18.2.18 - Ludwigshafen-Oggersheim Berglauf mit Halbmarathon

Berglauf ohne Berg, aber trotzdem schön

von Birgit Schillinger 

Neue Wege, neue Gesichter, neue Sieger - doch beim Wetter blieb es beim Alten. Wie letztes Jahr hatten die Oggersheimer Veranstalter einen guten Draht zu Petrus oder Petra, jedenfalls freuten sich die 300 Teilnehmer wieder über klares, sonniges Winterwetter. Der gefrorene Boden auf dem ersten Kilometer war zwar glatt, auch später gab es schmierige Stellen und man musste bei eisigen Pfützen aufpassen, aber im Ziel waren sich alle einig: "Der Lauf war super, die Strecke ist sehr schön."

 

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Beim 31. Oggersheimer Berglauf und Halbmarathon musste dieses Mal die Bergpassage gestrichen werden. Die Teilnehmer hatten auch an der Nicht-Berglaufrunde ihre Freude und auf der Halbmarathonstrecke sowieso
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Zum 31. Mal lud die TG Oggersheim zum Berglauf und Halbmarathon ein. Die Bezeichnung "Berg"lauf war schon immer mehr als Gag gedacht, denn die einzige Erhebung rund um Ludwigshafen ist der Michaelsberg (125 ü. NN), Monte Scherbelino genannt, da aus Kriegsschutt entstanden. Doch nach 30 Jahren entschieden die Veranstalter, vernünftigerweise auf den Berg zu verzichten: "Als es die letzten Wochen so viel geregnet hatte, war uns die Passage am Berg zu gefährlich", erklärt Cheforganisator Roger Cambeis. Auch eine weitere Streckenänderung war durch zu schlecht zu laufende Wege nötig geworden.

Kälte ist relativ - jeder zog sich unterschiedlich an Pascal Correc gehört zum großen Team des TV Rodenbach, das dieses Jahr nach Oggersheim kam, er läuft auf den 2. Rang in der M40 über HM Cemile Celik kommt aus Heßheim und wird 3. der W50 im Halbmarathonrennen

"Mit fast 300 Startern sind wir zufrieden, das ist unsere übliche Zahl", erklärt der engagierte Roger Cambeis. Auch die Läufer sind glücklich. Wo bekommt man noch für fünf Euro (für 10,6km) bzw. sieben Euro (für den Halbmarathon) eine schlichte Startgelegenheit ohne Schnickschnack, dafür aber mit Duschen, Kuchentheke und immer freundlichen Helfern? "Erste Runde war kalt und rutschig, zweite Runde schlammig", spielte Halbmarathon-Sieger Thomas Schlohmann darauf an, dass die wärmende Sonne den gefrorenen Boden schließlich aufweichte. Der 36jährige Triathlet von der TSG Maxdorf war schon sehr oft erfolgreicher Gast beim Oggersheimer Lauf. Dieses Jahr gewann er in 1:17:09 Stunden. Ab der zweiten Runde spulte er im Alleingang die Kilometer runter - sein Ziel vor Augen: Im April will er seinen fünften Ironman bestreiten. In Südafrika. Wie er die nötigen Radkilometer hier bei uns im Winter absolviere? "Zu Hause drei bis vier Stunden auf der Rolle!".

Ironman Thomas Schlohmann siegt souverän auf der Halbmarathonstrecke Platz 2 für Florian Reh: der Jurist aus Ludwigshafen, will in Kandel unter drei Stunden bleiben Holger Exner rannte nach seinem Zieleinlauf auf Rang 3 gleich weiter, der Halbmarathon war nur Teil eines Trainings

Florian Reh hat ein anderes Ziel: den Marathon (bisherige Bestzeit 3:06) unter drei Stunden. Thomas versicherte: "Das müsstest du nun schaffen." Denn der vereinslose, 39jährige Ludwigshafener Reh wurde in 1:19:56 Stunden Zweiter. Der drittplatzierte Holger Exner bleib beim Zieleinlauf in 1:22:43 nur kurz stehen, erklärte "heute nur Trainingslauf" und rannte gleich weiter - noch 12km bis nach Hause.

Souveräne Siegerin beim Halbmarathon: Regine Hoehn Noch so viel Energie auf dem letzten Kilometer - Angelika Alt (TSG Maxdorf) gewinnt als 4. die W50 im Halbmarathonrennen Ruth Roth (TV Rheinau) wurde Dritte der W60 auf der 10km "Berg"laufstrecke

Auch die schnellste Frau über die 21,1 Kilometer ist Triathletin. Regina Hoehn (TV Rodenbach) war zum ersten Mal in Oggersheim und freute sich über ihre Bestzeit von 1:31:09 Stunden. Die 33jährige hat schon Triathlons bis zur Ironman-Distanz absolviert, nun aber als Mutter einer 21 Monate alten Tochter startet sie auf der Mitteldistanz oder kürzer. Karin Eymael (LC Bad Dürkheim) folgte in 1:33:57 Stunden. Sie läuft erst seit zweieinhalb Jahren und hatte sich ohne längere Trainingsläufe spontan zum Halbmarathon entschlossen. Sowohl die besten zwei Frauen als auch Beate Schalyo aus Neckarsulm (Dritte in 1:35:20) sind neue Namen in der Ergebnisliste.

Das HM-Siegertrio Holger Exner (3), Thomas Schlohmann (1) und Florian Reh (2) von li.n.re. Karin Eymael vom LC bad Dürkheimn (links) und Regine Hoehn vom TV Rodenbach sind beim Halbmarathon die schnellsten Frauen Der TV Rodenbach war stark vertreten, 5. auf der HM-Strecke Till Sander (335) und Andreas Heberger war erfolgreich auf der alternativen "Berg"laufstrecke unterwegs

Auf Platz vier kam Angelika Alt (TSG Maxdorf) in 1:42:43 ins Ziel gestürmt: "Der letzte Kilometer war in 4:30", also deutlich schneller. Die Steuerberaterin mischt sich noch in der Freizeit unter Studenten: Sie studiert "Tax Law" - ausgerechnet in Lüneburg. Das heißt, dass sie erst in der Nacht um ein Uhr mit dem Zug aus dem Norden wieder zu Hause ankam.

Die "Nicht-Berg"-Läufer absolvierten einfach nur eine Runde durch das Landschaftsschutzgebiet und kamen auf etwa 10,6 km. Hier waren Lennart Nies (TC Mutterstadt) in 38:30 Minuten und Doreen Simon (Stimmel Sports), die letztes Jahr noch Dritte wurde, in 44:10 die Flinkesten. Dominic Marquedant (LT Rheinhessen-Pfalz), Vorjahressieger Martin Kohmann (SG Stern Mannheim) sowie Sandra Pfisterer (Sonntagsbummler) und Birgit Schillinger (LaufReport) vervollständigten das Treppchen.

Cheforganisator Roger Cambeis kümmert sich um alles - und hat noch über 30 nette Helfer zur Seite Alles im Griff Stefanie Disqué und Roland Dian Jürgen Krüger hat den Lauf ins Leben gerufen und freut sich hier mit der 71jährigen Gertrud Windhaber über ihren starken AK-Sieg
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Den Walking-Wettbewerb über 7km gewannen Andreas Gordon (LT Rheinhasse-Pfalz) und Eva Servatius (Schönwetter-Walker), die sogar auf Gesamtrang vier einlief.

Bericht und Fotos von Birgit Schillinger

Ergebnisse www.laufinfo.eu - Info www.tgo1880.de

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