schnellster Frau beim Altstadt Grand-Prix. Die Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeutin mit Praxis in Speyer ist 58 Jahre alt. Das generationenübergreifende Gespann hatte wie einige Läuferinnen und Läufer den Doppelstart mit dem Lauf in Landau am Folgetag geplant. Mirjam Jaberg-Rysanek taucht nach gut 20jähriger Laufpause wieder vermehrt in den Ergebnislisten auf. In den 80er Jahren war sie als schnelle Läuferin in der Pfalz bekannt, lief über 10.000m 34er Zeiten und über Marathon 2:43 Stunden. 45 Jahre und 46 Jahre jünger waren die beiden folgenden Läuferinnen und somit in der WJU16 gestartet. Altersklassen werden über die Jugendklassen hinaus in diesem Lauf aber nicht ausgewiesen. Zweite wurde Jule Stuppi (SG Bruchweiler) in 20:25 min, Dritte Emma Gumbel vom TSV Kandel in 20:56 min.

Erfolgreiche Teilnahme für die Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeutin Mirjam Jaberg-Rysanek und ihren Sohn Joel Rysanek mit Sieg bzw. Platz 4 beim Altstadt Grand Prix des 30. Bad Bergzaberner Kurstadtlauf ... ein passender Übergang zu den Schülerrennen, die mit 234 Nachwuchsathletinnen und -athleten in zwei 800 m Rennen vor begeistertem Publikum ihr läuferisches Können vorführten

Schülerläufe

123 zu 111 für die Mädchen, so der direkte Vergleich, der allerdings durch die getrennten Läufe gar nicht stattfand. So gewann Nina Kunze vom TV Mörsch (WJU14) den Lauf der Mädchen in 3:08 min und war von dem ihr folgenden U16-Trio des TV Bad Bergzabern nicht gefordert worden (Anne Kienel 3:25, Mailin Becker 3:27 und Lena Rapp 3:28, zeitgleich mit U12-Siegerin Janiha Nehm (TSV Kandel).

Dagegen trennte die schnellsten drei Jungs nur eine Sekunde. Loris Bauer (3:04) und Maximilian Bauer (3:05), beide vom TSV Kandel, mit Jahrgang 2004 noch JU14 distanzierten wiederum ein Trio des TV Bad Bergzabern, angeführt von Florian Nehring (3:05) und Tom Schütz (3:08), beide JU16, gefolgt von JU14er Eneas Kurz (3:16) vor Vincent Sempruch (PSV Pirmasens), mit Jahrgang 2007 noch KU12 und schon 3:22 min schnell.

Noch sind die Kinderläufe nicht ganz vorbei, der Schlussläufer für die 23,2,km Maxi-Strecke scharrt schon mit den Füßen für den gemeinsamen Start der MINI - MIDI - MAXI Läufer - aber Achtung, wer hier zu lange verweilt, wird von der Natur verschlungen

MIDI - MINI - MAXI

Gemeinsam starten diese Gruppierungen auf ihre fordernden Strecken von 8 km, 15,6 km und 23,2 km. Dabei ist die kurze Distanz gar nicht so gemütlich, denn kaum hat man den Anstieg auf den Liebfrauenberg geschafft, folgt das steile Gefällstück hinunter zum Ziel in Bad Bergzabern, während den beiden anderen Gruppierungen eine entsprechend lange Verweildauer in der Höhe des Pfälzer Waldes verbleibt, ehe sie sich auf dem gleichen Asphaltband ins Tal stürzen. Zwar gibt es weitere An- und Abstiege, aber die trüben nicht den Genuss, so könnte man die Schlussläuferin der MIDI-Distanz zitieren, die sich freute, dass alle gut trainiert angetreten waren. Den tatsächlich Trail-artigen Anstieg auf den Liebfrauenberg erreicht der durchmischte Tross nach etwa vier Kilometern. Jetzt kommen die Bergziegen in ihr Metier, während nicht wenige die Rampe erwandern.

Für alle Teilnehmer der 3 M-Läufe verläuft die Strecke bis zu den Schießständen im Staatsforst gleich

MINI 8 km

Hatte MINI Starter Markus Brendelberger von der LG Region Karlsruhe hier noch die Spitze des Gesamtfeldes inne, konnte er den Sieg aber nicht nach Hause bringen. Der M40er wurde in 31:23 min Zweiter. Matthieu Neumann von ANA Bischwiller konnte in 30:54 min noch einen deutlichen Sieg herauslaufen. Dritter wurde in 34:05 min Thierry Brug (ANA RAC Wissembourg), der mit fünf Sekunden Vorsprung die M50 vor Georg Frank von TUS Heltersberg für sich entscheiden konnte. Ältester Teilnehmer war Gérard Lauth mit Jahrgang 1937, er wurde in der M70 gewertet und ließ in dieser und jüngeren Klasse noch einige hinter sich.

Zunächst führt Markus Brendelberger von der LG Region Karlsruhe das Feld aller M-Läufer an. Er wird am Ende 2. im Mini-Lauf über 8 km
Der Franzose Matthieu Neumann (ANA Bischwiller) gewinnt den 8km Mini-Lauf Bei den Frauen liegt Janine Friedel vom TV Herxheim über 8km vorn

Knapper ging es bei den Frauen zu. Hier gewann Janine Friedel vom TV Herxheim in 36:01 min, wie der Sieger vom Jahrgang 1980 und somit W30. Birgit Marzluf (TG Ötigheim) wurde in 36:18 Zweite und W50-Siegerin. Julie Croushorn vom Birmingham Track Clus USA sicherte sich in 40:04 min Rang 3 und den W40-Siegerpreis. Die teilnahmestarke WJU20 wurde von der vierplatzierten Hannah Rödel vom TSV Kandel in 42:02 min angeführt. 95 Einträge umfasst die MINI-Einlaufliste.

Das Frauenfeld der M-Läuferinnen führt Eva Katz an, sie wird den Maxi-Lauf über 23,2 km gewinnen
Pia Winkelblech ist die schnellste Midi-Frau (15,6 km) - Portrait

MIDI 15,6 km

Martin Marko lief sein Rennen einsam zu Ende und brachte dem Eiscafe Winter Hääschde in 1:00:24 h einen Sieg ein. Ob es beim Sponsor dafür einen leckeren Eisbecher gibt und für den ersten Platz in der M40 gar einen weiteren? Fabrice Stephan folgte in 1:01:42 min, womit er beinahe konkurrenzlos die M30 anführte. Als Dritter konnte M50-Sieger Thomas Weishaar vom LC Bad Dürkheim die Ovationen im Ziel entgegen nehmen, wo er nach 1:04:24 h einlief.

Noch einmal durchschnaufen am Liebfrauenberg heißt es für Ekkehard Bonatz vom Birmingham Track Club USA (2. der M60 im 8km Lauf) ...
... und die Mini-Läufer Eva Zwick und Christian Christ vom TUS Erfweiler 2 km vor dem Ziel ... ... denn jetzt geht´s ordenlich bergab

Die Siegerin Pia Winkelblech vom TSV Kandel brauchte 1:12:35 h und wiederholte damit den Vorjahressieg (1:10:02). Früher hat die W40-Starterin auch das beliebte Doppel mit dem Altstadt Grand-Prix gemacht, heute beschränkte sie sich auf den 15,6km MIDI. Am nächsten Morgen stand für sie ein 50km langer Trainingslauf an, zur Vorbereitung auf den Transylvania 100 in Rumänien über 100km mit 6500 Höhenmetern, wo sie Ende Mai startet. Die Laufallrounderin aus der Südpfalz (siehe Portrait im LaufReport) liebt die Abwechslung im Rennalltag, läuft von 800 Meter bis Marathon und darüber hinaus. Noch nie ist sie allerdings 100 km gelaufen. Drei Wochen vor dem MIDI lief sie zur Vorbereitung einen 75km Trail in den Vogesen. Zweite wurde Jutta Bendel vom TUS Heltersberg in 1:17:20 h mit Jahrgang 1960 W50-Siegerin. Jutta Kohlmaier (2.W40) wurde in 1:18:56 h Dritte.

Der Midi-Lauf Sieger Martin Marko vom "Eiscafe Winter Hääschde" hat auf dem Gefällstück nochmal richtig Fahrt aufgenommen und rennt in großen Sprüngen dem 15,6 Ziel und Eis? entgegen
Auf Platz 2 läuft Fabrice Stephan Peter Beil von der LSG Karlsruhe gewinnt als 12. die M60

Diese Distanz wird am liebsten gelaufen und lieferte mit 125 Einträgen die längste Einlaufliste aus der Landschaftslaufabteilung.

MAXI 23,2 km

Gar nicht so sicher war sich Matthias Burkhart ob er etwas von seinem Vorsprung ins Ziel würde retten können. Nach 20 Kilometern, fand er, war sein im Training antrainiertes Leistungsvermögen aufgebraucht. Doch bergab war es den Verfolgern nicht mehr möglich aufzuschließen und der ehemalige Fußballer war nach 1:33:53 noch immer in führender Position über die Ziellinie gelaufen. Der 34jährige Sieger hatte für Teufelstisch-Trail gemeldet. Für diesen Lauf zu werben, den der Sieger mit dem SV Hinterweidenthal ausrichten wird, war auch Anlass für eine kleine Abordnung, den Kurstadtlauf am Rande des Oberrheingrabens aufzusuchen. Matthias Burkhart läuft nur einen Marathon im Jahr, ist mit etwa fünf ernsthafteren Laufjahren noch ein Frischling. Seine Marathonbestzeit lief er in Frankfurt in 2:35:03 h.

"teufelstischtrail"-Läufer Matthias Burkhart gewinnt den Maxi-Lauf über 23,2 Kilometer Auf Platz 2 läuft M40-Sieger Andreas Flörchinger von der LSG Zeiskam. Flörchinger veranstaltet mit dem Zeiskamer Queichtallauf ein Rennen, bei dem neben 5km und 10km auch Halbmarathon gelaufen werden kann Antoine Delrue vom französischen ANA Lauterbourg wird 3. und 2. der M40

Für Andreas Flörchinger von der LSG Zeiskam war es die Erstteilnahme, OK-Chef Ernst Brauer hatte ihn angespitzt und sein Resümee war: "Es war sehr schön, aber schwer." Nach 1:36:48 h hatte er den zweiten Platz unter Dach und Fach, musste sich aber strecken um den vier Jahre jüngeren Antoine Delrue von ANA Lauterbourg auf Distanz zu halten, der nur 17 Sekunden hinter ihm den dritten Rang und Platz 2 in der M40 einnahm. Flörchinger räumte ein, dass er sowieso einen 30-35 km langen Trainingslauf gemacht hätte, so eben der MAXI des Kurstadtlaufs. Für ihn stehen jetzt die Deutsche Duathlon Meisterschaften auf der Langdistanz an, wo der 46jährige in seiner Altersklasse den dritten Rang verteidigt. 10 km Laufen, 120 km Radfahren und nochmals 20 km Laufen ist hier die abverlangte Leistung. Tägliches Training gehört für den Leiter der Fertigungsmittelkonstruktion der Flugzeugwerke Speyer noch immer zum Alltag, wenn es auch nicht immer leicht fällt. Am 2. Juli verantwortet er zudem die Organisation des Queichtallaufs in Zeiskam, dem dritten Wertungslauf zum PSD LaufCup.

Die Weinberge werden verlassen - der Landschaftslauf führt auf den letzten Metern wieder in die Kurstadt

Für Eva Katz vom RC Vorwärts Speyer ist dieser Lauf zu einem ihrer Lieblingsläufe geworden. Zum dritten Mal dabei und heute auch zum dritten Mal gewonnen. 2015 in 1:41:28, 2016 in 1:42:48 und jetzt in 1:41:43 h. Sechs Männer lagen im Ziel vor ihr, echte Konkurrenz hatte sie im eigenen Lager keine. Eventuell wird sie beim Dämmermarathon in Mannheim starten, sie will auch wieder den Ultramarathon beim Zermatt Marathon bestreiten, wo sie 2016 Fünfte wurde, und den Jungfrau Marathon, wo sie als 16. im Vorjahr, wie alle Top20-Platzierten, eingeladen ist. Heike Weyrauch vom Veranstalter TV Bad Bergzabern wurde in 2:04:44 Zweite und siegte in der W50. In geringen Abständen die weiteren Platzierten, Christina Ahlers (W40, SG Pfinztal) in 2:05:17 Dritte vor Christine Sauerland (W50, LG MuLi) 2:05:32 und Gisela Kipper vom Ludwigshafener SV in 2:05:53 W50-Dritte.

Seit 30 Jahren dabei: Harald und Theo Baumann, die Zeitnehmer von "baumann sport edv" ermitteln schnell und zuverlässig Zeiten in Baden, Württemberg und der Pfalz und lassen sich nie aus der Ruhe bringen
Das Siegerpaar des ersten Wettbewerbs beim 30. Bad Bergzaberner Kurstadtlauf, dem Altstadt Grand Prix: Mirjam Jaberg-Rysanek und André Zschaubitz Das Siegerpaar des längsten Wettbewerbs beim 30. Bad Bergzaberner Kurstadtlauf: Eva Katz und Matthias Burkhart

Fazit

Knapp 100 weitere Zieleinläufe steuerte die MAXI-Version hinzu. Die Siegerehrungen fand in der Schlosshalle statt, das sonnige Wetter lockte jedoch viele auf den Festplatz nach draußen. Eigentlich war die neue Kombiveranstaltung gar nicht schlecht angekommen, nun muss der Turnverein eben prüfen, ob die Einnahmen weiterhin die sehr moderate Preispolitik zulassen. 50 Cent für einen Kaffee in der Porzellan Tasse und 1 Euro für ein Stück Kuchen, das gibt es sowieso nur noch in der Pfalz.

Für die Durchführung des Kurstadtlaufs zeichnet Ernst Brauer gemeinsam mit seiner Ehefrau Heidi und einem großen Helferstab verantwortlich. Sie sind auch durch ihre Teilnahme auf zahlreichen Volksläufen bekannt

Wer nicht helfen muss, der läuft. Die Bunten vom TV Bad Bergzabern, gut zu erkennen am farbenfrohen Trikot Es gibt aber auch die Kombination Helfen und Laufen. Gertrud Braun brachte als Midi-Schlussläuferin die letzten Läufer/innen nach 2:07:21 ganz entspannt ins Ziel
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Die Startgebühren enden bei 10 Euro für MAXI. Den Altstadt Grand-Prix für 5 Euro, das dürfte so mancher Firmenlaufveranstalter als geschäftsschädigend bezeichnen. Es ist also noch Luft und dem TV Bad Bergzabern würde man wohl eine angemessene Preisanpassung selbst in der Pfalz durchgehen lassen, wenn es auch in Zukunft so sein wird, dass man beim TV Bad Bergzabern läuft, dem Kalorienverlust aber beim Fest der Mandelblüte zu Leibe rückt.

Bericht und Fotos von Constanze & Walter Wagner

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Ergebnisse www.laufinfo.eu - Info www.volkslauf-bad-bergzabern.de
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