17.3. bis 20.3.16 - Leichtathletik Hallen-Weltmeisterschaft in Portland (USA)

800 Meter Frauen

800m Frauen Männer   1500m Frauen Männer   3000m Frauen Männer
  1. Francine Niyonsaba BDI 2:00,01 WL
  2. Ajee Wilson USA 2:00,27
  3. Margaret Nyairera Wambui KEN 2:00,44

Finale

Ajee Wilson führte das Feld auf der ersten Runde an ...
... dann übernahm Margaret Wambui bis zur 400 m Marke

Die Amerikaner Ajee Wilson, die Weltrangliste-Erste 2016, ging anfangs in Führung (200m: 29,23), aber die Juniorenweltmeisterin von 2014 Margaret Wambui (KEN) fand das Tempo zu langsam und übernahm die Führung. Die Zwischenzeit nach 400m war 1:00,56. Nach 400m attackierte Francine Niyonsaba aus Burundi und sie war so stark, dass sie ihren kleinen Vorsprung bis ins Ziel halten konnte. Sie gewann in 2:00,01 (NR). Die kämpferische Amerikanerin Ajee Wilson ging im Ziel noch an Margaret Wambui vorbei und wurde in 2:00,27 Zweite. Wambui wurde Dritte in 2:00,44 (PB).

Zieleinlauf beim 800m Finallauf der Frauen
Francine Niyonsaba (BDI) lief in 2:00,01 min. Weltjahresbestzeit Aníta Hinriksdóttir (ISL) war die einzige Europäerin im 800 m Finale. Sie wurde mit 2:02,58 Fünfte

Vorläufe

Die Weltrangliste Erste Ajee Wilson, dominierte in den drei Vorläufen (2:00,61). Ajee Wilson ist die Juniorenweltmeisterin 2012. Seit 1993 gab es keine Athleten aus Burundi mehr im Finale. Francine Niyonsaba schaffte es in 2:02,37 und das bedeutete bereits NR-Hallen Rekord Burundis.

Die einzige DLV-Athletin in den Laufentscheidungen Christina Hering kam im 3. Vorlauf über 800 Meter als 3. mit 2:05,39 nicht weiter
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Die einzige deutsche Teilnehmerin im Mittelstreckenbereich startete beim dritten Vorlauf über 800m. Christina Hering (LG Stadtwerke München) hätte den Einzug ins Finale eigentlich schaffen können. In der vorletzten Runde machte die Sportsoldatin und Sportwissenschaft-Studentin einen taktischen Fehler, der Folgen hatte. Sie ließ die Äthiopierin Tigist Assefa passieren. Diesen Fehler konnte sie nicht mehr korrigieren. Sie wurde Dritte in 2:05,39, zu weit entfernt von ihrer Bestzeit 2:00,45. Die anderen Vorläufe waren viel schneller. Eine Zeit von 2:02,34 hatte noch für das Finale gereicht.

Christiane Hering: "Ich habe die anderen Zeiten aus den ersten zwei Vorläufen gesehen und wusste, dass ich ein schnelles Rennen brauchte um weiter zu kommen. Die zweite Runde war zu langsam und in der dritten Runde hätte ich angreifen müssen. Schade, da war mehr drin. Dies sind Weltmeisterschaften. Die Erfahrung von dieser WM nehme ich mit für die Zukunft." Ihr Trainer Daniel Stoll fand auch, dass mehr drin gewesen wäre. Für Christina geht es jetzt weiter Richtung Amsterdam (EM) und vielleicht nach Rio. Ihr Trainer ist zuversichtlich, dass sie es schafft.

1. Lauf

  1. Ajee Wilson USA 2:00,61 Q
  2. Margaret Nyairera Wambui KEN 2:00,68 q
  3. Aníta Hinriksdóttir ISL 2:01,96 q
  4. Habitam Alemu ETH 2:02,34 q
  5. Anastasiia Tkachuk UKR 2:02,60

2. Lauf

  1. Francine Niyonsaba BDI 2:02,37 Q
  2. Lynsey Sharp GBR 2:02,75
  3. Lovisa Lindh SWE 2:03,44
  4. Hedda Hynne NOR 2:03,96
  5. Malika Akkaoui MAR 2:04,00
  6. Liga Velvere LAT 2:05,20

3. Lauf

  1. Laura Roesler USA 2:04,38 Q
  2. Tigst Assefa ETH 2:04,55
  3. Christina Hering GER 2:05,39
  4. Adelle Tracey GBR 2:07,05
  5. Rose Mary Almanza CUB 2:08,07
  6. Natoya Goule JAM 2:08,23

Für LaufReport berichten aus Portland/Oregon:
René van Zee und Jens Priedemuth (Fotos)

Infos & Ergebnisse www.iaaf.org

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R. v. Zee J. Priedemuth

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