30.3.19 - 10. Rockie-Mountain-Lauf Rockenhausen

Jonas Lehmann rockt den Donnersberg

von Wilfried Raatz 

Start zum kleinen Rockie-Jubiläum am Marktplatz. Dichtgedrängt setzt sich das Feld der 250 Starter in Bewegung mit den Favoriten Jonas Lehmann (1) und Tim Könnel (373) Nach 12 km ist der SWR-Sendemast im Visier der Rockie-Läufer
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Der Donnersberg bleibt das Terrain für Jonas Lehmann. Beim kleinen Jubiläum des über 13 km und 560 Höhenmeter führenden Rockie-Mountain-Laufes von Rockenhausen aus zum Gipfel des höchsten Pfälzer Gipfels zeigte sich der 30jährige Heltersberger in einer klasse Form und gewann das überraschend zustande gekommene Duell mit seinem Teamkollegen Tim Könnel sicher. Mit 49:15 Minuten steigerte Jonas seine 2015 aufgestellte Bestmarke von 49:27 um zwölf Sekunden und setzte damit der zehnten Auflage des Rockie-Berglaufes die Krone auf. Bei den Frauen gewann mit Emma Waßmer die Vereinskollegin der Vorjahressiegerin Simone Raatz nach Belieben, mit 1:01:55 lag sie fast drei Minuten vor der Landauerin Anna Clipet. 249 Finisher bescherten Rockie-Chef Stefan Hinze bei herrlichen Laufbedingungen um 20° eine tolle Beteiligung.

Auf dem Weg zum neuen Streckenrekord in 49:15 Minuten: Jonas Lehmann Auch der "Jäger" Tim Könnel lief mit 49:38 noch eine Klassezeit Mark Weidler sicherte dem TuS 06 Heltersberg den Dreifacherfolg Eine stabile Größe in der Spitze beim Pfälzer-Berglauf-Pokal: Marcel Job wird Vierter

"Für heute bin ich wieder der beste Läufer in der Pfalz", freute sich Jonas Lehmann, der vor fünf Wochen beim Straßen-Berglauf von Steinbach aus nicht ganz unerwartet seinem Heltersberger Kollegen Tim Könnel beim Donnersberglauf unterlag. Nach drei oder vier Kilometern bin ich in Führung, es gelang mir aber nie so richtig, mich absetzen zu können. Für mich war es natürlich ein Vorteil, dass ich diese Strecke kannte!" Wie gut Jonas Lehmann diesen Parcours kennt, das geht aus der Tatsache hervor, dass er zusammen mit Sonja Deiß alle zehn bisherigen Ausgaben des Rockie-Laufes bestritten hatte, davon gleich neunmal als Sieger. Neu allenfalls, dass ein Konkurrent bis auf den Schlusskilometer nur knapp dahinter folgte. "Wenn natürlich die Konkurrenz im Nacken läuft, dann lässt du auch bis zum Ziel nicht locker!" Mit 49:38 lieferte Tim Könnel ein starkes Resultat ab, nachdem seine ursprüngliche Planung mit dem 10 km-Straßenlauf "Rund um das Bayerkreuz" wegen Sturmwarnung ausgefallen war und eine Erkältung den gewohnten Rhythmus etwas unterbrach. "Ich bin natürlich super zufrieden", gestand der 25jährige angehende Mediziner.

Als Gesamtfünfter sichert sich Andre Bour zugleich die M40-Wertung Reizvolle Duelle sind Mangelware im vorderen Bereich: Hier duellieren sich Thibeaud Clipet (153) und der M50-Sieger Volker Lintz (361) Marko Martin läuft unter die "Top 10" und wird M45-Sieger

Den Triumpf für den TuS 06 Heltersberg komplettierte Mark Weidler mit verständlicherweise deutlichem Rückstand in 53:03 Minuten. Die den Pfälzer Berglauf-Pokal dominierenden Marcel Job (Erster M35), Andre Bour (Erster M40), Lennart Nies und die Brüder Philipp und Johannes Ullrich folgten auf den nächsten Plätzen. Mit Volker Lintz und Thomas Weishaar belegten die besten M50-Masters bereits die Plätze 13 und 14.

Nach Rang zwei von Steinbach aus wird Emma Waßmer überlegene Frauensiegerin von Rockenhausen Die routinierte Trailläuferin Anna Clipet wird drei Minuten hinter der Tagesschnellsten Emma Waßmer Zweite Claudia Seel holt als W45-Siegerin Rang drei unter allen Frauen

Nach der krankheitsbedingten Absage von Simone Raatz war der Weg frei für deren 23jährige Vereinskollegin vom ASC Darmstadt, Emma Waßmer, die bereits beim Donnersberglauf von Steinbach aus als Zweite ein blitzsauberes Rennen gelaufen war.

Noch liegt Philipp Ullrich auf Rang sechs, im Ziel jedoch ... ... hatte Lennart Nies mit einer Sekunde Vorsprung die Nase knapp vorne Philipps Bruder Johannes wird direkt dahinter dann Achter Gut gelaunt im Mittelfeld: Martin (766) vor Markus (776)

"Ich glaube, dass ich Simone gut vertreten konnte. Wenn sie wieder eingreift in die weiteren Läufe beim Pfälzer Berglauf-Pokal, dann wird es natürlich wieder etwas anders aussehen!"

Derzeit ist die 23jährige bei ihrem dritten Berglauf ihrer jungen Karriere allerdings in einer leichten Pole-Position. Und zu ihren Erfahrungen auf der längsten Strecke im Berglauf-Pokal? "Ich war immer froh, wenn es wieder bergauf ging, denn bergab lief es bei mir heute nicht sonderlich gut!" Mit 1:01:55 Stunden lag die aus dem Südbadischen aus Studiengründen nach Darmstadt gewechselte Emma klar vor der Konkurrenz mit Anna Clipet (1:04:41) und der W45-Siegerin Claudia Seel (1:06:14).

 
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Rockie-Chef Stefan Hinze und Moderator Jochen Heringhaus bei seiner Abschiedstour durch die deutschen Lande Der 3. der M55 Achim Schumacher führt eine Gruppe auf den letzten Kilometer

"Bei mir lief es heute nicht sonderlich gut", gestand Anna Clipet, die vor zwei Wochen den Nanstein-Berglauf für sich entscheiden konnte. "Im Schlussteil hatte ich Rückenschmerzen, außerdem fehlte mir heute irgendwie die Energie". Sie wird auch in diesem Jahr bei den Läufen des Schwarzwald-Pokals, den sie 2018 gewinnen konnte, anzutreffen sein, dann allerdings auch wieder gegen Simone Raatz und vielleicht auch Emma Waßmer.

 
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Sonja Deiß und Jonas Lehmann haben als einzige der Stammgäste alle zehn Läufe mitgemacht. Daneben Stadtbürgermeister Karl-Heinz Seebald (links) und Rockie-Mountain-Lauf-Chef Stefan Hinze (rechts) Die Tagesschnellsten beim Jubiläumslauf (mit v.l.) Claudia Seel (3.), Anna Clipet (2.), Emma Waßmer (1.), Mark Weidler (3.), Jonas Lehmann (1.) und Tim Könnel (2.)
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Am Donnersberg, dem einzigen Berg hierzulande, der das Ziel von zwei attraktiven Bergläufen ist, heißt es "Auf Wiedersehen" in 2020 - aber die Stimme des überaus fachkundigen "Van Man" Jochen Heringhaus wird im kommenden Jahr fehlen, denn der unermüdlich im Wochentakt quer durch Deutschland reisende Moderator hängt zum Jahresende das Mikrophon an den Nagel.

Bericht und Fotos von Wilfried Raatz

Ergebnisse www.berglauf-rockenhausen.de

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