24.3.19 - 44. Gießener Frühjahrslauf in der Wieseckaue

Herrliche Laufwitterung lockt die Läufer in die Aue

von Helmut Serowy 

"Die 1000 gerissen - optimale Bedingungen und gute Stimmung", bilanzierte der Vorsitzende der LGV Marathon Gießen - Oliver Lauff - kurz, prägnant und zugleich hocherfreut den Ablauf des 44. Gießener Frühjahreslaufes in der Wieseckaue. 1082 Meldungen und schnelle Zeiten über alle Distanzen setzten die Ausrufezeichen bei der Traditionsveranstaltung, der nach anfänglichem Zögern auch noch die Sonne ihre Aufwartung machte. Mit 903 Finisher (die hohe Differenz zu den Meldungen ergibt sich aus den Schülerwettbewerben) registrierten die Veranstalter eine erhebliche Steigerung gegenüber den letzten Jahren.

Herrliche Laufwitterung lockte die Läufer zum 44. Gießener Frühjahrslauf in der Wieseckaue
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"Es liegt an euch, ob ihr wahlweise auf der 5, 10 oder 21,1 Kilometer langen Strecke die Rakete zündet oder es gelassen angeht. Der ebene, vermessene und bestenlistenfähige Kurs entlang der Wieseck bietet sich ideal für erste Jahresbestzeiten und eine gute Platzierung für die Mittelhessen-Cup-Wertung an, eignet sich für einen Vorbereitungslauf mit größeren Zielen ebenso wie als nettes Wochenendläufchen im Grünen", bringen es die Organisatoren des Läufer- und Gehervereins Marathon Gießen (LGV Marathon Gießen) auf den Punkt, wenn sie die Werbetrommel für ihren Frühjahrslauf in der Wieseckaue rühren.

Der Gießener Frühjahrslauf bleibt - obwohl einer der ältesten hessischen Volksläufe - auch mit seiner 44. Auflage weiterhin attraktiv und beliebt. In seiner vielfältigen Geschichte erlebte er ständig Anpassungen mit wechselnden Veranstaltungs-Zentren, Streckenführungen und Streckenlängen bis hin zur Marathon-Distanz, die zwischen 1977 und 1983 sieben Mal angeboten wurde.

 
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Den letzten markanten Einschnitt brachte die 5. Landesgartenschau 2014 in Gießen. Ab 2013 musste bereits wegen der umfangreichen Baumaßnahmen die Runde durch den idyllischen Gießener Stadtpark Wieseckaue mit dem in den 30er-Jahren des vorigen Jahrhunderts angelegten und zum Hessentag 1969 erweiterten Schwanenteich aufgegeben werden. Da passte es, dass am Ende des bisherigen 5-km-Rundkurses die Sporthalle des größten Gießener Stadteils Wieseck lag. Die LGV-ler richteten hier ihre aktuelle Zentrale ein. Der Park blieb nun zwar beim Lauf außen vor, aber die bewährte, frühere 3-km-Schleife rechts und links entlang des Flüsschen Wieseck blieb erhalten. Nach Passieren des Start-Ziel-Bereichs bei der 3-km-Marke neben der Sporthalle führt nun eine Wendepunkt-Strecke weiter durch das Tal.

Dicht gedrängt zeigt sich das Mittelfeld Durch eine Gartenkolonie führt die Strecke zur Parkanlage mit Schwanenteich

Bereits nach 5 Kilometern werden die Läuferinnen und Läufer wieder im Stimmungsnest an der Brücke über die Wieseck von einer großen Zuschauer-Kulisse empfangen, laufen danach ins Ziel oder in die nächste Runde. Eine Win-Win-Situation für Aktive, Betreuer und Zaungäste. Für alle gestalten sich die Rennen äußerst kurzweilig und übersichtlich. Mit Verschiebungen der Startzeiten sind die Organisatoren bemüht, die Konkurrenzen zu entzerren und auf den Radwegen sowie den Wendepunkt-Etappen Spitzen- wie Breitensportlern auf allen Distanzen optimale Bedingungen zu bieten. Die Walker eröffneten um 9.45 Uhr das Programm. Die 5-km-Starter folgten um 10 Uhr und die Halbmarathon-Läufer um 10.40 Uhr. Um 10.55 Uhr wurde schließlich das 10-km-Feld auf die Reise durch das beliebte Naherholungsgebiet Wieseckauen geschickt, das sich bis zur Gießener Innenstadt erstreckt.

Spaziergänger, Jogger, Radfahrer, Inlineskater beleben neben den Läufern bei Frühlingstemperaturen die Wege, beobachten von Parkbänken am Wegrand die Starts und Landungen der Segelflugzeuge und Motorsegler auf dem angrenzenden Segelflugplatz des Flugsportvereins Gießen.

Im Rahmen des Frühjahrslaufes richtet der LGV Marathon Gießen zusätzlich Bambini- und Schülerläufe aus. Abseits der Straßenrennen der Aktiven können sich die Nachwuchsathleten auf einem gesonderten Kurs austoben. Die Bambini eröffnen diese Rennen mit ihrem 400-m-Lauf um 10.30 Uhr, bevor bis 12.30 Uhr Schülerinnen und Schüler im ständigen Wechsel über 1000 m starten. Durch die Zusammenarbeit mit den Schulen aktivieren die Verantwortlichen so Jahr für Jahr über 200 Jungs und Mädels. Beachtliche 317 Voranmeldungen und immer noch erfreuliche 207 Finisher boten den bunten Rahmen für diese zusätzliche Veranstaltung.

Mit dem Gießener Frühjahreslauf startete in den letzten Jahren die Straßenlauf-Serie um den Mittelhessen-Cup. Die sechs besten Ergebnisse aus 13 Laufveranstaltungen kommen in die Cup-Wertung. Für den nach 30 Veranstaltungen ausgeschiedenen TV Großen-Buseck hat in dieser Saison der 15-km-Lauf der Limes-Winterlaufserie in Pohlheim bereits im Januar die Cup-Serie eröffnet, so dass bei den Rennen durch die Wieseckauen die Punkte aufgestockt werden konnten. Nach dem Rennen ist vor dem Rennen. So stehen die Organisatoren des LGV Marathon Gießen bereits wieder in den Startlöchern zum 16. Gießener Frauenlauf durch den Schiffenberger Wald mit Walken und Laufen über 5,7 und 9,2 Kilometer. Im Mai übernehmen die Mädels den weitläufigen Start-Ziel-Bereich auf dem Open-Air-Gelände in der Karl-Glöckner-Straße für diesen ebenfalls beliebten Event.

Die Halbmarathon-Läufer starten vor der Wieseck-Brücke Breit gefächert geht es über den Kurs

Halbmarathon

Bevor sich die Halbmarathon-Karawane mit ihren 190 Finishern auf ihre vier 5-km-Runden entlang der Wieseck begab, musste sie auf einem kurzen Wendepunkt-Kurs durch die Wiesen noch die zur Halbmarathon-Distanz fehlende Strecke einfahren. Beim Passieren des Start-Ziel-Bereiches hatte sie sich bereits weit auseinander gezogen.

Vorjahressieger Moritz Weiß vom LAZ Gießen, Maximilian Irle von Spiridon Frankfurt und Sebastian Seidel vom TV Goldbach lagen hier schon in Front und bauten ihre Führung anschließend weiter aus.

 
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Als Duo unterstützten sich dahinter Patrick Wenritsch von der SG Adelsberg und Sören Plag vom LC Mengerskirchen vor dem Solisten Jakob Möller vom Triathlon-Team Wetterau.

Bereits nach einem Kilometer liegen Maximilian Irle, Sebastian Seidel und Moritz Weiß klar in Front (v.li) Das Spitzenquartett der Frauen macht noch gemeinsame Sache

In einer kompakten Verfolgergruppe versammelten sich ein schnelles Frauen-Quartett mit Lokalmatadorin Franziska Rachowski vom LAZ Gießen, der Triathletin Friederike Schoppe von der LSG Goldner Grund Selters, W45-Läuferin Silke Laun und der Jugendlichen Lena Becker von der TGV Schotten.

Moritz Weiß gelang es in der Entscheidung, seinen Begleiter Maximilian Irle abzuschütteln. Mit 1:14:00 Stunden musste er sich allerdings um eine Minute steigern, um erneut den Gießener Halbmarathon zu gewinnen. Irle sicherte sich in 1:14:19 Stunden den zweiten Platz. Sebastian Seidel, der zwischendurch zurückgefallen war, siegte als Dritter nach 1:16:46 Stunden in der M35. Den Kampf um Platz vier und die M30-Krone gewann Patrick Wendritsch mit 1:17:54 Stunden vor Sören Plag (1:18:17 Stunden).

Moritz Weiß verteidigt seinen Halbmarathon-Titel Patrick Wendritsch (li) und Sören Plag laufen Platz vier und M30-Sieg untereinander aus Weiter erfolgreich ist in der M55 Stefan Kopp Die M50 führt Volker Isigkeit an

Jakob Möller hielt mit 1:22:42 Stunden seinen siebten Platz vor der heranrückenden Verfolger-Gruppe. Aus dieser erarbeitete sich als Gesamt-Neunter Stefan Kopp vom TSV Krofdorf-Gleiberg mit 1:23:26 Stunden den Erfolg in der M55. Oliver Debus von der LG Dill (1:25:17 Stunden) lag in der M45, Marc-Philipp Schäfer (1:26:45 Stunden) in der M40, Volker Isigkeit von der TSG Fechenheim (1:33:47 Stunden) in der M50, Hans-Peter Schäfer vom MTV Gießen (1:36:05 Stunden) in der M60 und Michael Stein aus Schönstadt (1:44:55 Stunden) in der M65 in Front.

In ihrer großen Gruppe zogen die schnellen Frauen gemeinsam ihren Stiefel durch. Nach zehn Kilometern verlor Lena Becker allerdings den Anschluss und gab später das Rennen auf. Nach einem Sturz und mit blutendem Knie fiel auch Silke Laun aus der unterstützenden Truppe, hielt aber weiter als Solistin Sichtkontakt. Im Finish erkämpfte sich Franziska Rachowski mit 1:23:30 Stunden den Siegerpokal vor der ebenfalls unermüdlich kämpfenden W40-Siegerin Friederike Schoppe (1:23:51 Stunden). "Ohne den Sturz hätte ich mithalten können", haderte Silke Laun, die dennoch mit hervorragenden 1:24:23 Stunden den dritten Rang schaffte und überlegen die W45 gewann.

Lokalmadatorin Franziska Rachowski ist im Finish des Halbmarathon nicht zu bezwingen "Silber" und schnellste Zeit der W40 erreicht Friederike Schoppe Trotz Sturzes erkämpft sich Silke Laun mit glänzenden 1:24:23 Stunden als Dritte die W45-Krone Veronika Wesp sicherte sich mit dem vierten Platz den Sieg in der W30

Maria Schmidt vom TSV Krofdorf-Gleiberg (1:32:04 Stunden) lief vor Victoria Pohlmeier von der Uni Marburg (1:37:23 Stunden) auf den vierten Platz. Sechste wurde die schnellste W35-Starterin Dietlind Nieke vom LC Diabü Eschenburg (1:37:23 Stunden) vor W30-Siegerin Veronika Wesp aus Marburg (1:37:53 Stunden). In der W50 setzte sich Britta Wagner vom TSV Kleinlinden (1:45:20 Stunden) durch, in der W55 Marieluise Hermanns vom AS LahnLaender Lahnau (1:57:32 Stunden), in der W60 Rosi Hausner vom Treiser LWT (1:50:50 Stunden), in der W65 Lioba Eß-Leim (1:58:05 Stunden) und in der W70 Brigitte Echzeller vom TV Echzell (2:00:17 Stunden).

10 Kilometer

Die Zwillinge Julian und Philipp Häßner vom SC Impuls Erfurt zeigten dem lang auseinandergezogenen 10-km-Feld mit seinen 327 Finishern vom Start weg die Hacken und jagten Seite an Seite davon. Mit 10-km-Bestzeiten von 31:58 min und 32:00 min ausgerüstet, sorgten die Youngsters ordentlich für Furore und brachten ihre Verfolger in Zugzwang.

Teklay Rezene vom LC Mengerskirchen nahm sich ein Herz und schloss auf. Hinter dem Trio verbündeten sich der Vorjahres-Zweite David Schön vom TSV Krofdorf-Gleiberg und Jannik Ernst vom TV Waldstraße Wiesbaden zu einem Verfolger-Duo, das die Spitze aber allmählich ziehen ließ. Als Einzelkämpfer folgten dahinter Relin Mehrhoff (Trianhas Bad Arolsen) und Claudius Pyrlik vom TSV Krofdorf-Gleiberg.

Julian (li) und Philipp Häßner führen das 10-km-Feld nach dem Start an Die Verfolger verteilen sich auf dem Radweg in Richtung Gießen

Nach acht Kilometern rückten Schön und David etwas näher an die Spitzenläufer heran. Auf der entscheidenden Wendepunkt-Strecke überschlugen sich dann die Ereignisse. Überraschend hielt Teklay Rezene weiter die Führung und erkämpfte sich mit neuer Bestzeit von 32:15 min den Sieg. David Schön und Jannik Ernst stürmten dichtauf in 32:16 min und 32:18 min noch bis zu "Silber" und "Bronze" heran. Philipp Häßner folgte als Vierter in 32:33 min und verbesserte seine Vorjahreszeit um fast eine Minute. Julian Häßner steigerte sich als Fünfter mit 32:34 min gegenüber 2018 um 24 Sekunden.

Relin Mehrhoff verteidigte seinen sechsten Platz mit 33:52 min. Claudius Pyrlik lief auf den siebten Platz und siegte nach 34:51 min in der M45. Schnellster der M40 war Christoph Kahn vom Tuspo Hörbach in 36:34 min und Andreas Senner vom TuS Deuz gewann die M50 in 36:53 min. Weitere Senioren-Erfolge schafften in der M55 Carsten Bock vom Treiser LWT (41:44 min), in der M60 Chris Fröhlich von der LG Brechen (40:29 min), in der M65 Günter Lowak von der LGV Marathon Gießen (42:56 min), in der M70 Otto Jatsch vom Team Naunheim (48:22 min) und in der M75 Dieter Mötz aus Griedelbach (1:06:22 Stunden).

Die Zwillinge Julian und Philipp Häßner (verdeckt) führen über 10 km noch vor dem Sieger Teklay Rezene David Schön (re) und Jannik Ernst erkämpfen sich bei der Sekunden-Entscheidung die Plätze zwei und drei Stärkster M50-Starter ist Andreas Senner Eine Woche nach dem 30-km-Lauf in Friedberg ist Otto Jatsch in der M70 erneut vorne

Spannend entwickelte sich auch das Rennen bei den Frauen. An der Spitze bestimmten die Polizei-Europameisterin im Triathlon und Deutsche Halbmarathon-Meisterin der W40, Stephanie Weiß vom TSV Krofdorf-Gleiberg, sowie die U23-Neunte der Deutschen Crossmeisterschaften, Antonia Schermuly vom LC Mengerskirchen, die Pace und drückten auf die Tempodüse. In der Vorbereitung auf die Deutschen Halbmarathon-Meisterschaften in Freiburg konnte sich Antonia Schermuly schließlich im letzten Renndrittel etwas lösen. Jubelnd stürmte sie mit neuer Bestzeit von 38:01 min über die Ziellinie.

Vereinskollegin Carolin Schermuly (W35), die am Vortag noch den 5-km-Lauf in Langendernbach und damit zugleich die Winterlaufserie der Westerwälder LG Dornburg gewann, hatte den 10-km-Lauf in Gießen ruhig angehen lassen, kam aber immer besser in Schwung und schaffte es erstaunlicherweise, auf dem letzten Kilometer noch an Stephanie Weiß heran- und sogar vorbeizulaufen. Die Vorjahressiegerin lief mit ihrer Bestzeit von 38:31 min gleich 43 Sekunden schneller als vor Jahresfrist an gleicher Stelle und sicherte dem LCM einen unerwarteten Doppelsieg. Triathletin Stephanie Weiß erreichte mit dem dritten Platz in 38:43 min "Gold" in der W40.

Sieg und neue Bestzeit feiert Antonia Schermuly über 10 km Überraschend sorgt Carolin Schermuly ebenfalls mit Bestleistung für einen Doppelsieg des LC Mengerskirchen Mit dem dritten Rang siegt Stephanie Weiß zugleich in der W40 Platz vier und W30-Erfolg verbucht Kristina Jago

Platz vier und W30-Sieg holte sich Kristina Jago (Praxis für Osteopathie Ben Grell) in 41:23 min vor Ina Grebe von der SG Wenden (42:47 min). Mit dem sechsten Platz erreichte Friederike Lendeckel (43:45 min) in der W40 den zweiten Platz. Weitere Erfolge feierten in der W45 Eva Brandl von der TSG Leihgestern (46:11 min), in der W50 Anke Konnertz aus Marburg (45:29 min), in der W55 Britta Bannenberg (50:03 min), in der W60 Hedwig Riehl von SV Erfurtshausen (49:59 min), in der W65 Ilse Hammer (59:39 min) und in der W70 Charlotte Kraushaar vom ASC Licher Wald (56:40 min).

5 Kilometer

Die 5-km-Runde entlang der Wieseck nutzte Langstreckler Niklas Raffin vom TSV Krofdorf-Gleiberg zu einer neuerlichen "Tempospritze". Ungefährdet zog er dem Feld der 142 Finisher davon und ließ sich nach 16:33 min im Zieleinlauf von Moderator Sven Schnitker feiern. Die weiteren Podestplätze sicherten sich Clemens Möller vom VfL Marburg (16:54 min) und Philipp Haas (Schunk läuft, 17:51 min). Nach einer Verletzungspause meldete sich Christoph Mohr vom TSV Krofdorf-Gleiberg (M30-17:56 min) vor Florian Beuermann vom TSV Cappel (M35-18:06 min) zurück.

Das Laufprogramm des Gießener Frühjahrslaufes eröffnen die 5-km-Starter Fünf Kilometer haben auch die Walker zu bewältigen

Bereits auf dem sechsten Platz folgte der U14-Sieger Samuel Möller von der TSG Limbach/Triathlon in 18:16 min vor dem B-Jugend-Schnellsten Nico Debus von der LG Dill (18:25 min). Locker ließ es der frühere Senioren-Berglauf-Weltmeister Werner Schanne vom Team Naunheim angehen. "Eigentlich möchte ich keine Wettkämpfe mehr laufen. Ich trabe hier die 5 Kilometer locker mit", hielt der frühere Hessenliga-Fußballer den Ball flach. Obwohl in den letzten Jahren von vielen Verletzungen gebeutelt, zeigte der M80-Läufer mit seinen 26:22 min aber einmal mehr den meisten Jüngeren die Fersen.

In der Frauen-Konkurrenz überzeugte die starke Triathletin Lisa Gerß vom Tri-Team Gießen mit ihren erzielten 18:50 min. Mountainbike-Spezialistin und ebenfalls als Triathletin erfolgreich ist W50-Siegerin Birgit Jüngst-Dauber vom VfL Marburg, die sich mit 20:47 min die Silbermedaille vor Davina Bohn vom TuS Deuz (20:56 min) sicherte. Als Vierte siegte Hannah Lösel von der TSG Oberursel (21:10 min) in der U14 vor Charlotte Weigand vom ASC Breidenbach (21:49 min).

Überlegen stürmt Niklas Raffin über die 5km Strecke Den zweiten Platz übernimmt Clemens Möller Triathletin Lisa Gerß dominiert die Frauen-Konkurrenz über 5 km Stark tritt W50-Athletin Birgit Jüngst-Dauber als Zweite auf
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Neben den Läufern nahmen auch 38 Walker die 5-km-Strecke unter die Füße. Diese mischte der nach einer Verletzungspause zu den Gehern gewechselte Pascal Moos von der LG Asslar-Werdorf mit 31:09 min auf. Die M65 und die M70 gewannen Jürgen Viehl (34:41 min) und Heinz David vom Treiser LWT (35:27 min). Flotteste Walkerinnen waren Uschi David vom Treiser LWT (W65-36:08 min), Sybille Nickel von der LG Brechen (W55-37:23 min) und Susanne Pfeiffer vom TV Homberg (W45-37:27 min).

Schüler-Rennen

Erfolgreich arbeitet die LGV Marathon Gießen mit den heimischen Schulen zusammen, wenn sie den Bambini- und Schülerlauf im Rahmen des Frühjahrlaufes in der Wieseckaue anbietet. So gelingt es, jährlich über 200 Nachwuchsathleten zum Start neben dem Wiesecker Sportgelände zu aktivieren.

Auch wenn recht viele der diesmal 317 vorgemeldeten Mädels und Jungs schließlich am Sonntagmorgen fehlten, zeigen 207 begeisterte Finisher mit ihren Betreuern und Fans die große Beliebtheit dieses abseits vom Straßenlauf durchgeführten Wettbewerbes. Stolz lassen sie sich anschließend für ihre Leistungen die wohlverdienten Medaillen umhängen.

Das Feld der Bambini führten über 400 m Laurin Kraus (1:51 min) vor Fynn Speer (2:01 min) und Lukas Däschner (2:17 min) sowie Anna Gentile (2:20 min) vor Aurelia Reinke (2:25 min) und Celina Hartwig (2:29 min) an.

Jahrgangsweise folgten die Schüler und Schülerinnen mit ihren Rennen auf einem flachen 1000-m-Kurs.

Als stärkste Schüler präsentierten sich M11-Sieger Elias Vogel von der Wiesengrundschule Leihgestern in 3:55 min vor dem Gewinner der M10, Matthis Günther von der Grundschule Annerod (3:57 min). 4:01 min wurden für die Zweiten der M10 und der M11 - Niklas Hein von der Wiesengrundschule Leihgestern und Sagi von Kalckreuth von der Grundschule Annerod - gestoppt.

Als schnellste Schülerin erreichte Jemima Möller (W10) von der Theodor-Heuss-Schule nach glänzenden 4:03 min das Ziel vor der Wiesecker Turnhalle. Isabelle Colett von der Wiesengrundschule Leihgestern (4:21 min) und Marlene Dorenkamp von der Wilhelm-Leuschner-Schule Heuchelheim (4:22 min) lieferten sich ein packendes Duell um den Klassensieg der W11.

Bericht und Fotos von Helmut Serowy

Ergebnisse lgv-marathon.de/fruehjahrslauf

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