4.2.18 - 25. Johannesbad Thermen-Marathon in Bad Füssing

Jubiläumsaustragung mit Rekorden

Das haben wir jetzt davon

von Constanze & Walter Wagner 

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Die Philosophie der Johannesbad Gruppe beinhaltet Innovationsfreude, Glaubwürdigkeit, Miteinander, Qualität & Kompetenz sowie zielorientiertes und nachhaltiges Handeln. Im Johannesbad Thermen-Marathon ist diese Vorgabe verwirklicht. Die Laufveranstaltung steht als ‚Werbeveranstaltung' für die Angebote der Johannesbad Gruppe im Wettbewerb mit jenen, die von Sportagenturen und Vereinen veranstaltet werden. Doch fürchten muss sich der Johannesbad Thermen-Marathon in Bad Füssing vor den Marktbegleitern nicht. Die solide organisierte Veranstaltung mit der Erfahrung aus 25 Jahren hat mittlerweile eine enorme Zugkraft und aufgrund des Ansturms am Sonntag kam Organisationsleiter Thomas Richter über die Lippen: "Das haben wir jetzt davon."

Laufen durch die Kurzone, und passend für einen Marathon im Winter ... ... durch dichtes Schneegestöber, zumindest zu Beginn der Veranstaltung... aber im Anschluss wartete auf alle ja das Thermal-Baden & Erholen im Johannesbad
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Freilich, der erste Marathon im Jahr findet auf deutschen Boden nicht in Bad Füssing statt. Je nach Betrachtung gebührt dieses Merkmal wohl dem Marathon in Kevelaer, der bereits am ersten Wochenende nach Neujahr ausgetragen wird. Bis in der Thermenstadt der Startschuss fällt, sind bereits so einige Schlachten auf den 42,195 Kilometern geschlagen, in der Halle, als Team und bei einigen Kleinstveranstaltungen. Ja selbst die Ultramarathonveranstalter lassen den Januar nicht ungenutzt verstreichen.

Für den Marathon in Bad Füssing stand kein anderer als ein Wintertermin zur Debatte. Denn dann weiß man das heilende Wasser, welches mit 56 Grad aus der Erde kommt und in dem sich die Läuferinnen und Läufer tummeln, wenn sie nach dem Lauf zum Besuch der Therme eingeladen sind, so richtig zu schätzen. Die Idee zu diesem Marathon wurde 1991 am Rande des New York Marathons geboren. 1994 kam es zur ersten Austragung und in den Folgejahren wurde am Programm, am Streckenverlauf und vielen Details gefeilt.

 
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Ein Geburstagsständchen gab es von der Moderatorin und ausgebildeten Sängerin Maresa Maisenbacher für alle teilnehmenden Geburtstagskinder und für Veranstalter Thomas Richter zur 25. Austragung des Johannesbad Thermen-Marathon in Bad Füssing Auf der Bühne auch Johannesbad-Vorstand Werner Weißenberger (2222), vor seiner Teilnahme am Halbmarathon. Der frühere Wildwasserkanute kam später nach 1:33:28 h ins Ziel. Neben ihm Raimund Kneidinger vom Landratsamt Passau (1234), der den 10km Lauf unter seine Füße nahm und in 59:00 Minuten beendete

Zur 25. Austragung, wie immer am ersten Wochenende im Februar, gab ein Finisher-Rekord den Bemühungen Recht. Erstmals fanden sich über 2000 Teilnehmer in den Ergebnislisten. Von 2450 gemeldeten erreichten 2121 Teilnehmer das Ziel, davon waren 681 weiblich. Der erst 1998 ins Programm nachgerückte Halbmarathon steuerte dazu mit 830 Finishern den dicksten Brocken bei, gefolgt vom 10-km-Lauf mit 770 Ergebniseinträgen. Ein kleines Plus verzeichnete die namensgebende Distanz mit 306 Finishern. Komplettiert wird das Zahlenwerk durch den Schülerlauf, der 215 weitere Listeneinträge verbuchte.

Die Moderation an und um die Strecke herum lag heuer ganz in Händen der Familie Maisenbacher in Form von Vater Peter und Tochter Maresa. Der Gymnasial-Lehrer und Ausdauer-Sportler Peter Maisenbacher ist als Moderator bei unzähligen Laufevents bekannt. In der Bildmitte feuert er den blinden Marathonläufer Anton Luber (168) und seinen Guide Martin Braun an, die nach 4:04 Stunden das Ziel erreichen werden. Maresa hat ein abgeschlossenes Gesangsstudium in London am Institute of Contemporary Music Performance mit “First Class” abgeschlossen und hat neben ihrer Tätigkeit als Gesangslehrerin auch bereits zwei Singles (“Torn” & “Would You”) unter dem Künstlernamen »maresa.« veröffentlicht

Vergleicht man die Zahlen der letzten Jahre muss man dem Thermen-Marathon eine große Verlässlichkeit zusprechen, denn letzten Endes scheinen die äußeren Bedingungen das Quäntchen beizusteuern, das über Zuwachs oder Verlust hinsichtlich der Finisher entscheidet. Mit dem Wechsel auf zwei kürzere Runde, die in Form einer Acht von den 21,1 km Athleten je einmal abgespult werden und die beim Marathon je zweimal gelaufen werden müssen, ist die zuvor sehr windanfällige größere Runde entschärft. Dass die Läuferinnen und Läufer zwei- bzw. viermal zum Start-Ziel-Areal kommen ist für Zuschauer ein Plus und bietet gerade bei richtigem Winterwetter zudem Gelegenheit den Lauf vorzeitig zu beenden, wenn gesundheitliche Probleme auftreten.

 

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Allerdings ist ein fliegender Wechsel zur kürzeren Strecke in Bad Füssing nicht möglich, eine kurzfristige Ummeldung etwa von Marathon auf den Halbmarathon jedoch schon.

Dirigiert bzw. angeschossen werden die Starts inmitten tanzender Schneeflocken durch Organisationsleiter Thomas Richter, die Hofmark Böllerschützen und die ehemalige Profi-Boxerin Regina Halmich

Streckenrekord mit Ansage: 10 km Lauf der Extraklasse

Als um 9.45 Uhr der erste Startschuss des Rennsonntags fiel, setzte sich ein Teilnehmerfeld in Bewegung, welches bei den Männern zum Angriff auf den Streckenrekord geblasen hatte. Fraglich schien nur, wer als Sieger das Ziel erreichen und somit zum Rekordhalter avancieren würde. Um eine einzige Sekunde war Philipp Pflieger bei seiner ersten Teilnahme 2016 an der Vorgabe von Moritz Steiner von 30:06 Minuten gescheitert. Nun trat er erneut an, mit leistungsstarken Nachwuchskräften, so der 30Jährige, seines Vereins LG Telis Finanz Regensburg, um den Rekord zu jagen, der dank Moritz Steiner bereits in Händen der LG Regensburg war.

Allein 11 Teilnehmer/innen der laufstarken LG Telis Finanz Regensburg waren beim ersten Rennen am Start, darunter auch Philipp Pflieger, der schnellste deutscher Marathonläufer bei den Olympischen Spielen in Rio Es grüßt Erwin Fladerer. Der Chefredakteur der Bayrischen Laufzeitung ist bis auf einmal immer dabei gewesen (siehe auch Sportsymposium Beitrag). Heute lief er gemeinsam mit Lebensgefährtin Rosi Ober locker die 10 km Strecke

Doch damit nicht genug. Auch bei den Frauen war die LG Telis Finanz Regensburg so stark aufgestellt, dass der Rekord von 33:18 min, den ihre Teamkollegin Anja Scherl im Vorjahr aufgestellt hatte, ins Wanken geraten sollte. Für die lange verletzungsgeplagte Corinna Harrer ein weiteres Aufbaurennen und im Hinblick auf den Halbmarathon in Barcelona am folgenden Wochenende ein willkommene Tempoeinheit. Derzeit stärker eingeschätzt, so war aus Vereinskreisen zu hören, ist die erst 2017 aus Berlin zugezogene Jurastudentin und Vereinskameradin Miriam Dattke. Sie hatte das alte Jahr mit dem überraschenden Gewinn der Bronzemedaille bei der 24. SPAR Cross-Country-Europameisterschaft in der U20 abgeschlossen.

In dichtem Schneetreiben haben sich beim 10km-Lauf die Schnellsten wenige Meter nach dem Start an die Spitze gesetzt. Von links: Philipp Pflieger, Tobias Schreindl, Dominik Notz und Tim Ramdane Cherif Bei den Frauen liegen mit Miriam Dattke (1007) und Corinna Harrer ebenfalls LG Telis Finanz Regensburg Athletinnen in Führung

Dass beim Startschuss, der in Bad Füssing traditionell von den Hofmark Böllerschützen abgegeben wird, Schneeflocken vom Himmel schwebten, hat den Rekordjägern nicht so gepasst, doch war es windstill, was in den Inn-Auen mehr Gewicht hat als die weißen Flocken. Zudem waren die Temperaturen am Boden noch nicht am Gefrierpunkt, so dass es nicht glatt wurde. Von guten bis sehr guten Laufbedingungen war im Verlauf des Tages häufig berichtet worden.

Der Regensburger Express war gut geschmiert. Cheftrainer Kurt Ring dürfte als Beobachter an der Strecke mit seinen Athleten sehr zufrieden gewesen sein. Hauptgegner Tobias Schreindl von der LG Passau war als einziger Konkurrent vorne mitgegangen, beugte sich dann nach zwei Kilometern dem Tempodiktat der Regensburger, nicht zu spät um ein gutes Rennen zu Ende zu laufen und sich in der Phalanx der LG Regensburg zu behaupten. An der Spitze machten Philipp Pflieger, Dominik Notz und Tim Ramdane Cherif aus dem Thermen-Marathon eine vereinsinterne Ausscheidung. "Nach neun Kilometern hatte ich zu viel Laktat in den Muskeln und es fehlte der letzte Kick mitzugehen als Philipp das Tempo anzog", schilderte Dominik Notz die entscheidende Phase aus seiner Sicht.

Erstmal gab es neben den Zugläufern von 3:15 bis 4:15 auch einen für 3:00 Stunden. Diese Aufgabe übernahm der passionierte Marathon- bis Ultramarathonläufer Sebastian Apfelbacher vom gleichnamigen Weingut in Dettelbach bei Würzburg www.apfelbacher-wein.de, das Frankenweine als Preise bereitstellte. Matthias Stelzle, auch schon seit Jahren auf zahlreichen Laufveranstaltungen auf der Langdistanz unterwegs erreichte ebenso zuverlässig nach 3:30 Stunden das Ziel Halb- und Marathon verlassen eine Viertelstunde nach dem 10 km Lauf das Start-/Zielareal vor der Johannesbad Therme

Philipp Pflieger gewann mit neuem Streckenrekord von 29:32,02 min vor Dominik Notz in 29:43 min und Tim Ramdane Cherif, der als Dritter in 29:53 min ebenfalls noch klar unter der alten Rekordmarke blieb. Ein erneutes Kräftemessen wird es in Barcelona geben, wo die LG Regensburg mit mehreren Läufern und Läuferinnen am folgenden Wochenende den Halbmarathon laufen wird. Danach beginnt für Philipp Pflieger die Vorbereitung für den Hamburg Marathon, wo er sich für die Europameisterschaftsteilnahme empfehlen will. Beinahe einsam wurde es für den Vorjahressieger Tobias Schreindl, der in 30:41 min Vierter wurde, gefolgt von zwei weiteren LG Regensburg Läufern, Kevin Key (31:19) und Erik Hille (31:53). Zehn Männer schafften es vor der schnellsten Frau ins Ziel.

Philipp Pflieger kommt als schnellster 10km Läufer von seiner Runde zurück an die Johannesbad Therme Organisationsleiter Thomas Richter freut sich über das "Jubiläumsgeschenk" Streckenrekord von Philipp Pflieger

Bereits vom Start weg hielt es Miriam Dattke nicht bei ihren Vereinskameradinnen, denn um es vorweg zu nehmen, auch auf das Siegerpodest bei den Frauen ließen die dominierenden Läuferinnen der LG Telis Finanz Regensburg keine Vertreterin eines anderen Vereins. Allerdings waren die Rollen klarer verteilt als bei den ihrer männlichen Kollegen. Miriam Dattke gab die Spitzenposition nie ab und siegte in der neuen Rekordmarke von 33:13,56 min. Ihr folgte Corinna Harrer in 33:36 min auf dem zweiten Rang vor Cornelia Griesche in 35:11 min.

Ebenfalls einen 10km-Streckenrekord liefert Miriam Dattke ab Corrina Harrer folgt nur 22 Sekunden später auf Rang 2 Durch Cornelia Griesche mit Platz 3 ist das Siegertriple der LG Telis Finanz Regensburg auch bei den Frauen perfekt

Kaum zu glauben, aber mit Susanne Schreindl auf Rang vier in 35:23 min lief das Ehepaar jeweils am Podium vorbei. Susanne Schreindl freute sich dennoch, dass es sehr gut lief und sie ihre persönliche Bestzeit um rund eine Minute steigern konnte. Auf die folgenden Plätze liefen Agnieszka Glomb PTSV Rosenheim in 36:42 min vor Eva Schultz von der LG Passau in 38:07 min und auch Barbara Ferstl (LG Regensburg) blieb als W30-Siegerin und Gesamtsiebte in 38:39 min klar unter der 40-Minutenmarke.

Haben schon so manche Podiumsplatzierung gemeinsam errungen, das Ehepaar Susanne und Tobias Schreindl von der LG Passau. So waren sie beim letztjährigen München Marathon über die Halbmarathonstrecke Doppelsieger. Beim 25. Johannesbad Thermen Marathon liefen sie nun über die 10km Strecke jeweils auf Rang 4. Tobias Schreindl, deutscher Marathonmeister 2014, hält immer noch die Bestzeit auf der Halbmarathonstrecke in Bad Füssing mit 1:06:18 h Das Siegerpodest der 10km Strecke ganz in der Hand der LG Telis Finanz Regensburg gerahmt von Ex-Profi-Boxerin Regina Halmich und Organisationsleiter Thomas Richter (v.l. Sieger Philipp Pflieger, 2. Dominik Notz, 3. Tim Ramdane Cherif, Siegerin Miriam Dattke, 2. Corinna Harrer und 3. Cornelia Griesche

Schülerlauf und Schülerlauf außer Konkurrenz

Erschwerend mussten die Zehnkilometerteilnehmer mitunter einige Schülerinnen und Schüler umkurven, denn die waren um 10.05 Uhr auf ihre 1800 Meter lange Wettkampfstrecke entlassen worden. Für deren Schnellsten reichte dies noch vor Philipp Pflieger ins Ziel zu kommen. Rico Hamm vom VfL Waldkraiburg ist als MJU16-Läufer mit Jahrgang 2003 schon Seriensieger auf dieser Strecke und wiederholte das Kunststück nun bereits zum vierten Mal in Folge in 6:08 min. Tofiq Mohamed folgte für RS-Neuhaus am Inn in 6:20 min, war damit Bester der MKU14. Kasem Shik Sulaiman (MJU16) holte für die Mittelschule Pocking in 6:31 min den dritten Platz. MKU12-Sieger, Jahrgang 2007, wurde als Fünfter Farzad Rahimi vom SV Neukirchen am Inn in 7:14 min.

Der Schülerlauf findet bereits zum 10. Mal statt und startet als Schlusslauf. Rico Hamm vom VfL Waldkraiburg (rechts außen im roten Trikot) gewinnt bereits zum 4. Mal auf der 1800 Meter lange Wendepunktstrecke Schnellste Schülerin wird Magdalena Mayerhofer vom TSV Mühldorf (rechts außen im lila Trikot)

Der Start im Schülerlauf außer Konkurrenz für die U18 war dadurch erschwert, dass diese Teilnehmer ganz am Ende des Feldes starten mussten. So war Leonhard Pretzl, im Vorjahr noch Zweiter des regulären Laufs in 6:26 min als Dritter eingelaufen, seine Nettozeit von 6:12 min weißt aus, wie schnell er trotz des kräftezehrenden Dauerüberholens gelaufen war.

Bei den Mädchen musste Anja Straßburger vom TV Altötting nach zwei Siegen sich diesmal in 6:45 min mit Platz zwei zufrieden geben. Tagessiegerin wurde diesmal die gleichaltrige Magdalena Mayerhofer in 6:32 min (TSV Mühldorf), beide WJU16. Ihren dritten Rang aus 2017 verteidigte Pauline Lorenz vom TSV Simbach mit 7:05 min und war damit Schnellste der WKU14. Eine weitere Klassensiegerin war Hanna Cruchten von der TG Vilshofen in der WKU12 in 8:20 min. Bei den Mädchen konnten die Teilnehmerinnen der U18 nicht an diese Zeiten heranlaufen.

Der Marathonsieger von 2015 und Zweitplatzierte von 2016 und 2017 Felix Mayerhöfer führte das HM- und Marathonfeld eingangs der 2. Runde an. Im Verlauf des Rennens baute er aber ab und musste sich mit einem 17. Zieleinlaufplatz zufrieden geben Auf Position 2 und 3 folgten die hier noch ersten Halbmarathonis mit Samuel Bekele und Vinodkumar Shrinivas dahinter Marathonläufer Alexander Knoblechner, Halbmarathoni Daniel Kucevic (2857), Philipp Altenbuchner (mit weißer Kappe), und dahinter in Blau Marathoni Marco Bscheidl bilden die Verfolgergruppe

Gemeinsamer Start vom Marathon und Halbmarathon

War man beim 10 km Lauf gleich an der Zufahrt zu den Johannesbad Thermen stadteinwärts auf die Zielschleife der langen Strecken eingebogen, ging es nun am Kreisverkehr in entgegen gesetzter Richtung zunächst im großen Bogen um Bad Füssing herum. Nach dem Zieldurchlauf folgte die Runde des 10 km Laufs. Das Ganze zweimal ergab die Marathondistanz. Es erforderte von den Zuschauern schon etwas Aufmerksamkeit den Überblick zu behalten. Peter Maisenbacher als erfahrener Moderator half mit seinen Mitteilungen die beiden Spitzen sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen nicht zu verpassen. Er hatte sich mit Tochter Maresa verstärkt, die als studierte Sängerin über ein ausgezeichnetes Stimmvermögen verfügt. Sie entlastete ihn zudem bei den Siegerehrungen, die jeweils drei Erstplatzierten wurden unmittelbar nach Zieleinlauf auf der Zieltribüne gefeiert, während die Altersklassensieger und Platzierten im Marktrestaurant des Johannesbades geehrt wurden.

Tina Fischl führt das Halbmarathonfeld der Frauen an, neben ihr Walter Koschel (HM 2. M50) und hinter ihr Marathonmann Martin Ahlburg Im Marathonfrauenfeld führt Veronika Limberger Jürgen Steiner von der DJK Weiden läuft als 13. im Gesamteinlauf mit 2:54:47 h auf Rang 1 in der M55 In der M80 ist Dr. Jochen Kredel vom LLC Marathon Regensburg mit 2:25 h über Halbmarathon nicht zu schlagen

Verschiedenfarbige Startnummern zeigte das Vorhaben jedes Läufers, allein der häufig laxe Umgang mit der Wettkampfregel, die Startnummer sichtbar auf der Brust zu tragen, macht die gute Absicht zunichte. Irgendwo wird die Nummer festgenestelt oder von weiterer Kleidung abgedeckt. Die um den Sieg laufenden Athleten schienen sich damit zu arrangieren, jedenfalls gab es keine Einsprüche. Bei seiner ersten Teilnahme siegte über Halbmarathon Daniel Kucevic in 1:15:47 h.

 

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Der Start-/Zielbereich wird von den Halben einmal und Ganzen dreimal passiert Blick auf eine der langen, schnellen und flachen Geraden der Bad Füssinger Strecke

Dem Österreicher, der aufgrund seines Elektrotechnik-Studiums seit sechs Jahren in München beheimatet ist, nun als Doktorand, gelang es die Übersicht zu behalten und die lange vor ihm laufenden Samuel Bekele vom Lauftreff Ansbach Nord, Zweiter in 1:16:05 h, und Vinodkumar Shrinivas vom Peppex Sports Team in 1:16:09 h Dritter, beizeiten zu passieren. "Nach 19 Kilometern war ich sicher zu gewinnen", sagte der persönliche Bestzeit laufende Halbmarathonsieger, der den Berlin Marathon als Saisonhöhepunkt im Fokus hat.
Im homogenen Feld folgte Jan Hron ebenfalls noch in gleicher Minute und wurde 1:16:22 h 2. M35 vor dem M45 Sieger Alex Sellner von der LG Passau in 1:17:12 h.

Die Fussballerinnen des SC Egglfing legten 14 frau hoch ständig nach und schenkten ein. Für gute Laune sorgten deren Sprucherfindungen wie 'Natrium und Kalium sind voll ... - toll' Der Tisch, immer reich gedeckt. Es muss nur ausgewählt und entschlossen zugegriffen werden

Einmal mehr schaffte Tina Fischl vom WSV Otterskirchen den Sprung aufs oberste Treppchen. Im letzten Jahr wurde die W40-Läuferin mit Jahrgang 1976 Marathonsiegerin, nun folgte Platz 1 über Halbmarathon in 1:19:19 h. "Es ist immer gut, wenn man gewinnt. Wichtig war mir nach meiner Verletzung - Achillessehnenanriss - gut durchzukommen."

Die 20 Jahre jüngere Maria Kerres (SWC Regensburg) war nach 1:20:31 als Zweite im Ziel. Die Halbmarathonsiegerin des Vorjahres, Elvira Flurschütz vom SC Kemmern, folgte auf Rang 3 in 1:22:26 h. Weitere Altersklassensiege gingen in der Top-50 an Constanze Boldt (W45) in 1:26:17, Andrea Dammann (W60) in 1:37:43, Ulrike Mayer-Tancic (W50) in 1:37:44 und Karin Kalusok (W55) in 1:46:05.

Daniel Kucevic kommt als erster Halbmarathoni ins Ziel Konfettiregen für die schnellste Halbmarathonfrau Tina Fischl Tina Fischl mit der zweitplatzierten Maria Kerres und drittplatzierten Elvira Flurschütz (2000) im Halbmarathonziel

Königsdistanz Marathon

Das Wetter wurde zwischenzeitlich immer besser, die Sonne lugte durch den Hochnebel und doch wurde es mit fortgeschrittener Dauer wieder spürbar kühler. Die Zuschauerreihen lichteten sich, lockte im Warmen doch Speis´ und Trank. Für hunderte Helferinnen und Helfer, die stundenlang ausharrten, galt es durchzuhalten. Man berichtete von unangenehmen Wetterkapriolen, die man beim Thermen-Marathon schon erlebte. In dieser Hinsicht war die Jubiläumsaustragung eben auch eine der schönsten.

Zum letzten Mal passierte das Führungsduo das Start-Ziel-Areal und nahm die vierte und letzte Schleife in Angriff. Der Ausgang des Rennens blieb offen. Für Marco Bscheidl sprachen die erzielten Erfolge. Bereits 2016 war er Marathonsieger und im Vorjahr als Erster des Halbmarathons im Ziel. Alexander Knoblechner vom Lauftreff Nussdorf zeigte jedoch keine Schwäche.

 
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Kurz nachdem die schnellsten Halbmarathonläufer im Ziel sind, wird das Marathonführungsduo bestehend aus Alexander Knoblechner (vorn) und Marco Bscheidl in ihre 3. Schleife geleitet Zwei von drei Athleten die bereits das 25. Mal beim Marathon dabei sind. Albert Lehrhuber vom WLT Taufkirchen(Vils) wird 7. der M60 in 4:03:26 netto ... ... Theo Huhnholt vom LC Bayern 9. der M60 in 4:19:17. Auch Martin Klugseder von der DJK SV Weng schaffte es zum 25. Mal, aber nicht aufs Bild. Er wurde 41. der M50 in 4:24:35

Marco Bscheidl, der zwischenzeitlich um den Anschluss zu ringen schien, kam wieder besser ins Rennen und distanzierte seinen 8 Jahre jüngeren Kontrahenten noch sicher. In 2:32:18 siegte der für die LG Passau startende Bscheidl erneut und fand das Rennen gigantisch mit den dauernden Führungswechseln und anfangs immer mit den Halbmarathonläufern vor ihnen.

Alexander Knoblechner folgte in 2:35:50 h. Zum Schluss traten bei ihm Krämpfe auf, die den Abstand größer werden ließen. Für Martin Ahlburg vom Ultrateam der LG Nord Berlin reichte es zum dritten Rang in 2:39:39 h. Markus Mingo wurde dahinter 2. M35er in 2:41:09 h und unter 2:45 Stunden blieben noch Benjamin Bublak in 2:44:26 sowie M50-Sieger Klaus Mannweiler in 2:44:48 h.

Marco Bscheidl von der LG Passau gewinnt erneut nach 2016 den Johannesbad Thermen-Marathon Erster Gratulant ist sein Trainer Günter Zahn, der als Träger der olympischen Fackel 1972 das Feuer im Münchener Olympiastadion entzündete und es in seiner eigenen Laufvita zu 23 Einzeltiteln bei Deutschen Meisterschaften brachte Anschließend noch im Gespräch mit Manfred Steffny (Herausgeber des Spiridon Laufmagazins und zweimaligen Teilnehmer im Marathonlauf an Olympischen Spielen 1968 und 1972) (siehe auch Sportsymposium Beitrag)

Wenig bekannt dürfte Veronika Limberger den einheimischen Läuferinnen und Läufern als auch den Pressevertretern gewesen sein. Dabei gibt es eine Verbindung der in Wien lebenden promovierten Philosophin zu Bad Füssing. Der Wolfgangseelauf ist Partner des Thermen-Marathon. Man wirbt gegenseitig für die Laufveranstaltungen. Am Wolfgangsee ist Veronika Limberger (Salewa - Dynafit - USi Wien) umso bekannter. Dreimal siegte sie bereits beim Salzkammergut-Marathon, der längsten Distanz beim Internationalen Wolfgangseelauf. In der Startertüte dort fand sie den Themen-Marathon Flyer und schon ist die Geschichte erzählt. Eigentlich liegt ihr Faible jetzt beim Trailrun, aber einen flotten Trainingslauf auf flachem schnellen Parcours weiß sie zu schätzen.

Mit ihrer Siegerzeit vom 3:05:28 h ist Veronika Limberger vollauf zufrieden. Im Wintermarathon kam sie nahe an ihre persönliche Marathonbestzeit von 2:59 h heran, gelaufen im letzten Jahr in Wien. Weitere Starts hat sie geplant, zunächst beim Tans Gran Canaria Trail über 65 km und im Mai bei der Trail-WM in Spanien über 85 km. Da wird der zweite Doktorhut für Latein noch etwas zurückstehen müssen. Die lauf- und lerneifrige Österreicherin gibt als Beruf Lauftrainerin am Universitätssportinstitut Wien an.

Veronika Limberger gewinnt bei ihrer 1. Teilnahme den 25. Johannesbad Thermen-Marathon Ebenfalls das erste Mal dabei läuft Branka Hajek auf Platz 2 2017 Zweite, 2016 Vierte, da fehlte noch der dritte Rang, den Barbara Mallman sich 2018 sichert. Zudem ist sie mit dem Sieg in der W45 schnellste Masters Läuferin

Auch Branka Hajek (LAZ Ludwigsburg) wollte einen Trainingslauf absolvieren und war das erste Mal in Bad Füssing am Start. In 3:13:34 h wurde sie Zweite und war schneller als gewollt unterwegs. Die flache Strecke verführte zum flotten Tempo, gestand sie. Gerade die letzten Wochen hatte sie vermehrt in bergigem Terrain trainiert. Am letzten Wochenende zweimal 42 km im Rahmen einer IVV Veranstaltung. "Das ist praktisch", erläutert sie, "die Strecke ist markiert und alle 5 km gibt es Verpflegung." 84 km zu Trainingszwecken für die Deutschen Meisterschaften im 100-km-Lauf am 10. März. Denn die heute 33-Jährige ist schon lange mit Vorliebe auf Strecken "mehr als Marathon" unterwegs (PB 50km 3:46:08, PB 100km 7:57:17). 2008 war sie über 100 km Deutsche Meisterin, 2009 und 2012 jeweils Vizemeisterin, 2010 gewann sie die 100km von Biel, 2009 und 2016 den Schwäbisch Alb Marathon über 50km und im letzten Jahr siegte sie beim 56km Ultra-Marathon in Biel sowie beim Monschau Ultra-Marathon und holte sich mit weiteren guten Platzierungen den Europacup der Ultramarathone.

Erste Gratulantin für die Marathonsiegerin aus Österreich Veronika Limberger war Mama Monika Einen wahren Marathontag hatten auch die "Medaillenmädels" hinter sich, die von 10km bis Marathon eifrig die begehrte Auszeichnung verteilten

Mit aufs Treppchen durfte Barbara Mallmann von der SpVgg Höhenkirchen, die in 3:21:27 h Dritte wurde und die W45 dominierte. Vierte wurde die W35-Siegerin Sybille Mai von der TG Viktoria Augsburg in 3:25:05 h. Anna Jansen, vom gleichen Verein wie die Drittplatzierte, schaffte als Fünfte in 3:27:29 h das letzte Ergebnis unter dreieinhalb Stunden.

Manfred Steffny schaute sich genau an, was aus dem in einer New Yorker Kneipe geborenen Marathon geworden ist und äußerte sich eindeutig: "Ist doch super."

"Laufen, thermalbaden und erholen" lautet das Motto. Das Miteinander von Sportlern und Kurgästen klappt. Arthritis und Wirbelsäulenleiden machen schließlich nicht immer um Sporttreibende einen Bogen. Ein wenig gewöhnungsbedürftig ist das Aufeinandertreffen mit in Bademäntel gehüllten Kurgäste schon, aber schließlich befindet man sich in einer ausgedehnten Kuranlage mit über 2 Millionen Übernachtung im Jahr und nicht versiegender Heilquelle.

Die Mühe war nicht umsonst. Einen Marathonläufer brachte der Zugläufer für 3:00 Sebastian Apfelbacher mit Alexander Neumann in 2:59:58 netto über die Ziellinie Mit Teilnehmerrekord, zwei Streckenrekorden und vielen persönlichen Rekorden endete der 25. Johannesbad Thermen-Marathon in Bad Füssing
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Für Thomas Richter, Hotelleiter des Königshofs, und viele seiner Helfer ist der Kurbetrieb Alltag, wenngleich der Laufsport aus Bad Füssing nicht mehr wegzudenken ist. Die Vorbereitungen zum 26. Johannesbad Thermen-Marathon haben bereits begonnen und die Erfolgsgeschichte wird sich fortsetzen. Eines Propheten bedarf es für diese Vorhersage nicht. Man spürt es einfach, in Bad Füssing ist nicht nur das Wasser heiß.

3.2.18 - 25. Johannesbad Thermen-Marathon in Bad Füssing

Sportsymposium im Johannesbad: Erfolge, Einsatz, Emotionen

von Constanze & Walter Wagner 

Traditionell gehört das Symposium zum Programm des Johannesbad Thermen Marathon. Zur 25. Austragung war auch dem Rückblick Raum eingeräumt worden. Auf dem Podium illustre Gäste. Im 10. Stock des Johannesbades war ein zahlreiches Auditorium versammelt um deren Ausführungen zu lauschen. Im Anschluss des moderatorengeführten Gesprächs war Gelegenheit Fragen zu stellen.

Erstmals moderierte Peter Maisenbacher das Sportsymposium, der verstärkt durch seine Tochter Maresa auch die Läufe am Sonntag am Mikrophon begleiten wird. Nach kurzer Vorstellung nahmen auf dem Podium Platz, Organisationsleiter des Johannesbad Thermen-Marathon Thomas Richter, Marathon-Ass Philipp Pflieger von der LG Telis Finanz Regensburg, Günter Zahn, Schlussfackelläufer bei den Olympischen Spielen 1972 in München und Erwin Fladerer, Chefredakteur der Bayrischen Laufzeitung.

Organisationsleiter Thomas Richter (rechts) hat am Vorag zum Sport-Symposium "25 Jahre Johannesbad Thermen-Marathon - Erfolge, Eindrücke und Emotionen" in der Johannesbad Fachklinik eingeladen Moderator Peter Maisenbacher (in Rot) und Thomas Richter blickten gemeinsam mit (v.l.) Marathonläufer Philipp Pflieger, Erwin Fladerer, Chefredakteur der bayerischen Laufzeitung und seit 25 Jahren als Läufer und Journalist in Bad Füssing, sowie Günter Zahn, Erfolgstrainer der LG Passau und Schlussfackelläufer der Olympischen Spiele 1972 in München, hatten einige Läufer-Anekdoten zu erzählen
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Mit Philipp Pflieger beim Symposium erfüllte sich der Wunsch von Thomas Richter. Doch ist der Ausnahmeathlet aus Regensburg auch zum Laufen nach Bad Füssing gekommen. Schon 2015 siegte er auf der 10km-Distanz in 30:07 min, scheiterte aber am Streckenrekord von 30:06 min, aufgestellt von Moritz Steininger 2014. Den Streckenrekord anzugreifen, dies ist ein Ziel, welches der 30jährige Philipp Pflieger angehen wird. Dabei ist er längst nicht sicher, ob es zum Sieg reichen wird. Wie die Besucher erfahren konnten, wird eine aussichtsreiche Gruppierung der LG Telis Finanz Regensburg an den Start der ‚Kurzdistanz' gehen. Dazu kommt noch Tobias Schreindl von der LG Passau, der diesmal ebenfalls über 10 km starten wird.

Zahlreiche interessierte Zuhörer füllten den Saal im 10. Stock der Johannesbad Fachklinkik Bad Füssing beim Sport Symposium "25 Jahre Johannesbad Thermen-Marathon - Erfolge, Eindrücke und Emotionen" Den Ausführungen von Philipp Pflieger, 2015 Sieger über die 10km beim Thermen-Marathon mit 30:07 Minuten und schnellster deutscher Marathonläufer bei den Olympischen Spielen in Rio wurde begeistert gelauscht

Philipp Pflieger hat sich nach dem missglückten Berlin Marathon, bei dem er das Ziel aufgrund eines Schwächeanfalls nicht erreichte, eine ausgiebige Auszeit gegönnt und ist erst wieder ins Lauftraining eingestiegen, als er dazu Lust verspürte. Nun fühlt er sich wieder in aufsteigender Form und absolviert Trainingsumfänge von 220 Wochenkilometern in der Spitze. Eine Woche nach Bad Füssing startet er über Halbmarathon in Barcelona, danach beginnt die eigentliche Vorbereitung auf den Hamburg Marathon mit dem Ziel, die Norm für die Europameisterschaftsteilnahme in Berlin zu erfüllen.

Moderator Peter Maisenbacher im Gespräch mit Günter Zahn. Dessen olympische Fackel im Original, mit der er 1972 in München das olympische Feuer entzündet hatte, sowie die Fackel, die der Erfolgstrainer beim Fackellauf für die Olympischen Spiele in Athen 2004 in München getragen hatte, waren am Bad Füssinger Thermen-Marathon-Wochenende ausgestellt

Günter Zahn ist nach eigener Laufkarriere mit 23 deutschen Meistertiteln, die ihn über Bahnrennen zum Marathon führte, wo er mit 2:15 Stunden seine Bestzeit lief, Trainer bei der LG Passau. Er konnte zudem von Trainingslagern im Königshof berichten, ein großes von Thomas Richter geführtes Hotel in Bad Füssing. Sie bieten neben der Therme auch Massagen. Die Massageschüler nehmen sich viel Zeit für die Leistungsläufer der LG Passau, aber auch auf die Thermen-Marathon Teilnehmerinnen und Teilnehmer warten rund 60 Masseure. Für die LG Passau ist das Entgegenkommen im Königshof grandios und Günter Zahn nutzte die Gelegenheit sich bei Thomas Richter zu bedanken. Dass seine Trainertätigkeit mit bisher 8 Deutschen Meisterschaften belohnt wurde, ist ihm längst wichtiger als die eigene Sportlerlaufbahn.

Thomas Richter wurde 2008 angesprochen, ob er den Marathon übernehmen würde und sagte ja. "Ich lernte dann schnell, wie zeitaufwändig die Aufgabe ist", gestand der Organisationsleiter von dessen Mitarbeitern über 100 im Einsatz sind. Das Marathonwochenende bringt Bad Füssing 8000 bis 10.000 Nächtigungen berichtete Thomas Richter mit der Aussage: "Das haben wir jetzt davon." Die örtliche Besonderheit, dass alle Läufe gleich viel kosten erklärte er so: "Ich habe mich immer gewundert, dass die, die am längsten Laufen und dann schon alles weg ist, wenn sie ins Ziel kommen, am meisten bezahlen." Er ist auf die Rennen gespannt, denn Cheftrainer Kurt Ring von der LG Telis Finanz Regensburg kündigte an, das sämtliche Rekord fallen werden.

Erwin Fladerer ist ein so genannter ‚bunter Hund'. Alle kennen den Chefredakteur der Bayrischen Laufzeitung - natürlich auch Moderator Peter Maisenbacher Die Johannesbad Therme, Namensgeber der Marathonveranstaltung in Bad Füssing

Erwin Fladerer ist ein so genannter ‚bunter Hund'. Alle kennen den Chefredakteur der Bayrischen Laufzeitung. Doch nicht nur deshalb ist er aufs Podium eingeladen, er war auch bereits beim ersten Thermen-Marathon dabei und ließ diesem 14 weitere ohne Unterbrechung folgen. Gesundheitliche Probleme zwangen ihn dann, ein Jahr auszusetzen. Nach einer Operation nahm er ab dem Folgejahr auf den kürzeren Distanzen wieder teil. Die 24. Teilnahme wird über 10 km sein. Dass es nicht die 25te ist, fuchst den im April 65 Jahre werdenden Szenekenner. Er konnte von seinem ersten Marathon in 4:41 h berichten: "War lehrreich." Und hatte später auch in Bad Füssing so manches Mal einen zu schnellen Beginn büßen müssen. Seine persönliche Marathonbestzeit lief er 1992 in Frankfurt in 2:54 h.

Der Ideen-Pate und die Erfinder des Johannesbad Thermen-Marathon. Manfred Steffny (Herausgeber des Spiridon Laufmagazins und zweimaliger Teilnehmer an Olympischen Spielen), Rudolf G. Maier (Chefredakteur der Kurzeitung Bad Füssing) und Prof. Alfred Gerauer (v.l.). Die Idee wurde in einer New Yorker Bar geboren: Ein Winter-Marathon sollte es sein. Wie sonst, sollten die Teilnehmer das heilende Wasser zu würdigen wissen, welches mit 56 Grad aus dem Boden kommt? ... und am Abend laß im Johannesbad Hotel Königshof Manfred Steffny "unerhörte Geschichte(n) vom süßen Schweiß des Marathonläufers" vor. Hier, griechisch angehaucht, berichtigt er als erster Marathonläufer der Weltgeschichte Hinzugedichtetes, ließ bald seine Bärenuhr durch die Reihen reichen, die bei modernen Sportuhrenentwicklern wenig Gefallen finden und las noch viele weitere Geschichten aus seinen Büchern vor
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In der anschließenden Fragerunde kamen noch Tipps und Geschichte ans Licht. Günter Zahn berichtete von amüsanten Details seines spektakulären Auftritts als Entzünder des olympischen Feuers, Philipp Pflieger noch so manche Trainingsanekdote. Erwin Fladerer erinnerte an das hohe Alter der Bad Füssinger Marathonrekorde, die 1994 bei den Männern und 1996 bei den Frauen aufgestellt wurden. Ob es beim Jubiläumsmarathon neue geben wird?

Peter Maisenbacher musste mit eigenen Fragen gar nicht viel beisteuern, denn im Nu war die Stunde um. Thomas Richter verabschiedete das Auditorium des Sport Symposiums: "Ich freue mich auf eine lässige Veranstaltung", und gestand, "Konfetti haben wir kiloweise gekauft."

Berichte und Fotos von Constanze und Walter Wagner

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Ergebnisse www.thermen-marathon.de
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