3.3.18 - 26. Marburger Lahntallauf

Rekordbeteiligung

von Helmut Serowy

Hoch über dem Lahntal thront in Marburg das markante Landgrafenschloss und blickt majestätisch über historische Altstadt-Dächer hinunter in die weiten Lahnwiesen. Am ersten März-Samstag versammelten sich in diesen Lahnwiesen am Fuße des hohen Bergkegels, den das Schloss krönt, die rührigen Lahntal-Läufer zu ihrem Tagwerk, das bei der 26. Auflage besonders hart werden sollte.

Bis in das 9. Jahrhundert reichen die Ursprünge des Schlosses zurück, das 1122 die Landgrafen von Thüringen erbten. Sie bauten die Burganlage zu einer Nebenresidenz der Wartburg aus. Im Jahre 1263 übernahm Heinrich nach dem Aussterben der Thüringer und jahrelangen Auseinandersetzungen die Regierung und begründete die Landgrafschaft Hessen. Die Marburger Burg ließ er zu einem repräsentativen Wohnsitz ausbauen. Immer wieder wurde in der Folgezeit das Schloss umgebaut und durch Bauwerke mit zahlreichen künstlerischen Details wie Erkern oder besonderen Fenstern ergänzt.

Auf geräumten Wegen schlängelte sich die Läuferkarawane beim Lahntallauf in Marburg durch die verschneiten Lahnwiesen
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1604 starb mit dem Tode von Ludwig IV. die Linie Hessen-Marburg aus. Marburg verlor seine Stellung als Residenz. Das Schloss wurde als Strafanstalt und später als Staatsarchiv genutzt. Heute sind große Teile des Schlosses im Besitz der Marburger Philipps-Universität. Seine besondere Ausstrahlung hat das Landgrafenschloss mit seinem exponierten Sitz behalten. Es bildete auch zum 26. Mal wieder die beeindruckende Kulisse für die sich nach dem gemeinsamen Start endlos entlang der Lahn hinziehenden Läuferschlange des Marburger Lahntallaufes.

Das Zentrum der vom Ultra Sport Club Marburg organisierten Veranstaltung befindet sich in der großen Sporthalle neben dem Georg-Gassmann-Stadion in Marburg. Sie ist Anlaufpunkt für die Meldeformalitäten und von hier aus machen sich die Starter nach den Siegerehrungen auch wieder auf den Heimweg. Zwischendurch allerdings gilt es, einen 10-Kilometer-Rundkurs durch die Lahnwiesen ein bis fünf Mal zu durchlaufen. Ein kurzer Fußweg führt vom Stadionbereich zum Start-Ziel-Bereich auf der anderen Lahnseite. Hier fällt um 10 Uhr der Startschuss für gleich fünf Laufstrecken.

Traditionelle Königsdisziplin ist der von den Marburger Ultra-Langstrecklern angebotene 50-km-Lauf - in dessen Rahmen auch bereits wiederholt die Deutschen Titelkämpfe ausgetragen wurden. Neben dem Marathon wird seit 2016 als kürzere Aufbaustrecke für die Frühjahr-Marathons auch offiziell der 30-km-Lauf angeboten. Besonders stark frequentiert werden zum Saison-Auftakt der Halbmarathon und die 10 Kilometer. Ein erfreulicher Service der Veranstalter: die Meldungen zum 50-km-Lauf und zum Marathon gelten zugleich für die kürzeren Strecken. Die Langstreckler haben damit die Möglichkeit, ihr Rennen nach Marathon, 30 Kilometern oder Halbmarathon vorzeitig abzubrechen und dennoch in den entsprechenden Wertungen geführt zu werden.

Gemeinsamer Start aller fünf Wettbewerbe. Trotz der widrigen Bedingungen vermeldeten die Organisatoren 170 Nachmeldungen und 687 Finisher

Die flache, amtlich vermessene 10-Kilometer-Strecke führt die Läufer auf Radwegen durch das Lahntal in das südlich gelegene Cappel und nach einer Schleife über Gisselberg entlang des anderen Lahnufers zum Start-Ziel-Bereich in Höhe des Marburger Südbahnhofes zurück. Halbmarathon- und Marathonläufer müssen kurz vor dem Zieleinlauf noch Wendepunkt-Kurse in nördlicher Richtung anhängen, um ihre offiziellen Streckenlängen zu erreichen.

Ständig steigende Teilnehmerzahlen zeigen die Beliebtheit des Marburger Lahntallaufes. Das vielfältige, bestenlistenreife Streckenangebot lockte in den beiden letzten Jahren jeweils über 1000 Starter an die Lahn. 815 Voranmeldungen ließen die Veranstalter des Ultra Sport Club Marburg auf einen weiteren Teilnehmerrekord hoffen. Schneefall in der Nacht zum Samstag und immer noch heftiger Frost hielten allerdings sicherlich zahlreiche Laufinteressierte von einem Start ab. Dennoch vermeldeten die Organisatoren erstaunliche 170 Nachmeldungen und insgesamt 987 Meldungen und berichteten: "Mit dieser Resonanz bei der widrigen Witterung sind wir sehr zufrieden."

Einen starken Einstand feierte beim 26. Lahntallauf der neue Organisationsleiter Arne Pflüger, der die Veranstaltung ein Jahr nach dem 25-jährigen Jubiläum reibungslos mit dem eingespielten Organisationsteam über die Bühne brachte und einen vielgelobten Job ablieferte. Lob von allen Seiten erhielten die Macher des Laufes aber auch für die tolle Streckenpräparation. Der gesamte Kurs war vom frühmorgendlichen Schnee geräumt und problemlos zu belaufen. Diesen Dank nahmen die Organisatoren erfreut an, gaben ihn aber auch gleich weiter: "Den Dank für das Streckenräumen und die perfekte Streckenbeschaffenheit müssen wir an den Dienstleistungsbetrieb der Stadt Marburg weitergeben, der das pünktlich trotz sicher weiterer Aufgaben an diesem Samstagmorgen übernommen hat. Wir freuen uns, dass uns die Universitätsstadt bei unseren Laufveranstaltungen - auch beim Nachtmarathon (29. Juni) - immer so gut unterstützt."

Ulrike Greif (re-50018) führte als Schnellste der W45 die 50-km-Läuferinnen an Ewa Szczeblewski freute sich über den zweiten Rang über 50 km und den Erfolg in der W55

Ultramarathon

Zahlreiche Topzeiten prägen seit Jahren die Marburger "Königsdisziplin" über 50 Kilometer auf dem flachen Rundkurs im Lahntal. Der gemeinsame Start der Strecken von 10 bis 50 Kilometer bietet insbesondere den Spitzenläufern die Möglichkeit, zumindest anfangs mit Startern über die kürzeren Distanzen zusammenzuarbeiten.

Dicht an den Strecken- und früheren deutschen Rekord von Peter Seifert (LSW Lok Arnstadt) aus dem Jahre 2011 mit 2:52:26 Stunden liefen in den letzten Jahren Benedikt Hoffmann von der TSG Heilbronn (2017: 2:54:12 Stunden) und Nils Bubel aus Berlin bei den Deutschen Meisterschaften 2015 (2:55:16 Stunden). Eine Woche vor den deutschen und hessischen 100-km-Meisterschaften in Rheine lagen diese Zeiten allerdings diesmal außer Reichweite. Flott unterwegs war anfangs Manuel Tschenscher vom ASC Friedberg-Fauerbach. Nach Zwischenzeiten von 43:06 min über 10 und 1:26:49 Stunden bei 20 Kilometern lag er mit 2:10:41 Stunden bei der 30-km-Marke noch beachtliche acht Minuten vor dem späteren Sieger Dirk Thomas aus Eisenach. Selbst nach 40 Kilometern (2:57:12 Stunden) führte er das Feld noch mit über sieben Minuten Vorsprung an, musste dann allerdings zurückschalten. Mit letztlich 3:56:02 Stunden wurde er als Dritter und Sieger der M35 bedauerlicherweise nicht ausreichend für seinen Vorstoß belohnt.

Ein erstaunlich gleichmäßiges Rennen zeigte dagegen der Thüringer Dirk Thomas. Die erste 10-km-Runde durchlief er in 46:17 min. Dieses Tempo zog er wie ein Uhrwerk weiter durch. Mit 3:50:24 Stunden schaffte er eine Punktlandung. Der Gesamtsieger führte damit auch die M45 an. Auch Jochen Philipp von den DZ Bank Runners wurde für seine disziplinierte Renneinteilung mit 10-km-Abschnitten im Bereich von 47:15 min belohnt. Der M50-Sieger lief noch bis auf den zweiten Rang vor. Zur M50 zählte auch der vierte 50-km-Finisher Hans Jäger vom TSV 05 Rot, der dem Vorjahres-Siebten Ferenc Zsoldos vom PSV Grün-Weiß Kassen (M45 - 4:06:03 Stunden) und dem dritten M50er Olaf Graf von der TSG Friedrichsdorf (4:06:56 Stunden) die Hacken zeigte.

Vorne im Läuferpulk der Verfolger Gundi Weckenmann (in Schwarz) - 50-km-Dritte und Zweite der W45 Frohen Mutes durchliefen die 50-km-Starter ihre fünf Runden entlang der Lahn

Der Frauenkonkurrenz enteilte die Vorjahres-Vierte Ewa Szczeblewski. Nach 10 Kilometern lag sie mit 51:05 min bereits zweieinhalb Minuten vor der späteren Siegerin Ulrike Greif vom TSV Wolfratshausen (53:30 min) und dreieinhalb Minuten vor der Dritten, Gundi Weckenmann von den "Kauffrauen" (54:35 min). Auch auf der zweiten Runde ließ die Führende ihre Verfolgerinnen nicht näher herankommen. Auf der zweiten Streckenhälfte rückten ihr diese allerdings auf den Pelz. Ulrike Greif hatte mit ausgeglichenen Rundenzeiten nach 30 Kilometern (2:39:45 Stunden) nur noch 45 Sekunden Rückstand und auch Gundi Weckmann (2:41:22 Stunden) holte auf.

Eingangs der letzten Schleife durch die Lahnwiesen lag Ulrike Greif (3:33:46 Stunden) bereits 1:15 min vor Ewa Szczeblewski (3:35:01 Stunden). Auch wenn sich nicht mehr weiter lösen konnte, ließ sich jetzt nicht mehr die Butter vom Brot nehmen. Mit 4:28:31 Stunden verteidigte sie als Siegerin und Schnellste der W45 einen Vorsprung von einer Minute. Ewa Szczeblewski steigerte sich gegenüber dem letzten Jahr (4:53:11 Stunden) um über 23 Minuten auf 4:29:29 Stunden und dominierte mit dem zweiten Rang zusätzlich die W55. Damit wehrte sie auch die Angriffe der Dritten, Gundi Weckemann, erfolgreich ab. Diese schaffte mit ihren 4:32:37 Stunden in der W45 zudem den zweiten Platz.

Mit den schnellsten Läuferinnen der W30 und der W35 folgten auf den Plätzen vier bis sechs Lisa Hartmann von der VLG Eisenbach (4:41:47 Stunden), Claudia Wehnert aus Hamburg (5:06:07 Stunden) und Nina Stein vom TV Breitenbach (5:22:20 Stunden) die jüngeren Starterinnen auf der Ultra-Strecke vor der W50-Stärksten Heike Kabella von der LG Vellmar (5:23:27 Stunden).

Marathon

Was auf dem schnellen Marburger Kurs trotz heftiger Kälte und nächtlichem Schneefall möglich ist, zeigte der Kölner Marathon-Sieger Marian Bunte (Bunert-Der Kölner Laufladen). Im letzten Jahr hatte er den Streckenrekord auf 2:34:24 Stunden gesteigert. Auf der optimal vorbereiteten und vom Schnee befreiten Strecke stürmte er mit einer 10-km-Zwischenzeit von 35:35 min in Richtung einer Endzeit von unter 2:30 Stunden.

Dieses Ziel steuerte er mit 1:11:01 Stunden nach 20 km und 1:47:00 Stunden nach 30 km weiter an. Erst auf der letzten Runde mit der Zusatzschleife über 2,195 Kilometer musste er zurückstecken. Vom Laufmoderator Artur Schmidt aus Herborn stürmisch begrüßt, verbesserte er seinen Streckenrekord dennoch um eine weitere Minute auf 2:33:27 Stunden.

Marian Bunte (re) steigerte seinen Marathon-Streckenrekord als Solist auf 2:33:28 Stunden. Yasmin Yasin (li) belegte über 30 km in der Frauen-Hauptklasse den fünften Platz Eva Skalsky dominierte die Frauen-Konkurrenz im Marathon - Oliver Kovalowsky wurde 3. und erreichte in der M45 den zweiten Rang Glänzend hielt sich der M70-Sieger im Marathon - Günther Scheibehenne (graue Mütze, 40116) mit 3:36:48 Stunden

Die distanzierte Konkurrenz führten die M45-Läufer Heiko Notheisen von den Lußhardtläufern Hambrücken in 3:18:46 Stunden und der dichtauf folgende Oliver Kovalovsky vom RC OPI 3:19:22 Stunden) an. Dahinter setzte sich in der M40 Michael Schmitten vom TuS Valemetal (3:24:00 Stunden) vor Torsten Heymel von der LG Rippershausen (3:32:55 Stunden) durch.

Hinter dem sechsten Marathon-Finisher und Dritten der M45, Matthias Schmitt von der LG Würzburg (3:35:30 Stunden), glänzte das unverwüstliche "Urgestein" Dr. Günther Scheibehenne vom STC Hommertshausen. Der auch als Triathlet erfolgreiche Marathoni erkämpfte sich mit herausragenden 3:36:48 Stunden den Erfolg in der M70. Weitere Seniorensiege verbuchten in der M50 Andreas Look vom TV 05 Wetter (3:41:00 Stunden), in der M55 Dr. Ekki Hintzsche aus dem Ostseebad Kühlungsborn (3:44:35 Stunden), in der M60 Herbert Adams (3:42:26 Stunden), in der M65 Günter Scheeff von der SG Stern Stuttgart (4:00:48 Stunden) und in der M75 Dieter Reich vom TTSV Heckenhausen (5:15:00 Stunden).

Als Gesamt-Fünfte mischte die Frauen-Siegerin Eva Skalsky vom LuT Aschaffenburg überaus erfolgreich im Marathonfeld mit. Ihre schnelle Angangszeiten mit 47:00 min bei 10 und 1:34:31 Stunden bei 20 Kilometern konnte sie auf der zweiten Streckenhälfte zwar nicht mehr halten. Mit 3:28:43 Stunden distanzierte sie die Vorjahressiegerin Sylke Kuhn vom 100-Marathon-Club dennoch um sieben Minuten. Sylke Kuhn verbesserte sich gegenüber dem Lauf im Jubiläumsjahr um elf Minuten auf 3:35:40 Stunden. Auch sie ließ lediglich sechs Läufern im Ziel den Vortritt und feierte neben "Silber" im Gesamteinlauf den Gewinn der Goldmedaille in der W45. Weit vorne landete als Gesamt-Elfte und dritte Frau schließlich auch noch Maryam Mayer vom TSV Wolfratshausen. Mit 3:39:49 Stunden führte sie die W40 vor Alexandra Reeg vom SC Güttersbach (3:53:00 Stunden) an. Als Fünfte und Sechste platzierten sich Birgit Kurzhals von der LG Vellmar (3:54:43 Stunden) und Claudia Demuth von der Eintracht Frankfurt (3:59:10 Stunden) in der W45 und der W40 als Zweite und Dritte. Über ihre Klassensiege in der W50, der W55 und der W60 freuten sich Michaela Krause vom SC Güttersbach (4:36:43 Stunden), Iris Henche vom SC Oberlahn (4:09:35 Stunden) und Sima Fern vom Ginnheimer LT (6:09:49 Stunden.

Die 30 km gewann Daniel Schulz-Thomè (rechts) mit drei Minuten Vorsprung
- Foto Archiv Helmut Serowy
Svenja Gliem siegte mit acht Minuten Vorsprung in der Frauen-Konkurrenz über 30 km

30 Kilometer

Den seit zwei Jahren auch als offizielle Wettkampfstrecke angebotenen 30-km-Lauf hatte Daniel Schulz-Thomè von der LG Wettenberg (M35) mit 2:08:12 Stunden unter Kontrolle. M30-Starter Janik Adrian aus Frankfurt lief sich mit 2:11:16 Stunden noch bis auf den zweiten Rang nach vorne. Bereits auf dem dritten Rang landete nach den drei Runden entlang der Lahn der M50-Sieger Thorsten Pfaff aus Neuenstein-Gittersdorf mit 2:12:35 Stunden vor Gabriel Lautenschläger (2:12:54 Stunden) und Uwe Hartmann (M35) von der SG Stern Sindelfingen (2:14:47 Stunden). Rüdiger Brands von der VLG Eisenbach (2:15:52 Stunden) lief als Sechster in der M50 auf den zweiten Rang und Erwin Jost vom Hünfelder SV+LT (2:19:19 Stunden) feierte als Siebter den Erfolg in der M55. Weit in Front lag in der M60 Lokalmatador Norbert Madry vom SF Blau-Gelb Marburg mit 2:26:08 Stunden. Gut hielt sich in der M65 auch Rüdiger Ulrich von der LG Kreis Verden (2:35:53 Stunden).

Lokalmatadorin Heike Schneider erkämpfte sich als Dritte Frau im 30km Rennen den Erfolg in der W50 Wolfgang Wild hatte für 50 km gemeldet und nutzte die Möglichkeit, bereits bei 30 km das Rennen als Vierter der M45 zu beenden

Lediglich sechs 30-km-Läufer waren schneller als Svenja Gliem von der TGV Augsburg, die die Frauen-Konkurrenz mit 2:17:15 Stunden sicher im Griff hatte. Ebenfalls unbedrängt sicherte sich Friederike Michel (Fit im Grund) nach 2:25:34 Stunden den zweiten Rang. Den Kampf um den dritten Rang entschieden die Bruttozeiten. W50-Siegerin Heike Schneider aus Marburg - Vorjahres-Zweite in 2:23:16 Stunden - glückte erneut der Sprung auf das Siegerpodest. Brutto 2:32:51 Stunden/Netto 2:32:44 Stunden brachten ihr den dritten Rang in der Gesamtwertung vor der W40-Siegerin Sabrina Kunde (Brutto 2:33:00/Netto 2:32:48) und der dritten Hauptklasse-Läuferin Wiebke Strassemeyer von der LGV Marathon Gießen (Brutto 2:33:50/Netto 2:32:32). Eine klare Angelegenheit waren dann wieder die Plätze sechs und sieben von Tabea Lorch aus Marburg (2:36:29 Stunden) und Yasmin Yasin aus Frankfurt (2:37:53 Stunden). Ursula Demuth vom LT Freigericht (2:41:29 Stunden) führte die W45 an, Ingrid Hille vom TV Laubenheim gewann die W55 (3:31:36 Stunden).

Halbmarathon

Mit Silvio Welker von der LG Wettenberg und Fabian Pretz vom SC Neukirchen bestimmte ein Duo den Halbmarathon. Gemeinsam passierten sie nach 37:29 min die 10-km-Marke und hielten auch auf der zweiten Runde mit der kurzen Zusatzschleife vor dem Ziel das Tempo bei. Im Finish hatte der M40-Starter Silvie Welkner mehr zuzusetzen und sicherte sich den Triumph in 1:18:33 Stunden noch sicher vor Fabian Pretz, der nach 1:19:08 Stunden als Zweiter folgte. Anschluss hielt als Dritter und Schnellster der M30 noch Philipp Liedmann vom SC Neukirchen mit 1:21:46 Stunden. Das dichte Verfolgerfeld führte der Zweite der M30, Christian Exner (Jack Daw Training, 1:26:24 Stunden) vor dem Marburger Simon Linneweber (1:26:41 Stunden), Dario Hördemann vom KSV Baunatal (1:26:54 Stunden) und den zeitgleich nach 1:27:42 Stunden einlaufenden Dominic Rumpf und Patrick Dross vom Tuspo Holzhausen an.

Beim Halbmarathon hatte in Marburg Silvio Welkner die Nase vorn
- Foto Archiv Helmut Serowy
Im letzten Jahr trumpfte Laureen Adriana Picado Maagh über 50 km auf. Diesmal setzte sie sich beim Halbmarathon durch

Ihre Marburger Erfolgsserie setzte im Frauenlauf Laureen Adriana Picado Maagh (Laufen gegen Leiden) beim "Heimspiel" fort. Die Siegerin des 50-km-Lahntallaufes und des Nachtmarathons 2017 startete beim Lahntallauf 2018 über die Halbmarathon-Distanz und lag hier nach 1:37:32 Stunden erneut klar in Front. Weitere heimische Läuferinnen schafften den Sprung auf das Siegerpodest. Sabine Seefried vom LMN Marburg sicherte sich nach 1:38:57 Stunden den zweiten Rang vor der W45-Siegerin Anke Konnertz von der Sparkasse Marburg-Biedenkopf, die 1:42:50 Stunden schaffte. Vierte wurde Sarah Krause (W30) vom VfL Marburg in 1:43:53 Stunden vor Friederike Hagedorn aus Gießen (1:44:44/1:44:32) und Jana Schütt (W35) vom SF Blau-Gelb Marburg (1:44:47/1:44:30). Yella Alban von der LG Laubach (1:46:34 Stunden) gewann die W40, Claudia Hoffarth vom TV Lohra (1:53:58 Stunden) die W50, Beatrix Nöding vom LC Marathon Rotenburg (1:54:11 Stunden) die W55 und Inge Kluge von der TSG Leihgestern (2:10:57 Stunden) die W60.

10 Kilometer

Das Spitzentrio Kilian Schreiner und Yibrah Gidey Kahsay aus der starken Läufertruppe des ASC Breidenbach und Micha Thomas von der LG Eder dominierte den 10-km-Lauf in Marburg. Im Finish spielte der Deutsche Hochschulmeister über 3000 m mit 8:22,39 min - Kilian Schreiner - seine Spurtqualitäten aus und siegte in 33:31 min vor seinem Vereinskollegen Yibrah Gidey Kahsay (33:36 min) und M30-Sieger Micha Thomas (33:42 min). Als Vierter rang Alexander Hirschhäuser vom ASC Breidenbach mit 34:04 min den Zweiten der M30, Thorsten Herrig vom VfL Marburg (34:08 min) nieder. Die Plätze fünf und sechs erliefen sich Marc Unger vom SC Neukirchen (M30) in 34:23 min und Richard Webb vom VfL Marburg in 34:42 min. In der M45 lag Uwe Friedrich vom Chemnitzer PSV nach 35:29 min vorne. Die Erfolge des ASC Breidenbach erweiterte Marc Feussner als stärkster M35-Läufer in 36:43 min. Stark hielten sich bei den älteren Senioren in der M55 Volker Walch vom Team Matto (42:33 min), in der M60 Christof Rüdele vom TSV Weißbach (48:39 min), in der M65 Peter Reim von der KSG Dalheim (51:49 min) und in der M70 Wendelin Häusler vom Stadt-Lauf-Treff Gießen (51:33 min).

Über 10 km zeigte Kilian Schreiner das stärkste Finish Vereinskollege Yibrah Gidey Kahsay hielt als Zweiter Micha Thomas (hinten) in Schach Die Juniorin Elisa Köhler führte die 10-km-Läuferinnen an
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Die Frauen führte die Juniorin Elisa Köhler vom TV Wetter in 42:18 min vor Anne Haberzettl aus Marburg (W30-43:21 min) und Birgit Reese vom TV Wetter (W45-46:17 min) an. Einmal mehr beeindruckte in der W65 Marianne Domes von SV Dodenhausen mit 49:38 min. Martina Stamm von SC Neukirchen (50.39 min) gewann die W50, Margret Freiling aus Münchhausen (1:11:31 Stunden) die W55. In der W80 siegte die weit angereiste und für den Post SV Buxtehude startende Annelore Giese (1:24:34 Stunden).

Bericht von Helmut Serowy
Fotos von Heiko Krause - 2 Fotos Archiv Helmut Serowy

Ergebnisse www.volkslauf.de Info www.ultra-marburg.de/lahntallauf

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