12.3.17 - 32. Int. Kaiserstuhllauf des TV Ihringen

Trophée des Vosges 2017

680 gemeldete Teilnehmer (637 im Ziel)

von Karl-Hermann Murst

Informationen zum Lauf 2018 - siehe Ankündigung im WO LÄUFT`S WIE?

Eine der schönsten Laufstrecken...
...das ist die Meinung der Teilnehmer auch dieses Jahr, die an der 32. Auflage des Kaiserstuhllaufs teilgenommen haben. Zwar nicht ganz einfach zu laufen, dafür aber mit herrlichem Panorama auf Schwarzwald, Rheinebene und Vogesen. Wenn das Wetter noch mitspielt, wie dieses Jahr, gibt es nichts Schöneres, was das Läuferherz erfreuen kann.
Die Strecke ist auch im Frühjahr für Wanderungen im Kaiserstuhl sehr interessant.

Sie führt vom Start bei der Kaiserstuhlhalle in der Dorfmitte von Ihringen in die Scherkhofenstraße - über den Schmerberg - Wanderweg zum Lilienhof (Verpflegungspunkt (VP) 1 - 3,7 km) - Forstwege im Bereich des Staatl. Forstamts bis in das obere Mühletal. Über den Gagenhard-Höhenweg in Richtung Vogelsang-Hasenbeinmatte (VP 2 - 10 km) - Adlernesthütte - Fahrweg in Richtung Lenzenberg - Himmelburgwald (VP 3 - 14 km) - Himmelburg-Panoramaweg - Lenzenbergstraße - zum Ziel bei der Kaiserstuhlhalle.

Der Kaiserstuhllauf des TV Ihringen - eine der schönsten Laufstrecken... ... so die Meinung der Teilnehmer
Nichts für reine Asphalt-Cowboys:
Berglauf & Trail-Run im LaufReport HIER

Außerdem Hauptlauf über 17,8 Kilometer boten die Veranstalter TV Ihringen und CSL Neuf Brisach noch weitere Läufe an. Einen Lauf über 3200 Meter, 9,7 Kilometer Walking/Nordic Walking sowie Schülerläufe über 400 und 800 Meter. Sehr beliebt ist die wunderschöne Walking-Strecke, an der Jahr für Jahr mehr Teilnehmer zu verzeichnen sind. Sehr viele Franzosen kommen über den Rhein, um den Kaiserstuhl bei frühlingshaften Temperaturen zu erleben. Hinzu kommt noch die tolle Bewirtung durch den TV Ihingen vor und in der Kaiserstuhlhalle mit selbst gebackenem Kuchen und den frisch selbstgemachten Salaten von Mitgliedern des TV Ihringen. Auch die vielen ehrenamtlichen Helfer, die am Tag der goldenen Konfirmation in Ihringen wieder zahlreich das Organisationsteam unterstützen, sind nicht selbstverständlich an so einem sehr schönen Sonntagnachmittag. Ebenso stehen die Feuerwehrleute und das Rote Kreuz Jahr für Jahr an der Strecke um den Ansturm der Menschen in dem sehr schönen Winzerdorf in die richtigen Bahnen zu lenken.

Ein bisschen schade war, dass die Server der Zeitmessanlage ausfielen und es dadurch keine Ergebnislisten und nur eine Gesamteinlauf-Siegerehrung (die ersten drei Frauen und Männer) gab. Die Teilnehmer warteten geduldig über eine Stunde auf die Alterssiegerehrung, hatten aber volles Verständnis, dass so etwas mal passieren kann. Für den Veranstalter war dies natürlich der absolute Supergau.

Moderator Peter Jenniches (rechts) im Gespräch Alain Blondel, Europameister im Mehrkampf 1994 und Meeting Direktor beim Karlsruher Indoor Meeting
Mit Freude dabei, die zahlreichen Bambini

Dazu Patric Wörne vom TV Ihringen: "Leider hatten wir dieses Jahr kein Glück mit unserer Auswertung! Wir haben dieses Jahr ein "neues" Auswertungssystem eingesetzt. Beim Testlauf am Freitag sowie am Samstag hat alles noch einwandfrei funktioniert. Beim Lauf selbst hat es seinen Dienst versagt. Dadurch konnten wir leider keine Siegerehrungen durchführen. Die betroffenen (1. - 3. Platz je Altersklasse) sollten sich beim Turnverein Ihringen melden, dann senden wir ihnen die Preise zu. Unter info@tv-ihringen.de

Rennverlauf über 17,8 Kilometer

Bei den Frauen standen mit Svenja Abel, der Vorjahreszweiten Gertrud Wiedemann und der Berglaufspezialistin Nadia Dietz gleich drei Top-Läuferinnen aus der Region an der Startlinie. Die in Freiburg lebende Svenja Abel, die zum ersten Mal in Ihringen startete, übernahm sofort die Führung im Frauenfeld. Auf Platz zwei lief Nadia Dietz und in Sichtweite auf die beiden Führenden Gertrud Wiedemann. Abel nutzte den Lauf für die Vorbereitung für einen Schwimm/Laufwettbewerb über zehn Kilometer Schwimmen und 34 Kilometer Laufen, wo es auch ziemlich bergig ist. Bei Kilometer fünf, wo sie klar in Führung lag, dachte sie: "Oh bin ich jetzt zu schnell angelaufen", da sie die Strecke nicht kannte. Bei Kilometer zwölf ging es ihr aber so gut, dass sie den Eindruck hatte, sie sei zu langsam. Das Ziel erreichte sie nach sehr guten 1:13:24 Stunden.

Start zum Hauptlauf über 17,8 Kilometer

"Ich bin lieber Berg hoch als Berg runter gelaufen. Es hat Spaß gemacht. Tolle Strecke, schöne Aussichten. Ich hatte erwartet, dass man auf geteerter Straße herunter läuft, dem war aber nicht so. Die Bergabstücke im Wald haben mega Spaß gemacht", bemerkte die Siegerin im Ziel. Wie im Vorjahr lief auf den zweiten Platz Gertrud Wiedemann aus Bad Krozingen. Während Svenja Abel sehr schnell vorne weg lief, ließ es die Vorjahreszweite etwas ruhiger angehen und lief bis zum Lilienhof an dritter Stelle. Nach zirka fünf Kilometern konnte sie ausgerechnet an einer sehr steilen Passage an der Berglaufspezialistin Nadia Dietz vorbei ziehen. Im Ziel wurde sie sichere Zweite vor der Drittplatzierten Nadia Dietz. Auf dem vierten Platz kam mit Carole Millet die erste Läuferin aus Frankreich ins Ziel vor Julia Hartmann (Tri Team Kaiserstuhl) und Hannah Schulz (SV Kirchzarten).

Svenja Abel gewinnt den Hauptlauf über 17,8 Kilometer bei den Frauen vor ... ... Gertrud Wiedemann Gruppe um Ehrentrud Müller und Veronique Le Calve

"Während Svenja für mich erwartungsgemäß recht schnell vorne weg gelaufen ist, habe ich mich bis zirka Kilometer fünf (Flachpassage nach dem Anstieg nach dem Lilienhof) langsam an Nadia herangearbeitet. Sie hat da eine Gruppe Männer gezogen, ich bin vorbeigegangen und habe erwartet, dass Nadia mitläuft und wir so gemeinsam ein gutes Stück zusammenarbeiten können. Allerdings hatte ich da auch gerade keine Luft, um das mit ihr zu besprechen und sie konnte offensichtlich nicht mit. Von da an bin ich, völlig ohne jegliche taktische Überlegungen, einfach mein Rennen gelaufen. Meine Erwartung war, dass Nadia als Bergläuferin bergab nochmal richtig Gas gibt und mich dann auf dem letzten Teil der Strecke wieder überholt und richtig wegläuft. Gerade auf der Trailpassage und dem Wiesenweg in den Reben laufe ich immer sehr kontrolliert und vorsichtig. Ich habe eine lange Geschichte an Sprunggelenksverletzungen und möchte beim Kaiserstuhllauf nicht die kommende Triathlonsaison riskieren - in dem Bereich habe ich schon oft das Rennen verloren, es aber noch nie bereut. Unten im Dorf, wo man seit letztem Jahr dann noch mal rechts in den letzten kleinen Anstieg einbiegt, habe ich mal umgeschaut und war recht überrascht, dass es mir offensichtlich für Platz 2 reicht", bemerkte Getrud Wiedemann, die vielfache Teilnehmerin am Kaiserstuhllauf.

Fritz Koch läuft Solorennen

Für den in Freiburg lebenden Fritz Koch war der Kaiserstuhlauf der letzte Test vor dem Halbmarathon in drei Wochen beim Freiburg Marathon, wo er seine persönliche Bestzeit von 1:09:34 Stunden verbessern will. Deswegen bereitete sich Fritz Koch auch nicht speziell für den Kaiserstuhllauf vor. Auch hegte er keine großen Erwartungen vor dem Lauf. Die ersten Kilometer lief er mit den beiden in Freiburg lebenden Yemane Gebrezgher und Filmon Teklebrhan (beide LAC Freiburg) zusammen.

Fritz Koch schwebt seiner Titelverteidigung entgegen Der A-Jugendliche Yemane Gebrezgher vom LAC Freiburg wird Zweiter Raffael Schaffrik vom SV Waldkirch läuft auf Rang 3

Ab dem Lilienhof lief Koch seien Rhythmus. Ab diesem Zeitpunkt lief der Vorjahressieger gegen seine eigene Bestzeit aus dem Vorjahr. " Ich hatte mir einige Zwischenzeiten aus dem Vorjahr rausgesucht und konnte so immer mit Blick auf die Uhr das Tempo hochhalten. Die letzten Kilometer konnte ich dann noch mal deutlich schneller laufen als letztes Jahr, was mich, zusammen mit dem Streckenrekord von 1:03:28 Stunden, ganz positiv für die nächsten Wochen stimmt", sagte Fritz Koch im Ziel.

Auf den zweiten Platz lief Yemane Gebrezgher vor Raffael Schaffrik (SV Waldkirch), der den lange Zeit auf dem dritten Platz laufenden Filmon Teklebrhan auf den letzten Metern noch den dritten Podestplatz wegschnappte. Auf Platz fünf lief Simon Hellstern (LAC Freiburg) vor Veit Hönle (Stegen).

Den 3200 Meter Lauf gewinnt Konrad Lehnert (Tri Team Kaiserstuhl) Siegerin über 3200 Meter wird Mathilde Voyot aus Frankreich Sehr beliebt ist die Walking-Strecke über 9,7 Kilometer
Ausführliche und einladend präsentierte Laufankündigungen im LaufReport HIER

"Das Wetter hat heute auch sein Bestes gegeben und mit den trockenen letzten Tagen auch die schnellen Zeiten ermöglicht. Im Vergleich zu letztem Jahr war auch deutlich weniger Wind, der letztes Jahr oft von vorne kam. Organisiert war der Lauf, genauso wie letztes Jahr, richtig gut, mit reichlich Streckenposten und sogar zwei (!) E-Mountainbike-Begleiträdern. Ein bisschen schade war, dass die Server der Zeitmessanlage ausgefallen sind und es dadurch keine Ergebnislisten und nur eine Gesamteinlauf-Siegerehrung gab. Wir haben bestimmt eine Stunde auf die Altersklassensiegerehrung gewartet, bis schlussendlich mitgeteilt wurde, dass es keine mehr geben würde. Das ist natürlich ärgerlich, aber auch bestimmt nicht die Schuld des Veranstalters", sagte Fritz Koch nach dem Lauf.

Den Lauf über 3200 Meter gewannen Konrad Lehnert (Tri Team Kaiserstuhl) und Mathilde Voyot (Frankreich).

Bericht und Fotos von Karl-Hermann Murst

Ergebnisse www.tv-ihringen.de

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