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25.08.18 - 21. Maare-Mosel-Lauf von Daun nach Gillenfeld

Erlebnisreich und erfrischend durch die Vulkaneifel

Was mit 75 Teilnehmern begann, ist mittlerweile zur größten Laufveranstaltungen in der Eifel geworden: der Maare-Mosel-Lauf. Die Rekordzahl von 1257 Ausdauersportlern, vom schnellen, ambitionierten Läufer bis zu den Erholung, das Naturerlebnis und Geselligkeit suchenden Hobby- und Gesundheitssportlern, vom Bambino bis zum 75 Jahre alten Senior, kamen beim Jubiläum 2017 ins Ziel.

Was den Maare-Mosel-Lauf zum beliebtesten Landschaftslauf der Vulkaneifel macht, ist vor allem, dass alle Distanzen ausnahmslos auf Punkt-zu-Punkt gelaufen werden: Vom Startpunkt geht es ohne Streckenwiederholungen und Rundendrehen zum Ziel nach Gillenfeld. In der Eifel (fast) einmalig, wenn man bedenkt, welcher logistische Aufwand dahinter steckt. Denn der gesamte Transport muss mangels Eisenbahnverbindung per Bus geregelt werden.

Die Schienen zwischen Bernkastel-Kues und Daun existieren nämlich nicht mehr. Zum Ende des vergangenen Jahrtausends wurden sie abgebaut. Auf der Trasse entstand der Maare-Mosel-Radweg, der auch dem Lauf seinen Namen gibt. 1998 kamen bei der Premiere besagte 75 Teilnehmer auf das nördlichste Teilstück von elf Kilometern Länge von Daun nach Gillenfeld. Der Durchbruch kam bei der fünften Auflage mit der Einführung eines Halbmarathons. Die Teilnehmerzahl schoss um mehr als das Doppelte in die Höhe von 199 auf 423.

Der 21,1-Kilometer-Lauf ist zweifelsohne der Höhepunkt des Maare-Mosel-Laufs. Auf einer solchen Distanz lassen sich nun einmal mehr Eindrücke von der Eifel vermitteln, als auf einer nur halb so langen Strecke. Viel Natur, oft fernab jeglicher Straßen dürfen die Teilnehmer erwarten. Dazu Eisenbahngeschichte: Bereits gut einen Kilometer nach dem Start im Dauner Stadtteil Boverath geht es über ein Viadukt. Wenn sich der Wald, an dessen Hang sich die Strecke entlang schlängelt, kurz lichtet, bietet sich den Läufern ein beeindruckender Ausblick auf die Kreisstadt Daun. Der höchste Punkt der Strecke befindet sich unter Erde. Ein mehr als 500 Meter langer ehemaliger Eisenbahntunnel, wegen der Fledermauspopulation auch "Großes Schlitzohr" genannt, spart etliche Höhenmeter und ist ein Erlebnis für sich.

Anschließend zweigt die Strecke vom Maare-Mosel-Radweg ab. Es geht zum Schalkenmehrener Maar, einem dieser fast kreisrunden und deshalb "Augen der Eifel" genannten Kraterseen. Dass vor Tausenden von Jahren die Erde hier Feuer spuckte, kann man sich angesichts des Idylls nicht mehr vorstellen.

Im Ort am Seeufer werden der Zehn- und Sieben-Kilometer-Lauf gestartet. Während die Teilnehmer des längeren der beiden Wettbewerbe zunächst das Maar umrunden, laufen die Kurzstreckler schnurstracks zum knapp einen Kilometer entfernten Maare-Mosel-Radweg und über diesen nach Gillenfeld. Die Halbmarathonläufer schlagen prinzipiell den gleichen Weg ein. Um auf die nötigen Kilometer zu kommen, nehmen sie noch einen Umweg am Naturschutzgebiet Mürmes vorbei.

Obwohl die Läufe sozusagen durchs Zentrum der Eifel führen, auf die richtig hammerharten Steigungen wird man vergeblich warten. Der Maare-Mosel-Radweg als ehemalige Bahnstrecke weist nur moderate Höhenwechsel auf. Außerdem geht es von Daun und Schalkenmehren nach Gillenfeld tendenziell bergab.

Weder hoch noch runter soll dagegen der Balken der überdimensionalen Waage zeigen, mit der die Hauptlaufsieger aufgewogen werden. Nicht nur auf der Strecke und im Ziel, auch als Ehrenpreis gibt es das magnesiumhaltigste Mineralwasser Deutschlands. Und die Sieger dürfen sich dank Aufwiegen über einen großen Vorrat der sogenannten Nürburgquelle freuen.

Aufwiegen mit Mineralwasser: Organisationleiterin Inge Umbach mit HM-Sieger 2017 Sammy Schu

Dass man beim Maare-Mosel-Lauf nicht nur die Landschaft genießen kann, sondern auch schnell laufen kann, zeigen die Streckenrekorde. Der ehemalige Ultratrail-Vizeweltmeister Florian Neuschwander lief die Halbmarathon-Distanz vor fünf Jahren in 1:09:10 Stunden. Bei den Frauen beißen sich die Damen seit 2003 die Zähne an der Marke von Thurid Faßbender von 1:27:59 Stunden aus.

Gesundlandstrecke

Auch wenn Spitzenläufer, die die Vulkaneifel mit dem deutschen 25-km-Rekordler Karl Fleschen oder anderen Läufern der LG Vulkaneifel wie dem ehemaligen Deutschen 1500-Meter-Vizemeister Marc Kowalinski, schon viele hervorgebracht hat, der Maare-Mosel-Lauf ist in erster Linie ein Lauf für die ganze Familie. Ein Zeitlimit gibt es weder beim Halbmarathon, noch beim Zehn-Kilometer-Lauf, noch auf einer anderen Strecke. Ein spezielles Angebot für diejenigen, die sich wegen Zeitmessung und Ergebnisliste sonst nie an einem Volkslauf beteiligen würden, wurde ist die sogenannte "Gesundlandstrecke". Hier geht es nur um den Spaß an der Bewegung und der Landschaft und ums Ankommen nach rund 7 Kilometern.

Fast 200 Teilnehmer liefen, wanderten oder walkten bei den ersten beiden Auflagen über einen speziell abgesteckten Parcours. Etwa zur Hälfte gibt es in der Ellscheider Laufoase die Möglichkeit, zu einer Pause. Der schön angelegte, weitläufige Garten ist für den Verein der mitorganisierenden Vulkanläufer oft Ausgangspunkt ihrer Trainingsläufe. Hier gibt es für die Gesundland-Läufer außer Getränken spezielle Angebote rund um die Gesundheit, wie beispielsweise einen Venencheck.

Wettbewerbe und Zeitplan:

17.00 Uhr

Gesundlandstrecke ohne Zeitnahme von Mehren (Apra norm) über die Laufoase Ellscheid (mit Möglichkeit zur Rast) nach Gillenfeld, ca. 7 km

17.00 Uhr

Intersport-Lehnen-Kinderlauf (Jahrgänge 2007 und jünger, 800 Meter) mit Start in Gillenfeld

17.30 Uhr

Intersport-Lehnen-Schülerlauf 1,6 km
(Jungen und Mädchen Jahrgänge 2003-06) mit Start in Gillenfeld

17.45 Uhr

Nürburgquelle-10-km-Lauf sowie Jugend- und Jedermannlauf
mit Walking (7 km) jeweils mit Start in Schalkenmehren

17.50 Uhr

Schritt-für-Schritt-Bambini (Jahrgänge 2011 und jünger, 300 Meter)
mit Start in Gillenfeld

18.00 Uhr

Volksbank Rhein-Ahr-Eifel Halbmarathon mit Start in Daun

Informationen:
Inge Umbach, Birkenweg 3, 54552 Ellscheid
Telefon 06573/99190, Fax 06573/991929
E-Mail: info@maaremosellauf.de

Internet: www.maaremosellauf.de

Fotos (4): © Holger Teusch

Infoseite im LaufReport-Partnerprogramm zum Maare Mosel Lauf 2018 HIER
LaufReport über den Maare Mosel Lauf 2017 HIER