21.10.12 - 37.TCS Amsterdam MarathonZwei neue Streckenrekorde im windigen Amsterdam |
| von René van Zee |
Der TCS Amsterdam Marathon wirkt z. Z. wie ein Magnet auf die Marathonläufer. Bei der 37. Ausgabe des TCS Amsterdam Marathons kamen 37.986 Läufer aus 82 Ländern nach Amsterdam. Bemerkenswert, dass 15.000 Läufer aus dem Ausland kamen.
Die 37.986 Läufer bedeuteten einen Zuwachs in den letzten 3 Jahren von 50%. Amsterdam hat neben dem Sportlichen auch viel Kultur zu bieten. Durch die gute Organisation ist es dem TCS Amsterdam Marathon gelungen, die Läufer für Amsterdam zu begeistern. 13.000 Läufer hatten sich für den Marathon gemeldet, 10.478 starteten tatsächlich und 10.156 erreichten das Ziel. Damit ist der TCS Amsterdam Marathon der größte Marathon in den Niederlanden.
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| Amsterdam, eine Stadt mit vielen Möglichkeiten. Zum Beispiel Marathon laufen. Beim 37. TCS Amsterdam Marathon waren 38.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet | |
Le Champion, ein Sportverein mit 8.500 Mitgliedern, organisiert Lauf-, Rad- und Wanderevents und ist auch der Veranstalter dieses Marathons. Verantwortlich sind Cees Pronk (Race director) und Simone Richardson (Organisationsleiterin). Ihre Philosophie ist es, den TSC Amsterdam Marathon Schritt für Schritt nach oben zu bringen. Verantwortlich für die Zusammenstellung des Spitzenfeldes waren Jos Hermens und Valentijn Trouw (Global-Sports-Communication). Der Streckenrekord bei den Männern ist von Getu Feleke aus dem Jahr 2010 (2:05:53) und bei den Frauen von Olympiasiegerin Tiki Gelana (2:22:08) aus dem Jahr 2011.
Start und Ziel liegen im Olympiastadion (1928), wo 2016 die Europameisterschaften stattfinden werden. Die Wettervorhersage für Sonntag war sehr gut, aber das täuschte: am Sonntag war es kühl und sehr windig.
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| Die Führungsgruppe der Männer | Die Spitzengruppe der Frauen |
Bis 35km blieb eine große Spitzengruppe (16) mit den Favoriten Wilson Chebet und Peter Kirui zusammen. Die Tempomacher hatten den Auftrag das Feld so lange wie möglich geschlossen Richtung 35 km zu bringen. Ziel war eine Zwischenzeit bei Halbmarathon von 62:30 Minuten. Wegen des starken Windes gelang dies nicht, sondern es wurden 63:06, es war noch vieles möglich. Die Arbeit der Tempomacher war hervorragend, das Teilnehmerfeld war sehr gut zusammengestellt und das sollte Erfolg haben.
Nach 36 km kam Kirui in Schwierigkeiten und konnte das Tempo nicht mehr mithalten. Nach 37 km war es Wilson Chebet, der alleine in Führung ging. Nach 40 km hatte er einen Vorsprung von 18 Sekunden auf die unbekannten Äthiopier Bentayehu Assefa, Abrha Gebretsadik und Feyisa Bekele, die ihr Debüt gaben. Wilson Chebet (der Sieger aus dem Jahr 2011) verteidigte seinen Titel erfolgreich und gewann in 2:05:41. Das waren 12 Sekunden unter dem alten Streckenrekord. Zweiter wurde Abrha Gebretsadik in 2:06:21 , Dritter Bentayehu Assefa in 2:06:22 und Vierter Feyisa Bekele in 2:06:26.
Bemerkenswert ist der 7. Platz von dem Kenianer Gideon Kipketer, der Tempomacher, der in 2:08:14 ins Ziel kam. Eine neue Generation äthiopischer Marathonläufer ist auf dem Weg, in Zukunft Spitzenzeiten zu laufen. Mit diesem neuen Streckenrekord von 2:05:41 steht der TCS Amsterdam Marathon auf dem 8. Platz der Weltbestenliste des Jahres 2012. Jos Hermens war sehr zufrieden mit dieser schnellen Zeit, obwohl er Zweifel hatte, dass unter diesen Wetterbedingungen ein neuer Streckenrekord möglich war: "Die Zeit von Wilson Chebet zeigt, dass unter guten Bedingungen hier noch 40-50 Sekunden schneller gelaufen werden kann!"
Die Zwischenzeiten von Wilson Chebet:
5km 15:02, 10km 29:37, 15km 44:34, 20km 59:35, HM 1:03:06, 25km 1:14:40, 30km
1:29:51, 35km 1:44:59, 40km 1:59:18 und 2:05:41.
Wilson Chebet (geb. 1985) wurde 2010 Zweiter in Amsterdam in 2:06:12, 2011 gewann er in 2:05:53. Seine Bestzeit lief er in Rotterdam im Jahr 2011 (2:05:27). Seine HM Bestzeit liegt bei 59:19.
Bester deutscher Läufer wurde bei seinem Debüt mit einem 24. Platz Geronimo von Wartburg (Göttingen) in 2:21:50.
Holland freut sich: Der Holländer Michel Butter (1985) begeisterte das Publikum im Olympiastadion. Er erreichte in persönlicher Bestzeit von 2:09:58 als 12. das Ziel. Damit qualifizierte er sich für die Weltmeisterschaften 2013 in Moskau. Er ist nach Gerard Nijboer (1980 - 2:09:01) und Kamiel Maase (2007 - 2.08.21) der dritte Holländer der unter 2:10:00 blieb. Die drei Zeiten wurden alle in Amsterdam gelaufen.
Auch bei den Frauen blieb eine Spitzengruppe mit den Kenianerinnen Eunice Kirwa und Diane Chepkemoi und den Äthiopierinnen Genet Getaneh und Meseret Hailu lange zusammen. Zwischenzeit bei Halbmarathon: 1:11:15. Erst nach 35 km (1:57:33) änderte sich etwas und es gingen Meseret Hailu und Eunice Kirwa in Führung. Meseret Hailu lag bei Kilometer 40 km alleine an die Spitze mit 10 Sekunden Vorsprung auf Eunice Kirwa. Die Äthiopierin Meseret Hailu gewann ebenfalls in neuem Streckenrekord von 2:21:09, eine Minute schneller als ihre Freundin Tiki Gelana voriges Jahr. Zweite wurde Eunice Kirwa in 2:21:41, Dritte Genet Getaneh in 2:25:38 und Vierte Diane Chepkomei in 2:27:32.
Meseret Hailu (geb. 1990) trainiert bei Getane Tessema und wurde vor einigen Wochen Weltmeisterin im Halbmarathon im bulgarischen Kavarna. Sie wurde dieses Jahr 3. beim Prag Marathon in 2:27:15.
Die Zwischenzeiten von Meseret Hailu:
5km 16:55, 10km 33:40, 15km 50:27, 20km 1:07:24, HM 1:11:15, 25km 1:24:19, 30km
1:41:06, 35km 1:57:34, 40km 2:13:56 und 2:21:09 im Ziel.
Getane Tessema
Der Trainer von Meseret Hailu ist Getane Tessema (44). Er arbeitet seit vielen
Jahren bei Global Sports Communication. In Addis Abeba hat Global ein Trainingscamp,
wo Tessema die äthiopischen Leichtathleten mit viel Erfolg trainiert. Seine
Erfolge dieses Jahr sind sehr groß: Tiki Gelana: Olympiasiegerin und Siegerin
des Rotterdam Marathons in 2:18:58.
Meseret Hailu: Weltmeistern Halbmarathon und Siegerin beim Amsterdam Marathon
Tsegaye Kebede: Sieger Chicago Marathon (2:04:38)
Atsede Baysa Siegerin Chicago Marathon in 2:22:03
Aberume Mekuria, Siegerin Marathon Eindhoven 2:27:18
Weiter erreichten Athleten von Tessema 2. Plätze in Amsterdam, Köln
und Rotterdam bei den Männern.
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| Am Samstag wurde für die ausländischen Läufer ein Good Morning Run organisiert, im Ziel gab es dann Tulpen aus Amsterdam | |
GOOD MORNING RUN
Am Samstag wurde für die ausländischen Läufer ein Good Morning
Run organisiert. Begleitet von einem Läufer des Tourismusverbandes wurde
eine Runde von 6 1/2km entlang der schönsten Sehenswürdigkeiten Amsterdams
gelaufen. Start und Ziel waren in der Nähe des weltberühmten "Rijksmuseum".
Das war ein einzigartiges Erlebnis mit einer Drehorgel, holländischen Trachten
und Holzschuhen. Im Ziel bekamen die Teilnehmer Tulpen.
Der TCS Amsterdam Marathon hat sich in den letzten Jahren sehr schnell entwickelt und gehört zu den schnellsten und best organisierten Marathons der Welt. Man erwartet in den nächsten Jahren die 50.000 Teilnehmermarke zu erreichen. Der TCS Amsterdam Marathon ist schnell und bietet den Läufern die Chance, Marathon und Kultur zu kombinieren. Die Organisation bemüht sich, die besten Bedingungen für Spitzen- und Hobbyläufer zu schaffen. Amsterdam, eine Stadt mit vielen Möglichkeiten.
979 deutsche Athleten waren am Start:
Die Deutschen:
Geronimo von Wartburg Göttingen 2:21:50
Stephan Stolecki Bochum 2:48:23
Markus Busse Wunstdorf 2:52:18
Petra Schöning Herzebrock-Clarholz 3:13:11
Jutta Kolberg Berlin 3:25:24
Franziska Williner-Feifel Utzstetten 3:30:37
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Bericht und Fotos von René van Zee Ergebnisse www.tcsamsterdammarathon.nl Zu aktuellen Inhalten im LaufReport HIER |
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