24.2.18 - 49. Int. Vredener Volkslauf

Drei Streckenrekorde und gute Beteiligung

10km: Amanal Petros setzt sich mit Bestzeit gegen Hendrik Pfeiffer durch

Strahlender Sonnenschein und eisiger Wind

von Michael Schardt 

Top-Leistungen, sehr gute Beteiligung und strahlender Sonnenschein, das sind die Schlagworte des 49. internationalen Volkslaufs von Vreden. Für den sportlichen Höhepunkt ein Jahr vor dem Jubiläum sorgte der für den SV Brackwede startende Spitzenläufer Amanal Petros, der über zehn Kilometer den bestehenden Streckenrekord von Stefan Koch (2002, 31:52min) um mehr als zwei Minuten verbesserte und sich mit seiner Siegzeit von 29:29,2min an die Spitze der deutschen Jahresbestenliste setzte, noch vor Philipp Pflieger, der drei Wochen zuvor in Bad Füssing drei Sekunden langsamer war. Bei starkem Gegenwind auf der zweiten Hälfte konnte sich Petros gegen Hendrik Pfeiffer und Julius Scherr, beide vom TV Wattenscheid, durchsetzen, die in 29:54,4min beziehungsweise 31:48,5min ebenfalls noch unter der alten Bestmarke von Koch blieben. Zwei neue Streckenbestleistungen gab es zudem im Lauf über fünf Kilometer durch die beiden Wattenscheider Jan Hense (15:33,1min) und Janine Lins (19:16,1min).

Wenn man es nicht wüsste, könnte man es ahnen. Michael (41) und Philipp Röring kamen am schnellsten springend voran. Sie starten für den Reitverein Vreden beim mit 150 Finishern bestbesetzten Lauf der Jedermänner über 5 km
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Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, aber strahlendem Sonnenschein und klarer Luft hatten sich besonders viele Starter kurzfristig zur Teilnahme entschlossen, so dass die Teilnehmerzahl deutlich höher lag als in den letzten Jahren. Wohl mehr als 800 Läuferinnen und Läufer erreichten in zwölf Rennen das Ziel, die meisten davon im Lauf über fünf Kilometer. 2017 beispielsweise waren etwa 200 Teilnehmer weniger dabei gewesen. Auch zahlreiche Zuschauer fanden den Weg ins Widukindstadion, die die Sportler begeistert anfeuerten.

Drei DLV-vermessene Läufe über 5 und 10km sowie Halbmarathon wurden dort gestartet sowie nicht weniger als neun Rennen für die Kinder- und Jugendklassen. Besonders freuten sich die Organisatoren darüber, dass die jüngeren Starter leicht in der Überzahl gegenüber den Erwachsenen waren, legte man doch beim TV Vreden seit jeher ein besonderes Augenmerk auf den Nachwuchs. Das wird auch 2019 so sein, wenn der internationale Vredener Volkslauf ein halbes Jahrhundert alt wird.

Abwechslung

Eine Besonderheit beim Vredener Volkslauf dürfte die zeitliche Abfolge der zwölf Läufe sein. Da wechseln sich Kinder- und Erwachsenenrennen stetig ab. Die Bambini starten zuerst, bevor die Jedermänner auf die Strecke geschickt werden, es folgen vier weitere Kinderläufe, ehe der Halbmarathon angeschossen wird. Kurz später stehen zwei weitere Schülerläufe auf dem Programm, bevor der 10-km-Wettbewerb gestartet wird. Der Schülerleistungslauf über 2km bildet dann den Abschluss der Veranstaltung. Normalerweise ist für die Starts ein Zeitraum von gut zwei Stunden vorgesehen. Diesmal jedoch dauerte es eine halbe Stunde länger, denn zunächst war die Beteiligung bei den Bambini so hoch, dass man aus einem zwei Läufe machte, dann verzögerten sich alle nachfolgenden Läufe, nachdem beim Jungenlauf über 600 Meter die Zeitmessanlage vorübergehend ausgefallen war (weshalb es für diese Knaben keine Wertung gibt).

Seit jeher steht beim Vredener Volkslauf der Nachwuchs im Mittelpunkt. Neun der zwölf Rennen sind für Kinder und Jugendliche ausgeschrieben. Den Auftakt machen die Bambiniläufe für Mädchen und Jungs, bei denen rund 100 Kinder mitmachen und sich farbliche Unterschiede bei der Kleidung auftun. Wer genau hinschaut, sieht, dass die Mädchen für sich, bei den Jungs aber auch ein paar Mädchen mitmachen

Der Jedermannslauf über fünf Kilometer ist in Vreden noch eine recht junge Konkurrenz, denn sie wurde erst 2014 anstelle des Walkingwettbewerbs eingeführt, welcher zuletzt immer weniger Teilnehmer angezogen hatte und gestrichen wurde. Wie die Beteiligung zeigt, war dies ein guter Schachzug, avancierte der 5-km-Lauf binnen von fünf Austragungen zum beliebtesten Wettbewerb. Genau 150 Akteure sollten in diesem Jahr das Rennen finishen, das im Gegensatz zum Zehner und Halbmarathon auf einem Rundkurs ausgetragen wird und nicht als Wendepunktlauf konzipiert ist.

Zwei Wattenscheider sorgen für zwei Streckenbestzeiten

Bei den Männern mit im Rennen war Stefan Stroick (M20) vom W+F Münster Triathlon. Er hatte schon die Premiere 2014 gewonnen und war auch ein Jahr später erfolgreich. Diesmal konnte es sich jedoch nicht auf dem Treppchen platzieren, sondern musste sich mit dem undankbaren vierten Platz in 16:47,9min zufriedengeben, zu stark war die Konkurrenz - insbesondere aus dem Ruhrgebiet. Da machten schon zu Beginn bei der Doppelrunde auf der Aschenbahn Jen Hense (M20) und Jonas Beverungen (M20), beide TV Wattenscheid 01, die Pace, gefolgt von Youssef Wardi (U18) von der DRK WG Rhede. Hense konnte sich in der Folge deutlich von seinem Clubkamerad absetzen und kam nach vier Kilometern im Waldstück am Flusslauf der Berkel als erster ins Blickfeld.

Nach einer weiteren Runde im Widukindstadion siegte der 27-Jährige mit neuer Streckenrekordzeit von 15:33,2min und durfte sich die kleine Siegprämie nebst Gratifikation für die neue Bestzeit einstreichen. Der bisherige Streckenrekord stammt von Christoph Uphues (2016, 15:50min). Zweiter wurde Jonas Beverungen in 16:20,1min vor Youssef Wardi in 16:41,3min.

5km-Sieger Jan Hense vom TV Wattenscheid stellt ebenfalls einen neuen Streckenrekord auf Clubkamerad Jonas Beverungen wird 2. Youssef Wardi holt Platz 3 vor ... ... Stefan Stroick

Auch bei den Frauen lag ein neuer Streckenrekord in der Luft, denn die alte Marke von Brigit Landewe aus 2015 (19:55min) schien nicht unantastbar. Die Wattenscheiderin Janine Lins, 23 Jahre alt, schien dies im Blick zu haben und wollte es ihrem Teamgefährten Hense gleichtun. Sie legte gleich flott los und fand weit und breit keine Frau, die ihr das Wasser hätte reichen können. Sie kam nach neun Männern als zehnte ins Stadion und unterbot die alte Bestmarke um mehr als eine halbe Minute auf 19:16,1min. Sehr knapp ging es um die weiteren Podestplätze zu. Da hatte sich Kat Murrow (W35; Salt lake Tri Club) nach verhaltenem Beginn auf Rang zwei vorgeschoben und gewann in 22:22,1min Silber. Es folgten mit Indra Puszcz (SuS Stadtlohn) und Miriam Schwarzer (LG Coesfeld) in 22:24,8min bzw. 22:28,3min zwei U18-Läuferinnen auf den Plätzen. Letztere hatte sich noch auf der Aschenbahn an Anika Waning (W20, INJOYmed, 22:29,9min) auf Rang 4 vorbeigeschoben.

Schon beim Verlassen des Sportplatzes liegt Janine Lins vom TV Wattenscheid in Führung. Sie gewinnt die 5 km mit neuem Streckenrekord Kat Morrow wird 2. Indra Puszcz wird 3. vor ... ... Miriam Schwarzer

Amanal Petros und Hendrik Pfeiffer unter 30 Minuten

Da war die Überraschung beim Organisatorenduo Christa und Siggi Blömker vom Turnverein Vreden groß, als sich zwei Stars der deutschen Laufszene für einen Start bei ihrem kleinen Volkslauf entschieden hatten, der alle Kriterien eines Straßenlaufs erfüllt. Immerhin war Hendrik Pfeiffer (M20, TV Wattenscheid) für die Olympischen Spiele in Rio im Marathon qualifiziert, den er verletzungsbedingt dann doch nicht mitlaufen konnte, er ist deutscher Rekordhalter im Halbmarathon der Junioren, Sieger des Köln Marathons 2017 in 2:13:42h und damit für die Europameisterschaft in Berlin in diesem Sommer gesetzt. Zuletzt überzeugte er im Januar in Doha bei einem Halbmarathon in 1:04:12h.

Die Erfolgsliste von Amanal Petros (M20, SV Brackwede) ist nicht minder lang. Der Sportsoldat der Bundeswehr gewann 2017 die deutsche Meisterschaft über 10 km und siegte wenige Monate später beim traditionsreichen Silvesterlauf von Werl nach Soest. Außerdem erreichte er mehrfach das Treppchen bei internationalen Meisterschaft im Individual- und Teamwettbewerb der Juniorenklasse. Erstmals überhaupt aufmerksam auf den damals 17jährigen gebürtigen Eritreer wurde die Öffentlichkeit, als LaufReport über den Sieg des unbekannten Talents bei einem Geländelauf in Borgholzhausen berichtete. Nach einem Höhentraining im Januar wollte der 22-Jährige jetzt eine harte Tempoeinheit mit Ziel "glatt 29 Minuten" in seinen Trainingsplan einbauen, weshalb er mit Hendrik Pfeiffer und dem 20-jährigen Julius Scherr (TV Wattenscheid) kurzfristig in Vreden aufschlug.

Viel los ist auf dem Widukind-Sportplatz, als die Zehner ihre Eingangsrunde drehen Die Führungsgruppe über 10 km nach den zwei Eingangsrunden mit v.l.: Amanal Petros (1.), Hendrik Pfeiffer (2.), Julius Scherr (3.) und Manuel Meyer (4.) - Foto © Christa Bloemker

Für einen solchen Test ist die Vredener Strecke bestens geeignet, denn sie ist vollkommen flach und schnell, hat aber in der Mitte einen Wendepunkt. Ein Problem waren allerdings die Windverhältnisse. Auf den ersten fünf Kilometern schob der Wind von hinten, was man aber kaum spürt, auf dem Rückweg kam er einem aber umso merklicher entgegen. Für einen gleichbleibenden Rhythmus ist das nicht geeignet. Petros erwies sich im Wettkampf als der bessere Mann. Er hatte zumindest die halbe Stunde als zu unterbietende Marke immer im Blick und distanzierte Pfeiffer recht deutlich. Petros gewann in neuer Streckenbestzeit von 29:29,2min. Dass er sich damit aktuell an die Spitze der deutschen Jahresliste setzen würde, dürfte dem Bielefelder dabei kaum bewusst gewesen sein. Philipp Pflieger war drei Wochen zuvor in 29:32min in Bad Füssing geringfügig langsamer gewesen. Auch Pfeiffer lieferte eine sehr gute Leistung ab und blieb in 29:54,4min unter einer halben Stunde. Das überragende Gesamtergebnis wurde durch Julius Scherr, der vor Jahresfrist von der LG Dorsten zum TV Wattenscheid wechselte, komplettiert. Auch er blieb in 31:48,5min noch knapp unter der alten Streckenbestzeit. Auf Rang vier landete ein weiterer Wattenscheider: Manuel Meyer (M35) in 34:04,3min.

10-km Sieger, neuer Streckenrekordhalter und jahresbester Deutscher: Amanal Petros Der Zweite Hendrik Pfeffer bleibt knapp unter einer halben Stunde Neuwattenscheider Julius Scherr wird 3. und bleibt ebenfalls noch unter dem alten Streckenrekord von Stefan Koch - Fotos (3) © Christa Bloemker Der älteste Teilnehmer beim Zehner war Adolf Nowak von den Downrunners Buer. Der 79-Jährige beendete das Rennen nach 101 Minuten als Schlusslicht

Weit weniger eindrucksvoll waren die Frauenergebnisse. Da siegte die erst 14 Jahre alte Eva Henneke (ohne Verein) in 44:58,6min vor Anja Hoffmann (W40, o.V.) in 45:43,9min und Anne Vriesen (W30, SV Benediktushof) in 48:18,1 sowie Ruth Henneke (W20), die Schwester der Siegerin, in 49:13,6min.

 
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Der Streckenrekord stammt aus dem Jahr 2009, steht auf 35:33min und wird von Ilona Pfeiffer gehalten.

Nach zwei Runden auf der Aschenbahn geht es für einige hundert Meter durch Siedlungen bevor es hinaus auf eine flache, aber windanfällige Wendepunktstrecke geht Zahlreiche Teilnehmer hatten für den Zehner nachgemeldet, kein Wunder bei dem schönen Sonnenschein

Halbmarathon an Robert Tausewald und Edith Stiepel

Es ist schon eine einsame Angelegenheit, der Halbmarathonlauf in Vreden. Denn die Strecke, auf den ersten und letzten fünf Kilometern identisch mit dem Zehner, ist vollkommen zuschauerfrei und verläuft durch eine dünnbesiedelte Feld- und Wiesenlandschaft in unmittelbarer Nähe zur niederländischen Grenze. Im Grunde genau das Richtige für sportliche Solipsisten oder laufende Einsiedler, die nichts dagegen haben, für anderthalb oder zwei Stunden der Zivilisation entrinnen zu können, bevor diese sie im gefüllten Oval des Sportplatzes wieder in ihrer Mitte willkommen heißt.

Besonders einsame Gegebenheiten fanden die schnellsten Männer vor, denn einzeln liefen diese dem Feld von knapp einhundert Akteuren voraus. Da hatte sich der 40-jährige Robert Tausewald (LG Coesfeld) bald schon vom Rest abgesetzt, mit respektablem Abstand verfolgt von Theo Leuders (MHK, TV Epe). Auch der dritte, Simon Janzen (M30, LEX Bocholt Running Team), lief sein Rennen vollkommen allein. Erst dahinter war eine stabile männliche Vierergruppe auszumachen, die sich unterwegs gegenseitig Geleit- und Windschutz gab. Die vier flottesten Frauen fanden entgegen des männlichen Führungstrios wenigstens ab und an eine kleine Gruppe, in deren Schlepptau sie einige Kilometer absolvieren konnten.

Start des Halbmarathons. Auf der ersten Hälfte kam der Wind von hinten, auf der zweiten böig von vorn Klaus Arping von den Lauffreunden HADI Wesel absolvierte den HM rückwärts in 2:07h. Er hatte nach dem Wendepunkt als einziger Rückenwind

Auch rückwärts läuft es sich gut

Im Ergebnis führte dieses Renngeschehen dazu, dass keine große Spannung bezüglich des Einlaufs aufkam, sondern schon früh festzustehen schien, wer auf eins, zwei und drei landen würde. Einzig vakant war der dritte Podiumsplatz bei den Frauen, den Christiane Kempkes (W55, TV Borken) und Vanessa Radusch (W35, LSF Münster) untereinander auszumachen hatten. Bei Halbzeit, am Wendepunkt, lagen beide noch knapp voneinander getrennt, Kempkes etwa zwanzig Sekunden vor Radusch. Daran sollte sich auf den letzten zehn Kilometern gegen den Wind nichts mehr ändern, sodass Kempkes in 1:45:06,4h Bronze gewann vor Radusch (1:45:23,2h). Vorne war Edith Stiepel (W35, LC Nordhorn) dem Feld schon weit enteilt, darunter auch Maria Parthe (W60, SV Benediktushof), die durchgehend auf Platz zwei lag. Beide Führenden hatten den Halbmarathon von Vreden schon einmal gewonnen. Schließlich gewann Stiepel in guten 1:33:16,3h vor Parthe, die 1:40:11,7h benötigte. Der Streckenrekord hält Felicitas Vielhaber seit 2009 mit 1:22:08h.

Drei oder vier Minuten trennten die führenden Männer im Ziel voneinander. Tausewald siegte in ansprechenden 1:14:14,6h. Leuders wurde in 1:17:32,9h Vizemeister. Ihm folgten Simon Janzen in 1:21:48,4h sowie Sascha Pöppelhaus (M35) vom ASV Ellewick in 1:26:07,5h. Dieser hatte sich am Schluss aus seiner Vierergruppe lösen und Simon Lechtenberg (M30, Läuferherz eV, 1:26:16,9h) auf Rang fünf verweisen können. Der schnellste Halbmarathoni in der Vredener Historie war Klaus Eckstein vom LC Nordhorn, der 2009 nach 1:10:14h im Ziel gewesen war.

HM-Sieger Robert Tausewald hat bei km 13 schon einen großen Vorsprung Theo Leuders liegt ebenso klar auf dem zweiten Rang Simon Janzen läuft auf Platz 3

Einer der Halbmarathonis hatte sich vorgenommen, die 21,1 km lange Strecke rückwärts zu laufen, eine nicht mehr ganz so selten vorzufinden Fortbewegungsart. Für Klaus Arping (M50) von den Lauffreunden HADI Wesel war es aber etwas besonders, denn noch nie hatte er eine so lange Distanz rückwärts gemeistert. Er hatte sich eine Zeit von 2:12h vorgenommen, um nicht letzter zu werden, legte aber deutlich schneller los, was darauf hindeutet, dass er unter zwei Stunden bleiben könnte. Nach gut der Hälfte der Strecke müssen ihm die Beine aber schwerer geworden sein, denn mehr und mehr Läufer überholten hin. Möglich auch, dass ihm der Gegenwind mehr zu schaffen machte als den anderen. Er erreichte das Ziel in 2:07h, ließ noch ein halbes Dutzend Läufer hinter sich und will nun an der Rückwärtslauf-WM in Bologna über die gleiche Distanz teilnehmen.

HM-Siegerin wird Edith Stiepel
Maria Parthe läuft schon in der W60 und wird in 1:40h zweite Einen frostigen Job hatten die Helfer am Verpflegungsstand bei km 7,5 bzw. 15. Da tat der warme Tee nicht nur für die Läufer goldene Dienste
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Zum Schluss

Die genaue Finisherzahl kann für den Volkslauf 2018 nur annähernd geschätzt werden. Zum einen sind die rund 100 Bambini nicht erfasst, zum anderen fehlt die Liste der Jungs über 600m (Jahrgang U8). Es dürften aber über 800 Läuferinnen und Läufer dabei gewesen sein. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass im Schülerleistungslauf über zwei Kilometer Cedric Schmuck von der LG Dorsten in 8:15min den Sieg davontrug, und dass bei den Mädchen Jil Otte (SuS Stadtlohn - Triathlon) in 8:43min die schnellste war. Weitere Sieger unter anderem waren über 2km in der Altersklasse unter elf Jahren Hanna Wissing vom SV Heek in 8:56min und Lutz Rotering von der Hamalandschule in 9:05min. Nicht nur diese, sondern alle mitlaufenden Kinder erhielten Urkunden und Medaillen, die ersten acht eines jeden Jahrgangs wurden sogar auf das Treppchen gerufen. (Bei den Erwachsenen sind es jeweils nur drei.)

Insgesamt stellte die 49. Auflage des Vredener Volkslauf eine gelungene Generalprobe für das Jubiläum im nächsten Jahr dar. Die Organisation war wie immer gut und die Aufnahme der Läufer herzlich. Zudem durften sich alle Teilnehmer und Besucher über eine köstliche Versorgung mit Kuchen und Würstchen durch die Helfer freuen. Die kurzfristigen Probleme mit dem neuen Zeitmesssystem, das leider die Startnummern der Akteure im Ergebnistableau nicht anzeigt und die Identifikation auf Fotos schwierig macht, werden sicher bis zur nächsten Ausgabe behoben sein. Man darf sich also darauf freuen, wenn man im Februar 2019 in Vreden das halbe Jahrhundert voll machen wird. Ob dann allerdings noch einmal solch tolle sportliche Leistungen zu sehen sein werden, steht in den Sternen. Wünschenswert wäre vielleicht noch mehr, dass der Lauf wieder vierstellige werde, wie es manchmal im alten Jahrtausend schon gelang.

Auf alle Fälle: Vreden ist auf einen großen Ansturm von Sportlern und Zuschauern vorbereitet...

Bericht und Fotos von Michael Schardt
4 Fotos Veranstalter TV Vreden © Christa Bloemker

Ergebnisse www.tv-vreden.de/volkslauf

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